DE2846935A1 - Verfahren zum herstellen von negativ- oder positivfilmen fuer die verwendung beim mehrfarbendruck - Google Patents

Verfahren zum herstellen von negativ- oder positivfilmen fuer die verwendung beim mehrfarbendruck

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DE2846935A1
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Description

Verfahren zum Herstellen von Negativ- oder Positivfilmen für die Verwendung beim Mehrfarbendruck
Das lithografische (Offset) Druckverfahren für Mehrfarbendrucke, bei dem das sogenannte Farbentrenn- bzw. Farbauszugsverfahren
angewandt wird, umfaßt im allgemeinen das Fotografieren des zu reproduzierenden Farboriginals durchf-Farbfilter, um Negative fortlaufenden Tones, d.h. die sogenannten negativen Farbauszüge
! bzw. Teilfarbennegative zu erhalten. Als Farboriginal wird nor- : malerweise ein Farbfilm verwendet, welcher auf einem herkömmlichen Film für Teilfarbennegative mit einem Bereich von 1,6 bis 1,8 und mit einer Empfindlichkeit von beispielsweise 4o-5o ASA abgeteilt wird und von diesem Teilfarbenriegativ wird ein Raster-
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positiv auf einem lithografischen Film gemacht. Rasterfreie Teilfarbennegative (Negative fortlaufenden Tones), die if£ der obigen Weise zubereitet sind, werden dann über ein Raster bzw. Sieb und direkt auf einen neuen Film belichtet.
Jedoch kann das Raster auch in das System durch Illuminieren des Farboriginals durch das Farbfilter und ein Raster und auf einen Negativfilm (direktes Rastern) eingeführt werden, sodaß ein fertiges Teilfarbennegativ mit Rastermuster (Halbtonnegativ) erhalten wird, das in der gedruckten Kopie des Originals gefunden werden wird.
Beim Mehrfarbendruck wird für jede zu druckende Farbe eine Druckform hergestellt. Beim Dreifarbendruck sind die verwendeten Druckfarben gelb, blaugrün und purpurrot, jedoch wird normalerweise in vier Farben mit schwarz als Korrekturfarbe gedruckt, und die Farben werden normalerweise, jedoch nicht zwingend in dieser Reihenfolge gedruckt.
Somit wird bei dem lithografischen (Offset) Mehrfarbendruckverfahren die Druckform zubereitet und mit einem fotografierten Rastermuster entwickelt, und dieses Rastermuster wird auf die > gedruckte Kopie des Originals übertragen und bildet ein Fremdelement in Bezug auf das Original. Jedoch treten oft bei dem Rasterverfahren Probleme auf, insbesondere bei Anwendung für Hochgeschwindigkeitsdrucke, weil das Bild dann leicht ver-
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schwommen wird. Für herkömmliche vierfarbige AutodarStellungen für Zeitschriften und Magazine, die in der Druckerpresse gedruckt werden, muß aus technischen Gründen ein relativ grobes Sieb bzw. Raster verwendet werden, beispielsweise mit 2o bis Linien pro Linear-cm.
Ein bekanntes Verfahren zum Reproduzieren von Farboriginalen ist in den US-PS 1 843 872 und 1 885 725 beschrieben, bei welchen drei Farbauszugnegativ-raster entsprechend den drei Primärfarben und in bestimmten Fällen auch ein schwarzes Korrekturnegativ zubereitet werden.
Wenn Tiefdruckzylinder für Mehrfarbendruck herzustellen sind, ist es ebenfalls bekannt, aus Teilfarbennegativen die entsprechenden Teilfarbenpositive zuzubereiten. Wenn Teilfarbennegative, die durch Fotografieren des Originals durch ein Rotfilter erhalten sind, für die Zubereitung des Teilfarbenpositives verwendet werden, wird dies ein blaugrünes Teilfarbenpositiv. Das Teilfarbennegativ, das durch Fotografieren des Farboriginals durch ein Grünfilter erhalten ist, ergibt ein purpurrotes Teilfarbenpositiv, und das durch Fotografieren des Farboriginals durch ein Blaufilter erhaltene Teilfarbennegativ ergibt ein gelbes Teilfarbenpositiv. Häufig wird auch ein schwarzfarbiges Korrekturpositiv zubereitet, und der praktische Grund hierfür wird verständlich, wenn berücksichtigt wird, daß selbst hohe Mengen an blau-grünen, purpurroten und gelben Druckfarben sich nicht kom-
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binieren, um ein neutrales Schwarz zu ergeben, wie dies die Theorie andererseits angibt. Das Korrekturpositiv gleicht diese Tonunregelmässigkeit in der Praxis aus, sodaß, wenn die drei Farben kombiniert werden, schließlich ein neutrales Schwarz erhalten wird. Bezug wird genommen auf die britische Patentschrift 1 136 464.
Jedes der vier Teilfarbenpositive wird dann zum Zubereiten der
Tiefdruckplatten verwendet, die für das Mehrfarbendrucken eingesetzt werden sollen. Diese Zubereitung der Tiefdruckplatten ist bekannt; Bezug wird genommen auf die US-PS 3 179 519.
In der ganzen Welt werden täglich die Relief- (Flexodruck; Druckerpresse); Flachdruck- (Offset), Tiefdruck- und Siebdruckverfahren angewendet. In Bezug auf die Reproduktion von Tonwerten besteht ein wesentlicher Unterschied zwischen dem Tiefdruckverfahren und den anderen Druckverfahren, obwohl bei ihnen bislang ein sogenanntes Sieb bzw. ein Raster verwendet worden ist.
Beim Tiefdrucken besteht die Funktion des Tiefdruckrasters darin, die Druckfläche in sogenannte Stufen zu unterteilen, welche den Rakel stützen, d.h. das Messer, welches die Druckfarbe von der Oberfläche der Druckform ab und in Vertiefungen schabt, welche die Druckfarbe enthalten. Die Vertiefungen werden in die Druck- ; form geätzt, und die Tiefe der geätzten Vertiefung ist ausschlaggebend für die Druckfarbenmenge und damit die Dicke der Druckfar-i
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benschicht, die auf das Papier übertragen wird. Daß die Konzentration der Farbpigmente über die Druckfläche variiert und variable Lichtabsorption ergibt, ist für das charakteristisch, was als gediegener Halbton bezeichnet wird. Die anderen Druckverfahren können lediglich die Farbschicht mit gleichmässiger Dicke über die gesamte Druckfläche übertragen. Um unterschiedliche Tonwerte (variierende Lichtabsorption) mit diesen anderen Druckverfahren zu erzielen, muß die Druckfläche in sehr kleine Druck- und Nichtdruckbereiche unterteilt werden, sodaß diese für das Auge in Tonwerte gemischt werden.
