DE608601C - Rundstrickmaschine mit um den Nadelzylinder angeordneten Jacquardvorrichtungen - Google Patents
Rundstrickmaschine mit um den Nadelzylinder angeordneten JacquardvorrichtungenInfo
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- DE608601C DE608601C DE1930608601D DE608601DD DE608601C DE 608601 C DE608601 C DE 608601C DE 1930608601 D DE1930608601 D DE 1930608601D DE 608601D D DE608601D D DE 608601DD DE 608601 C DE608601 C DE 608601C
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- D—TEXTILES; PAPER
- D04—BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
- D04B—KNITTING
- D04B9/00—Circular knitting machines with independently-movable needles
- D04B9/26—Circular knitting machines with independently-movable needles for producing patterned fabrics
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- Textile Engineering (AREA)
- Knitting Machines (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Rundstrickmaschine mit um den Nadelzylinder angeordneten
Jacquardvorrichtungen zur Herstellung von gemusterter Ware, insbesondere Strumpfware,
und geht von der Jacquardvorrichtung aus, welche, wie üblich, aus Walzensätzen, Wählern, die von den über die Walze laufenden
Jacquardbändern gesteuert werden, und einem Heberschloßteil zum Antrieb der Wähler
besteht. Die Erfindung betrifft einen neuen Antrieb für die Jacquardvorrichtung, welcher
zu bestimmten Zeitpunkten die Jacquardvorrichtung vollständig stillsetzt. Wenn z. B. die
Maschine zum Stricken von Strumpfware bestimmt ist, dann kann die Jacquardvorrichtung
gemäß der Erfindung vollständig stillgesetzt werden, wenn das Hinundherstricken für Ferse und Fußspitze einsetzen soll, also
nicht nur die Jacquardwalzen, sondern auch der die Wähler antreibende Schloßteil. Bei
den bisherigen Jacquardvorrichtungen wurde nur einer ihrer Teile stillgesetzt, was während
des Hinundherstrickens nachteilig war und Betriebsstörungen herbeiführte. Gemäß der Erfindung sind zwei Kupplungen vorgesehen,
von denen eine die Walzensätze der Jacquardvorrichtungen und die andere den Schloßteil für den Wählerantrieb aus- und
einrückt.
Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung ist eine von einer Mustertrommel abhängige
Steuerung vorgesehen, welche die Kupplung der Walzensätze der Jacquardvorrichtungen
entkuppelt.
In der Zeichnung zeigen
Fig. ι einen Aufriß der Rundstrickmaschine, gesehen von der rechten Seite der Fig. 2,
Fig. 2 einen Grundriß nach Fig. 1,
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie 3-3 der Fig. 2,
Fig. 2 einen Grundriß nach Fig. 1,
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie 3-3 der Fig. 2,
Fig. 4 ein Schaubild für den Musterkopf,
Fig. 5 Abwicklung des Nadelschlosses,
Fig. 6 eine Einzelheit.
Die dargestellte Ausführungsform der Maschine zeigt sechs Jacquardvorrichtungen in zwei Sätzen von je drei Walzen; in dem einen Satz sind diei Walzen mit 1 o, in dem anderen mit 11 bezeichnet (Fig. 1 und 2). Für zwei Walzen in dem Satz 11 sind Lochstreifen 12 dargestellt. Selbstverständlich hat jede Walze ihren Dochstreifen 12, während von den Wählern 13 so viele vorgesehen werden, wie für die erwünschte Musterung erforderlich ist. Die Antriebsspindeln. 14 der drei Walzen des Satzes 10 sind durch Kegelräder 15, die Antriebsspindeln 16 der drei Walzen des Satzes 11 durch Kegelräder 17 verbunden. Diebeiden Walzensätze 10, 11 werden gleichzeitig wie folgt angetrieben:
Fig. 5 Abwicklung des Nadelschlosses,
Fig. 6 eine Einzelheit.
