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Strickmaschine, insbesondere Rundstrickmaschine, zur Herstellung von
Umkehrplattierung und andern Mustern Die Erfindung bezieht sich auf eine Strickmaschine,
insbesondere Rundstrickmaschine, mit einer Einrichtung zur Herstellung von Mustern,
beispielsweise Umkehrplattierung, bei der die Platinen zunächst eine Kippbewegung
erfahren und dann verschoben werden.
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Bei bekannten Maschinen dieser Art sind die Platinen und zugehörigen
Stößer etagenweise angeordnet, und es befinden sich zwischen den Etagen besonders
für sich senkrecht geführte Anschlagleisten für jedes Platinen-und Stößerpaar, die
beim Vorschieben der Stößer angehoben werden und dadurch den Platinen eine Kippbewegung
erteilen. Diese Anordnung ist außerordentlich kompliziert und daher nicht zuverlässig.
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Auch sind Maschinen bekannt, bei denen die ausgewählten Wendeplatinen
nur waagerecht nach innen vorgeschoben werden. Hier wirken zwei NTocken auf verschieden
lange Platinenfüße zweier Platinensätze ein. Diese Konstruktion hat den Nachteil,
daß sie nur auf eine geringe Anzahl von Platinenfußlängen beschränkt ist. Sobald
nämlich eine größere Zahl Nocken zur Betätigung der Platinen %-ert%-eiidet «-enden
würde, so würde die Einstellung jedes Nockens auf die verschiedenen Längen der Platinenfüße
in der Praxis zu schwierig sein.
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Es hat sich herausgestellt, daß bei der Aufteilung der Funktion des
bisher bekannten Werkzeuges zum Auswählen und gleichzeitigen Vorschieben in die
Arbeitsstellung eine größere Sicherheit und Genauigkeit der Auswahl erreicht wird.
Dementsprechend ist zu diesem Zweck gemäß der Erfindung eine Auswahlvorrichtung
vorgesehen und von dieser getrennt ein Vorschubnocken. Zur Erhöhung der Sicherheit
befinden sich die Stößer bzw. Platinen, das letztere, falls Platinen und Stößer
aus einem Stück bestehen, vor dem Auswählen in einer Schräglage, aus der sie am
Schluß der Auswählbewegung in eine waagerechte Lage gelangen und damit erst in den
Bereich des Vorschubnockens. Damit wird unbedingt sicher vermieden, daß nichtausgewählte
Stößer bzw. Platinen in den Bereich des Vorschubnockens gelangen können.
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Eine Rundstrickmaschine nach der Erfindung ist auf der Zeichnung beispielsweise
veranschaulicht.
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Fig. r zeigt eine rechte Seitenansicht der Rundstrickmaschine;
Fig.
z zeigt eine linke Seitenansicht der Maschine; Fig. 2a zeigt einen Winkelhebel als
Einzelheit, und zwar mit Verbindungsstangen, die dazu dienen. diesem eine besondere
Bewegung zu erteilen; Fig.3 zeigt den Strickkopf der Maschine im Grundriß; Fig.
4 zeigt den Strickkopf der. Maschine in Vorderansicht, Fig. ; eine linke Seitenansicht
der Maschine, Fig.6 einen Grundriß der Vorrichtung, die dazu dient, die Umkehrplattiervorrichtung
beim Stricken des Hackens und der Spitze außer Tätigkeit zu setzen, und zwar teilweise
im Schnitt; Fig.7 ist ein senkrechter Schnitt auf der Linie 7-7 der Fig. 3 und zeigt
die Musterungsvorrichtungen, durch die die Umkehrplattiervorrichtungen betätigt
werden; Fig.8 zeigt im Grundriß die Vorrichtungen, durch die die Trommel der Plattiervorrichtungen
gedreht werden; Fig. 9 zeigt im Grundriß die "Zoclcen .des Strickkopfes,.
durch die die Platinen betätigt werden; Fig. io zeigt einen senkrechten Schnitt
durch den Nadelzylinder des Platinennockenringes; Fig. i i zeigt eine Seitenansicht,
und- zwar gegen den Strickkopf gesehen von der rechten Seite der Fig.3; Fig.l=2
und 13 zeigen im senkrechten Schnitt die Lage der ausgewählten und nichtausgewählten
Platinen bei einem gewissen Punkt der Drehung des Platinenkopfes; Fig. 1d. und i.#
sind ähnliche Darstellungen wie die Fig. 12 und 13; Fig. 16 ist ein Grundriß des
Platinenrin.-ges; Fig. 17 ist eine perspektivische Darstellung der Stößer eines
Musters.