Diese Unterteilung wird normalerweise mit sogenannten Autotypie- oder Halbtonrastern vorgenommen. Es gibt sehr unterschiedliche Arten und Verfahren, jedoch sei allgemein bemerkt, daß der Raster das gedruckte Bild in große und kleine Punkte einteilt, die einen Bezug zu den Tonwerten des Originals haben.
Alle Punkte haben den gleichen Abstand voneinander, jedoch
hängt die Anzahl pro cm von der Feinheit des Rasters bzw. Siebes ab. Die Große des Punktes wird in % der gesamten Druckfläche und die Feinheit in Linienzahl pro cm ausgedrückt. Je feiner der Raster ist, umso besser ist die Reproduktion von Einzelheiten für eine bestimmte Größe; jedoch muß der Raster unter Berücksichtigung des Druckverfahrens und der Papierqualität ausgewählt werden. Hier ergibt sich eine Beschränkung des Rasterbzw. Siebverfahrens, d.h. die Schärfe und Reproduktion von Details hängen von dem Druckverfahren und der Papierqualität ab.
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Wenn die gedruckten Farben einer Mehrfarbenillustration nicht genau übereinanderfallen, entsteht eine verschwommene Reproduktion, welche erheblich den visuellen Eindruck beeinträchtigt. Dies wird als fehlerhaftes Register bzw. mangelhafte Übereinstimmung bezeichnet. Ein Halbtonraster ist ähnlich einem Kreuzliniennetz und bildet Rasterpunkte längs geraden Linien in einem Winkel von genau 90°.
Beim Drucken in Schwarz-Weiß wird dieses Kreuzliniengitter in einem Winkel von 45 auf das Auge des Lesers angeordnet und ist wenig sichtbar. Wenn zwei solche Kreuzliniengitter übereinandergedruckt werden, kann dies eine beträchtliche Rasterausbildung ergeben, welche als Moire-Muster bezeichnet wird. Je kleiner der Winkel zwischen den Linien ist, umso bemerkenswerter ist das Moire-Muster und umgekehrt. Bei einem Abstand von 30 ist der Effekt nicht sichtbar, jedoch können beim Vierfarbendruck nicht alle Farben einen Abstand von 39° erhalten. Zwei Farben müssen demzufolge im gleichen Winkel oder einige Farben in einem Winkel von lediglich 15 oder in einem Winkel von 22,5 angeordnet werden, und ein Moire-Muster muß in bestimmten Fällen akzeptiert werden.
Beim Tiefdruckverfahren ist das Verhältnis zwischen Linie und Vertiefung normalerweise gleich 2:5, und mit einer saugenden Druckfarbe verschmilzt das Rastermuster mehr oder weniger, sodaß in dieser Hinsicht Rasterwinkel nicht berücksichtigt werden. Der gleiche Vorteil wird durch das rasterfreie Farbdruckverfahren erhalten, welches die vorliegende Erfindung betrifft.
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Ein Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum Herstellen von Negativen oder Positiven, die geeignet sind, um beim Mehrfarbendruck verwendet zu werden, während die bekannten Rasterverfahren ausgeschaltet werden.
Somit betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Herstellen von Negativen oder Positiven, die zur Verwendung beim Mehrfarbendruck geeignet sind, wobei ein Negativfilm für Farbentrennung von einem Farbpositiv als Original verwendet wird. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß auf einem Pan-Film fortlaufenden Tones ein Farbtrennegativ bzw. Teilfarbennegativ mit einem Dichtebereich von nicht oberhalb l,o zubereitet wird, wonach auf einem Orthofilm fortlaufenden Tones eine Graumaske von dem Teilfarbennegativ durch Belichtung in Kontakt damit zubereitet wird, sodaß die Graumaske einen Dichtebereich von 4o-8o% des Dichtebereiches des Teilfarbennegatives einnimmt, wonach auf einem lithografischen Orthofilm ein Positiv durch Belichten durch einen Stapel zubereitet wird, welcher in Richtung von der Lichtquelle zum Beleuchten des Stapels und Belichten des lithografischen Orthofilmes besteht aus
a) einer ersten lichtdurchlässigen bzw. Diffusionsfolie oder Film, dessen eine Mattfläche der Lichtquelle zugewandt ist,
b) der Graumaske mit der der Lichtquelle zugewandten Emulsionsschicht,
c) wahlweise einer anderen lichtdiffundierenden Folie oder Film, dessen Mattfläche ähnlich der Lichtquelle zugewandt ist,
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d) dem Teilfarbennegativ, dessen Emulsionsschicht von der Lichtquelle weg weist und
e) dem stützenden lithografischen Orthofilm, dessen Emulsionsschicht der Lichtquelle zugewandt ist.
Danach wird eine neue Graumaske auf einem Orthofilm durchgehenden Tones von dem Positiv durch Belichten in Kontakt damit zubereitet, sodaß die neue Graumaske einen Dichtebereich von 3o-4o% des Dichtebereiches des Positives ausmacht, wonach ein abschliessendes Negativ auf einem lithografischen Orthofilm durch Belichten durch einen neuen Stapel zubereitet wird, der in Richtung von der Lichtquelle zum Beleuchten des Stapels und Belichten des lithografischen Orthofilmes aus
f) der weiteren Graumaske, deren Emulsionsschicht der Lichtquelle zugewandt ist,
g) dem Positiv, dessen Emulsionsschicht von der Lichtquelle weg gewandt ist und
h) dem tragenden lithografischen Orthofilm besteht, dessen Emulsionsschicht der Lichtquelle zugewandt ist.
Dieser Stapel wird so belichtet, daß der lithografische Orthofilm für 85-9o% der notwendigen Belichtungszeit belichtet wird, wonach die weitere Graumaske aus dem Stapel entfernt und der lithografische Orthofilm während lo-15% der notwendigen Be- ! lichtungszeit belichtet wird und der belichtete lithografische Orthofilm entwickelt, fixiert, gespült und getrocknet wird, sodaß ein abschließendes Negativ erhalten wird, das gewünsch-
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tenfalls für die Zubereitung eines abschließenden Positives in Kontakt mit dem Negativ verwendet werden kann.
