AT145828B - Gebilde zur Herstellung von photographischen Farbrasterbildern. - Google Patents

Gebilde zur Herstellung von photographischen Farbrasterbildern.

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Robert Roechling
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Robert Roechling
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  • Silver Salt Photography Or Processing Solution Therefor (AREA)

Description


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  Gebilde zur Herstellung von photographischen Farbrasterbildern. 



   Vorbeschrieben ist ein Verfahren, nach dem die lichtempfindliche und sensibilisierte Emulsion in drei Teile geteilt wird. Der erste Teil wird blau eingefärbt, der zweite Teil rot sensibilisiert und rot 
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 verschieden behandelten und pulverisierten Teile der Emulsion gemischt und auf einen Träger derartig aufgetragen, dass die Emulsionskörner nebeneinander ohne   Überdeckung   liegen und so eine   lichtempfind-   liche teilsensibilisierte Schicht bilden sollen.

   Ganz abgesehen davon, dass es unmöglich ist, die so behandelten Emulsionsteile lückenlos nebeneinander zu reihen und sie mit einem Befestigungsmittel, das flüssig sein muss, so zu befestigen, dass sich eine brauchbare lichtempfindliche, teilsensibilisierte Schicht ergibt, haftet dem Verfahren der grosse Mangel an, dass die Einfärbung der einzelnen Emulsionspartikel sehr intensiv sein muss, um eine noch nicht einmal ausreichende Filtrierung der farbigen Lichtstrahlen zu erreichen. Da die Filterwirkung immer erst in einer gewissen Tiefe auch bei intensivster Einfärbung eintritt, wird Blau, für welche Farbe die Emulsion an sich empfindlich ist, immer auf der Oberfläche der Emulsion ansprechen und somit zu unerwünschten Trübungen führen.

   Die dichte Einfärbung macht das Verfahren ohne   nachträgliche   Ausbleichung der Farben zur Gewinnung von Aufsichtsbildern ungeeignet. Trotzdem dieses Verfahren seit langem bekannt ist, haben seine Mängel die Einführung in die Praxis verhindert. 



   Nach einem andern bereits vorgeschlagenen Verfahren sollen Emulsionsteile, welche mengenmässig in drei Teile geteilt sind und deren erster Teil unsensibilisiert, der zweite Teil z. B. rot und der dritte Teil z. B. grün sensibilisiert ist, auf einen in den gleichen Farben hergestellten   Aufsichts-oder Durch-   sichtsraster registerhaltig aufgedruckt werden. Ein derartiges Verfahren im Dunkeln auszuführen, dürfte praktisch   unmöglich   sein, zumal auch zweifellos eine   Seitendiffusion   der Sensibilisatoren eintritt. 



   Bei dem gleichen Verfahren wird vorgeschlagen, die drei verschieden sensibilisierten Emulsionspartien entsprechend ihrer Eigenempfindliehkeit bzw. Sensibilisierung mit Farbstoffen einzufärben und sie alsdann registerhaltig auf den Träger aufzutragen. Abgesehen von den   unüberwindlichen   Herstellungsschwierigkeiten gilt das im ersten Absatz über die Mangelhaftigkeit der   Farbausscheidung   und die Unmöglichkeit der Herstellung von Aufsichtsbildern Gesagte. 



   Ein weiteres bekanntes Verfahren beschreibt das Aufbringen auf den Träger von die Sensibilisatoren enthaltenden und entsprechend eingefärbten kugelförmigen Gebilden. Die Kugeln werden ohne gegenseitige Berührung im Abstand aufgetragen und auf die Kugeln die unsensibilisierte lichtempfindliche Schicht feucht aufgebracht. Alsdann sollen durch die Feuchtigkeit der Schicht die Sensibilisatoren von den Kugeln in die lichtempfindliche Schicht und in ihren Bereich gesaugt werden.