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Die Maschine besteht aus einem drehbaren Nadelzylinder i, der auf
einem entsprechenden Tisch 2 ruht, welcher einen Teil des Rahmens 3 der Maschine
bildet. Der Zylinder bei dieser Maschinenart wird in bekannter Weise bei der Herstellung
des Längens und des Fußes eines Strumpfes gedreht und bei der Herstellung des Hackens
und der Spitze desselben hin und her geschwungen. Die Vorrichtungen, durch die dem
Nadelzylinder die Dreh- und Schwingbewegung erteilt wird, sind bekannter Art, so
daß sie hier keiner weiteren Beschreibung bedürfen.
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Es ist eine größere Anzahl von Fadenzuführungsv orrichtungen vorgesehen,
so daß nicht nur die beiden Plattierfäden zugeführt werden, sondern auch noch andere
Fäden nach Bedarf zugeführt werden können, beispielsweise einer oder mehrere .Fäden
zur Herstellung der waagerechten Streifen, einer oder mehrere Fäden für die Herstellung
des Hackens, einer oder mehrere Fäden für die Herstellung der Spitze und die Verstärkungsfäden
für die Hochferse und die Sohle. Diese Fadenzuführungsvorrichtungen sind bekannter
Bauart, so daß sie ebenfalls nicht besonders dargestellt und beschrieben zu werden
brauchen.
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Die Maschine besitzt unabhängige Nadeln, und zwar vorzugsweise Zungennadeln.
Zu diesem Zweck ist die Maschine mit einem Zungenring .I ausgestattet (Fig, q.),
der entsprechende Fadenschneid- und Klemmvorrichtungen aufweist und durch eine besondere
Gelenkvorrichtung betätigt wird, und zwar durch die Einwirkung von Nocken oder durch
direkte Anordnung der Gelenkvorrichtung auf der Welle6 der Hauptmustertrommel (Fig.
i).
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Die ganze Maschine wird von der Hauptantriebswelle 7 angetrieben,
die die übliche Antriebsscheibe trägt und- auf der auch die entsprechenden Zahnräder
aufgekeilt sind, beispielsweise das Zahnrad 8, das das große io.a.-Zahnrad 9 antreibt,
welches auf der Welle io verkeilt ist. Von dieser Hauptwelle wird ebenfalls das
Zahnradsegment i i (Fig. a) angetrieben, wodurch die Maschine bei dem Stricken des
Hackens und der Spitze hin und her geschwungen wird. Die Maschine besitzt weiterhin
die üblichen Nadelfinger 1a und 1a', die zum Mindern und Mehren dienen. Der Nadelzvlinder
ist mit den bekannten Nuten versehen, in denen die Zungennadeln angeordnet sind.
Am oberen Ende des Nadelzylinders befindet sich der Platinennockenring 13, der in
seinem Oberteil, wie üblich, radiale Nuten entsprechend der Anzahl der Nadeln hat,
die beliebig weit voneinander entfernt sein können, jedoch vorzugsweise ziemlich
eng auf der Maschine angeordnet sind. In jeder dieser radialen Nuten befindet sich
ein Stößer 1.4 und darüber eine Platine 15 (Fig.1: und i5 ).
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Obwohl diese Platinen beliebige Gestalt besitzen können, bestehen
sie jedoch vorteilhafterweise alle aus Umkehrplattierplatinen, so daß durch sie
auf beliebigen Maschen LTmkehrplattierung hergestellt werden kann. Obwohl die Gestalt
der Platinen beliebig sein kann, besitzen sie jedoch vorzugsweise obere Nasen 16,
die derart gestaltet und angeordnet sind, daß auf .der Rückseite der Platinen Urnkehrplattierüng
hergestellt wird.