Die mit dem vorliegenden Verfahren erhaltenen abschließenden Negative oder Positive können für die Übertragung auf Druckformen für alle bestehenden Druckverfahren eingesetzt werden, dh. Relief, Tiefdruck, Offset, lithografischer Druck und Siebdruck,
Wenn es gewünscht ist, ein abschließendes Positiv von einem abschließenden Negativ zuzubereiten, beispielsweise um einen "Cromalin"-Testdruck vorzunehmen, wird dieses in Kontakt mit dem Negativ in der gewöhnlichen Weise zubereitet.
Das vorliegende Verfahren wird zum Herstellen eines abschliessenden Negatives für jede Farbe ausgeführt, die in dem Mehrfarbendruck verwendet werden soll. Somit wird für Vierfarbendruck ein Teilfarbennegativ von dem Farboriginal zubereitet, das vorzugsweise ein Farbglaslichtbild ist, jedoch auch ein lichtreflektierendes Original (Farbkopie) sein kann, und zwar durch Belichten durch ein Rotfilter, ein Grünfilter und entsprechend ein Blaufilter· Weiterhin wird ein schwarzes Korrekturnegativ hergestellt.
Für die Herstellung der Farbtrennegative bzw. Teilfarbennegative unter Anwendung des erfindungsgemässen Verfahrens werden
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Pan-Filme mit kontinuierlichem Ton verwendet, die normalerweise einen ASA-Wert von 4o-5o aufweisen. Wenn eine relativ grobkörnige Ausbildung oder Kristallbildung auf dem Teilfarbennegativ gewünscht ist, sollten Pan-Filme mit höheren ASA-Werten verwendet werden. Die nützlichen Filme des Pan-Typs für die Teilfarbennegative können eine so hohe Empfindlichkeit wie loo bis 12oo ASA haben. Jedoch ist es schwierig, eine bestimmte Unter- und Obergrenze für die ASA-Werte festzulegen, welche die Pan-Filme aufweisen können, welche für die Zubereitung der Teilfarbennegative verwendet werden. Je empfindlicher der Film ist, umso grober sind die Kristalle auf dem Teilfarbennegativ unter sonst gleichen Bedingungen. (Pan = panchromatisch).
Jedoch ist es eine Anforderung an das Farbtrennegativ bzw. Teilfarbennegativ, daß sein Dichtebereich (Abstufung) nicht l,o überschreiten darf, und' der Dichtebereich sollte vorzugsweise nicht oberhalb 0,8 liegen. Dies ist ein Dichtebereich, der beträchtlich geringer als der normale Dichtebereich (1,6 - 1,8) von Teilfarbennegativen für spätere Verwendung beim Rastermehrfarbendruck ist. Somit haben die mit Hilfe des erfindungsgemässen Verfahrens zubereiteten Teilfarbennegative eine weiche Abstufung, wobei der Kornbereich auf diesen Teilfarbennegativen wesentlich ausgedehnt ist im Vergleich mit dem Kornbereich auf herkömmlichen Farbtrennegativen harter Abstufung. Dieser ausgedehnte Kornbereich ist von wesentlicher Bedeutung zum Erzielen eines abschließenden Negatives oder Positives, welches nach Reproduktion
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auf Druckformen für das Vielfarbendrucken ohne Verwendung eines Rasters bzw. Siebes geeignet ist.
Die Bedingungen beim Zubereiten der Farbtrenn-Negative bzw. der Teilfarben-Negative variieren mit der Empfindlichkeit des für die Trennungen verwendeten Pan-Filmes kontinuierlichen Tones. Um auf diesen Filmen grobe Körner zu erhalten, ist es eine allgemeine Regel, daß Filme höheren ASA-Wertes gröbere Körner/Kristalle unter sonst gleichen Bedingungen ergeben. Weiterhin bewirkt eine erhöhte Temperatur in dem flüssigen Entwickler (wenn die Teilfarben-Negative entwickelt werden) gröbere Körner. Eine normale Temperatur des flüssigen Entwicklers ist ungefähr 20 C, jedoch kann sie auf 24 bis 28°C und selbst bis zu 300C erhöht werden. Weiterhin ergibt eine längere Spülzeit in Wasser für die entwickelten und die fixierten Teilfarbenfilme gröberer Körner in der gleichen Weise wie eine höhere Temperatur (bis höchstens 400C) und folglich eine kürzere Trockenperiode für die gewaschenen Filme. Eine normale Spülzeit in Wasser beträgt ungefähr Io Minuten, jedoch kann sie bis zu o,5 und selbst bis zu 1 Std. erhöht werden.
Die Verwendung einer oder mehrerer dieser Hilfsmittel zum Erzielen einer gröberen Kornausbildung ist beispielsweise für die Zubereitung von Filmen typisch, die für eine Reproduktion auf Druckformen für Zeitungsdruck, d.h. Reliefrotationsdruck verwendet werden, wo eine normale Rasterfeinheit 24 Linien pro
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Linear-cm nicht überschreiten sollte.
Als Beispiel kann erwähnt werden, daß bei Verwendung eines PanFilmes kontinuierlichen Tones mit einem ASA-Wert von ungefähr 4o für die Zubereitung der Teilfarben-Negative eine Temperatur in dem flüssigen Entwickler (Papierentwickler) von 20-300C geeignet sein wird. Nach Entwicklung wird der Film fixiert, und der fixierte Film wird dann in Wasser gespült. Das Spülen kann bis zu 1 Stunde bei einem Film des erwähnten ASA-Wertes ausgeführt werden. Nach dem Spülen müssen die Teilfarben-Negative unter staubfreien Bedingungen und gleichmässiger Luftzirkulation getrocknet werden, und dies kann zweckmässig in einem Trockenraum ausgeführt werden. Die Temperatur in diesem Trockenraum sollte 40 C nicht überschreiten und vorzugsweise zwischen 30 und 40 C liegen. Es ist eine allgemeine Regel, daß je schneller das Trocknen ist, d.h.. je höher die Temperatur liegt, umso gröber die Körner auf dem Film erhalten werden. Wenn jedoch eine Temperatur von oberhalb 40 C angewandt wird, kann dies die dimensioneile Stabilität des Filmes nachträglich beeinflussen, und dies ist unerwünscht, weil alle Stufen des erfindungsgemässen Verfahrens in genauer Übereinstimmung und mit gutem Saug- bzw. Vakuumkontakt ausgeführt werden müssen. Eine Trockenperiode von ungefähr Io Minuten bei einer Temperatur von ungefähr 35 bis 40 C ist eine geeignete Trockenperiode für die Teilfarben-Negative.
