DE615653C - Strickmaschine, insbesondere Rundstrickmaschine, zur Herstellung von Umkehrplattierung und andern Mustern - Google Patents

Strickmaschine, insbesondere Rundstrickmaschine, zur Herstellung von Umkehrplattierung und andern Mustern

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DE615653C
DE615653C DEH123927D DEH0123927D DE615653C DE 615653 C DE615653 C DE 615653C DE H123927 D DEH123927 D DE H123927D DE H0123927 D DEH0123927 D DE H0123927D DE 615653 C DE615653 C DE 615653C
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Description

  • Strickmaschine, insbesondere Rundstrickmaschine, zur Herstellung von Umkehrplattierung und andern Mustern Die Erfindung bezieht sich auf eine Strickmaschine, insbesondere Rundstrickmaschine, mit einer Einrichtung zur Herstellung von Mustern, beispielsweise Umkehrplattierung, bei der die Platinen zunächst eine Kippbewegung erfahren und dann verschoben werden.
  • Bei bekannten Maschinen dieser Art sind die Platinen und zugehörigen Stößer etagenweise angeordnet, und es befinden sich zwischen den Etagen besonders für sich senkrecht geführte Anschlagleisten für jedes Platinen-und Stößerpaar, die beim Vorschieben der Stößer angehoben werden und dadurch den Platinen eine Kippbewegung erteilen. Diese Anordnung ist außerordentlich kompliziert und daher nicht zuverlässig.
  • Auch sind Maschinen bekannt, bei denen die ausgewählten Wendeplatinen nur waagerecht nach innen vorgeschoben werden. Hier wirken zwei NTocken auf verschieden lange Platinenfüße zweier Platinensätze ein. Diese Konstruktion hat den Nachteil, daß sie nur auf eine geringe Anzahl von Platinenfußlängen beschränkt ist. Sobald nämlich eine größere Zahl Nocken zur Betätigung der Platinen %-ert%-eiidet «-enden würde, so würde die Einstellung jedes Nockens auf die verschiedenen Längen der Platinenfüße in der Praxis zu schwierig sein.
  • Es hat sich herausgestellt, daß bei der Aufteilung der Funktion des bisher bekannten Werkzeuges zum Auswählen und gleichzeitigen Vorschieben in die Arbeitsstellung eine größere Sicherheit und Genauigkeit der Auswahl erreicht wird. Dementsprechend ist zu diesem Zweck gemäß der Erfindung eine Auswahlvorrichtung vorgesehen und von dieser getrennt ein Vorschubnocken. Zur Erhöhung der Sicherheit befinden sich die Stößer bzw. Platinen, das letztere, falls Platinen und Stößer aus einem Stück bestehen, vor dem Auswählen in einer Schräglage, aus der sie am Schluß der Auswählbewegung in eine waagerechte Lage gelangen und damit erst in den Bereich des Vorschubnockens. Damit wird unbedingt sicher vermieden, daß nichtausgewählte Stößer bzw. Platinen in den Bereich des Vorschubnockens gelangen können.
  • Eine Rundstrickmaschine nach der Erfindung ist auf der Zeichnung beispielsweise veranschaulicht.
  • Fig. r zeigt eine rechte Seitenansicht der Rundstrickmaschine; Fig. z zeigt eine linke Seitenansicht der Maschine; Fig. 2a zeigt einen Winkelhebel als Einzelheit, und zwar mit Verbindungsstangen, die dazu dienen. diesem eine besondere Bewegung zu erteilen; Fig.3 zeigt den Strickkopf der Maschine im Grundriß; Fig. 4 zeigt den Strickkopf der. Maschine in Vorderansicht, Fig. ; eine linke Seitenansicht der Maschine, Fig.6 einen Grundriß der Vorrichtung, die dazu dient, die Umkehrplattiervorrichtung beim Stricken des Hackens und der Spitze außer Tätigkeit zu setzen, und zwar teilweise im Schnitt; Fig.7 ist ein senkrechter Schnitt auf der Linie 7-7 der Fig. 3 und zeigt die Musterungsvorrichtungen, durch die die Umkehrplattiervorrichtungen betätigt werden; Fig.8 zeigt im Grundriß die Vorrichtungen, durch die die Trommel der Plattiervorrichtungen gedreht werden; Fig. 9 zeigt im Grundriß die "Zoclcen .des Strickkopfes,. durch die die Platinen betätigt werden; Fig. io zeigt einen senkrechten Schnitt durch den Nadelzylinder des Platinennockenringes; Fig. i i zeigt eine Seitenansicht, und- zwar gegen den Strickkopf gesehen von der rechten Seite der Fig.3; Fig.l=2 und 13 zeigen im senkrechten Schnitt die Lage der ausgewählten und nichtausgewählten Platinen bei einem gewissen Punkt der Drehung des Platinenkopfes; Fig. 1d. und i.# sind ähnliche Darstellungen wie die Fig. 12 und 13; Fig. 16 ist ein Grundriß des Platinenrin.-ges; Fig. 17 ist eine perspektivische Darstellung der Stößer eines Musters.