   Abgesehen davon, dass sich eine Ausbreitung der Kugeln ohne gegenseitige Berührung rasterartig unter Einhaltung von kleinen Abständen nicht bewerkstelligen lässt, muss sieh die Wirkung der Sensibilisatoren auf den Bereich der   Berührungspunkte   der Kugeln mit der lichtempfindlichen   Schicht beschränken,   so dass sich stets unsensibilisierte Flächen zwischen den einzelnen Kugeln befinden müssen. Alle diese nicht sensibilisierten Teile, mit Ausnahme der Teile über den blauen Kugeln, scheiden also für den Bildaufbau aus und machen das Verfahren unbrauchbar ; ausserdem lassen sich Aufsiehtsbilder nach dem Verfahren nicht gewinnen, da die Belichtung von der Trägerseite her durch den Kugelraster erfolgen muss. 



   Weiter ist ein Verfahren zur Gewinnung von Farbstoffbildern vorbeschrieben, bei welchem Leukokörper gegebenenfalls in Verbindung mit Sensibilisatoren rasterartig in die lichtempfindliche Schicht 

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 eingebracht und nach der Belichtung die erzeugten Farben gebleicht werden. Hiebei sind   bezüglich   der Farbausscheidung die gleichen Einwände wie oben (Absatz 1) zu erheben. 



   Gleiche Einwände sind zu machen gegenüber einem weiteren bekannten Verfahren, bei welchem auf die unsensibilisierte Schicht die Farben rasterartig im Gemisch mit Sensibilisatoren aufgetragen werden sollen. Hiezu kommen aber noch die unüberwindlichen Schwierigkeiten, welche einem rasterartigen Auftrag dieser wässrigen Lösungen entgegenstehen, ohne dass eine Seitendiffusion und eine even-   tuelle Uberdeckung   stattfindet.   Eine Überdeckung   von verschieden gefärbten Lösungen führt zwangsläufig zu Farbfälschungen und zur Verlängerung der Belichtungszeit an diesen Stellen, so dass hiedurch befriedigende Ergebnisse ausgeschaltet werden. 



   Ferner ist ein Material bekannt, bei welchem sich die lichtempfindliche panchromatische Schicht zwischen dem Träger und dem Farbraster befindet. Bei Verwendung einer panchromatischen Schicht in dieser Anordnung müssen die Farbraster so dicht sein wie bei den bekannten Lumière- und AgfaPlatten. Die Möglichkeit, Aufsichtbilder damit zu erhalten, ist wegen der dunklen Färbung des Farbrasters ausgeschlossen. 



   Alle diese Mängel fallen bei der vorliegenden Erfindung fort. 



   Bekannt ist an sich die Verwendung von Farbrasterelementen, die aus zwei sich verschieden verhaltenden Farbstoffen bestehen, ferner die Verwendung einer kontrastreich arbeitenden lichtempfind- 
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  Schraffenschutzschicht, das Aufdrucken von Rasterelementen, z. B. in Fettfarben, welche wässrige Lösungen abstossen, das Einfärben (von Filmen) zwischen Reservagen und das Drucken der Rasterelemente im Rotationsdruck. 



   Neu sind hingegen diese Merkmale in Verbindung mit einer lichtempfindlichen, zusammenhängenden Schicht, welche zwischen Träger und Farbraster liegt und unter den unlöslichen Farbrasterelementen für deren Farben empfindlich, jedoch unter den Rasterelementen mindestens einer Farbe für einen wesentlichen Teil des sichtbaren Spektrums nicht empfindlich ist. 



   Die Erfindung betrifft ein photographisches Material, wie Platten, Filme, Papiere u. dgl. für RasterFarbenphotographie, zur Herstellung von   photographisehen   Farbrasterbildern, u. zw. von Aufsichtund   Durchsichtsbildern.   Die Erfindung besteht darin, dass die lichtempfindliche, zusammenhängende Schicht zwischen Träger und Farbraster liegt und unter den unlöslichen Farbrasterelementen für deren Farbe empfindlich ist, wobei jedoch die lichtempfindliche Schicht unter den Rasterelementen mindestens einer Farbe für einen wesentlichen Teil des sichtbaren Spektrums nicht empfindlich ist. Für eine rationelle Fabrikation kann die Sensibilisierung auch nur teilweise örtlich sein, ohne dass das Resultat merklich beeinträchtigt wird.