Für das geübte Auge erscheint das Teilfarben-Negativ nicht als herkömmliches Teilfarben-Negativ, sondern weist eine ausgeprägtere
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Kristallform, insbesondere an den Enden der in Rede stehenden Grautonskala, als ein in der herkömmlichen Weise zubereitetes Teilfarben-Negativ auf. Zwischen den relativ groben Silberkristallen auf den Teilfarben-Negativen sind von Licht durchdringbare Öffnungen oder Lücken vorhanden, die für das Schwärzen der Positive von Bedeutung sind, die von den Teilfarben-Negativen hergestellt werden sollen.
Diese Öffnungen müssen auf den Film für die Positive als schwarze Punkte übertragen werden (die Punkte sind, welche nach Übertragung auf die entsprechenden Druckformen als Druckelemente wie die Rasterelemente dienen), und als Film für die Positive wird ein sehr harter Film des lithografischen Typs verwendet, beispielsweise "Orto Sakura OS", und es ist wesentlich, daß alle Öffnungen auf den harten lithografischen Film übertragen werden, sodaß sie gleichmässig stark werden, jedoch in Größe und Gruppierung variieren.
Die Zubereitung der Graumaske von den Teilfarben-Negativen ist ein wesentliches Merkmal der vorliegenden Erfindung. Wie bekannt ist, kann der Tonbereich ("Dichtebereich") eines Bildes gefunden werden, indem die sogenannte Dichte des nächst dunkelsten und des nächst hellsten Punktes des Bildes gemessen wird und diese Werte subtrahiert werden. Als Beispiel geeigneter Dichtebereiche für die vier Teilnegative Gelb, Rot, Blau und Schwarz, die mit dem erfindungsgemässen Verfahren zubereitet werden, können die nachfolgenden Bereiche mit ihren entsprechenden Dichtewerten ge-
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nannt werden:
Gelb 1.12 - 0.45 = 0,67 (der Dichtebereich)
Rot 1.21 - 0.43 = 0,78
Blau 1.02 - 0.26 = 0,76
Schwarz 1.14 - 0.40 = 0.74
Die Teilfarbennegative sind sogenannte "flache" Negative. Um einen harmonisch aufgebauten Grauton (in der Form geschwärzter Kristalle auf den Positiven) zu erhalten, wird die Graumaske unter Verwendung des erfindungsgemässen Verfahrens in Bezug auf den Bereich des entsprechenden Teilfarben-Negatives eingestellt (4o-6o%). Der höchste Prozentbereich wird normalerweise der Graumaske für das Teilfarben-Negativ gegeben, das gemäss dem Farboriginal die wichtigste Farbe darstellt, wogegen die Graumaske für das schwarze Teilfarbennegativ den untersten Wert aufweist» Es ist eine allgemeine Regel, daß je höher der Prozentgehalt in Bezug auf die Maske ist, umso reicher die Tonskala wird und umgekehrt.
Die Zubereitung der Maske hängt von hoher Reinheit und gleichmassiger Entwicklung ab und sollte wie folgt ausgeführt werden:
Ein Ortho-film kontinuierlichen Tones wird angeordnet, wobei sei* ne Emulsionsseite nach oben weist. Das Teilfarbennegativ (color Separation negative) ist oberhalb des Orthofilms angeordnet, seine Emulsionsseite weist nach unten. Punktbeleuchtung wird
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verwendet, um den Ortho-Film durch das Teilfarbennegativ zu be-1ichten.
Der belichtete Maskenfilm wird in reinem Wasser angeordnet, das die gleiche Temperatur wie der Flüssigkeitsentwickler aufweisen sollte. Nachdem die Emulsion durchgeweicht ist (lo-15 Sekunden), wird der belichtete Maskenfilm in den flüssigen Entwickler gelegt, der etwas weicher als normal sein sollte (in Abhängigkeit von dem Typ des Originals). Die Entwicklung wird unter fortlaufender Bewegung (Rühren) während 1-3 Minuten ausgeführt (in Abhängigkeit von dem Typ des Originals und dem Kontrast des Farbauszugsnegatives bwz. Teilfarbennegatives), wonach der entwickelte Film so schnell wie möglich in einem Haltebad angeordnet wird. Nach wenigen Sekunden in dem Haltebad wird der Film in ein Fixierbad überführt, wobei während der ersten Sekunden etwas bewegt wird (das normale Verfahren). Dann wird ein normales Spülen in Wasser und ein normales Trocknen in einem Trockenraum durchgeführt.
Die abschließende Maske sollte sehr rein und sehr gleichmässig entwickelt sein. Es dürfen keine Bereiche gefleckt sein, weil mit Hilfe der Maske ein "Raster" in der Form von Kristallen mit Hilfe der nachfolgenden Stapelbelichtung erzeugt werden soll.
Für alle Stufen des erfindungsgemässen Verfahrens können Filme verschiedener Hersteller (Kodak/ Agfa, Dupont, Sakura usw.) verwendet werden. Demzufolge ist das erfindungsgemässe Verfahren
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nicht abhängig von der Verwendung von Filmen von bestimmten Erzeugern, jedoch ist die vorliegende Beschreibung auf der Grundlage erfolgt, daß verwendet werden
a) Agfa Gevaert Pan-Filme für die Separationen bzw. Trennungen,
b) Kodak-Ortho-Film (Tiefdruckfilm) kontinuierlichen Tones für die Graumasken,
c) Sakura Lith-Ortho-Film für die Positive / abschließenden Negative.
Wenn andere Filmmarken verwendet werden, müssen einige Versuche ausgeführt werden, bis man mit dem "eigenen Charakter" der Filme vertraut ist. Wenn die Graumasken mit dem gewünschten Dichtebereich in Bezug auf die Dichtebereiche der entsprechenden Teilfarbennegative zubereitet worden sind, werden die Masken bei der Herstellung der entsprechenden Positive auf dem lithografischen Ortho-Film verwendet, wobei die erfindungsgemässe Stapelbelichtung ausgeführt wird. Der Stapel muß in Bezug auf die Lichtquelle zentralisiert sein, weil sonst ein Reliefeffekt verursacht werden könnte. Selbstverständlich muß ein guter Vakuumkontakt zwischen den verschiedenen Komponenten des Stapels ebenfalls vorliegen. Der Stapel wird der notwendigen Belichtung ausgesetzt. Wenn es gewünscht ist, den Kontrast zu erhöhen, können die oberste Diffusionsfolie (wenn zwei Diffusionsfolien verwendet werden) und die Graumaske entfernt werden, und der Stapel wird dann weiter für beispielsweise 5-8% der gesamten
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Belichtungszeit belichtet. Wenn lediglich eine Diffusionsfolie verwendet wird, wird nur die Graumaske vor der übrigen Belichtung entfernt. Die Verwendung von zwei Diffusionsfolien kann einen Reliefeffekt verursachen.