  • Die Maschine besteht aus einem drehbaren Nadelzylinder i, der auf einem entsprechenden Tisch 2 ruht, welcher einen Teil des Rahmens 3 der Maschine bildet. Der Zylinder bei dieser Maschinenart wird in bekannter Weise bei der Herstellung des Längens und des Fußes eines Strumpfes gedreht und bei der Herstellung des Hackens und der Spitze desselben hin und her geschwungen. Die Vorrichtungen, durch die dem Nadelzylinder die Dreh- und Schwingbewegung erteilt wird, sind bekannter Art, so daß sie hier keiner weiteren Beschreibung bedürfen.
  • Es ist eine größere Anzahl von Fadenzuführungsv orrichtungen vorgesehen, so daß nicht nur die beiden Plattierfäden zugeführt werden, sondern auch noch andere Fäden nach Bedarf zugeführt werden können, beispielsweise einer oder mehrere .Fäden zur Herstellung der waagerechten Streifen, einer oder mehrere Fäden für die Herstellung des Hackens, einer oder mehrere Fäden für die Herstellung der Spitze und die Verstärkungsfäden für die Hochferse und die Sohle. Diese Fadenzuführungsvorrichtungen sind bekannter Bauart, so daß sie ebenfalls nicht besonders dargestellt und beschrieben zu werden brauchen.
  • Die Maschine besitzt unabhängige Nadeln, und zwar vorzugsweise Zungennadeln. Zu diesem Zweck ist die Maschine mit einem Zungenring .I ausgestattet (Fig, q.), der entsprechende Fadenschneid- und Klemmvorrichtungen aufweist und durch eine besondere Gelenkvorrichtung betätigt wird, und zwar durch die Einwirkung von Nocken oder durch direkte Anordnung der Gelenkvorrichtung auf der Welle6 der Hauptmustertrommel (Fig. i).
  • Die ganze Maschine wird von der Hauptantriebswelle 7 angetrieben, die die übliche Antriebsscheibe trägt und- auf der auch die entsprechenden Zahnräder aufgekeilt sind, beispielsweise das Zahnrad 8, das das große io.a.-Zahnrad 9 antreibt, welches auf der Welle io verkeilt ist. Von dieser Hauptwelle wird ebenfalls das Zahnradsegment i i (Fig. a) angetrieben, wodurch die Maschine bei dem Stricken des Hackens und der Spitze hin und her geschwungen wird. Die Maschine besitzt weiterhin die üblichen Nadelfinger 1a und 1a', die zum Mindern und Mehren dienen. Der Nadelzvlinder ist mit den bekannten Nuten versehen, in denen die Zungennadeln angeordnet sind. Am oberen Ende des Nadelzylinders befindet sich der Platinennockenring 13, der in seinem Oberteil, wie üblich, radiale Nuten entsprechend der Anzahl der Nadeln hat, die beliebig weit voneinander entfernt sein können, jedoch vorzugsweise ziemlich eng auf der Maschine angeordnet sind. In jeder dieser radialen Nuten befindet sich ein Stößer 1.4 und darüber eine Platine 15 (Fig.1: und i5 ).
  • Obwohl diese Platinen beliebige Gestalt besitzen können, bestehen sie jedoch vorteilhafterweise alle aus Umkehrplattierplatinen, so daß durch sie auf beliebigen Maschen LTmkehrplattierung hergestellt werden kann. Obwohl die Gestalt der Platinen beliebig sein kann, besitzen sie jedoch vorzugsweise obere Nasen 16, die derart gestaltet und angeordnet sind, daß auf .der Rückseite der Platinen Urnkehrplattierüng hergestellt wird.
