DE679802C - Verfahren zum Herstellen von Tiefdruckformen, vorzugsweise von Tiefdruckwalzen - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von Tiefdruckformen, vorzugsweise von Tiefdruckwalzen

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DE679802C DES118301D DES0118301D DE679802C DE 679802 C DE679802 C DE 679802C DE S118301 D DES118301 D DE S118301D DE S0118301 D DES0118301 D DE S0118301D DE 679802 C DE679802 C DE 679802C
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    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03FPHOTOMECHANICAL PRODUCTION OF TEXTURED OR PATTERNED SURFACES, e.g. FOR PRINTING, FOR PROCESSING OF SEMICONDUCTOR DEVICES; MATERIALS THEREFOR; ORIGINALS THEREFOR; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • G03F7/00Photomechanical, e.g. photolithographic, production of textured or patterned surfaces, e.g. printing surfaces; Materials therefor, e.g. comprising photoresists; Apparatus specially adapted therefor
    • G03F7/16Coating processes; Apparatus therefor
    • G03F7/18Coating curved surfaces

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen von Tiefdruckformen, vorzugsweise von Tiefdruckwalzen, auf photomechanischem Wege durch Belichten und Übertragen eines oder mehrerer Teile von Pigmentpapier, die mehrere Teile eines Gesamtbildes enthalten, wobei die Ränder des oder der Pigmentpapiere zur Bildung einer ununterbrochenen Schicht zusammengesetzt werden.
Wenn bisher die Ränder eines oder mehrerer Pigmentpapiere zur Bildung einer ununterbrochenen Schicht zusammengesetzt werden, so macht sich die Stoßstelle in dem Druckerzeugnis in störender Weise bemerkbar. Die Aufgabe, die der vorliegenden Erfindung zugrunde liegt, besteht darin, diese Stoßstelle in dem Druckerzeugnis zum Verschwinden zu bringen.
Es ist schon zum Kopieren \ron Zeichnungen, welche ohne Unterbrechung (ohne Naht) eine Druckwalze auf ihrem ganzen Umfange bedecken sollen, vorgeschlagen worden, das die zu kopierende Zeichnung enthaltende Negativ oder Positiv mit seinen Rändern zum Überlappen zu bringen.
Es mag dahingestellt bleiben, ob es mit dem bekannten Verfahren, bei dem die zu überlappenden Ränder des Negativs oder Positivs keine Sonderausbildung erfahren, überhaupt möglich ist, die Stoßstelle zum Verschwinden zu bringen. Auf jeden Fall gibt das bekannte Verfahren keinerlei Handhabe dafür, die Stoßstelle der lichtempfindlichen Schicht, auf welche die genannten Negative oder Positive aufkopiert werden und die dann nach ihrer Belichtung und Entwicklung die Ätzdeckung der Walze darstellt, zum Verschwinden zu bringen. Die Erfindung befaßt sich aber gerade mit dem Unsichtbarmachen der Stoßstelle in der lichtempfindlichen Schicht, die nach ihrer Belichtung und Entwicklung die Ätzdeckung bildet und die mit Hilfe von Pigmentpapieren auf die Druckformen aufgebracht wird.
Die Stoßstellen in der durch Belichten und Übertragen von Pigmentpapier erzeugten Ätzdeckung werden erfindungsgemäß dadurch unsichtbar gemacht, daß die Lichteinwirkung während der Belichtung des oder der Pig- so mentpapiere im Randbereich nach den äußersten Kanten hin stetig abnimmt 'und das belichtete Papier derart auf die Druckform übertragen und entwickelt wird, daß die durch die Belichtung und Entwicklung zustande gekommenen Ätzdeekungen sich an den Rändern, im Querschnitt gesehen, keilförmig überlappen, worauf in der üblichen Weise geätzt wird.
Durch das Verfahren gemäß der Erfindung erhält man ■ eine Ätzdeckung, die trotz der Tatsache, daß die Ränder des oder der Pig-
nientpapiere zur Bildung einer ununterbrochenen Schicht zusammengesetzt worden sind, vollkommen gleichmäßig ist, so daß die Stoßstelle zwischen den Rändern des oder der Pigmentpapiere in keiner Weise mehr sichtbar ist.