Bei dem Entwickeln des lithografischen Ortho-Filmes wird ein lithografischer Entwickler verwendet. Es wird empfohlen, während des ersten Viertels der Entwicklungszeit zu rühren und dann weiter in einem sogenannten ruhenden Bad zu entwickeln. Die Kristallbildung kann dann leicht beobachtet werden, jedoch sollte große Sorgfalt während des Endes der Entwicklung ausgeübt werden, weil das Verfahren dann sehr schnell fortschreitet und es sehr wesentlich ist, daß die Kontrolle über die Kristallausbildung nicht verlorengeht. Wenn die Kristallausbildung auf Grund derErfahrung zufriedenstellend ist, wird der Film in einem Haltebad angeordnet, um das Verfahren schnell zu stoppen. Dann wird der Film fixiert, gespült und auf normale Weise getrocknet.
Die Verwendung von diffuser Beleuchtung beim Belichten des Filmes für das Positiv ist ein wesentliches Merkmal der Erfindung. Als Diffusionsfolie oder Diffusionsfilm kann ein "Pausfilm" aus Polyester oder ein ähnlicher Film verwendet werden. Die Diffusionsfolie dient dazu, das direkte Licht in diffuses Licht umzuwandeln und verteilt das Licht in allen Richtungen. Unter solchem Licht wird die Lichtabsorbier- und Lichtdiffundierfähigkeit der Kristalle auf dem Teilfarbennegativ erhöht, sodaß eine Belich-
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tung des Filmes für das Positiv erhalten wird, die gleichmässig über die gesamte Tonskala verteilt ist.
Nach der Zubereitung des Positives wird erkennbar, daß alle Tonübergänge aus geschwärzten Punkten bestehen, die den Öffnungen zwischen den Silberkristallen auf dem entsprechenden Farbtrenn-Negativ entsprechen. Die Hochlichter auf diesen Positiven sind so schwach (unzureichend geschwärzt), daß sie durch normale Belichtung auf einem neuen lithografischen Film "vernichtet" würden. Um diese Hochlichter zu schützen und sie auf das abschließende Negativ zu übertragen, muß eine neue Graumaske auf einem Ortho-Film kontinuierlichen Tones zubereitet werden, sodaß eine Dichte von 3o-4o% der Dichte des "kristallisierten" Positivs vorhanden ist. Die Zubereitung dieser Maske ist nicht kritisch und kann visuell gesteuert werden.
Die neue Graumaske wird dann zum Belichten eines neuen lithografischen Orthofilmes durch, in Richtung von der Lichtquelle gesehen, einen neuen Stapel verwendet, der aus der neuen Graumaske, wobei die Filmemulsionsschicht zu der Lichtquelle weist, dem kristallisierten Positiv, dessen Filmemulsionsschicht von der Lichtquelle weg weist und aus dem neuen lithografischen Ortho-Film besteht, dessen Emulsionsschicht zu der Lichtquelle weist. Wieder muß ein guter Vakuumkontakt geschaffen und das Bild gut in Bezug auf die Lichtquelle zentriert sein.
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Dieser Stapel wird belichtet, sodaß 85-9o% der gesamten Beleuchtungsperiode für diese ßelichtungsphase den Schatten und Zwischenbereichen auf dem Positiv gewidmet sind. Dann wird die Graumaske entfernt und der Rest des Stapels für die verbleibenden lo-15% der Beleuchtungszeit auf Grund der empfindlichen Kristalle (in Abhängigkeit von dem gewünschten Kontrast) belichtet. Je langer die Belichtung mit der Graumaske ist, umso detaillierter werden die Hochlichter sein. Auf diese Weise kann festgestellt werden, daß die neue Graumaske eine Kontraststeuermaske ist.
Wenn der belichtete lithografische Ortho-film entwickelt, fixiert, gewaschen und auf normale Weise getrocknet ist, wird ein abschließendes Negativ erhalten, wobei die Öffnungen zwischen den geschwärzten Punkten auf dem Negativ über den gesamten Tonbereich des Originals klar und "gesund" sind, sodaß sie fotomechanisch auf Druckformen für irgendeinen Druckprozeß übertragen werden können.
Gemäß einer Ausführungsform derErfindung kann anstelle eines lithografischen Orthofilmes zum Zubereiten des Positivs von dem Farbtrenn-Negativ ein sogenannter "Vervielfältitungs"-Film zwecks Belichtung in Kontakt mit dem Farbtrenn-Negativ verwendet werden. Nach Belichtung, Entwicklung, Fixierung, Spülung und Trocknen des Vervielfältigungsfilmes wird ein "kristallisiertes" Negativ erhalten, das dann für die Zubereitung eines Positives benutzt werden kann, welches dann das Endprodukt des Verfahrens ist.
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Der Vorteil der Verwendung eines solchen Vervielfältigungsfilmes besteht darin, daß die Zubereitung der zweiten Graumaske fortgelassen werden kann und das als Endprodukt erhaltene Positiv direkt zum Erzeugen eines "Cromalin"-Testdruckes verwendet werden kann, d.h. daß eine Arbeitsstufe für einen solchen Versuchsdruck (Umkehren des Negativs zum Positiv) gespart werden kann. Es ist ebenfalls ein Vorteil dieser Ausführungsform, wenn die Druckerei Positive zum Übertragen auf die Druckform verwendet. Auch dann kann das Umkehren des Negativs, das mit der ersten Ausführungsform gemäss Erfindung erhalten worden ist, in ein Positiv fortgelassen werden. Derartige Vervielfältigungsfilme sind von verschiedenen der größeren Filmhersteller erhältlich.
Die Merkmale der ersten Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens bestehen darin, daß
1. ein Farbtrenn-Negativ weicher Abstufung erzeugt wird, d.h. mit geringem Dichtebereich ("flache" Filme), welcher einen weiten Kornbereich auf dem Film umfaßt (im Gegensatz zu harten Kontrast-Negativen).
2. Es wird eine Graumaske mit begrenztem Dichtebereich im Vergleich mit dem Farbtrenn-Negativ geschaffen, um eine sorgfältige Übertragung der Öffnungen zwischen den Körnern auf dem Farbtrenn-Negativ als geschwärzte Bereiche auf dem lithografischen Orthofilm zu gewährleisten, welcher für die Zubereitung des "kristallisierten" Positivs verwendet wird.