  • Wie bereits erwähnt, können die Stößer und Platinen in ihren radialen Nuten Schwingbewegungen ausführen, und zwar unter der Einwirkung besonderer Nocken. Der Deckring 17 und der Bettring 13 können die übliche Gestalt besitzen. Der Deckring 17 «eist auf seiner Unterseite verschiedene Laufbahnen auf, in denen die sich nach oben erstreckenden Füße der Platinen laufen.
  • Im folgenden werden zunächst die Vorrichtungen beschrieben, durch die auf die Stößer und Platinen eingewirkt wird, so daß die letzteren durch die Platinennocken in bestimmter Weise betätig werden können, wie sich aus den Fig.3 bis 8 ergibt.
  • Auf einem Gehäuse i9 des Rahmens (Fig. _.) ruht eine Konsole 2o, die einen sich aufwärts erstreckenden Teil 21 besitzt, welcher die verschiedenen Teile der Musterungsvorrichtung trägt. Wie sich aus Fig.7 ergibt, ist eine senkrechte Welle 22 in- -einem waagerecht angeordneten Hebel 23 gelagert, wobei letzterer dazu dient, die Musterungsvorrichtungen bei der Herstellung des Hackens und der Spitze außer Tätigkeit setzen zu können. -Oberhalb des Hebels 23 befindet sich ein Klinkenträger 2..1 (Fig. 8), der durch eine Stange 25 in noch s p 'iter # zu beschreibender Weise betätigt wird.
  • Oi)erhalb dieses Klinkenträgers befin'#d'et sich ein Schaltrad 26, in das vorzugsweise zwei Klinken 27 und 28 eingreifen, .die in ihrer entsprechenden Lage durch Federn 29 gehalten werden (Fig. 8). Das Sperrad 26 ist durch drei Stifte 3o an einer Trommel 31 befestigt, welche ebenfalls mit der Welle 22 konatial angeordnet ist. Die Stifte 30 gehen durch U mfangssclilitze 3ra der Scheibe 31v hindurch, welche den Nocken 31c trägt, der dazu dient, die obere Klinke 27 auszulösen, wobei jedoch die untere Klinke 28 in Tätigkeit bleibt. Zu diesem Zweck ist die Scheibe 31b auf dem Umfang einstellbar. Wenn der Hacken und die Spitze gearbeitet wird, ist der Hebel 23 nach außen bewegt, und beide Klinken 27 und 28 befinden sich außer Eingriff, wobei die Klinke 28 durch ihren nach unten ragenden Stift 28a, welcher mit dem Nocken 28b auf dem Rahmen in Eingriff kommt, ausgelöst wird. Die Trommel 31 trägt eine bestimmte Anzahl übereinandergelegte Scheiben 32, bei der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsform beispielsweise zwölf, wobei die Anzahl derselben jedoch größer oder kleiner sein kann. Diese Scheiben bestehen vorzugsweise aus Metall und besitzen Vorsprünge 33, wie sich aus Fig. 3 ergibt. Jeder dieser Vorsprünge ist gefurcht oder genutet, wie bei 34 dargestellt, so daß diejenigen Vorsprünge, die für die Musterung nicht gebraucht werden, abgebrochen werden können. Es hat sich nämlich herausgestellt, daß, wenn diese Vorsprünge nicht gefurcht oder genutet sind, sie dann nicht mit Sicherheit genau quadratisch abbrechen. Fabrikmäßig wird jede Scheibe 32 mit sämtlichen Vorsprüngen hergestellt, und die Vorsprünge, welche bei den jeweiligen Scheiben nicht gebraucht werden, werden dann, bevor die Scheiben vereinigt werden, abgebrochen. Sämtliche Scheiben 32 besitzen eine Nut 32', in welche eine Feder der Trommel 31 eingreift (Fig. 3), und liegen auf einer Schulter 35 der Trommel oder des Ringes 31b auf und werden oben von einem Ring 36 gehalten, gegen den sich ein Reibring 37 drückt (Fig. 7). Der Reibring selbst wird durch einen deckelartigen Teil 38 gehalten, der mit Hilfe einer mittleren Schraube 39 an der Welle 22 befestigt ist. Dieser deckelartige Teil 38 besitzt drei Hülsen 40, in deren jeder sich ein kleiner Stift oder Kolben .41 entgegen der Wirkung einer Feder .I2 bewegt und mit seinem unteren Ende auf den Reibring 37 drüc1Lt. Der obere Teil der Hülse q.o wird durch einen Anschlagstift oder Schraube 4.3 verschlossen.