Die dargestellte Ausführungsform der Maschine zeigt sechs Jacquardvorrichtungen in zwei Sätzen von je drei Walzen; in dem einen Satz sind diei Walzen mit 1 o, in dem anderen mit 11 bezeichnet (Fig. 1 und 2). Für zwei Walzen in dem Satz 11 sind Lochstreifen 12 dargestellt. Selbstverständlich hat jede Walze ihren Dochstreifen 12, während von den Wählern 13 so viele vorgesehen werden, wie für die erwünschte Musterung erforderlich ist. Die Antriebsspindeln. 14 der drei Walzen des Satzes 10 sind durch Kegelräder 15, die Antriebsspindeln 16 der drei Walzen des Satzes 11 durch Kegelräder 17 verbunden. Diebeiden Walzensätze 10, 11 werden gleichzeitig wie folgt angetrieben:
Eine Welle 18 ist durch Kegelräder 19 (Fig. 2) mit den Wellen 20, 21 verbunden.
Die Welle 20 trägt ein Zahnrad 22 zum Eingriff in das Stiftrad eines Aussetzergetriebes,
dessen Rosettenrad 23 auf der Spindel 14 der
Walzeio neben der Welle 18 befestigt ist. Die
Welle 2i treibt das Stiftrad 24 eines anderen Aussetzergetriebes an, dessen Rosettenrad 25
auf der Spindel 16 der Walzen neben der
Welle 18 sitzt. Ein Zwischenrad (nicht dargestellt) zwischen Zahnrad 22 und dem zugehörigen
Stiftrad macht die Drehrichtung der Stifträder einander gleich, da die Wellen 20 und 21 zufolge der Kegelräder 19 in entgegengesetzter
Richtung umlaufen.
Die Welle 18 wird wie folgt angetrieben
(Fig. 3):
Auf der Hauptantriebswelle 26 sitzt eia Zahnrad 27, das mit einem Zwischenrad 28
kämmt, welches in das auf der Welle 18 lose Zahnrad 29 eingreift. Mit dem Zahnrad 29 ist
ejn bewegliches Kupplungsglied· 30 verbunden, das auf der'Welle 18 axial verschiebbar
ist und mit Kupplungsklauen in entsprechende Aussparungen des Zahnrades 29 eingreifen
kann. Auf diese Weise wird die Welle 18 unmittelbar von der Hauptantriebswelle 26 angetrieben,
wenn sich das Kupplungsglied 30 in der in Fig. 3 gezeigten Stellung befindet, wodurch beide Sätze von Jacquardwalzen
gleichzeitig eingerückt werden; sie sind ausgerückt, wenn das Kupplungsglied 30 von
dem Zahnrad 29 entkuppelt wird.
An Stelle des dargestellten gemeinsamen Antriebes kann auch jede Jacquardwalze'
selbständig angetrieben werden. In diesem Falle ist für jede Jacquardwalze eine Antriebswelle
20 oder 21 vorgesehen, und jede Jacquardwalze erhält ihre schrittweise Bewegung
durch je ein Aussetzergetriebe.
Außerdem kann auch jede Jacquardwalze durch Sonderkupplungen gesteuert werden
an Stelle der sämtlichen Jacquardvorrichtungen gemeinsamen Kupplung 30. Es können aber auch zwei oder mehr
Jacquardwalzen miteinander verbunden sein und gemeinsam überwacht oder gesteuert werden,
während die übrigen selbständig werden. Der eine Satz 10 der Jacquardvorrichtungen
dient zur Steuerung des Musters auf der einen Hälfte der Ware, der andere Satz 11
für die andere Hälfte. Sollen Strümpfe gestrickt werden, übernimmt der eine Satz die
Vorderhälfte des Strumpfes, also die vordere Hälfte des Längens und den Spann sowie den
Fußoberteil, der andere Satz die Hinterseite des Längens, die Ferse und die Sohle. Durch
entsprechende Einstellung der Aussetzergetriebe 23 und 25 zueinander wird die Arbeitsweise der beiden Sätze 10,11 der
Jacquardwalzen so geleitet, daß die Wähler 13 des einen Satzes, während ihre Walzen 10
stillstehen, zur Bestimmung des Musters angetrieben werden, während die Walzen 11 des
anderen Satzes zur Einstellung ihrer Wähler eingestellt werden und umgekehrt.