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3. Ein "kristallisiertes" Positiv wird zubereitet, wobei
die Öffnungen zwischen den Kristallen auf dem entsprechenden Farbtrenn-Negativ darauf übertragen werden, sodaß sie gleichmässig stark werden, jedoch mit variierender Größe und Gruppierung.
4. Eine neue Graumaske mit reduziertem Dichtebereich im Vergleich mit dem betreffenden Positiv wird produziert, um die Hochlichter auf dem Positiv zu schützen und eine Übertragung auf das abschließende Negativ durch Belichtung eines Filmes für das abschließende Negativ durch das Positiv zu ermöglichen.
Die Merkmale der zweiten Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens sind die gleichen wie die für die erste Ausführungsform im Hinblick auf die obenerwähnten Stufen 1) und 2), jedoch mit der wesentlichen Verbesserung in Stufe 2), daß die Öffnungen zwischen den Körnern auf dem Farbtrenn-Negativ nicht als geschwärzte Bereiche auf den Vervielfältigungsfilm übertragen werden müssen, weil nach Belichtung, Entwicklung, Fixierung, Spülung und Trocknung der Vervielfältigungsfilm eine direkte Kopie des Teilfarben-Negativs darstellen soll, jedoch mit einer besser bestimmten Kristallausbildung und besser definierten freien Öffnungen zwischen den Kristallen im Vergleich mit dem Teilfarben-Negativ. So wird in Stufe 3) der zweiten Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens ein "kristallisiertes" Negativ hergestellt, welches eine Kopie des benutzten Teilfarben-Negativs darstellt, wobei jedoch die Kristalle auf dem
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Negativ und die Öffnungen dazwischen deutlicher und besser bestimmt sind als auf dem Teilfarben-Negativ. In Stufe 4) dieser zweiten Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens wird ein abschließendes Positiv durch Belichten eines Filmes für das abschließende Positiv durch das "kristallisierte" Negativ (erhalten auf dem Vervielfältigungsfilm) mit oder ohne Verwendung einer Graumaske erzeugt.
Die verschiedenen Stufen der ersten Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens sind schematisch in Fig. 1 wiedergegeben. In Stufe I wird ein Farbpositiv 1 durch ein Farbfilter 2 auf den Farbtrennfilm 3 belichtet. In Stufe II wird das Teilfarben-Negativ 3 gegen den Film 4 für die Graumaske beleuchtet, wobei die Emulsionsschichten auf den beiden Filmen zueinander gewandt sind. In Stufe III werden eine Diffusionsfolie 5, deren matte Fläche aufwärts weist, die erhaltene Graumaske 4, dann eine zweite Diffusionsfolie 6 (wahlweise),deren matte Fläche ebenfalls aufwärts weist, und das Teilfarben-Negativ 3 gegen den positiven lithografischen Ortho-Film 7 belichtet. In Stufe IHa, die wahlweise erfolgt, sind die erste Diffusionsfolie 5 und die Graumaske 4 entfernt, und der lithografische Positiv-Film wird während der verbleibenden Belichtungszeit durch die zweite Diffusionsfolie 6 und das Teilfarben-Negativ belichtet. In Stufe IV wird von dem Positiv 7 eine Graumaske 8 erzeugt, und in Stufe V wird die liauptbelichtung eines neuen lithografischen Ortho-Filmes Io durch die Graumaske 8 und das Positiv 7 durchgeführt. In Stufe Va erfolgt die
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verbleibende Belichtung des neuen lithografischen Filmes Io durch das Positiv 7 nach Entfernen der Grauiiiaskc 8. Dieses Verfahren wird zum Zubereiten eines jeden abschließenden Negatives in Abhängigkeit von der Zahl der zu verwendenden Farben in dem nachfolgenden Mehrfarben-Druckprozeß ausgeführt, für welchen die abschließenden Negative verwendet werden sollen. Bei dem vorliegenden Verfahren sind die verschiedenen Filme und Diffusionsfolien in den verschiedenen Stufen Fläche an Fläche und in Kontakt angeordnet. In der Zeichnung stellen die nicht schraffierten Abschnitte der Filme die Emulsionsschichten der Filme dar.
Die verschiedenen Stufen der zweiten Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens sind schematisch in Fig. 2 dargestellt. In Fig. 2 sind die gleichen Filter, Diffusionsfolien und Filme wie in dem Beispiel nach Fig. 1 mit den entsprechenden Bezugsziffern versehen. Somit ist die zweite Ausführungsform nach Fig. 2 identisch mit der ersten Ausführungsform nach Fig.l bis zu und einschließlich Stufe II. Jedoch wird in Stufe III ein Vervielfältigungsfilm 11 durch ein Stapel belichtet, der anders angeordnet ist, als dies in Stufe III nach Fig. 1 gezeigt ist. In der wahlweisen Stufe IHa erfolgt die verbleibende Belichtung durch die Diffusionsfolie 6 und das Teilfarben-Negativ 3. In Stufe IV nach Fig. 2 wird der Film 12 für das abschließende Positiv durch das kristallisierte Negativ 11 während der gesamten notwendigen Belichtungszeit belichtet, d.h. als Folge der
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Fortlassung der zweiten Graumaske (8 gemäss Fig. 1) wird die unterteilte Belichtung gemäss den Stufen V und Va nach Fig. 1 ebenfalls fortgelassen. Wenn jedoch auch die zweite Graumaske für die Belichtung des Positivfilmes durch das "kristallisierte" Vervielfältigungsfilm-Negativ verwendet wird, kann die unterteilte Belichtung auch bei der zweiten Ausführungsform des Verfahrens eingesetzt werden.
Das vorliegende Verfahren kann als "Kristallverfahren" bezeichnet werden, weil durch die chemische und fotomechanische Behandlung der Filme eine Umlagerung der ursprünglich sehr kleinen Kristalle in den Filmemulsionsschichten erhalten wird, sodaß sie gröbere und verfestigte Einheiten bilden, welche fotomechanisch auf Druckformen für die Verwendung bei nachfolgenden Druckverfahren übertragen werden können.