  • Die Vorsprünge der Scheiben 32 wirken auf in entsprechender Anzahl vorgesehene Schlitten .4., bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel zwölf, welche in zwei Gehäusen 45, 46 Längsbewegungen ausführen können (Fig. 3 und d). Jeder dieser Schlitten besitzt ein äußeres zugespitztes Ende 47 (Fig.3), und das innere Ende der Schlitten gelangt, wenn einer oder mehrere derselben mustergemäß beeinflußt wird, mit entsprechenden Vorsprüngen auf den Stößern in Eingriff, welche in bekannter Weise in den Radialnuten des Platinenringes angeordnet sind.
  • Jeder dieser Stößer 1.4 besitzt einen einzigen oder auch mehrere Vorsprünge:I8, deren Anzahl durch die Anzahl der Muster bestimmt ist. In den Fig. io und 12 bis 16 besitzen die Stößer beispielsweise zwölf Vorsprünge, welche in gleicher Ebene mit dem nach unten ragenden Teil 49 des Stößers liegen. Naturgemäß können die Vorsprünge :I8 der Stößer, welche bei der Musterung nicht gebraucht werden, ebenfalls abgebrocheri werden. Die Musterungsvorrichtungen können auf einem oder auch mehreren derartiger Vorsprünge der Stößer einwirken, und wenn mehrere derartiger Vorsprünge betätigt werden, können dies entweder zwei angrenzende Vorsprünge sein, oder sie können auch mehr oder weniger voneinander entfernt sein. In Fig. 17 ist eine Musterung dargestellt, wodurch jeder der Stößer zwei Vorsprünge 48 besitzt.
  • Bei der durch den Einfluß einer Scheibe 32 der Mustertrommel 31 bewirkten Einwärtsbewegung des Schlittens q.¢ wirkt dieser auf einen entsprechenden Vorsprung eines Stößers ein und erteilt diesem somit eine geringe Einwärtsbewegung. Jeder Stößer besitzt außer den Füßen 48 noch einen aufwärts gerichteten Fuß So und eine Schulter 5oa, welche, wie sich aus den Fig. 12 und 15 ergibt, wenn sie einwärts gestoßen wird, gegen das Ende 50b der Platine 15 stößt, welche mit dem Stößer, wie bereits erwähnt, in einer Nut liegt. Wenn ein Stößer 14 auf diese Weise ausgewählt und einwärts bewegt wird, stößt sein Fuß 50 gegen die innere senkrechte Kante 5 i -des Nockens 52 des Platinennockenringes. Wenn jedoch der Stößer nicht betätigt wird, dann gleitet sein Fuß 5o auf der Unterseite des Nockens 52 entlang, und die Schulter 5o des Stößers stößt nicht gegen das Ende 50U .der Platine 15. Auf diese Weise wird erreicht, daß das Nichtauswählen der Platinen zu den gewöhnlichen Zeiten und bei der Herstellung von Normalplattierung geschehen kann. Die ausgewählten Platinen werden an einem früheren Zeitpunkt einwärts bewegt, und auf ihnen wird Urnkehrplattierung hergestellt. Wie sich aus Fig.9 ergibt, ist das innere Ende jedes Schlittens4q. mit einer Spitze 53 versehen. jeder in der beschriebenen Weise ausgewählte Stößer gleitet an der inneren senkrechten Fläche 5 i des Nockens 52 entlang (Fig. 9) und wird durch diese Nockenkante radial einwärts bewegt, und zwar in genügendem Abstand vor dem Abwurfpunkt und bevor Normalplanierung hergestellt wird, um auf diese Weise Umkehrplattierung zu erzeugen. Wenn jedoch die Platine nicht zum Zwecke der Umkehrplattierung ausgewählt ist, wird sie an dem bestimmten Zeitpunkte .durch die Nockenkante 54. des Nockens 55 einwärts bewegt, welcher eine Verlängerung des konzentrischen Nockens 56 darstellt, durch den die äußere Wand der Laufbahn 57 gebildet wird.
  • Der einzelne Nocken 52 dient dazu, jeden ausgewählten Stößer einwärts zu bewegen. Diese-Anordnung eines einzelnen Nockens 52 zum Bewegen der Stößer ist getroffen und hat sich als äußerst brauchbar herausgestellt, so daß auf ,diese Weise die Nachteile beseitigt werden, die bisher mit der Verwendung einer größeren Anzahl von Stoßnocken verbunden waren, von denen jeder auf ausgewählte Werkzeuge einwirkte, deren Füße eine dem Stoßnocken angepaßte Länge besaßen. Die Verwendung einer größeren Anzahl von Stoßnocken erfordert eine äußerst genaue Einstellung der Nocken, Bei der vorliegenden Ausführungsform wirkt jedoch der einzige Nocken 52 auf sämtliche ausgewählten Stößer ein, und dieser Nocken 52 kann bei der beschriebenen Ausführungsform fest angeordnet sein.