Bei der dargestellten Maschine steht der Nadelzylinder still, während das Schloß umläuft.
In dem Gestell 32, das die Maschine trägt, ist die Hauptantriebswelle 26 so gelagert,
daß ihre Achse in der Mittelebene liegt, welche die beiden Sätze von Jacquard-TOrrichtungen
trennt (Fig. 2).
Die Wähler 13 werden nach Auswahl durch
die Jacquardstreifen durch ihre Walzen gegen den Nadelzylinder vorbewegt in eine Lage, wo
diese durch einen um den Nadelzylinder 3 4 laufenden Schloßteil erfaßt und gehoben werden.
Der Schloßteil 33 braucht nur dann angetrieben zu werden, wenn die Jacquardvorrichtungen
zur Musterung eingerückt werden, sonst bleibt er immer während des Strickens der
Ferse und Spitze stehen. Zu diesem Zweck ist gemäß Fig. 3 innerhalb der hohlen Hauptantriebswelle
26 eine zweite Welle35 gelagert, deren mit Nut und Keil versehener Teil das bewegliche Glied 36 der Hauptkupplung trägt,
welche vom Rundstricken zum Hinundherstricken sowie umgekehrt steuert. In der in
Fig. 3 gezeigten Stellung ist diese Kupplung in Eingriff mit der Kupplungsscheibe 37 auf
der Hauptantriebswelle 26. Infolge der Keilverbindung zwischen dem Glied 36 und der
Welle 35 läuft das Kegelrad 38 ununterbrochen in der einen Richtung um. Dieses g0
kämmt mit einem festen Kegelrad 39 auf der senkrechten Welle 40, auf welcher ein bewegliches
Kupplungsglied 41 durch Keil und Nut axial verschiebbar ist. Die Welle 40
trägt frei drehbar eine Hülse42, welche mit einem Zahnrad 43 aus einem Stück besteht.
Dieses kämmt mit einem Zahnrad 44, welches den Schloßteil 33 trägt. Die Kupplung
41 ist mit der Hülse 42 gekuppelt dargestellt, das Schloßteil 33 wird also von der
Hauptwelle 26 gedreht. Das Nadelschloß 45 wird durch das auf der Welle 40 feste Zahnrad
46 gedreht, dieses kämmt mit einem Zahnkranz 47, der auf dem Nadelschloß 45 sitzt.
Die Kupplung 41, welche irgendwie von außen betätigt wird, kann durch eine selbsttätige
Kupplung ersetzt werden (Fig. 6). Die Kupplungsklauen des Gliedes 41 und die
zugehörigen Aussparungen des Gliedes'42 sind derart geformt, daß die senkrechten
Flächen der Klauen erfaßt werden, wenn das Glied 42 zum Rundstricken umläuft. Wenn
die Drehung in Richtung des Uhrzeigers erfolgt, treibt das Glied 41 das Glied 42 an. llg
Wenn jedoch das Hinundherstricken beginnt, wie für die Ferse und die Fußspitze, dann wechselt das Zahnrad 46 seine Drehrichtung.
Bei der ersten Drehung des Zahnrades 46 entgegen dem Uhrzeiger beginnt auch das
Glied 41 seine entgegengesetzte Drehung, wo-
bei die Schrägflächen der Klauen und Aussparungen der Glieder 41, 42 zum gegenseitigen
Angriff gelangen, und die Kupplung wird gelöst. Die Kupplung wird durch eine Klinke
152 entkuppelt gehalten, über welche sie hinweggleitet, so daß sich die Teile in der strichpunktierten
Stellung befinden (Fig. 6). In diesem Falle ist nur ein verhältnismäßig kurzer Hebel 52 zwischen dem Drehzapfen
53 und der Kupplung erforderlich.