Eine zweckmäßige weitere Ausbildung der Erfindung bezieht sich auf den Fall, daß der Raster ein Kreuzlinienraster ist, der auf eine ίο oder mehrere besondere von der oder den Bildschichten getrennte Schichten auf kopiert wird. Gemäß dieser Ausführungsform enthalten die zu überlappenden Randbereiche des Rasters nur Linienraster, deren Stegzahl gleich der halben Stegzahl des Kreuzlinienrasters ist und die derail angeordnet sind, daß sie sich bei der Überlappung zu einem Kreuzlinienraster zusammensetzen, der mit dem Kreuzlinienraster der übrigen Schichtteile übereinstimmt.
Z weckmäßiger weise liegt hierbei von den das Bild und den Kreuzlinienraster enthaltenden Schichten die den Raster enthaltende Schicht auf der Druckplatte zu Unterst und sind die Überlappungsstellen dieser Schichten versetzt.
Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise veranschaulicht, und zwar stellt
Fig. ι schematisch einen Schnitt durch einen Druckzylinder mit den auf ihn aufgebrachten photographischen Schichten dar, die erfindungsgemäß behandelt sind. Die Dicke dieser Schichten ist hierbei zwecks Verdeutlichung der» Erfindung stark vergrößert. Die Fig. 2 zeigt übereinander schematisch einen getönten Schirm zur Ausübung des Verfahrens gemäß der Erfindung und ein zu belichtendes Pigmentpapier.
Fig. 3 veranschaulicht ein Kreuzlinienraster, dessen zu überlappende Randteile erfindungsgemäß nur einfache Linienraster enthalten.
In Fig. ι ist mit 6 eine Tiefdruckwalze bezeichnet, die von den Ätzdeckungen, die mit Hilfe von Pigmentpapieren auf die Walze übertragen sind, vollkommen umschlossen ist. Die Ätzdeckungen bilden zwei übereinander liegende Schichten, von denen die innere Schicht 4 lediglich ein Kreuzlinienrasterbild trägt, während die äußere Schicht 5 das auf die Walze 6 durch Ätzung zu übertragende Bild enthält. Jede der beiden Schichten ist mit Hilfe von zwei Pigmentpapieren hergestellt, die an zwei diametral gegenüberliegenden Stellen aneinanderstoßen.
Um zu verhindern, daß sich die Stoßstelle zwischen den Rändern der Pigmentpapiere bzw. den Rändern der auf die Walze übertragenen, aneinanderstoßenden Teilschichten in dem Druckerzeugnis, das mit der Walze 6 nach ihrer Ätzung gedruckt wird, markiert, überlappen sich die Ränder dieser Teilschichten. Die Überlappung allein genügt aber noch nicht, um die Markierung der Stoßstelle auszuschalten. Es muß vielmehr außerdem noch dafür gesorgt werden, daß die sich überlappenden Randteile in ihrer Gesamtheit dasselbe ergeben wie die Ätzdeckung, die an den Stellen vorhanden ist, an der keine Überlappung stattgefunden hat.
Um dies zu erreichen, wird erfindungsgemäß bei der Herstellung der das zu ätzende Bild enthaltenden Teilschichten, die die Gesamtschicht 5 bilden, dafür gesorgt, daß die Lichteinwirkung während der Belichtung der Pigmentpapiere im Randbereich nach den äußersten Kanten hin stetig abnimmt. Dies hat zur Folge, daß die Löslichkeit der Gelatine im Randbereich nach den äußersten Kanten ständig zunimmt, was in der Wirkung einer keilförmigen Zuschärfung der Ränder 1 der die Gesamtschicht 5 bildenden Teilschichten gleichkommt. Diese keilförmige Zuschärfung der Randteile 1, die sich über die Breite d der Überlappung erstreckt, ist aus Fig. ι ersichtlich und hat zur Folge, daß sich die überlappten Randteile der Teilschichten zu einer Normalschicht von der Dicke e (siehe Fig. 2) ergänzen. Infolgedessen wirkt die aus den keilförmig überlappten Teilschichten zusammengesetzte Schicht 5 wie eine einheitliche, ununterbrochen durchgehende Gesamtschicht, die keinerlei Stoßnaht aufweist.