  • Obwohl die Erfindung für die Verwendung bei Umkehrplattierung beschrieben wurde, so ist sie doch nicht auf diese Verwendungsform beschränkt, da nämlich derselbe Auswahlplan auch bei anderen Ausführungsformen Verwendung finden kann, beispielsweise bei der Herstellung von Fallmaschenware, als auch bei der Herstellung von Plüschstrickware, wenn es erforderlich ist, das Aussehen der Maschen in -irgendeiner Weise zu variieren.
  • Der Nocken 52 hat ein nach unten geneigtes Ende 58, wie sich aus Fig. i i ergibt, unter dem diejenigen Stößer, welche nicht ausgewählt wurden, gleiten, um die in Fig. 13 dargestellte Lage einzunehmen. Das gegenüberliegende Ende des Nockens 52 ist nach oben geneigt, wie bei 59 dargestellt, so daß die Stößer auf dieser geneigten Fläche wieder nach oben gleiten. An den Nocken 52 grenzt ein Nocken 6o an, welcher ihn berührt, wobei dieser zweckmäßig auf .dem Umfang verstellbar angeordnet ist, so daß die genaue Lage der inneren Kante, wenn es wünschenswert erscheint, eingestellt werden kann.
  • Die ausgewählten Stößer bewegen sich an der inneren Kante 6 1 des Nockens 6o entlang und bewegen daher die entsprechenden Platinen 15 nach innen, so daß die Füße 18 in die Nähe der Kante 62 des Nockens 63 gelangen und an ,dem Punkt 64. um ihren weitesten Betrag einwärts bewegt werden, wodurch Umkehrplattierung erzeugt wird. Dieser Punkt 6.4 liegt vor dem größeren Teil der Nockenkante 65, welche zu dem Punkt 66 führt, der den eigentlichen Abschlagpunkt darstellt und an dem diejenigen Platinen, welche durch ihre Stößer nicht ausgewählt würden, Normalplattierung erzeugen. Mit anderen Worten bewegen die in der beschriebenen Weise ausgewählten Stößer ihre Platinen auf .dem Umfang zu einem verhältnismäßig früheren Zeitpunkt einwärts als die Platinen, deren Stößer nicht ausgewählt wurden und auf denen dann Normalplattierung erzeugt wird.
  • Unter dem Platinennockenring befindet sich ein Ring 67, welcher zweckmäßig an dem Platinennockenring befestigt ist und welcher dazu dient, die Stößer auf dem ganzen Strickkopf herum zu unterstützen (Fig: 12 bis i5). An der Stelle 68 (Fig. i i) ist dieser Ring 67 unterbrochen, so daß .dort eine Spalte ententsteht, welche in ihrer Umfangslage genau dem -Nocken 52 entspricht. Sie befindet sich also an der Stelle, wo der feste Nocken 52 die nichtausgewählten Stößer herunterdrückt, so daß diese Stößer in diese Spalte 68 eintreten können und dann auf der geneigten Kante 69 derselben wieder auf die obere Kante 7o des Ringes 67 hinaufgleiten, auf der sie .dann getragen werden, bis sie oder auch andere nichtausgewählte Stößer wieder an die nach unten geneigte Kante 71 des Ringes 67 gelangen und dort wieder in die Spalte 68 eintreten.
  • In Fig. 17 ist eine beispielsweise Anordnung der Musterungsvorrichtung dargestellt, die in beliebiger Weise und in beliebiger Anzahl angeordnet sein kann. Dabei ist darauf hinzuweisen, daß Umkehrplattierung auf einer beliebigen Masche und in einem beliebigen Rundgange hergestellt werden kann, ohne auf die Herstellung von Normalplattierung oder Umkehrplattierung in anderen Maschen oder in vorhergehenden oder folgenden Rundgängen achten zu müssen. Weiterhin können gemäß der Erfindung umgekehrt plattierte Zonen hergestellt werden, die nur eine Masche breit sind und die ganz scharf umrissen werden können. In der Musterung wird auch eine große Sicherheit durch die Vorrichtung gemäß der Erfindung erreicht, besonders durch die Verwendung des einzelnen Nockens 52, der gleichmäßig auf alle ausgewählten Stößer einwirkt und demzufolge auch gleichmäßig auf alle Platinen der ausgewählten Stößer.