Unter diesen Bedingungen ist es nicht erforderlich, diese Kupplung auszuheben. Wenn
das Hinundherstricken aufhört und das Rundstricken wieder einsetzt, wird von einer
t5 der Mustertrommeln eine Stange 153 angetrieben, wodurch das Glied 41 wieder in Eingriff
mit dem Glied 42 gelangt. Der Zahnkranz 44 beginnt dann wieder umzulaufen,
jedoch erst dann, wenn die Kupplung 30 eingerückt ist, um die Welle 18 anzutreiben.
Der Zahnkranz 44 und das Zannrad43 laufen bei der Form der Hubkurve des
Kurvenringes 33 nicht sofort rückwärts, so daß sie nicht unter dem Wählerhebel in
der entgegengesetzten Richtung vorbeigehen ' können. Aus diesem Grunde bleibt das Glied
42 in Ruhe, während die Klauen des Gliedes 41 auf den SchrägfLächen des Gliedes 42
gleiten, wenn die Umkehrbewegung zu Anfang des Hinundherstrickens beginnt.
Der Antrieb der Kupplung 30 besteht aus einem Hebel 48, der um Zapfen 49 schwenkbar
an der Maschine gelagert ist und einen Bolzen 50 trägt, der in eine Ringnut des Kupplungsgliedes 30 eintritt. Der Bolzen 50
ist nach außen über den Hebel 48 verlängert, und der Hebel 48 trägt im Abstand einen
anderen, ebenfalls nach außen hervorragenden Bolzen 51. Zwischen beiden Bolzen 50
und 51 liegt das gekrümmte Ende eines weiteren Hebels 52, welcher um Zapfen 53
drehbar in einem Bock 54 gelagert ist. Das andere Ende des Hebels 52 greift in eine Nut
des Kupphingsgliedes 41 ein. Die Krümmung des zwischen den Bolzen 50 und 51 liegenden
Endes des Hebels 52 ist derart, daß bei einer Verschiebung des Hebels 48 nach rechts das
Kupplungsglied 30 vom Zahnrad 29 gelöst und der Hebel 52 in Richtung des Uhrzeigers
geschwungen wird, wodurch das Glied 41 gehoben und von dem Glied 42 gelöst wird.
Wenn auf diese Weise die Jacquardwalzen zum Stillstand kommen, hört auch gleichzeitig
die Drehung des Schloßteiles 33 auf.
Der Hebel 48 (Fig. 1) wird von einer Hauptmustervorrichtung mit Mustertrommel
55, Musterkette usw. gesteuert. Hier ist eine Mustertrommel dargestellt, deren Hubkurven
in der erforderlichen Stellung eingesetzt sind zum Betrieb einer Schubstange 56, deren
oberes Ende mit einer auf der. Spindel 49 sitzenden Kurbel 57 verbunden ist. Auf diese
Weise werden die Jacquardvorrichtungen selbsttätig durch die Mustertrommel 55 gesteuert.
Es sind zwei Hauptmustertrommeln vorgesehen,
die zweite sitzt auf derselben Welle 60 wie das Rad 58, über welches die Musterkette
59 läuft. Auf der Spindel 60 des Rades
58 sitzt ein Schaltrad 61, das angetrieben
wird durch eine Schaltklinke 62, schwenkbar auf dem Ende eines Armes 63, der um die
Spindel 60 schwingen kann. Eine Stange 64 verbindet den Arm 63 mit dem Kurbelzapfen
65 auf einem Zahnrad 66, das mit dem Zahnrad 27 der Hauptwelle 26 kämmt. Hierdurch
werden bei Drehung der Hauptwelle 26 das Rad 58 und die Mustertrommel schrittweise
geschaltet, und diese Bewegung wird auf die Mustertrommel 55 vermittels des Zwischenrades
67 übertragen. Die Steuerung der Jacquardvorrichtungen erfolgt hierdurch selbsttätig.
