DE972390C - Verfahren zum Reproduzieren von Vorlagen und Originalen fuer Druckzwecke, insbesondere Tiefdruckzwecke, unter Vermeidung der Handretusche - Google Patents

Verfahren zum Reproduzieren von Vorlagen und Originalen fuer Druckzwecke, insbesondere Tiefdruckzwecke, unter Vermeidung der Handretusche

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DE972390C
DE972390C DEG16292A DEG0016292A DE972390C DE 972390 C DE972390 C DE 972390C DE G16292 A DEG16292 A DE G16292A DE G0016292 A DEG0016292 A DE G0016292A DE 972390 C DE972390 C DE 972390C
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Expired
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DEG16292A
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English (en)
Inventor
Rudolf Lichtner
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Gruner and Sohn
Original Assignee
Gruner and Sohn
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03DAPPARATUS FOR PROCESSING EXPOSED PHOTOGRAPHIC MATERIALS; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03D11/00Reversal processing apparatus
    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B27/00Photographic printing apparatus

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  • Silver Salt Photography Or Processing Solution Therefor (AREA)

Description

AUSGEGEBEN AM 9. JULI 1959
G 16292 IVa/ 57 d
Rudolf Lichtner, Itzehoe ist als Erfinder genannt worden
Grüner & Sohn, Itzehoe
der Handretusche
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Reproduzieren von Vorlagen und Originalen für Druckzwecke, insbesondere Tiefdruckzwecke, durch fotografisches Herstellen eines Negativs und darauf aufbauend eines Diapositivs unter Aufhellen der Lichter und Vertiefen der Schatten.
Nachdem für Reproduktionszwecke fotografisch ein Negativ und darauf aufbauend ein Diapositiv hergestellt worden ist, wird mit Hilfe des Diapositivs wiederum eine Pigmentpapierschicht behandelt, wobei durch Gerbung der Gelatineschicht des Pigmentpapiers ein Negativbild hergestellt wird. Nach Aufbringen dieser Negativschicht auf die Kupferhaut eines Tiefdruckzylinders und Herausspülen der nicht oder nur wenig gegerbten Teile der Pigmentgelatineschicht kann das abdruckfertige Bild derart herausgeätzt werden, daß die tiefsten Schatten tief geätzt, die Mitteltöne halbtief und die hellsten Lichter nicht geätzt werden.
Sowohl die Negative als auch die Diapositive bedürfen in weitgehendem Umfange einer Retusche, wobei es vor allem darauf ankommt, die hellsten Lichter aufzuhellen und die tiefsten Töne nachzudunkeln, da die normalen Gradationen der licht-
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empfindlichen Schichten zur Herstellung der Negative und Diapositive nur die mittleren Töne eines Bildes tonwertrichtig wiederzugeben vermögen. Die Retusche wird so vorgenommen, daß im Negativ die Lichterzeichnung verstärkt wird, also alle Stellen, die im Negativ dunkel sind, werden noch mehr geschwärzt. Im Diapositiv dagegen wird die Schattenzeichnung verstärkt, also wieder alle Stellen, die dunkel sind, werden noch dunkler gehalten. Das Ergebnis ist eine Aufstellung der Lichter im Negativ und eine Vertiefung der Schatten im Diapositiv.
Diese Notwendigkeit einer von Hand auszuführenden Retusche verteuert das Druckerzeugnis in starkem Ausmaße. Hinzu kommt, daß die Güte des fertigen Druckes von der Qualität der Arbeit der Retuscheure abhängt und dadurch Schwankungen unterworfen ist. Da kleine Auflagen die gleiche Retuschearbeit erfordern wie große Auflagen, ist so die Möglichkeit, beispielsweise eine moderne Tiefdruckrotationsmaschine voll auszunutzen, in starkem Umfange davon abhängig, ob es gelingt, die Retuschearbeit für die einzelnen Auflagen in genügend kurzer Zeit fertigzustellen. Dieser Umstand wirkt sich um so nachteiliger bei der Ausnutzung moderner hochleistungsfähiger Druckanlagen aus, als gute Retuscheure ausgesprochen knapp sind.