Wenn die Negative oder Positive, die mit Hilfe des erfindungsgemässen Verfahrens erhalten sind, in Verbindung mit den obenerwähnten Druckverfahren verwendet werden, wird eine Farbreproduktion erhalten, die dadurch gekennzeichnet ist, daß sie frei von Rastermuster ist und in Abhängigkeit von den während des Verfahrens zum Herstellen der abschließenden Negative oder Positive ausgewählten Bedingungen als gekörnte Farbreproduktion oder als mikrokörnige Farbreproduktion mit variablem.Kontrast erscheinen. Diese Königkeit kann auf diese Weise von einer Feinheit entsprechend einem Raster von 12 Linien pro Linear-cm
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bis zu einer Feinheit von 3oo Linien pro Linear-cm in Abhängigkeit von den Behandlungen der Filme variieren. Somit kann bei dem erfindungsgemässen Verfahren das gewünschte Endergebnis bereits bei der Zubereitung des Farbtrenn- bzw. Teilfarben-Negativs beeinflußt werden. Dies eröffnet neue Möglichkeiten für eine künstlerische Beeinflussung bei der Farbreproduktion, als dies bislang unter Verwendung bekannter technischer Reproduktionsverfahren (Rasterverfahren) möglich war. Die durch Verwendung der Negative oder Positive nach fotomechanischer Übertragung auf Druckformen erhaltenen Farbreproduktionen haben eine hohe Farbintensität und eine sehr hohe Reichhaltigkeit der Details, und das erfindungsgemässe Verfahren gestattet die Verwendung von Filmen feineren Kornes im Vergleich mit dem herkömmlichen Siebverfahren.
Es ist auch möglich, die gewünschten Verbesserungen in Abhängigkeit von dem gewünschten Endresultat auszuführen, und den Farbreproduktionen wird ein besseres ästhetisches Aussehen im Vergleich mit Farbreproduktionen verliehen, die mit bekannten Verfahren erhalten sind. Das Drucken als solches erfolgt in herkömmlicher Weise.
Die abschließenden Negativ- und Positiv-Filme, die mit dem erfindungsgemässen Verfahren erhalten werden, können als rasterlose Zeilenfilme mit allen Tönungen von Schwarz bis Weiß bezeichnet werden, die von Kristallen in der Filmemulsionsschicht als solche gebildet sind.
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Claims (11)

  1. BERLIN MÜNCHEN
    Patentanwälte Palentanwälte
    Dr. Ing. Harts Ruschke ρ» r>i icf lii/r· S> UADT* ICf> Dipl.-Ing. H- E. Ruscnke
    Dipl.-Ing. Olaf Ruschke L"". KUJtHM: öt TAMUtK Dipl.-Ing. Jürgen Rost
    Augusle-Viktoria-Str. 65 PATENTANWÄLTE Pienzenauerstr. 2
    Berlin 33 8000 München 80
    Telefon: (030) 8 26 38 95 Telefon: (0891 98 03
    (030) 8 26 44 81 (089) 98 72
    Kabel: Quadratur Berlin *% fs # ο. α α '0b9' "88 °°
    TeIu: 183 7M ZfiitRQ <K Kabel: Quadratur München
    Dr. RusctihaS Partner Patentanwälte Pienzenauerstr.2 8000 München80 *
    München!, den 2 7.lo.B78
    Unser Zeichen: A 1725/Ro/He
    AB Bates a/s, Cort Adelers gate 17, Oslo 2 /Norwegen
    Patentansprüche
    [X'j Rasterfreie Negativ- oder Positivfilme für die Verwendung beim Zubereiten von Druckformen für Mehrfarbendruck, dadurch gekennzeichnet, daß sie Strichfilme mit allen Tönen von Schwarz bis Weiß sind, welche von Kristallen in der Filmemulsionsschicht gebildet sind.
  2. 2. Verfahren zum Herstellen von Negativ- oder Positivfilmen nach Anspruch 1, wobei ein Negativfilm für Farbenauszug von einem Farbpositiv als Original verwendet wird, dadurch gekennzeichnet, daß auf einem Film fortlaufenden Tones
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    vom Pan-Typ ein Teilfarbennegativ mit einem Dichtebereich nicht oberhalb l,o zubereitet wird, daß auf einem orthochromatischen Film kontinuierlichen Tones eine Graumaske von dem Teilfarbennegativ durch Belichtung in Kontakt damit zubereitet wird, sodaß die Graumaske einen Dichtebereich von 4o-8o% des Dichtebereiches des Teilfarbennegatives einnimmt, daß auf einem lithografischen orthochromatischen Film ein Positiv durch Belichten durch einen Stapel zubereitet wird, der in Richtung von der Lichtquelle zum Beleuchten des Stapels und Belichten des lithografischen orthochromatischen Filmes aus
    a) einer ersten Diffusionsfolie oder Diffusionsfilm, dessen eine Mattfläche der Lichtquelle zugewandt ist,
    b) der Graumaske, wobei die Emulsionsschicht der Lichtquelle zugewandt ist,
    c) wahlweise eine andere Lichtdiffusionsfolie oder Film, dessen Mattfläche ähnlich der Lichtquelle zugewandt ist,
    d) dem Teilfarbennegativ, wobei die Emulsionsschicht von der Lichtquelle wegweist und
    e) dem lithografischen orthochromatischen Film besteht, wobei die Emulsionsfläche der Lichtquelle zugewandt ist,
    daß auf einem orthochromatischen Film kontinuierlichen Tones eine neue Graumaske von dem Positiv durch Belichtung in Kontakt damit zubereitet wird, sodaß die neue Graumaske einen Dichtebereich von 3o - 4o % des Dichtebereiches des Positives einnimmt, und daß auf einem lithografischen orthochromatischen Film ein abschließendes Negativ durch Belichtung durch einen neuen Stapel zubereitet wird, der in der Richtung von der
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    Lichtquelle zum Beleuchten des Stapels und Belichten des lithografischen orthochromatischen Filmes aus
    f) der weiteren Graumaske, deren Emulsionsschicht der Lichtquelle zugewandt ist,
    g) dem Positiv, dessen Emulsionsschicht von der Lichtquelle wegweist und
    h) dem lithografischen orthochromatischen Film besteht, dessen Emulsionsschicht der Lichtquelle zugewandt ist, wobei der Stapel beleuchtet wird, sodaß der lithografische orthochromatische Film während 85 - 9o% der erforderlichen Belichtungszeit belichtet wird, daß die weitere Graumaske von dem Stapel entfernt wird und der lithografische orthochromatische Film während lo-15% der notwendigen Belichtungszeit belichtet wird, und daß der belichtete lithografische orthochromatische Film in normaler Art entwickelt, fixiert, gespült und getrocknet wird, um ein abschließendes Negativ zu erhalten, welches gewünschtenfalls für die Zubereitung eines Positives durch Belichtung in Kontakt damit verwendet werden kann.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Teilfarbennegativ mit einem Dichtebereich nicht oberhalb o,8 zubereitet wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß vier Teilfarbennegative hergestellt werden, wobei das gelbe Teilfarbennegativ einen Dichtebereich von ungefähr o,67, das rote Teil-
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    farbennegativ einen Dichtebereich von ungefähr ο,78, das blaue Teilfarbennegativ einen Dichtebereich von ungefähr o,76 und das schwarze Farbauszugsnegativ einen Bereich von ungefähr o,74 aufweist.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 2-4, dadurch gekennzeichnet, daß nach Belichtung der orthochromatische Film kontinuierlichen Tones für die erste Graumaske in reinem Wasser angeordnet wird, sodaß seine Filmemulsionsschicht innig eingeweicht wird, daß der belichtete Maskenfilm in einem normalen oder etwas weicheren als normalen flüssigen Entwickler angeordnet wird, daß der belichtete Film mit kontinuierlicher Bewegung während 1-3 Minuten entwickelt wird, daß der entwickelte Film unmittelbar in ein Haltebad überführt und dort während einiger Sekunden gehalten wird, daß der Film in ein Fixierbad mit geringer Bewegung während der ersten Sekunden übermittelt wird und daß der fixierte Film in Wasser gespült und anschließend in einem Trockenraum ge-
    ! trocknet wird.