Wie bei Rundstrickmaschinen zum Hinundherstricken üblich, treibt das Rad 66 einen
schwingenden Zahnsektor 70 an, der auf einer Achse im unteren Teil des Maschinengestelles
gelagert ist und mit einem Zahnrad 71 auf der Hülse 72 kämmt. Auf dieser sitzt eine
Kupplungsscheibe 73, in welche die Hauptkupplung 36 eingerückt werden kann. Das Umschalten des Kupplungsgliedes 36 aus dem
dargestellten Eingriff mit der Scheibe 37 zum Eingriff mit der Scheibe 73 beim Wechsel
vom Rundstricken zum Hinundherstricken wird von der Trommel 55 oder von der Kette
59 gesteuert. Hierbei dient die Mustertrommel 55 zur Lösung der Kupplungen 30 und
41 und mithin zur Abschaltung der Jacquardvorrichtungen vom Hauptantrieb.
Es ist ersichtlich, daß die Musterkette, die Mustertrommel und die Verbindungen zwischen
dem Hauptantrieb und den verschiedenen anzutreibenden Teilen sämtlich nur auf einer Seite der Maschine angeordnet sind,
und zwar unter sehr geringer Raumbeanspruchung. Die Teile sind so gedrungen angeordnet,
daß fast der gesamte Raum rings um den Nadelzylinder frei verfügbar ist, so daß alle Jacquardwalzen so dicht wie möglieh
an den Nadelzylinder herangerückt werden können.
Die Endwalzen der beiden Sätze 10 und 11,
d. h. jene, welche zu beiden Seiten neben der Antriebswelle 18 liegen, sind so dicht an den
Hauptantrieb herangerückt, daß die üblichen endlosen Jacquardstreifen an einen Teil der
Vorrichtung anstoßen würden, wo sie senkrecht nach unten hängen. Infolgedessen werden
die Jacquardstreifen, um ein weiteres Abrücken der Walzen vom Zylinder zu vermeiden,
über Führungen 74 (Fig. 2) geführt,
welche die Streifen von dem Antrieb und den
Steuerungen fernhalten. Oberhalb des Nädelzylinders ist ein Musterkopf 75 angeordnet,
welcher Umlegefadenfühfer und ihren Antrieb trägt. Der Musterkopf ist auf einem
oberen dreieckigen Rahmen 76 gelagert, welcher auf drei Säulen yy zur senkrechten Verschiebung
geführt wird. Der Kopf kann durch Drehen eines Handrades 78 auf der Welle 79 gebogen und gesenkt werden, welche durch
Getriebe 80 mit einer anderen Welle 81 verbunden ist. Die Wellen 79 und 81 tragen
Zahnräder 82, welche mit den als Zahnstangen ausgebildeten Säulen yy kämmen. Wenn
daher das Handrad 78 in der einen oder anderen Richtung gedreht wird, hebt oder senkt sich der Rahmen 76 und mithin auch
der Musterkopf 75. Eine Stange 83 zur Steuerung der Musterung wird von der
ao Musterkette 59 mittels Gestänge, bestehend aus Winbelhebel 84 (Fig. 1), Verbindungsstange 85, Kurbelarm 86, senkrechter Stange
87, Kurbelarm 88, Verbindungs stange 89, Kurbelgetriebe 90 und Schubstange 91 angetrieben,
die auf der Mustertrommel 58 ruht. Um die Aufundabbewegung des Musterkopfes zu ermöglichen, ist der Kurbelarm 86
mittels Keil und Nut axial auf der senkrechten Stange 87 verschiebbar. Fig. S zeigt das abgewickelte Nadelschloß,
und auf der linken Seite sind die einzelnen Stellungen der Nadeln für die verschiedenen
Höhen, auf welche die Nadelfüße gehoben werden, durch kurze Striche veranschaulicht.