Die Vorrichtung, mit der die beschriebene Randausbildung der die Schicht 5 bildenden Teilschichten herbeigeführt wird, kann aus einem lichtdurchlässigen Schirm 2 bestehen, der bei der Belichtung der für die Überlappung bestimmten Randteile des Pigmentpapiers zwischen der Lichtquelle und der lichtempfindlichen Schicht angeordnet wird und der eine solche Abtönung 3 aufweist, daß seine Lichtdurchlässigkeit in demjenigen Teil, welcher der äußersten Kante des Überlappungsrandes der lichtempfindlichen Schicht gegenüberliegt, am geringsten ist und von dort nach der Innenkante des Überlappungsrandes stetig zunimmt.
Die Abtönung 3 des Schirmes 2--kann-durch, eine Flüssigkeit von veränderlicher Dicke ge- no bildet werden. Der Schirm bildet dann beispielsweise einen Behälter für die Flüssigkeit, der zwei keilförmig sich nähernde, durchsichtige Wände aufweist.
An Stelle des Schirms von veränderlicher Lichtdurchlässigkeit kann auch ein beweglicher Schirm dienen. Dieser Schirm deckt den in Rede stehenden Überlappungsrandteil mit einer Geschwindigkeit ab, die von der Belichtungszeit abhängt. Der Schirm wird hierbei derart bewegt, daß er mit der Abdeckung an der äußersten Kante beginnt und
allmählich bis zu der Innenkante des Überlappungsrandes gelangt.
Der Kreuzlinienraster ist, wie gesagt, auf einer besonderen Schicht 4 aufgebracht, die von der Bildschicht 5 getrennt ist, und zwar liegt die den Kreuzlinienraster enthaltende Schicht 4 unmittelbar an der Druckform 6 an. Auch die den Kreuzlinienraster enthaltende Schicht 4 besteht aus zwei Teilschichten mit überlappten Rändern 1. Jeder dieser Teile hat eine Länge gleich π · R + d, wobei R der Halbmesser des Zylinders 6 ist. Damit sich die überlappten Ränder der den Kreuzlinienraster enthaltenden Schicht nicht auf der fertigen Walze markieren können, enthalten die Randteile d der Teilschichten nur einfache Linienraster (siehe Fig. 3). Die Stegzahl dieser Linienraster ist gleich der Hälfte der Stegzahl des eigentlichen Kreuzlinienrasters.
Die Linienraster in zwei sich überlappenden Randteilen 1 sind derart angeordnet, daß sie sich bei der Überlappung zu einem Kreuzlinienraster zusamensetzen, der mit dem Kreuzlinienraster der übrigen Schichtteile übereinstimmt.
Es empfiehlt sich, die Zonen, in denen sich der oder die Bildträger überlappen, gegenüber den Überlappungszonen des den Raster aufweisenden Schichtträgers zu versetzen.
Wenn zwei gerasterte Schichtträger 4 und zwei Bildschichtträger 5 vorgesehen sind, so sind die betreffenden Überlappungszonen um 900 gegeneinander versetzt (Fig. 1).
Die Entwicklung der Schichten geht nacheinander vor sich. Wenn z. B. zwei gerasterte Schichtträger 4 und zwei Bildschichtträger 5 vorhanden sind, so wird zuerst der erste gerasterte Schichtträger auf den Zylinder 6 aufgebracht und auf ihm entwickelt. Dann wird der zweite gerasterte Schichtträger aufgebracht, zweckentsprechend ausgerichtet und hierauf entwickelt. Hierauf wird in gleicher Weise mit den beiden Bildschichtträgern verfahren. Schließlich wird dann die Walze 6 in üblicher Weise geätzt.
Es ist für die Erfindung nicht notwendig, daß die ringsum geschlossen durchgehenden Schichten 4 und 5 aus zwei Teilschichten zusammengesetzt sind. Sie können auch aus mehr als zwei oder aus nur einer einzigen Schicht zusammengesetzt sein. Im letztgenannten Fall besteht nur eine einzige Überlappungsstelle, an der die beiden Kanten der Schicht, deren Länge etwas größer ist als der Umfang des Druckzylinders 6, übereinander liegen.