   Durch die Lokalsensibilisierung der lichtempfindlichen Schicht unter den einzelnen Rasterelementen für deren Farbe wird eine bisher unerreicht scharfe Ausscheidung der Farbwerte erzielt trotz   hellgefärbten Rasterlementen.   



   Zur Herstellung einer lichtempfindlichen Schicht, welche unter den einzelnen Rasterelementen, ausser für Blau, nur für deren Farbe sensibilisiert ist, bringt man zunächst auf einen Träger eine reflektierende Schicht, z. B. weissen Lack ; auf diesen wird sodann die lichtempfindliche Schicht aufgetragen ; 
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 Rasterelemente einer Farbe aufbringt, sodann für eine zweite Farbe sensibilisiert, hierauf die Rasterelemente dieser zweiten Farbe aufbringt, anschliessend für eine dritte Farbe sensibilisiert und schliesslich die Rasterelemente dieser dritten Farbe aufbringt. Geht man in dieser Weise vor, so wird als erste Farbe diejenige aufgebracht, für welche die lichtempfindliche Schicht an sieh schon empfindlich ist.

   Unter den Elementen der an zweiter Stelle aufgebrachten Farbe ist die Schicht entsprechend dieser Farbe sensibilisiert ; und unter den Elementen der dritten Farbe ist die Schicht panchromatisch. Bei mehr als drei Farben wird sinngemäss weiterverfahren. Das letzte Farbrasterelement braucht nicht aus dem gleichen Stoff wie die ersten Elemente zu bestehen ; das letzte Element kann vielmehr durch Baden in einer Farblösung aufgebracht werden, vorausgesetzt, dass die ersten Elemente aus Farben bestehen, welche diese   Farblösung   abstossen. Vorteilhaft werden daher die Rasterelemente, mit Ausnahme des letzten, in Farben, z. B. Fettdruck, aufgebracht, welche das Lösungsmittel des Sensibilisators abstossen. 



  Es können auch sämtliche Elemente in Fettdruck   ausgeführt   werden oder in einer Farbe, welche den üblichen photographischen Bädern standhält ; werden die Rasterlemente in Fettfarbe aufgetragen, so müssen sie mit einem Verhornungsmittel, z. B. Trockenstoff, versetzt sein und vor der Behandlung mit den üblichen photographischen Bädern entfettet werden, da sie sonst den Entwickler   abstossen würden.   



  Ein Bad mit Benzin löst den Fettbestandteil aus der Farbe heraus und damit gleichzeitig eventuell eingebrachte Teile der-blauen Farbe, soweit sie in das gelbe Element eingebracht sind. Es bleibt alsdann die Fettfarbe in dem Element erhalten. Das Verhornungsmittel (Sikkativ oder Trockenstoff) schützt das aufgetragene Element vor der Loslösung durch die nachfolgenden Entwicklungsbäder. Diese können teils durch die ehemals als Fettelemente aufgetragenen Elemente durchdringen, teils durch die in die   Überschicht   eingefärbten Elemente durchgehen und unter den andern Elementen die Entwicklung und Fixierung vornehmen.

   Für den Fall jedoch, dass das letzte Rasterelement mit einer Farbe angefärbt 

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 wird, welche von den ersten Rasterelementen abgestossen wird, ist es notwendig, auf die lichtempfindliche Schicht eine Überschicht aufzutragen, welche z. B. aus Gelatine, Gummiarabikum oder sonstigen
Kolloiden bestehen kann ; diese Überschicht verhindert das Eindringen der letzten Farbe in die lichtempfindliche Schicht. Erst auf diese Überschieht dürfen die Farbrasterelemente aufgetragen, z. B. aufgedruckt werden, mit Ausnahme des letzten Farbrasterelementes, welches durch Eintauchen in das Farbbad in die Überschicht selbst eingelagert wird.