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Wie bereits erwähnt, können die Stößer und Platinen in ihren radialen
Nuten Schwingbewegungen ausführen, und zwar unter der Einwirkung besonderer Nocken.
Der Deckring 17 und der Bettring 13 können die übliche Gestalt besitzen. Der Deckring
17 «eist
auf seiner Unterseite verschiedene Laufbahnen auf, in denen
die sich nach oben erstreckenden Füße der Platinen laufen.
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Im folgenden werden zunächst die Vorrichtungen beschrieben, durch
die auf die Stößer und Platinen eingewirkt wird, so daß die letzteren durch die
Platinennocken in bestimmter Weise betätig werden können, wie sich aus den Fig.3
bis 8 ergibt.
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Auf einem Gehäuse i9 des Rahmens (Fig. _.) ruht eine Konsole 2o, die
einen sich aufwärts erstreckenden Teil 21 besitzt, welcher die verschiedenen Teile
der Musterungsvorrichtung trägt. Wie sich aus Fig.7 ergibt, ist eine senkrechte
Welle 22 in- -einem waagerecht angeordneten Hebel 23 gelagert, wobei letzterer dazu
dient, die Musterungsvorrichtungen bei der Herstellung des Hackens und der Spitze
außer Tätigkeit setzen zu können. -Oberhalb des Hebels 23 befindet sich ein Klinkenträger
2..1 (Fig. 8), der durch eine Stange 25 in noch s p 'iter # zu beschreibender Weise
betätigt wird.
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Oi)erhalb dieses Klinkenträgers befin'#d'et sich ein Schaltrad 26,
in das vorzugsweise zwei Klinken 27 und 28 eingreifen, .die in ihrer entsprechenden
Lage durch Federn 29 gehalten werden (Fig. 8). Das Sperrad 26 ist durch drei Stifte
3o an einer Trommel 31 befestigt, welche ebenfalls mit der Welle 22 konatial angeordnet
ist. Die Stifte 30 gehen durch U mfangssclilitze 3ra der Scheibe 31v hindurch,
welche den Nocken 31c trägt, der dazu dient, die obere Klinke 27 auszulösen, wobei
jedoch die untere Klinke 28 in Tätigkeit bleibt. Zu diesem Zweck ist die Scheibe
31b auf dem Umfang einstellbar. Wenn der Hacken und die Spitze gearbeitet wird,
ist der Hebel 23 nach außen bewegt, und beide Klinken 27 und 28 befinden sich außer
Eingriff, wobei die Klinke 28 durch ihren nach unten ragenden Stift 28a, welcher
mit dem Nocken 28b auf dem Rahmen in Eingriff kommt, ausgelöst wird. Die Trommel
31 trägt eine bestimmte Anzahl übereinandergelegte Scheiben 32, bei der in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsform beispielsweise zwölf, wobei die Anzahl derselben jedoch
größer oder kleiner sein kann. Diese Scheiben bestehen vorzugsweise aus Metall und
besitzen Vorsprünge 33, wie sich aus Fig. 3 ergibt. Jeder dieser Vorsprünge ist
gefurcht oder genutet, wie bei 34 dargestellt, so daß diejenigen Vorsprünge, die
für die Musterung nicht gebraucht werden, abgebrochen werden können. Es hat sich
nämlich herausgestellt, daß, wenn diese Vorsprünge nicht gefurcht oder genutet sind,
sie dann nicht mit Sicherheit genau quadratisch abbrechen. Fabrikmäßig wird jede
Scheibe 32 mit sämtlichen Vorsprüngen hergestellt, und die Vorsprünge, welche bei
den jeweiligen Scheiben nicht gebraucht werden, werden dann, bevor die Scheiben
vereinigt werden, abgebrochen. Sämtliche Scheiben 32 besitzen eine Nut 32', in welche
eine Feder der Trommel 31 eingreift (Fig. 3), und liegen auf einer Schulter 35 der
Trommel oder des Ringes 31b auf und werden oben von einem Ring 36 gehalten, gegen
den sich ein Reibring 37 drückt (Fig. 7). Der Reibring selbst wird durch einen deckelartigen
Teil 38 gehalten, der mit Hilfe einer mittleren Schraube 39 an der Welle 22 befestigt
ist. Dieser deckelartige Teil 38 besitzt drei Hülsen 40, in deren jeder sich ein
kleiner Stift oder Kolben .41 entgegen der Wirkung einer Feder .I2 bewegt und mit
seinem unteren Ende auf den Reibring 37 drüc1Lt. Der obere Teil der Hülse q.o wird
durch einen Anschlagstift oder Schraube 4.3 verschlossen.