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, die Notwendigkeit des Retuschierens der Negative und Diapositive weitgehend zu vermindern und durch ein mechanisch ausführbares Verfahren zu ersetzen. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß sowohl für die Negativ- als auch für die Diapositivherstellung ein Schichtträger benutzt wird, dessen beide Seiten mit lichtempfindlichen Schichten verschiedener Gradation versehen sind, und daß bei der Negativherstellung die lichtempfindliche Schicht mit härterer Gradation von der Lichtquelle abgekehrt wird, während bei der Diapositivherstellung die lichtempfindliche Schicht mit härterer Gradation der Lichtquelle zugekehrt und der Diapositivschichtträger derart gegen den Negativschichtträger- gelegt wird, daß die lichtempfindlichen Schichten der beiden Schichtträger mit härterer Gradation nach außen gekehrt sind. Auf diese Weise werden im Negativ auf rein mechanische Art die hellsten Töne der Grauskala (weiß) im Original herausgeholt. Im Diapositiv dagegen werden die tiefen Partien der Skala (schwarz) unterstrichen und zugleich durch entsprechende Behandlung des Negativs die hellsten Töne der Spitzenlichter betont.
Vorzugsweise wird als weichere Gradation der lichtempfindlichen Schichten ein normales Halbtonmaterial und als härtere Gradation ein Material mit steiler Gradation für reine Schwarzweißzeichnungen in größter Dichte benutzt.
Bei einer Anordnung zur Ausführung der Erfindung sind auf den beiden Seiten eines Schichtträgers unmittelbar die beiden lichtempfindlichen Schichten von verschiedener Gradation aufgebracht, und außerdem ist auf der nach außen weisenden Seite der lichtempfindlichen, Schicht von härterer Gradation auf an sich bekannte Weise eine Schicht angebracht, die die Entstehung eines Lichthofes verhindert und im nachfolgenden in üblicher Weise als Lichthofschicht bezeichnet wird.
Weitere Verbesserungen und zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung- sind an Hand der Abbildung erläutert. Es zeigt η0
Fig. ι ein Diagramm zur Verdeutlichung des Begriffes der Gradation einer lichtempfindlichen Schicht,
Fig. 2 ein Schema zur Verdeutlichung der erfindungsgemäßen Art zur Herstellung eines Negativs,
Fig. 3 ein Schema zur Verdeutlichung der erfindungsgemäßen Art zur Herstellung eines Diapositivs,
Fig. 4 ein Schema zur Verdeutlichung des Einkopierens eines erfindungsgemäß hergestellten Diapositivs auf die Pigmentschicht eines Pigmentpapiers,
Fig. 5 ein vereinfachtes Schwärzungsdiagramm einer normalgradierten Negativschicht,
Fig. 6 ein vereinfachtes Schwärzungsdiagramm einer hart gradierten Negativschicht,
Fig. 7 ein vereinfachtes Schwärzungsdiagramm zweier erfindungsgemäß auf einen Schichtträger vorgesehener Negativschichten mit verschiedener Gradation gemäß den Fig. 5 und 6. go
In der Fig. 1 sind im logarithmischen Maßstab auf der Waagerechten die Lichtmengen und auf der Senkrechten die Dichten oder Schwärzungen einer lichtempfindlichen Schicht (Emulsion) aufgetragen. Die Kurvet stellt das typische Verhalten eines normalen Halbtonmaterials dar, bei dem über einen beträchtlichen Teil der Kurve die Zunahme der Lichtmengen einer proportionalen Zunahme der Schwärzung entspricht. Aus der Kurve ist deutlich zu ersehen, daß in ihrem linken Teil, also bei geringen Belichtungen, diese Gesetzmäßigkeit aufhört, indem die Schwärzung auch bei . größer werdender Belichtung konstant bleibt. Andererseits ist im Diagramm zu erkennen, daß der rechte Teil der Kurve A abzubiegen beginnt. Er fällt bei starkeren Belichtungen sogar zurück. Auch dieser Teil der Kurve ist für eine tonwertrichtige Wiedergabe vollkommen unbrauchbar. Eine derartige lichtempfindliche Schicht, die eine Gradation gemäß der Kurvet besitzt, ist also nur für die tonwertrichtige Wiedergabe von Halbtönen geeignet. Derartige Gradationen sind für die Reproduktion von in den Tönen abgestuften Bildern allgemein üblich. Der Retuscheur hat hier die Aufgabe, im Negativ die hellsten Töne herauszuholen und im Diapositiv die schwärzesten Partien zu unterstreichen.