   Bei Verwendung einer Farbe für das letzte Element, welche von den ersten Elementen abgestossen wird, wird die Übersehicht durch die Lücken zwischen den vorausgehend aufgebrachten Elementen angefärbt, so dass die Fläche restlos ausgenutzt ist. Die Farbe des letzten Elementes kann, wenn sie löslich ist, während der photographischen Badeprozesse entfernt und nach dem Trocknen wieder eingefärbt werden. Die Farbe des letzten Elementes kann aber auch in Form einer unauswaschbaren Beiz-oder Alkoholfarbe oder ähnlichem bestehen ; in diesem Fall erübrigt sich ein Nachfärben. 



   Die beiliegenden Figuren zeigen Ausführungsformen des erfindungsgemässen photographischen Materials und erläutern das Verfahren zur Herstellung des Materials. 



   Fig. 1 zeigt schematisch den Vorgang bei Herstellung eines Farbbildes ; Fig. 2   erläutert   eine Ausführungsform des erfindungsgemässen Materials während der Herstellung ; Fig. 3-6 erläutern eine andere Herstellungsmöglichkeit des Materials ; Fig. 7 zeigt schematisch die kontinuierliche Fabrikation und Fig. 8 die beiden Druckwalzen der Fig. 7 in Einzeldarstellung. 



   Zum besseren Verständnis ist in Fig. 1 beispielsweise dargestellt, wie die Herstellung einer Farbrasterkopie vor sich geht. Eine Lichtquelle 1, eine lichtdiffusierende Mattscheibe 2, ein Kompensation- 
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 Filterfarblösung.   Voraussetzung dabei ist, dass die blauen und grünen Rasterelemente aus Farben bestehen,   welche diese rote Filterfarbe abstossen. 



   Auf die beschriebene Weise ist erreicht, dass die Schicht 6 unter den verschiedenen Rasterelementen entsprechend der Farbe des darüberliegenden Elementes lichtempfindlich ist. Unter den roten Rasterelementen ist die Schicht allerdings auch   grün-oder gelb-grün-empfindlich,   da diese Stellen sowohl für grün, gelb-grün als auch für rot sensibilisiert sind. 



   Die Herstellung des Farbrasternegativs 4 erfolgt in genau der nämlichen Weise wie die oben beschriebene Herstellung des Aufsiehtsfarbrasters, mit dem Unterschied, dass der Träger 8 des Negativs transparant ist. 



   Selbstverständlich kann auch der Träger 10 des reproduzierten Bildes transparent sein ; in diesem Fall erhält man nicht ein Aufsichtsbild, sondern ein Durchsichtsbild. 



   Gelangen beim Belichten des erfindungsgemässen Materials beispielsweise rote Strahlen durch die grünen, gelb-grünen oder gelben Rasterelemente, so üben diese Strahlen auf Grund der besonderen Sensibilisierung der Schicht keinen Einfluss auf die Schicht aus. 



   Die weisse Lackschicht auf dem Träger 10 verhindert ferner, dass beim Sensibilisieren oder bei Einfärbung des letzten Elementes eine Anfärbung des Trägers eintritt. Eine solche Einfärbung des Trägers würde die endgültige Bildwirkung sehr stören. Bestehen wie im oben beschriebenen Ausführungsbeispiel die Farbrasterelemente, mit Ausnahme des letzten, aus Farben, welche wässrige Lösungen abstossen, so erfolgt die Entwicklung durch die   Lücken     14',   von welchen aus sich der Entwickler auch unter die Farbrasterelemente 12 und 13 ausbreitet. Ebenso vollzieht sich dann die Fixierung oder Umkehrung. 



   Die Überschicht 15 kann weggelassen werden, wenn, wie gemäss Fig. 1, alle Farbelemente, also auch das letzte   Element 14,   in Fettdruck aufgebracht werden. Vor der Entwicklung, Fixierung oder Umkehrung müssen dann die Farbrasterelemente, z. B. mit Benzin, entfettet werden, um die Einwirkung des Entwicklers usw. zu ermöglichen. Damit die Fettfarben nicht mit dem Benzin gelöst werden, ist die Beigabe eines Verhornungsmittels, z. B. Trockenstoffe, Sikkativs, zur Fettfarbe notwendig. 