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Die Vorsprünge der Scheiben 32 wirken auf in entsprechender Anzahl
vorgesehene Schlitten .4., bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel zwölf, welche
in zwei Gehäusen 45, 46 Längsbewegungen ausführen können (Fig. 3 und d). Jeder dieser
Schlitten besitzt ein äußeres zugespitztes Ende 47 (Fig.3), und das innere Ende
der Schlitten gelangt, wenn einer oder mehrere derselben mustergemäß beeinflußt
wird, mit entsprechenden Vorsprüngen auf den Stößern in Eingriff, welche in bekannter
Weise in den Radialnuten des Platinenringes angeordnet sind.
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Jeder dieser Stößer 1.4 besitzt einen einzigen oder auch mehrere Vorsprünge:I8,
deren Anzahl durch die Anzahl der Muster bestimmt ist. In den Fig. io und 12 bis
16 besitzen die Stößer beispielsweise zwölf Vorsprünge, welche in gleicher Ebene
mit dem nach unten ragenden Teil 49 des Stößers liegen. Naturgemäß können die Vorsprünge
:I8 der Stößer, welche bei der Musterung nicht gebraucht werden, ebenfalls abgebrocheri
werden. Die Musterungsvorrichtungen können auf einem oder auch mehreren derartiger
Vorsprünge der Stößer einwirken, und wenn mehrere derartiger Vorsprünge betätigt
werden, können dies entweder zwei angrenzende Vorsprünge sein, oder sie können auch
mehr oder weniger voneinander entfernt sein. In Fig. 17 ist eine Musterung dargestellt,
wodurch jeder der Stößer zwei Vorsprünge 48 besitzt.
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Bei der durch den Einfluß einer Scheibe 32 der Mustertrommel 31 bewirkten
Einwärtsbewegung des Schlittens q.¢ wirkt dieser auf einen entsprechenden Vorsprung
eines Stößers ein und erteilt diesem somit eine geringe Einwärtsbewegung. Jeder
Stößer besitzt außer den Füßen 48 noch einen aufwärts gerichteten Fuß So und eine
Schulter 5oa, welche, wie sich aus den Fig. 12 und 15 ergibt, wenn sie einwärts
gestoßen wird, gegen das Ende 50b der
Platine 15 stößt, welche mit
dem Stößer, wie bereits erwähnt, in einer Nut liegt. Wenn ein Stößer 14 auf diese
Weise ausgewählt und einwärts bewegt wird, stößt sein Fuß 50 gegen die innere senkrechte
Kante 5 i -des Nockens 52 des Platinennockenringes. Wenn jedoch der Stößer nicht
betätigt wird, dann gleitet sein Fuß 5o auf der Unterseite des Nockens 52 entlang,
und die Schulter 5o des Stößers stößt nicht gegen das Ende 50U .der Platine 15.
Auf diese Weise wird erreicht, daß das Nichtauswählen der Platinen zu den gewöhnlichen
Zeiten und bei der Herstellung von Normalplattierung geschehen kann. Die ausgewählten
Platinen werden an einem früheren Zeitpunkt einwärts bewegt, und auf ihnen wird
Urnkehrplattierung hergestellt. Wie sich aus Fig.9 ergibt, ist das innere Ende jedes
Schlittens4q. mit einer Spitze 53 versehen. jeder in der beschriebenen Weise ausgewählte
Stößer gleitet an der inneren senkrechten Fläche 5 i des Nockens 52 entlang (Fig.
9) und wird durch diese Nockenkante radial einwärts bewegt, und zwar in genügendem
Abstand vor dem Abwurfpunkt und bevor Normalplanierung hergestellt wird, um auf
diese Weise Umkehrplattierung zu erzeugen. Wenn jedoch die Platine nicht zum Zwecke
der Umkehrplattierung ausgewählt ist, wird sie an dem bestimmten Zeitpunkte .durch
die Nockenkante 54. des Nockens 55 einwärts bewegt, welcher eine Verlängerung des
konzentrischen Nockens 56 darstellt, durch den die äußere Wand der Laufbahn 57 gebildet
wird.