Insbesondere für reine Schwarz weiß zeichnungen, wo es auf die Wiedergabe von Tonabstufungen nicht ankommt, werden dagegen lichtempfindliche Schichten mit steiler Gradation hergestellt und benutzt. Eine derartige hart gradierte Schicht wird durch die Kurve B der Fig. 1 verdeutlicht. Hieraus ist .zu ersehen, daß die lichtempfindliche Schicht der Kurve B noch keine Lichteindrücke festhält, während das Halbtonmaterial der Kurve A schon Schleier erhält. Der Neigungswinkel des im wesent-
lichen gerade ansteigenden Teiles des Zuges der Kurve B ist jedoch wesentlich steiler als der der Kurve A.
Weitere Tonwertverluste ergeben sich durch das S Streulicht. Seine Wirkung besteht insbesondere darin, daß die dunkelsten Partien einer Graukeilvorlage nur abgeschwächt auf einem Mattscheibenbild erscheinen.
Erfindungsgemäß wird nun für die Negativherstellung ein Schichtträger benutzt, der auf seiner einen Seite eine normal gradierte Emulsion, beispielsweise gemäß der Kurve A, auf seiner anderen Seite eine hart gradierte Emulsion, beispielsweise gemäß der Kurve B, erhält. In Fig. 2 ist der Schichtträger, der insbesondere durch eine Glasplatte oder einen Film dargestellt wird, mit 1 bezeichnet. Auf seiner einen Seite ist eine lichtempfindliche Schicht 2 von normaler Gradation und auf seiner anderen Seite eine lichtempfindliche Schicht 3 von härterer oder steiler Gradation aufgebracht. Auf der nach außen weisenden Seite der Schicht 3 befindet sich eine Lichthofschicht 4. Für die Negativherstellung befindet sich eine als Lichtquelle wirkende Vorlage 5 auf der Seite der Emulas sion von normaler Gradation. Die Belichtung erfolgt über ein Objektiv 13. Das Licht tritt, nachdem es zuerst auf die normal gradierte Schicht 2 getroffen ist, durch den Schichtträger 1 hindurch und belichtet danach die hart gradierte Schicht 3.
Es sei nun angenommen, daß die Vorlage über sehr helle Lichter verfügt. Dieses sehr helle Licht belichtet also zuerst die normal gradierte Schicht 2 gemäß der Fläche 11 und danach die hart gradierte Schicht 3 gemäß der etwas größeren Fläche 12.
Diese beiden Schichten werden nun in einem normalen Entwicklerbad so weit entwickelt, daß die normal gradierte Schicht 2 normal entwickelt ist. Es erscheinen dann auf der hart gradierten Schicht 3 als dunkle Stellen nur die ganz stark belichteten Felder. Aus der Fig. 2 ist zu erkennen, daß auf beiden Schichten 2 und 3 die Schwärzungen 11, 12 gestochen scharf werden. Der Lichthofschicht 4, die bei der Belichtung eine Reflexion des Lichtes verhindert und das Licht absorbiert hat, wird diese lichtschluckende Wirkung bei der nachfolgenden Behandlung im Entwicklerbad genommen.
Um sicherzustellen, daß die hart gradierte Schicht nur die dunklen Partien zusätzlich schwärzt und nicht die Tonwerte der Halbtöne verschlechtert, empfiehlt es sich, die normal gradierte Schicht wesentlich stärker zu sensibilisieren als die hart gradierte Schicht. Vorzugsweise wird die l.ormal gradierte Schicht zu etwa δο^/ο sensibilisiert, während die hart gradierte Schicht nur zu etwa 15% sensibilisiert wird. Da beide Schichten von der gleichen Lichtquelle belichtet werden, wird bei der Herstellung des Negativs die hart gradierte, hintenliegende Schicht nur in den Teilen in ein latentes Bild umgewandelt und durch die nachfolgende Entwicklung geschwärzt, wo tatsächlich die höchsten Lichter liegen. Diese Schatten erscheinen aber in der hart gradierten Schicht insbesondere durch ihre geringe Sensibilisierung nicht in Form einer vollständigen Schwärzung, sondern nur als gräulicher Ton. Auf diese Weise wird erreicht, daß die Tönungen der normal gradierten Schicht bestehenbleiben und daß tatsächlich nur eine Schwärzung der tiefsten Töne auf dem Negativ vorgenommen wird.