   Soll das Aufnahmematerial oder das Kopiermaterial so beschaffen sein, dass für die Belichtung ein grünes Element verwendet wird, für die Betrachtung jedoch ein gelbes Element erforderlich ist, kann folgendermassen verfahren werden :
Man bringt die Elemente aus einer gelben Farbe, z. B. Druckfarbe, auf, in welche blaue Anilinfarbe eingebracht ist, welche bei den weiteren photographischen Prozessen (Entwickeln, Fixieren) sich wieder herauslöst. Hiedurch wird erreicht, dass als Endergebnis ein gelbes Element verbleibt. In den meisten Fällen wird es jedoch genügen, für Aufsichtsfarbrasterbilder ein gelbes Element zu verwenden. 



  Für Aufsichtsfarbrasterbilder ist es notwendig, dass das zu verwendende Material so beschaffen ist, dass   die Farbrasterelemente genügend hell sind, um noch als Farbe zu wirken. Es ist darum nur in Verbindung   mit der erfindungsgemässen Lokalsensibilisierung möglich, eine gute Farbausseheidung zu erreichen. 



  Auch für Durchsichtsfarbrasterbilder hat die Lokalsensibilisierung den grossen Vorteil einer strengen Ausscheidung der Farben und einer sehr kurzen Belichtungszeit. 



   Eine Vereinfachung in der Herstellung des Belichtungsmaterials ist zu erreichen, wenn man auf eine gewöhnliche lichtempfindliche Schicht zuerst die blauen Elemente aufträgt, sodann für Grün und Rot sensibilisiert und anschliessend die grünen sowie die roten Elemente aufträgt. Da die gewöhnlich lichtempfindliche Schicht an sich für Blau empfindlich ist, so bedarf es einer besonderen Sensibilisierung unter den blauen Elementen nicht. Die lichtempfindliche Schicht ist in diesem Fall unter den andern Farbrasterelementen nicht für deren Farbe, sondern panchromatisch sensibilisiert. Die Ausscheidung der Farbwerte ist hier weniger scharf, jedoch für manche Zwecke ausreichend. 



   In den Fig. 3-6 ist eine andere Möglichkeit der Herstellung des erfindungsgemässen Materials 
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  Die Lücke ist mit 17 bezeichnet. Es wird nun zuerst durch die Lücke sensibilisiert, u. zw. beispielsweise für Grün oder Gelb. Die Sensibilisierung bleibt örtlich auf die Lücke   17   beschränkt, da die Reservagen 16 den Sensibilisator abstossen. Nach der Sensibilisierung wird   die Überschicht 15   im Bereich der Lücke   j   gelb oder grün eingefärbt ; das Einfärben kann mit gelöster Filterfarbe, z. B. Eintauchen in ein Farbbad, erfolgen.   Nach dem Einfärben und Trocknen werden die Reservagen 16 entfernt   ; wie aus Fig. 4 ersichtlich, sind dann lediglich die gelben bzw. grünen Rasterelemente 18 gefärbt und darunter entsprechend sensibilisiert. 



   Für den nächsten Arbeitsgang (Fig. 5) werden neuerdings Reservagen 16 aufgebracht, u. zw.   gegenüber Fig. 3 derart versetzt, dass die schon eingefärbten Rasterelemente 18 gedeckt Bind. Die Lücken 19   entsprechen wiederum der Breite eines Rasterelements. Diese Lücken werden nun mit anderm Sensibilisator und andrer Farbe, z. B. Rot, ebenso behandelt ; nach Entfernung der Reservagen sind dann neben den im ersten Arbeitsgang aufgebrachten gelben   bzw. grünen Rasterelementen. M auch   die roten Rasterelemente 20 aufgebracht und darunter entsprechend sensibilisiert. 

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   Im dritten Arbeitsgang (Fig. 6) werden die Reservagen 16 so aufgebracht, dass sie die fertigen Rasterelemente 18 und 20 zudecken ; durch die Lücken 21 wird blau gefärbt ; eine Sensibilisierung erübrigt 
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 in derselben Weise auch mehr als drei Farben aufgebracht werden ; die Reihenfolge, in welcher das Sensibilisieren und Aufbringen der Farbe vor sich geht, ist gleichgültig. 