  • Wie bereits erwähnt, wirkt der Klinkenträger 24 auf das Zahnrad 26 durch die Klnlcen 27, 28 ein, und dieser Klinkenträger 24 wird, wie ebenfalls bereits erwähnt, durch die Stange 25 hin und her geschwungen, die, wie sich aus Fig. i ergibt, bei dem Punkt 7 2 mit dem oberen Ende eines senkrechten Hebels 3 verzapft ist, der bei dem Punkt 74. auf einer an dem Maschinenrahmen befestigten Konsole 75 drehbar . gelagert ist. An dem Hebel 73 ist eine Nockenplatte 76 befestigt, auf welche eine oder mehrere Rollen 77, die auf dem io4-Zahnrad 9 befestigt sind, einwirken. Zu diesem Zwecke trägt das io.,.-Zahnrad 9 auf einer Seitenfläche eine Platte 7()', auf der zwei Rollen 77 drehbar angeordnet sind, die gegen die Kante ; 8 der Nockenplatte 76 stoßen. Erforderlichenfalls können auch vier oder eine beliebige Anzahl Rollen verwendet werden.
  • Das obere Ende des Hebels 73 ist in einem Längsschlitz einer Stange 79 geführt, die an der Grundplatte 2 befestigt ist. Der Hebel 7 3 wird durch eine Feder So mit einem Stift 81 o. dgl. auf der Grundplatte verbunden, so daß auf diese Weise durch die Feder So der Hebel 3 und damit die -"Zockenplatte 76 in den Weg der Stifte oder Rollen 77 gezogen wird.
  • Auf diese oder ähnliche Weise wird die Trommel 31 mit den zwölf Scheiben 32 und einer Unterlegscheibe 82 schrittweise gedreht, so daß dadurch die verschiedenen Vorsprünge 33 der Scheibe 32 gegen die entsprechenden Schlitten 44 schlagen. Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel der Erfindung sind achtundvierzig Vorsprünge 33 auf jeder Scheibe 33 vorgesehen, wobei je nach der gewünschten Musterung diejenigen Vorsprünge, welche bei den einzelnen Scheiben nicht für die Musterung erforderlich sind, weggebrochen werden.
  • @\'enn die Maschine gemäß der Erfindung zur Herstellung von Hacken- oder Spitzenteilen Verwendung findet, wird der Hebel 23 und die von ihm getragenen Teile außer Berührung mit den Schlitten 44 gezogen, so daß diese Schlitten nicht beeinflußt werden. Zu diesem Zweck dient beispielsweise die folgende Vorrichtung, auf welche jedoch die Erfindung nicht beschränkt ist.
  • Der Hebel 23 (Fig. 6 und 7) ist drehbar bei 83 auf der Platte 2o gelagert und trägt die Stange 22, die Trommel und die anderen zugehörigen Teile. Dieser Hebel 23 besitzt einen bogenförmig gestalteten Schlitz 84, in welchen ein -Stift 85 hineinragt, und es ist eine einstellbare Anschlagschraube 86 vorgesehen, gegen welche sich der Hebel 23 legt, wenn er unter der Wirkung der Feder 86d in die Stellung gelangt, in welcher der- Längen und der Fuß gestrickt wird. Mit dem äußeren Ende des Hebels 23 ist bei 87 eine Stange 88 verzapft, die im einzelnen in Fig. 2a dargestellt ist. Diese Stange 88 ist bei 89 mit einem Arm eines Winkelhebels go drehbar verbunden, der selbst auf der Zungenringkonsole drehbar gelagert ist und dessen anderer Arm gi mit der nach unten -ragenden langen Stange 92 verzapft ist, die ihrerseits, wie sich aus Fig. 2 ergibt, bei 93 mit einem Arm eines Hebels 9.4 drehbar verbunden ist, welcher selbst auf dem Maschinenrahmen bei 95 gelagert ist und dessen anderes Ende die Gestalt eines Fingers 96 besitzt, der auf einem Hacken- oder Fersennocken 97 und auf einem Spitzennocken 98 gleitet, die auf einer auf der Welle 6 angeordneten Trommel 98' vorgesehen sind. Die Bauart ist dabei derart getroffen, daß sowohl bei der Hacken- und Spitzenarbeit die Mustertrommel 31 mit den Scheiben 32 außer Tätigkeit gesetzt wird und bei dem übergang zum Rundstricken wieder wirksam "vir d.