Für die Diapositivherstellung wird gemäß Fig. 3 ein entsprechender Schichtträger 6 mit einer normal gradierten Schicht 7 und einer hart oder steil gradierten Schicht 8 benutzt. Auf der Außenseite dieser Schicht ist wiederum eine Lichthofschicht 9 vorgesehen. Um das Diapositiv herzustellen, wird jetzt der Negativschichtträger 1 mit den belichteten und normal entwickelten Schichten 2 und 3 derart gegen den Diapositivschichtträger 6 gelegt, daß die normal gradierten Schichten 2 und 7 gegeneinanderliegen. Nunmehr erfolgt eine Belichtung von einer Lichtquelle 10 her, die sich auf der Außenseite der hart gradierten Schicht 3 befindet. Jetzt werden die geschwärzten Stellen 11 des normal gradierten Negativteils, die den höchsten Lichtern des Originals entsprechen, noch etwas mehr durch die entsprechend geschwärzten Stellen 12 des hart gradierten Negativteils abgedeckt, so daß diejenigen Stellen des Negativs, die den höchsten Lichtern des Originals entsprechen, völlig abgedunkelt sind und ganz klare, transparente Licht- go flecken in den Diapositivschichten ergeben.
Die tiefsten Schatten des Originals dagegen, die den völlig durchsichtigen Flächen der beiden Negativschichten 2 und 3 entsprechen, führen nunmehr durch Hindurchtreten des Lichtes durch diese Negativschichten zu einer Belichtung der beiden Schichten 7 und 8 des Diapositivteils. Vorzugsweise sind auch die beiden Schichten des Diapositivteils derart verschieden zu sensibilisieren, daß die normal gradierte Schicht wesentlich stärker sensibilisiert ist als die hart gradierte Schicht. Auch hier können die Werte 80 und 15% als Anhalt dienen. Demgemäß ergibt sich für den Diapositivteil nach entsprechender Entwicklung im Bereiche der tiefen Schatten der Vorlage eine zusätzliche — nicht vollständige — Schwärzung des hart gradierten Teils 8 des Diapositivs.
In Fig. 3 sind mit 14 und 19 die Abbildungen zweier tiefer Schatten des Originals auf den Schichten 3 und 2 des Negativteils bezeichnet. Diese Flächen 14 und 19 sind transparent und gestochen scharf wie die Schwärzungen 11, 12, wobei die Fläche 19 der normal gradierten Schicht 2 etwas kleiner als die Fläche 14 der hart gradierten Schicht 3 ist. Unter Umständen ist die Fläche 14 nicht so scharf abgegrenzt wie die Fläche 19, da infolge der geringen Sensibilisierung und der harten Gradation auch die umliegenden Tönungen nicht zu einer Schwärzung der Schicht 3 führten.
Hinsichtlich der Lichtquelle 10 wird darauf hingewiesen, daß stets mit einer Überstrahlung gerechnet werden muß. Derartige Lichtstrahlen sind in der Fig. 3 mit dt 1 Bezugszeichen 15, 16, 17, 18 bezeichnet. Hieraus ist zu ersehen, daß durch diese Lichtstrahlen 15, 16, 17, 18 die Flächen 14, 19 in Form von Schwärzungen 20,21 derart auf die
Diapositivschichten abgebildet werden, daß sich Überstrahlungssektoren b und c ergeben. Diese Überstrahlungssektoren führen aber zu keiner Schwärzung der Schicht 8 von harter Gradation, da die Belichtungsintensität zu gering ist. Es ergibt sich demgemäß auf- der harten Seite 8 der Diapositivschicht eine Verkleinerung der Fläche 21 höchster Schwärzung gegenüber der Fläche 20 der Schicht normaler Gradation. Entsprechendes gilt für die Abbildung von tiefen Schwärzungen des Negativteils auf den Diapositivteil.