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Der einzelne Nocken 52 dient dazu, jeden ausgewählten Stößer einwärts
zu bewegen. Diese-Anordnung eines einzelnen Nockens 52 zum Bewegen der Stößer ist
getroffen und hat sich als äußerst brauchbar herausgestellt, so daß auf ,diese Weise
die Nachteile beseitigt werden, die bisher mit der Verwendung einer größeren Anzahl
von Stoßnocken verbunden waren, von denen jeder auf ausgewählte Werkzeuge einwirkte,
deren Füße eine dem Stoßnocken angepaßte Länge besaßen. Die Verwendung einer größeren
Anzahl von Stoßnocken erfordert eine äußerst genaue Einstellung der Nocken, Bei
der vorliegenden Ausführungsform wirkt jedoch der einzige Nocken 52 auf sämtliche
ausgewählten Stößer ein, und dieser Nocken 52 kann bei der beschriebenen Ausführungsform
fest angeordnet sein.
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Obwohl die Erfindung für die Verwendung bei Umkehrplattierung beschrieben
wurde, so ist sie doch nicht auf diese Verwendungsform beschränkt, da nämlich derselbe
Auswahlplan auch bei anderen Ausführungsformen Verwendung finden kann, beispielsweise
bei der Herstellung von Fallmaschenware, als auch bei der Herstellung von Plüschstrickware,
wenn es erforderlich ist, das Aussehen der Maschen in -irgendeiner Weise zu variieren.
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Der Nocken 52 hat ein nach unten geneigtes Ende 58, wie sich aus Fig.
i i ergibt, unter dem diejenigen Stößer, welche nicht ausgewählt wurden, gleiten,
um die in Fig. 13 dargestellte Lage einzunehmen. Das gegenüberliegende Ende des
Nockens 52 ist nach oben geneigt, wie bei 59 dargestellt, so daß die Stößer auf
dieser geneigten Fläche wieder nach oben gleiten. An den Nocken 52 grenzt ein Nocken
6o an, welcher ihn berührt, wobei dieser zweckmäßig auf .dem Umfang verstellbar
angeordnet ist, so daß die genaue Lage der inneren Kante, wenn es wünschenswert
erscheint, eingestellt werden kann.
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Die ausgewählten Stößer bewegen sich an der inneren Kante
6 1 des Nockens 6o entlang und bewegen daher die entsprechenden Platinen
15 nach innen, so daß die Füße 18 in die Nähe der Kante 62 des Nockens 63 gelangen
und an ,dem Punkt 64. um ihren weitesten Betrag einwärts bewegt werden, wodurch
Umkehrplattierung erzeugt wird. Dieser Punkt 6.4 liegt vor dem größeren Teil der
Nockenkante 65, welche zu dem Punkt 66 führt, der den eigentlichen Abschlagpunkt
darstellt und an dem diejenigen Platinen, welche durch ihre Stößer nicht ausgewählt
würden, Normalplattierung erzeugen. Mit anderen Worten bewegen die in der beschriebenen
Weise ausgewählten Stößer ihre Platinen auf .dem Umfang zu einem verhältnismäßig
früheren Zeitpunkt einwärts als die Platinen, deren Stößer nicht ausgewählt wurden
und auf denen dann Normalplattierung erzeugt wird.
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Unter dem Platinennockenring befindet sich ein Ring 67, welcher zweckmäßig
an dem Platinennockenring befestigt ist und welcher dazu dient, die Stößer auf dem
ganzen Strickkopf herum zu unterstützen (Fig: 12 bis i5). An der Stelle 68 (Fig.
i i) ist dieser Ring 67 unterbrochen, so daß .dort eine Spalte ententsteht, welche
in ihrer Umfangslage genau dem -Nocken 52 entspricht. Sie befindet sich also an
der Stelle, wo der feste Nocken 52 die nichtausgewählten Stößer herunterdrückt,
so daß diese Stößer in diese Spalte 68 eintreten können und dann auf der geneigten
Kante 69 derselben wieder auf die obere Kante 7o des Ringes 67 hinaufgleiten, auf
der sie .dann getragen werden, bis sie oder auch andere nichtausgewählte Stößer
wieder an die nach unten geneigte Kante 71 des Ringes 67 gelangen und dort wieder
in die Spalte 68 eintreten.