  6. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 2-5, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Diffusionsfolien a)und c)verwendet werden und daß
    ι zur Erhöhung des Kontrastes der lithografische orthochromatische
    Film für das Positiv durch Komponenten a)bis d)des Stapels wäh- ; rend 92-95% der gesamten Belichtungszeit belichtet wird, und daß ■ der Film für die verbleibenden 8-5% der Gesamtbelichtungszeit j weiterbelichtet wird, nachdem die Komponenten a) und b) von dem
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    -S.Stapel entfernt worden sind.
  7. 7. Verfahren nach einem der Ansprüche 2-4, dadurch gekennzeichnet, daß eine Diffusionsfolie a) verwendet wird und daß zum Erhöhen des Kontrastes der lithografische orthochromatische Film für das Positiv durch Komponenten a), b) und d) des Stapels während 92-95% der Gesamtbelichtungszeit belichtet wird und daß dann der Film während der verbleibenden 8-5% der Gesamtbelichtungszeit weiterbelichtet wird, nachdem die Graumasken-Komponente b) von dem Stapel entfernt worden ist.
  8. 8. Verfahren zum Herstellen von Positivfilmen nach Anspruch 1, wobei ein Negativfilm für Farbtrennung bzw. Farbauszug von einem Farbpositiv als Original verwendet wird, dadurch gekennzeichnet, daß auf einem Film kontinuierlichen Tones des Pan-Typs ein Teilfarbennegativ mit einem Dichtebereich nicht oberhalb l,o zubereitet wird, daß auf einem orthochromatischen Film kontinuierlichen Tones eine Graumaske von dem Teilfarbennegativ durch Belichtung in Kontakt damit zubereitet wird, sodaß die Graumaske einen Dichtebereich von 4o-8o% des Dichtebereiches des Teilfarbennegatives einnimmt, daß auf einem Negativ-Vervielfältigungsfilm ein Negativ durch Belichtung durch einen Stapel zubereitet wird, der in der Richtung von der Lichtquelle zum Beleuchten des Stapels und Belichten des Vervielfältigungsfilmes aus
    a) einer ersten Lichtdiffusionsfolie oder Film, dessen eine Mattfläche der Lichtquelle zugewandt ist,
    b) der Graumaske, deren Emulsionsschicht der Lichtquelle züge-
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    wandt ist,
    c) wahlweise eineranderenLichtdiffusionsfolie oder Film, dessen Mattfläche ähnlich dem Licht der Lichtquelle zugewandt ist,
    d) dem Teilfarbennegativ, dessen Emulsionsschicht von der Lichtquelle wegweist und
    e) dem Vervielfältigungsfilm besteht, dessen Emulsionsschicht der Lichtquelle zugewandt ist,
    daß der belichtete Vervielfältigungsfilm entwickelt, fixiert, gespült und getrocknet wird, und daß davon ein Positiv auf einem lithografischen orthochromatischen Film zubereitet wird, indem er durch das Vervielfältigungsnegativ belichtet wird und daß der belichtete Film für das Positiv entwickelt,1 fixiert, gespült und getrocknet wird.
  9. 9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Entwickeln, Fixieren, Spülen und Trocknen des belichteten Vervielfältigungsfilmes eine neue Graumaske davon auf einem orthochromatischen Film durchgehenden Tones durch Belichten in Kontakt mit dem belichteten Vervielfältigungsfilm zubereitet wird, sodaß die neue Graumaske einen begrenzten Dichtebereich, vorzugsweise 3o-4o% des Dichtebereiches des belichteten Vervielfältigungsfilmnegatives einnimmt, und daß auf einem lithografischen orthochromatischen Film ein abschließendes Positiv zubereitet wird, indem der lithografische orthochromatische Film durch einen neuen Stapel belichtet wird, welcher in Richtung von der Lichtquelle zum Beleuchten des Stapels und Belichten
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    des lithografischen orthrochromatischen Filmes aus
    f) der weiteren Graumaske, deren Emulsionsschicht der Lichtquelle zugewandt ist,
    g) dem Vervielfältigungsfilmnegativ, dessen Emulsionsschicht von der Lichtquelle wegweist und
    h) dem lithografischen orthochromatischen Film besteht, dessen Emulsionsschicht der Lichtquelle zugewandt ist.
  10. 10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Farbauszugsnegativ bzw. Teilfarbennegativ mit einem Dichtebereich nicht oberhalb o,8 zubereitet wird.
  11. 11. Verfahren nach einem der Ansprüche 8-lo, dadurch gekennzeichnet, daß nach Belichten der orthochromatische Film durchgehenden Tones für die erste Graumaske in reinem Wasser angeordnet wird, sodaß seine Filmemulsionsschicht durchgehend durchnässt wird, daß der belichtete Maskenfilm in einem normalen oder etwas weicheren als normalen flüssigen Entwickler angeordnet wird, daß der belichtete Film mit kontinuierlichem Rühren während 1-3 Minuten entwickelt wird, daß der entwickelte Film unverzüglich in ein Haltebad überführt wird und in dem Haltebad während einiger Sekunden gehalten wird, daß der Film in ein Fixierbad mit geringer Bewegung während der ersten Sekunden überführt wird, und daß der fixierte Film in Wasser gespült und der gespülte Film in einem Trockenraum getrocknet wird.
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