In der Fig. 4 ist die Wirkung der Zusammenarbeit der so vorbereiteten Diapositivschicht mit einer Pigmentpapierschicht 22 dargestellt, die aus der Pigmentschicht 23 und dem Schichtträger 24 besteht. Hieraus ist zu ersehen, daß durch die Lichtstrahlen 29 der Lichtstrahlkeil der Fig. 3 praktisch wieder umgekehrt wird, so daß sich eine ganz scharfe Abbildung der tiefsten Schwärzen 20,
21 des Diapositivteils und damit auch der Originalvorlage auf der Pigmentpapierschicht ergibt. Das gleiche gilt auch für die hellsten Lichter. Dies ist aber für die gewünschte Wirkung gerade notwendig.
DeT steile Anstieg der Schwärzungskurve einer Emulsion mit harter Gradation kann innerhalb verschiedener Bereiche der Belichtungsabszisse angeordnet werden. Er ist so zu legen, daß e'r tatsächlich die Schwärzung in demjenigen Teil des Grauteils unterstützt, wo die Schicht normaler Gradation nicht mehr ausreicht.
Die Fig. 5, 6 und 7 zeigen schematisch die Zusammenarbeit der Schicht normaler Gradation mit •ierjenigen harter Gradation bei der Herstellung
iines Negativs. Die Kurve 25 der Fig. 5 zeigt die normale Gradation, wobei die Dichte oder Schwärzung in Abhängigkeit von den Keilstufennummern 1 bis 12, aufgetragen ist. In Fig. 6 ist mit 26 die Wirkung der Schicht harter Gradation gezeigt. Die
durch die harte Gradation geschaffene Fläche d der Fig. 6 wird als Folge der Kombination beider Schichten auf einem Träger auf das rechte Ende der Kurve 25 der Fig. 5 aufgesetzt, so daß sich für das Negativ eine Gesamtgradation gemäß der
Kombinationskurve 27 der Fig. 7 ergibt. Für das Diapositiv ergibt sich eine ähnliche Kurve mit dem Unterschied, daß hier die Zusatzfläche e durch die narte Gradationsschicht auf die linke Seite der Kurve gemäß der Linie 28 aufgesetzt wird. Dadurch wird automatisch der schädliche Einfluß des Streulichtes ausgeschaltet und eine tonwertrichtige Wiedergabe der Vorlage ohne von Hand auszuführende Retusche erreicht.
Der durch die Erfindung erreichte Fortschritt ist beträchtlich. In zahlreichen Fällen kann auf eine zusätzliche Handretusche völlig verzichtet werden. Bei den restlichen Fällen ist das Ausmaß der erforderlichen Handretusche wesentlich herabgesetzt. Hierbei wirkt sich besonders günstig aus, daß eine Nachbehandlung beider Schichten, also, sowohl der lichtempfindlichen Schicht härterer Gradierung als auch der lichtempfindlichen Schicht normaler oder weicherer Gradierung, ohne weiteres möglich ist.
Die beiden Schichten vermögen sich beim Aufbringen nicht ungünstig gegenseitig zu beeinflüssen. Es hat sich gezeigt, daß es ohne Schwierigkeit möglich ist, die Lichthofschicht auf die nach außen weisende Seite der härter gradierten Schicht aufzubringen. Durch den weitgehenden Vorteil der Ersparung der Handarbeit wird die Vorbereitung des Drucks wesentlich verbilligt und beschleunigt.