   Der Vorteil dieses Verfahrens besteht darin, dass die lichtempfindliche Schicht unter den Rasterelementen streng örtlich sensibilisiert ist, da auch unter den roten Rasterelementen nur eine Rotsensibilisierung stattgefunden hat. 



   Das erfindungsgemässe photographische Material kann kontinuierlich auf dem Rotationsweg hergestellt werden. In Fig. 7 ist dies schematisch beispielsweise für einen Dreifarbenraster dargestellt. Der Träger 22 läuft von einer Walze 23 ab und wird über eine Führungswalze 24 über eine Trommel 25 geleitet, von wo er über eine Führungswalze 26 der Trocknung zugeführt wird. An der Trommel befinden sich zwei Druckwalzen 27 und 28, welche dem Aufdrucken zweier   verschiedenfarbiger   Rasterlemente dienen. 



  Die dritte Farbe wird später einfach durch Ausfüllen der Lücke zwischen den durch die Druckwalzen 27 und 28 aufgebrachten Farbrasterelementen erzeugt. In Fig. 8 sind die beiden Walzen 27 und 28 untereinander dargestellt, um die gegenseitige Versetzung der Druckringe 29 und 30 zu zeigen ; die Druckringe 29 und 30 jeder Walze besitzen Abstände, welche der doppelten Breite eines Rasterelementes entsprechen ; die Breite jedes Ringes selbst entspricht der Breite des Rasterelementes ; die Druckringe 30 der Walze 28 sind auf die Zwischenräume der Druckringe 29 eingestellt ; infolgedessen bleibt auf dem Träger nach Durchgang durch die zweite Druckwalze 28 zwischen den aufgedruckten verschiedenfarbigen Rasterelementen ein Zwischenraum, welcher insgesamt der Breite eines Rasterelementes entspricht und der   AusfüllungmitderdrittenFarbedient.

   DasEinfärbenderWalzen27und28erfolgtdurchFarbzubringer31   bekannter Art. Die Trommel 25 läuft im Uhrzeigersinn um ; hinter der Druckwalze 27 befindet sich die Einrichtung zum Aufbringen des Sensibilisators ; diese Einrichtung ist mit 32 bezeichnet und beispielsweise als Leckwalze gedacht. Als   Leckwalze   sei eine Walze verstanden, die mit ihrem Unterteil in den Sensibilisator eintaucht und diesen auf der Oberfläche   mitbefördert   und beim Vorbeigehen an die Werkbahn abgibt. Hinter dieser Einrichtung 32 folgen Abblasdüsen 33, welche sich auf die ganze Länge der Walze erstrecken und dazu dienen, überschüssige Sensibilisatorflüssigkeit abzudrängen. 



   Ähnlich ist die Anordnung auf der andern Seite hinter der Druckwalze 28. Die Einrichtung zum Aufbringen des Sensibilisators ist mit 34 und die Einrichtung zum Abblasen des überschüssigen Sensibilisators mit 35 bezeichnet. Hinter den Anlagen sind   Trockenschächte   36 vorgesehen, welche der Zuführung von Trockenluft dienen. 



   Bemerkt wird noch, dass unter Sensibilisieren auch das bekannte Über-oder Hypersensibilisieren zu verstehen ist. 



   Die Herstellung farbiger Bilder kann auch in der Kamera unmittelbar erfolgen, in der Weise, dass man eine unter den Farbrasterelementen örtlich bzw. teilweise örtlich sensibilisierte Schicht als Aufnahmematerial verwendet ; nach der Aufnahme wird, wie oben beschrieben, entwickelt und gegebenenfalls umgekehrt ; durch die Umkehrung entsteht aus dem farbekomplementären Negativ das farbenrichtige Positiv. 