Einer jeden Nadel ist ein Stößer 92 zugeteilt, die bestimmte Nadel wird angehoben, wenn
zur Musterung dieAuswahl der Stößer mittels der Jacquardwähler 13 erfolgt. Einige Stößer
haben lange Füße 93 (Fig. 5 punktiert), andere kurze Füße, die miteinander abwechseln,
um Lücken im Nadelkranz für den bequemeren Durchgang der Umlegefadenführer zu erhalten.
Die untere Reihe der Dreiecke des Schlosses enthält einen Heber 94, welcher auf die Füße
93 aller Stößer einwirkt, um sie auf gleichmäßige Höhe zu heben, nachdem die Nadeln
durch das Schloß hindurchgelaufen sind, welches in Richtung des Pfeiles umläuft.
Hinter dem Dreieck 94 ist ein Dreieck 95 angeordnet, welches nur die Stößer mit langen
Füßen senkt, dann folgt ein Dreieck 96, welches durch die Stößer mit kurzen Füßen
die ihnen zugeteilten Nadeln über die Ebene der übrigen Nadeln hebt, wie die obere Reihe
der Nadelfüße 97 unmittelbar oberhalb des Dreiecks 96 zeigt. In dieser Lage dienen die
Ausrück- und Beugekurven· 98,99 für die Umlegefadenführer dazu, um von diesen die
entsprechenden Führer so einzustellen, daß sie ihre Fäden um die gehobenen Nadeln herumschlingen.
Nachdem die Umlegefäden heruingeschlungen sind, stößt ein Senker alle diejenigen
Nadeln und Stößer nach unten, welche vorher durch das Dreieck 96 gehoben worden waren, worauf ein anderes Dreieck 101, das
nur auf die langen Füße 93 einwirkt, alle langfüßigen Stößer sowie die ihnen zugeteilten
Nadeln auf die Höhe hebt, auf welche die anderen Nadeln vorher durch Dreieck 96 gehoben worden waren. Es folgt somit, daß,
nachdem abwechselnde Nadeln durch Dreieck 96 über die Zwischennadeln gehoben worden
sind, diese nunmehr durch das Dreieck 101 über die zuerst gehobenen abwechselnden
Nadeln gehoben werden, und in dieser Lage wirken die Ausrück- und Beugekurven 102, 103 auf die Umlegefadenführer, welche
den durch Dreieck 101 gehobenen Nadeln zugeordnet
sind. Nachdem die Nadeln mit ihren Umlegefäden auf diese Weise umschlungen worden sind, tritt der Schloßteil
33 in Tätigkeit, um die Art der Maschenbildung, die durch die Jacquardauswahl bestimmt
ist, zu leiten, und unmittelbar hierauf werden die Nadeln durch Dreieck 104
teilweise gesenkt, um durch die üblichen" Nadeldreiecke 105, 106, 107, 108 hindurchzulaufen.
Die Maschine ist nicht allein für die Musterung
bestimmt, sondern kann auch dazu dienen, um eine Strickware herzustellen, bei welcher die Grundfadenmaschen mit einem
Umlegeplattierfaden plattiert werden auf der Vorder- oder Rückseite der Ware, gleichgültig,
ob die Umlegeplattierfaden dieselbe Farbe haben wie der Grundfaden oder eine
andere. Die Jacquardvorrichtung dient dann dazu, um die Nadeln so hochzuheben, daß die
Umlegeplattierfaden unter die Zunge gleiten, bevor die Nadel durch das Maschendreieck
nach unten gezogen ist, so daß auch die Umlegeplattierfaden auf die Rückseite geworfen
werden.