Insbesondere bei Benutzung eines Films als Schichtträger empfiehlt es sich, beide Emulsionen gleich stark aufzugießen, um Spannungstendenzen ungleicher Schichtstärken zu vermeiden. Als Beispiel sei angegeben, daß die Schicht 3 des Negativteils einen Tönwertumfang von etwa 0,60 bis 1,6 haben kann; die Schicht ergibt also reich abgestufte Mitteltöne unter gleichzeitiger Verflachung des unteren und oberen Sektors. Die Schicht 2 dagegen kann z. B. einen Tonwertumfang von etwa 0,0 bis 0,53 haben. Beide Schichten zusammen ergeben einen Tonwertumfang von etwa 0,6 bis 2. Ähnliche Tonwertumfangswerte können auch für die Herstellung des Diapositivteils dienen, nur daß hier zweckmäßigerweise beide Emulsionen einen höchsten S chwärzungs wert von etwa 1,6 bis 1,8 ergeben.
In der vorliegenden Beschreibung sind die Begriffe harte und normale Gradation nur relativ zueinander zu verstehen. Es ist beispielsweise auch möglich, für die Schicht normaler Gradation eine Emulsion mit ausgesprochen weicher Gradation zu benutzen, bei der der Anstieg der Schwärzungskurve unter einem wesentlich kleineren Winkel als 45° erfolgt. Auch hier ergibt die Kombination einer derartig weich gradierten Schicht mit einer Schicht harter Gradation günstige Ergebnisse.
Der verschiedene Kontrastumfang der Vorlagen wird erfindungsgemäße, mit' zwei lichtempfindlichen Schichten vorgesehene Schichtträger in zwei bis drei Gesamtgradationen erfordern, wobei zusätzlich eine Abstimmung der harten Emulsion zur jeweiligen Gradation erfolgt.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    i. Verfahren zum Reproduzieren von Vorlagen und Originalen für Druckzwecke, insbesondere Tiefdruckzwecke, durch fotografisches Herstellen eines Negativs und darauf aufbauend eines Diapositivs unter Aufhellen der Lichter und Vertiefen der Schatten, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl für die .Negativais auch für die Diapositivherstellung ein Schichtträger benutzt wird, dessen beide Seiten mit lichtempfindlichen Schichten verschiedener Gradation versehen sind und daß bei der Negativherstellung die lichtempfindliche Schicht mit härterer Gradation von der Lichtquelle abgekehrt wird, während bei der Diapositivherstellung die lichtempfindliche Schicht mit härterer Gradation der Lichtquelle zugekehrt und der Diapositivschichtträger derart gegen den Negativschichtträger gelegt wird, daß die beiden Schichten mit härterer Gradation nach außen gekehrt sind.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei reinen Schwarzweißzeichnungen in größter Dichte für die lichtempfindliche Schicht mit weicherer Gradation ein normales Halbtonmaterial und für die lichtempfindliche Schicht mit härterer Gradation ein Material mit steiler Gradation benutzt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl für den Negativais auch für den Diapositivteil die Schicht von härterer Gradation wesentlich weniger sensibilisiert wird- als die Schicht normaler Gradation.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Sensibilisierung der Schicht härterer Gradation zwischen 5 und 30% liegt.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Sensibilisierung der Schicht normaler Gradation über 7o°/o liegt.
  6. 6. Lichtempfindliches Material zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß auf die beiden Seiten eines Schichtträgers unmittelbar die beiden lichtempfindlichen Schichten von verschiedener Gradation und auf die lichtempfindliche Schicht von härterer Gradation eine Lichthofschutzschicht aufgebracht ist.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    Deutsche Patentschriften Nr. 656 255, 262 036, 196768, 66 311, 767139;
    »Photographische Chronik«, 1938.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    ©«09 579/305 8.56 (909 551/7 7.59)
DEG16292A 1955-01-22 1955-01-22 Verfahren zum Reproduzieren von Vorlagen und Originalen fuer Druckzwecke, insbesondere Tiefdruckzwecke, unter Vermeidung der Handretusche Expired DE972390C (de)

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Citations (5)

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DE262036C (de) *
DE196768C (de) * 1905-08-22
DE66311C (de) * J. T. SANDEI.L in London S.W., 10 Pall Mall Verfahren zur Herstellung von Negativplatten, welche gegen Ueberexposition unempfindlich sind
DE656255C (de) * 1933-05-07 1938-02-01 Heinrich Kuehn Beidseitig beschichteter photographischer Film
DE767139C (de) * 1933-01-13 1951-11-08 C Schleussner Fotowerke G M B Photographische Doppelschicht

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