  • Es sind Vorrichtungen vorgesehen, durch die die Drehbewegung der Trommel 31 mit den :Musterscheiben 32 verhindert wird, wenn sie bei der Herstellung des Hackens unwirksam ist. Obwohl zu diesem Zweck beliebige Vorrichtungen vorgesehen sein können, hat sich als besonders zweckmäßig die in Fig. 5 dargestellte Vorrichtung erwiesen, welche aus einem Haken 99 besteht, der gegen eine Kante ioo des die Klinke tragenden Hebels 24. stößt. Um den Halsen 99 in eine Stellung heben zu können, in der er gegen die Kante ioo des Hebels 24 anzuschlagen vermag, ist er auf einem Hebel ioi angeordnet oder besteht mit diesem aus einem Stück, der selbst bei io2 auf einem beliebigen Rahmenteil drehbar gelagert ist. Dieser Hebel ioi besitzt einen Stift io3, welcher in die gabelförmig gestalteten Enden io4 eines anderen Hebels io5, der bei io6 gelagert ist, eingreift, wobei das entgegengesetzte Ende 107 dieses Hebels io5 mit einer senkrechten Stange io8 verzapft ist, die, wie sich aus Fig. i ergibt, an ihren unteren Ende bei ioc) an einem um i i i drehbaren Hebel i io verzapft ist. Der Hebel i io besitzt einen Finger 112, der in den Weg eines Nockens 113 ragt, so daß auf diese Weise der Haken 99 bei Beendigung der Hacken-und Spitzenarbeit außer Tätigkeit gezogen wird. Es sind weiterhin Vorrichtungen vorgesehen, durch die der Hebel i io betätigt wird, und zwar dient zu diesem Zweck ein Glied 114, das bei 115 mit dem Hebel iio verzapft ist. Das untere Ende dieses Gliedes 114 ist bei 113 mit einem waagerechten Hebel 117 verzapft, der um 118 in bezug auf den Rahmen schwingbar ist und dessen anderes Ende bei iig mit einem Glied i2o verzapft ist, das bei 121 mit einem klinkenartigen Teil 1:22 drehbar verbunden ist, das durch Vorsprünge der Musterkette oder anderer Musterteile gehoben wird. Auf diese Weise wird der Haken oder die ähnliche Haltevorrichtung betätigt, und zwar zu beliebiger Zeit je nach der Beeinflussung durch die Musterungsvorrichtung.
  • Es sind zweckmäßig auch Vorrichtungen vorgesehen, durch die zu bestimmten Zeiten die Bewegung der Mustertrommel 31 Vergrößert werden kann, wenn nämlich nur eine geringe Anzahl von Vorsprüngen für die Musterung erforderlich ist, und zwar indem bei dem im folgenden zu beschreibenden Ausführungsbeispiel das Sperrad 26 um zwei Zähne gleichzeitig von den Klinken gedreht wird anstatt nur um einen Zahn. Zu diesem Zweck ist folgende Vorrichtung vorgesehen: Der die Klinke tragende Hebel 24 (Fig. 3, 5 und 8) besitzt eine Vierkantstange 123, mit welcher eine Schulter 12.+ der Klinke 125 zusammenwirkt,-welche bei i26 auf einer senkrechten Stange 120' drehbar ist, die auf dem Hebel 23 befestigt ist. Die Klinke wird in ihrer Innenlage durch eine Schraubenfeder 127 gehalten. die mit ihr und mit einem Stift 128 auf dem Maschinenrahmen verbunden ist. Diese Klinke 125 besitzt einen Finger 129, welcher gegen die dreizehnte oder unterste Scheibe 82 anliegt, d. i. diejenige Scheibe, welche sich unter den zwölf eigentlichen Musterscheiben befindet. Die Scheibe 82 besitzt entsprechend angeordnete Vorsprünge, und wenn einer dieser Vorsprünge die Klinke 125 um ihren Drehpunkt nach außen bewegt, hebt sich die Schulter 124 der Klinke von der Stange 123 ab, und der Klinkenträger kann sich weit genug zurückbewegen, so daß bei jeder Bewegung der Klinke 27 diese und das Zahnrad. 26 um zwei Zähne weiter bewegt.