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In Fig. 17 ist eine beispielsweise Anordnung der Musterungsvorrichtung
dargestellt, die in beliebiger Weise und in beliebiger Anzahl angeordnet sein kann.
Dabei ist darauf hinzuweisen, daß Umkehrplattierung auf einer
beliebigen
Masche und in einem beliebigen Rundgange hergestellt werden kann, ohne auf die Herstellung
von Normalplattierung oder Umkehrplattierung in anderen Maschen oder in vorhergehenden
oder folgenden Rundgängen achten zu müssen. Weiterhin können gemäß der Erfindung
umgekehrt plattierte Zonen hergestellt werden, die nur eine Masche breit sind und
die ganz scharf umrissen werden können. In der Musterung wird auch eine große Sicherheit
durch die Vorrichtung gemäß der Erfindung erreicht, besonders durch die Verwendung
des einzelnen Nockens 52, der gleichmäßig auf alle ausgewählten Stößer einwirkt
und demzufolge auch gleichmäßig auf alle Platinen der ausgewählten Stößer.
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Wie bereits erwähnt, wirkt der Klinkenträger 24 auf das Zahnrad 26
durch die Klnlcen 27, 28 ein, und dieser Klinkenträger 24 wird, wie ebenfalls bereits
erwähnt, durch die Stange 25 hin und her geschwungen, die, wie sich aus Fig. i ergibt,
bei dem Punkt 7 2 mit dem oberen Ende eines senkrechten Hebels 3 verzapft ist, der
bei dem Punkt 74. auf einer an dem Maschinenrahmen befestigten Konsole 75 drehbar
. gelagert ist. An dem Hebel 73 ist eine Nockenplatte 76 befestigt, auf welche eine
oder mehrere Rollen 77, die auf dem io4-Zahnrad 9 befestigt sind, einwirken. Zu
diesem Zwecke trägt das io.,.-Zahnrad 9 auf einer Seitenfläche eine Platte 7()',
auf der zwei Rollen 77 drehbar angeordnet sind, die gegen die Kante ; 8 der Nockenplatte
76 stoßen. Erforderlichenfalls können auch vier oder eine beliebige Anzahl Rollen
verwendet werden.
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Das obere Ende des Hebels 73 ist in einem Längsschlitz einer Stange
79 geführt, die an der Grundplatte 2 befestigt ist. Der Hebel 7 3 wird durch eine
Feder So mit einem Stift 81 o. dgl. auf der Grundplatte verbunden, so daß auf diese
Weise durch die Feder So der Hebel 3 und damit die -"Zockenplatte 76 in den Weg
der Stifte oder Rollen 77 gezogen wird.
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Auf diese oder ähnliche Weise wird die Trommel 31 mit den zwölf Scheiben
32 und einer Unterlegscheibe 82 schrittweise gedreht, so daß dadurch die verschiedenen
Vorsprünge 33 der Scheibe 32 gegen die entsprechenden Schlitten 44 schlagen. Bei
dem vorliegenden Ausführungsbeispiel der Erfindung sind achtundvierzig Vorsprünge
33 auf jeder Scheibe 33 vorgesehen, wobei je nach der gewünschten Musterung diejenigen
Vorsprünge, welche bei den einzelnen Scheiben nicht für die Musterung erforderlich
sind, weggebrochen werden.
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@\'enn die Maschine gemäß der Erfindung zur Herstellung von Hacken-
oder Spitzenteilen Verwendung findet, wird der Hebel 23
und die von ihm getragenen
Teile außer Berührung mit den Schlitten 44 gezogen, so daß diese Schlitten
nicht beeinflußt werden. Zu diesem Zweck dient beispielsweise die folgende Vorrichtung,
auf welche jedoch die Erfindung nicht beschränkt ist.