In Fig. 5 bezeichnet die strichpunktierte Linie 109 die Ebene des Zylinderrandes oder,
falls Platinen verwendet werden, ihre Leiste. Falls es erforderlich ist, den Musterkopf zu
versetzen, wird die Einrichtung gemäß Fig. 4 benutzt. Oberhalb der Welle 18 befindet sich
eine weitere Welle 110, welche das Schaltrad in und eine Kurvenscheibe 112 trägt. Die
Scheibe 112 hat auf ihrer Stirnfläche eine oder mehrere Kurven 113 für eine Rolle am
Ende eines Armes 114, der auf einer Schwing- 115 _
welle 115 befestigt ist.
Das obere Ende der Schwingwelle 115
trägt mittels Nut und Feder einen Arm 116, der durch Zapfen und Schlitz 117 mit dem
Ende eines Armes 118 verbunden ist. Dieser ist fest auf der Spindel 119 gelagert, die den
Musterkopf 75 trägt. Auf der Welle 18 sitzt
ein Kurbelarm 12O1 welcher durch einen
Lenker 121 mit einem Schwinghebel 122 verbunden
ist, der um die Welle 110 schwingt und eine Schaltklinke 123 für die Zähne des
Schaltrades in trägt. Beim Drehen der Kurbel 120 führt der Arm 122 eine Schwingung
aus, welche mittels der Klinke 123 das Zahnrad in schaltet. Infolgedessen gelangt
die Kurve 113 zum Angriff des Armes 114
und dreht die Schwingwelle 115, welche mittels
der Verbindungen 116 und 118 die Spindel
ng sowie den Musterkopf 75 dreht, der um die Achse des Nadelzylinders versetzt wird.
Falls es erwünscht ist, die zum Versetzen dienende Einrichtung auszuschalten, wird ein
Daumen 124 des Armes 125, der um die Achse 110 schwingt, unter die Schaltklinke
123 gebracht, um diese oberhalb der Zähne
so des Schaltrades in zu heben. Der Arm 125
wird durch eine Stange 126 von der einen oder anderen Mustervorrichtung 55 oder ζ8
gesteuert.
Claims (3)
- Patentansprüche:ι. Rundstrickmaschine mit um den Nadelzylinder angeordneten Jacquardvorrichtungen zur Herstellung von gemusterter Ware, insbesondere Strumpfware, gekennzeichnet durch zwei Kupplungen, von denen die eine (29, 30) die Walzensätze (10, 11) der Jacquardvorrichtungen und die andere (41, 42) den Kurvenring' (33, 44) für den Wählerantrieb aus- und einrückt.
- 2. Rundstrickmaschine nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine von der Mustertrommel (55) abhängige Steuerung (56), welche die Kupplung (29, 30) der Walzensätze (10, n) der Jacquardvorrichtungen entkuppelt.
- 3. Rundstrickmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die von der Mustertrommel (55) abhängige Steuerung (56) ein Hebelgestänge (48, 52) steuert, welches beide Kupplungen (29, 30 und 41, 42) verbindet.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB28288/29A GB340279A (en) | 1929-09-18 | 1929-09-18 | Improvements in or relating to circular knitting machines |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE608601C true DE608601C (de) | 1935-02-01 |
Family
ID=10273261
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930608601D Expired DE608601C (de) | 1929-09-18 | 1930-09-12 | Rundstrickmaschine mit um den Nadelzylinder angeordneten Jacquardvorrichtungen |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US1928803A (de) |
| DE (1) | DE608601C (de) |
| GB (1) | GB340279A (de) |
-
1929
- 1929-09-18 GB GB28288/29A patent/GB340279A/en not_active Expired
-
1930
- 1930-09-12 DE DE1930608601D patent/DE608601C/de not_active Expired
- 1930-09-15 US US482013A patent/US1928803A/en not_active Expired - Lifetime
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB340279A (en) | 1930-12-18 |
| US1928803A (en) | 1933-10-03 |
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