   Es ist nicht erforderlich, das zweite aufzubringende Element unmittelbar an das erste, bereits aufgebrachte Element anzuschliessen. Man kann vielmehr das zweite Element an beliebigem Ort des freien Raumes zwischen den ersten Elementen aufbringen und die nunmehr vorhandenen freien Räume 
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 werden ; dabei wird die lichtempfindliche Schicht unter mischfarbigen Elementen für die Mischfarbe sensibilisiert. Soll z. B. das erste auf die Schicht aufzutragende Element violett sein, so wird unter demselben rot sensibilisiert ; unter den violetten Elementen ist dann die an sich schon für Blau empfindliche Emulsion für Rot und Blau, also für Violett empfindlich. 



   Die Sensibilisierung unter den mischfarbigen Elementen erfolgt in der gleichen Weise, wie oben beschrieben, z. B. zwischen Reservagen. 



   Die Zweckmässigkeit der Nichtsensibilisierung unter Blau beruht darauf, dass bei einer panchromaischen Schicht die Einfärbung des blauen Elements äusserst farbdieht erfolgen muss, damit Grün nicht durchschlägt. Da aber beim erfindungsgemässen Material die lichtempfindliche Schicht für Grün nicht empfindlich ist, kann Grün durch ein hell gefärbtes Blau, wie es für die Aufsicht nötig ist, nicht durchschlagen. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Gebilde zur Herstellung von photographischen Farbrasterbildern, dadurch gekennzeichnet, dass die lichtempfindliche zusammenhängende ursprünglich unsensibilisierte Schicht, die zwischen Träger und Farbraster liegt, unter den unlöslichen, z. B. mit Fettfarbe aufgedruckten Farbrasterlementen des lückenlosen Farbrasters in an sich bekannter Weise für dessen Farbe empfindlich gemacht ist, jedoch unter den Rasterelementen der Farbe, für welche die lichtempfindliche Schicht an sich empfindlich ist, für andere Farben nicht sensibilisiert ist. <Desc/Clms Page number 6>
    2. Gebilde nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die lichtempfindliche Schicht unter den gelben Rasterelementen gelb-grün sensibilisiert ist.
    3. Gebilde nach den Ansprüchen 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass es eine kontrastreich arbeitende lichtempfindliche Schicht besitzt.
    4. Gebilde nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Farbrasterelemente von einer Überschicht über der lichtempfindlichen Schicht getragen sind.
    5. Gebilde nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Rasterfarben teils auf die Überschicht aufgetragen, teils in die Überschicht eingebracht sind.
    6. Verfahren zur Herstellung des Gebildes nach den Ansprüchen 1 bis 5, dessen gewöhnliche lichtempfindliche zusammenhängende Schicht zwischen dem Träger und dem zweckmässig in eine Überschicht eingelagerten Farbraster liegt, dadurch gekennzeichnet, dass man auf die Schicht zuerst die Rasterelemente einer Farbe aufbringt, sodann für eine zweite Farbe sensibilisiert, hierauf die Rasterelemente dieser zweiten Farbe aufbringt, anschliessend für eine dritte Farbe sensibilisiert und schliesslich die Rasterelemente dieser dritten Farbe auf-oder einbringt.
    7. Verfahren zur Herstellung des Gebildes nach den Ansprüchen 1 bis 5, dessen gewöhnliche lichtempfindliche zusammenhängende Schicht zwischen Träger und Farbraster liegt, dadurch gekennzeichnet, dass man auf die lichtempfindliche Schicht zuerst die blaue Farbe aufträgt, dann panchromatisch sensibilisiert und anschliessend die andern Farbelemente aufbringt.
    8. Verfahren nach den Ansprüchen 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass für die letzten Rasterelemente eine Farbe benutzt wird, welche von den vorausgehend aufgetragenen Rasterelementen abgestossen wird, so dass die Einfärbung der letzten Rasterelemente durch die verbleibenden Lücken erfolgen kann.
    9. Verfahren nach den Ansprüchen 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die örtliche Sensibilisierung und zweckmässig auch die Einfärbung zwischen Reservagen erfolgen.
    10. Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung des Gebildes nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Farben im Rotationsdruck auf die Schicht aufgetragen werden, wobei hinter jeder Druckanlage eine Sensibilisierung erfolgt.
AT145828D 1932-10-14 1932-10-14 Gebilde zur Herstellung von photographischen Farbrasterbildern. AT145828B (de)

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