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Der Hebel 23 (Fig. 6 und 7) ist drehbar bei 83 auf der Platte 2o gelagert
und trägt die Stange 22, die Trommel und die anderen zugehörigen Teile. Dieser Hebel
23 besitzt einen bogenförmig gestalteten Schlitz 84, in welchen ein -Stift 85 hineinragt,
und es ist eine einstellbare Anschlagschraube 86 vorgesehen, gegen welche sich der
Hebel 23 legt, wenn er unter der Wirkung der Feder 86d in die Stellung gelangt,
in welcher der- Längen und der Fuß gestrickt wird. Mit dem äußeren Ende des Hebels
23 ist bei 87 eine Stange 88 verzapft, die im einzelnen in Fig. 2a dargestellt ist.
Diese Stange 88 ist bei 89 mit einem Arm eines Winkelhebels go drehbar verbunden,
der selbst auf der Zungenringkonsole drehbar gelagert ist und dessen anderer Arm
gi mit der nach unten -ragenden langen Stange 92 verzapft ist, die ihrerseits, wie
sich aus Fig. 2 ergibt, bei 93 mit einem Arm eines Hebels 9.4 drehbar verbunden
ist, welcher selbst auf dem Maschinenrahmen bei 95 gelagert ist und dessen anderes
Ende die Gestalt eines Fingers 96 besitzt, der auf einem Hacken- oder Fersennocken
97 und auf einem Spitzennocken 98 gleitet, die auf einer auf der Welle 6 angeordneten
Trommel 98' vorgesehen sind. Die Bauart ist dabei derart getroffen, daß sowohl bei
der Hacken- und Spitzenarbeit die Mustertrommel 31 mit den Scheiben 32 außer
Tätigkeit gesetzt wird und bei dem übergang zum Rundstricken wieder wirksam "vir
d.
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Es sind Vorrichtungen vorgesehen, durch die die Drehbewegung der Trommel
31 mit den :Musterscheiben 32 verhindert wird, wenn sie bei der Herstellung des
Hackens unwirksam ist. Obwohl zu diesem Zweck beliebige Vorrichtungen vorgesehen
sein können, hat sich als besonders zweckmäßig die in Fig. 5 dargestellte Vorrichtung
erwiesen, welche aus einem Haken 99 besteht, der gegen eine Kante ioo des
die Klinke tragenden Hebels 24. stößt. Um den Halsen 99 in eine Stellung heben zu
können, in der er gegen die Kante ioo des Hebels 24 anzuschlagen vermag, ist er
auf einem Hebel ioi angeordnet oder besteht mit diesem aus einem Stück, der selbst
bei io2 auf einem beliebigen Rahmenteil drehbar gelagert ist. Dieser Hebel ioi besitzt
einen Stift io3, welcher in die gabelförmig gestalteten Enden io4 eines anderen
Hebels io5, der bei io6 gelagert ist, eingreift, wobei das entgegengesetzte Ende
107 dieses Hebels io5 mit einer senkrechten Stange io8 verzapft ist, die, wie sich
aus Fig. i ergibt, an ihren unteren Ende bei ioc) an einem um i i i drehbaren
Hebel
i io verzapft ist. Der Hebel i io besitzt einen Finger 112, der in den Weg eines
Nockens 113 ragt, so daß auf diese Weise der Haken 99 bei Beendigung der Hacken-und
Spitzenarbeit außer Tätigkeit gezogen wird. Es sind weiterhin Vorrichtungen vorgesehen,
durch die der Hebel i io betätigt wird, und zwar dient zu diesem Zweck ein Glied
114, das bei 115 mit dem Hebel iio verzapft ist. Das untere Ende dieses Gliedes
114 ist bei 113 mit einem waagerechten Hebel 117 verzapft, der um 118 in bezug auf
den Rahmen schwingbar ist und dessen anderes Ende bei iig mit einem Glied i2o verzapft
ist, das bei 121 mit einem klinkenartigen Teil 1:22 drehbar verbunden ist, das durch
Vorsprünge der Musterkette oder anderer Musterteile gehoben wird. Auf diese Weise
wird der Haken oder die ähnliche Haltevorrichtung betätigt, und zwar zu beliebiger
Zeit je nach der Beeinflussung durch die Musterungsvorrichtung.