  • Wie sich aus Fig.18 ergibt, besitzen die Stößer 14 Vorsprünge 48, jedoch an Stelle des aufrechten Fußes 5o (Fig. 17) besitzen die Stößer nunmehr einen ebenfalls waagerecht nach- außen ragenden Fuß 5o'. Wenn einer der Schlitten 44.a derart einwärts bewegt wird, daß er auf einen Vorsprung des Stößers 1,4 einwirkt, so wird die Nase i4a mit ihrer geneigten Kante 14b auf der ebenfalls geneigten Oberfläche 14c des Platinenbettringes 13 gleiten, und die Schulter 5oa des Stößers 1.4 wird mit dem Ende 5ob der Platine 15 in Berührung kommen, wie sich aus Fig. i9 ergibt. Der Vorsprung 5o' des ausgewählten Stößers gleitet auf der inneren waagerechten Fläche 5ia des Nockens Goa, und die Platine wird demzufolge in ihre Umkehrplattierlage be- wegt.
  • In der Fig. 2o befinden sich die Vorsprünge .4e nicht an den Stößern, sondern an den Platinen 15 selbst. Die Vorsprünge 48 der Platine 15 werden durch einen der Schlitten 44.a ausgewählt, und die Platine 15 wird in Plattierl.age durch den Vorsprung 5,b bewegt, welcher mit der waagerechten Fläche 5 ia des Nockens c)oa in Berührung kommt (Fig. z1). Die Nase 14a befindet sich in diesem Falle ebenfalls an der Platine 15 selbst, und die geneigte Fläche 14b derselben gelangt mit der geneigten Fläche des Platinenbettringes i3 in Eingriff.
  • Obwohl in der vorhergehenden Beschreibung Vorrichtungen beschrieben wurden, durch die Umkehrplattierung erzeugt wird, können naturgemäß diese Vorrichtungen auch zur Herstellung anderer Musterungen benutzt werden, beispielsweise zur Herstellung voll F allmaschenarbeit oder anderen Maschenveränderungen, die durch die Verwendung voll in bezug auf die Nadeln quer bewegten Teilen erzeugt werden, welche mit diesen bei der Herstellung der Maschenänderung zusammenwirken. Die Erfindung bezieht sich naturgemäß auf die Vorrichtung und das Verfahren sowohl bei Rundstrick- als auch bei geraden oder sonstigen Strickmaschinen mit unabhängigen Nadeln.

Claims (3)

  1. PATrNTANSPLZÜCHE: i. Strickmaschine, insbesondere Rundstrickmaschine, mit einer Einrichtung zur Herstellung von Umkehrplattierung und anderen Musterungen, bei der die Platinen durch Stößer oder die Platinen unmittelbar zunächst eine Kippbewegung erfahren und dann verschoben werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Stößer (14) mit den auf ihnen ruhenden Platinen (15) oder die Platinen allein bei dem durch Wählnocken (44) bewirkten Vorschieben aus einer schräg nach außen geneigten Stellung in die Waagerechte gekippt werden und hierbei mit ihren Füßen (5o bzw. 5o') vor einen relativ zur Führungsbahn der Stößerfüße fest angeordneten Nocken (52) gelangen, durch welchen den Stößern und durch diese den Platinen oder, den Platinen unmittelbar die für die Fadenwendung erforderliche Sonderbewegung erteilt wird, während in der geneigten Lage die Stößer- bzw. Platinenfüße unter diesem Nocken vorbeigehen.
  2. 2. Strickmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die auf dem Platinenbett (13) kippbar gelagerten Stößer (1q.) oder die Platinen allein beiderseits des Nockens (52) durch Auflage ihrer abgewinkelten Schenkel (49) auf einem festen, unterhalb des Nockens (bei 68) unterbrochenen Laufring (67) in waagerechter Stellung gehalten, aber durch den an beiden Enden mit Auflaufschrägen (58, 59) versehenen Nocken gegenüber den Stoßnocken (q4) nach unten gekippt werden.
  3. 3. Strickmaschine nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß entweder die Randkante des Laufringausschnittes (68) mit einer Schräge (71) für den radialen Auflauf der Stößerschenkel (q.9) bzw. der Platinen oder die obere Randkante des Platinenbettes (13) mit einer Schräge (14.e) für den radialen Auflauf der mit einem Auflaufansatz (1¢a) versehenen Stößerschäfte (1q.) bzw. Platinen versehen ist.
DEH123927D 1929-07-29 1929-10-30 Strickmaschine, insbesondere Rundstrickmaschine, zur Herstellung von Umkehrplattierung und andern Mustern Expired DE615653C (de)

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