Es ist für die Durchführung der Erfindung auch nicht in allen Fällen notwendig, den Raster auf einer von der Bildschicht geson-
bo derten Schicht anzubringen. Insbesondere bei Verwendung eines Kornrasters kann dieser auf die gleiche Schicht wie das Bild aufphotographiert sein. In diesem Fall werden die zu überlappenden Randteile der das Bild und den Raster enthaltenden Schicht in derselben Weise behandelt, wie dies oben mit Bezug auf die Teilschichten beschrieben ist, die die Bildschicht 5 bilden.
Das Verfahren gemäß der Erfindung ist für die verschiedensten Zwecke anwendbar. Vor allem kommt es jedoch für Tiefdruckwalzen in Frage, die zum Herstellen endloser Muster dienen, wie dies beispielsweise beim Bedrucken von Tapeten, von bedrucktem Packpapier, von Wachstuch, von Geweben aller Art und dergleichen der Fall ist.
Es sei nochmals darauf hingewiesen, daß im vorstehenden nur Ausführungsbeispiele der Erfindung beschrieben sind, auf welche diese nicht beschränkt ist.

Claims (1)

  1. Patentansprüche:
    1. Verfahren zum Herstellen von Tiefdruckformen, vorzugsweise von Tief druckwalzen, auf photomechanischem Wege durch Belichten und Übertragen eines oder mehrerer Teile von Pigmentpapier, die mehrere Teile eines Gesamtbildes enthalten, wobei die Ränder des oder der Pigmentpapiere zur Bildung einer ununterbrochenen Schicht zusammengesetzt werden, insbesondere zum Herstellen endloser Muster, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichteinwirkung während der Beiichtung des oder der Pigmentpapiere im Randbereich nach den äußersten Kanten hin stetig abnimmt und das belichtete Papier derart auf die Druckplatte übertragen und entwickelt wird, daß die durch ' die Belichtung und Entwicklung zustande gekommenen Ätzdeckungen sich an den Rändern, im Querschnitt gesehen, keilförmig überlappen, worauf in der üblichen Weise geätzt wird. '05
    2. Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Belichtung der für die Überlappung bestimmten Randteile des Pigmentpapiers (1) zwischen der »o Lichtquelle und der lichtempfindlichen Schicht ein lichtdurchlässiger Schirm (2) eingeschaltet ist, dessen Lichtdurchlässigkeit in demjenigen Teil, welcher der äußersten Kante des zum Überlappen bestimmten Randes der lichtempfindlichen Schicht gegenüberliegt, am geringsten ist und von dort nach der Innenkante des zu überlappenden Teiles hin stetig zunimmt.
    3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schirm (2) aus einem mit zwei gegeneinander geneig-
    679 8Ö2
    ten lichtdurchlässigen Wänden versehenen und mit einer Flüssigkeit gefüllten Behälter besteht.
    4f Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zur Belichtung der für die Überlappung bestimmten Randteile des Pigmentpapiers zwischen der Lichtquelle und der lichtempfindlichen Schicht ein von der äußersten Kante der lichtempfindlichen Schicht bis nach der Innenkante des zu überlappenden Teiles hin sich bewegender Schirm angeordnet ist.
    5. Verfahren nach Anspruch 1 bei Verwendung eines Kreuzlinienrasters, der auf" eine oder mehrere besondere, von der oder den Bildschichten getrennte Schichten auf kopiert wird, dadurch gekennzeichnet, daß die zu überlappenden Randbereiche nur Linienraster, deren Stegzahl gleich der halben Stegzahl des Kreuzlinienrasters ist, enthalten, wobei die Linienraster derart angeordnet sind, daß sie sich bei der Überlappung zu einem Kreuzlinienraster zusammensetzen, der mit dem Kreuzlinienraster der übrigen Schichtteile übereinstimmt, und daß von den das Bild und den Kreuzlinienraster enthaltenden Schichten zweckmäßigerweise die den Raster enthaltende Schicht auf der Druckplatte zu tmterst liegt 'und die Überlappungsstellen dieser Schichten versetzt sind.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DES118301D 1935-04-01 1935-05-15 Verfahren zum Herstellen von Tiefdruckformen, vorzugsweise von Tiefdruckwalzen Expired DE679802C (de)

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