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Es sind zweckmäßig auch Vorrichtungen vorgesehen, durch die zu bestimmten
Zeiten die Bewegung der Mustertrommel 31 Vergrößert werden kann, wenn nämlich nur
eine geringe Anzahl von Vorsprüngen für die Musterung erforderlich ist, und zwar
indem bei dem im folgenden zu beschreibenden Ausführungsbeispiel das Sperrad 26
um zwei Zähne gleichzeitig von den Klinken gedreht wird anstatt nur um einen Zahn.
Zu diesem Zweck ist folgende Vorrichtung vorgesehen: Der die Klinke tragende Hebel
24 (Fig. 3, 5 und 8) besitzt eine Vierkantstange 123, mit welcher eine Schulter
12.+ der Klinke 125 zusammenwirkt,-welche bei i26 auf einer senkrechten Stange 120'
drehbar ist, die auf dem Hebel 23 befestigt ist. Die Klinke wird in ihrer
Innenlage durch eine Schraubenfeder 127 gehalten. die mit ihr und mit einem Stift
128 auf dem Maschinenrahmen verbunden ist. Diese Klinke 125 besitzt einen Finger
129, welcher gegen die dreizehnte oder unterste Scheibe 82 anliegt, d. i. diejenige
Scheibe, welche sich unter den zwölf eigentlichen Musterscheiben befindet. Die Scheibe
82 besitzt entsprechend angeordnete Vorsprünge, und wenn einer dieser Vorsprünge
die Klinke 125 um ihren Drehpunkt nach außen bewegt, hebt sich die Schulter 124
der Klinke von der Stange 123 ab, und der Klinkenträger kann sich weit genug zurückbewegen,
so daß bei jeder Bewegung der Klinke 27 diese und das Zahnrad. 26 um zwei
Zähne weiter bewegt.
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Wie sich aus Fig.18 ergibt, besitzen die Stößer 14 Vorsprünge 48,
jedoch an Stelle des aufrechten Fußes 5o (Fig. 17) besitzen die Stößer nunmehr einen
ebenfalls waagerecht nach- außen ragenden Fuß 5o'. Wenn einer der Schlitten 44.a
derart einwärts bewegt wird, daß er auf einen Vorsprung des Stößers 1,4 einwirkt,
so wird die Nase i4a mit ihrer geneigten Kante 14b auf der ebenfalls geneigten Oberfläche
14c des Platinenbettringes 13 gleiten, und die Schulter 5oa des Stößers 1.4 wird
mit dem Ende 5ob der Platine 15 in Berührung kommen, wie sich aus Fig. i9 ergibt.
Der Vorsprung 5o' des ausgewählten Stößers gleitet auf der inneren waagerechten
Fläche 5ia des Nockens Goa, und die Platine wird demzufolge in ihre Umkehrplattierlage
be-
wegt.
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In der Fig. 2o befinden sich die Vorsprünge .4e nicht an den Stößern,
sondern an den Platinen 15 selbst. Die Vorsprünge 48 der Platine 15 werden durch
einen der Schlitten 44.a ausgewählt, und die Platine 15 wird in Plattierl.age
durch den Vorsprung 5,b bewegt, welcher mit der waagerechten Fläche 5 ia des Nockens
c)oa in Berührung kommt (Fig. z1). Die Nase 14a befindet sich in diesem Falle ebenfalls
an der Platine 15 selbst, und die geneigte Fläche 14b derselben gelangt mit der
geneigten Fläche des Platinenbettringes i3 in Eingriff.
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Obwohl in der vorhergehenden Beschreibung Vorrichtungen beschrieben
wurden, durch die Umkehrplattierung erzeugt wird, können naturgemäß diese Vorrichtungen
auch zur Herstellung anderer Musterungen benutzt werden, beispielsweise zur Herstellung
voll F allmaschenarbeit oder anderen Maschenveränderungen, die durch die Verwendung
voll in bezug auf die Nadeln quer bewegten Teilen erzeugt werden, welche mit diesen
bei der Herstellung der Maschenänderung zusammenwirken. Die Erfindung bezieht sich
naturgemäß auf die Vorrichtung und das Verfahren sowohl bei Rundstrick- als auch
bei geraden oder sonstigen Strickmaschinen mit unabhängigen Nadeln.