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Komplementärschaltwerk für Registrierkassen oder Rechenmaschinen mit
ebenem Tastenfeld Es ist bekannt, bei Registrierkassen aus einem Schaltglied und
einem zu diesem komplementär bewegten Hilfsschaltglied bestehende Schaltwerke zu
verwenden. Besitzt die Registrierkasse ein ebenes Tastenfeld und werden Haupt- und
Hilfsschaltglied von entgegengesetzten Seiten her an den Fuß der gedrückten Taste
herangeführt, so entsteht die Aufgabe, mit Rücksicht auf die Abmessungen der Maschine
den Hub des Schaltwerkes möglichst gering zu halten. Besitzen Haupt- und Hüfsschaltglied
je nur einen Absatz für das Zusammenwirken mit dem Fuß der gedrückten Taste, so
ist es praktisch unmöglich, diese Absätze unmittelbar mit den Tastenfüßen zusammenarbeiten
zu lassen, weil -sonst der Hub des Schaltwerkes zu groß werden würde.
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Man hat sich deshalb so geholfen, daß die Tasten sog. Anschlagglieder
einstellen, die weitaus dichter nebeneinanderliegen, als es für die Tasten möglich
ist. (Eine derartige Einrichtung zeigen z. B. die Patentschriften 416 831 und q.21
q.11.) Anderseits hat man aber auch die Möglichkeit, für jede Taste einen Vorsprung
auf dem Haupt- und dem Hilfsschaltglied vorzusehen und die einzelnen Vorsprünge
so anzuordnen, daß sie in der Ruhelage des Schaltwerkes verschieden weit von den
zugehörigen Tasten entfernt sind- In einem solchen Falle würde der Hub des Schaltwerkes
dem Abstand zweier Tasten voneinander entsprechen. Die für die Einstellung des Druckwerkes
und der Anzeigevorrichtung sowie für die Fortschaltung des Addierwerkes zur Verfügung
stehende Bewegung beträgt also für eine Einheit ein Neuntel des Tastenabstandes.
Es besteht die Gefahr, daß eine derart kleine Bewegung eine genaue Einstellung und
Fortschaltung nicht gewährleisten. kann.
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Dieser Einrichtung gegenüber ist durch die Erfindung der Hub des Schaltwerkes
so vergrößert, daß eine einwandfreie Einstellung des Druckwerkes und der Anzeigevorrichtung
sowie eine einwandfreie Fortschaltung des Addierwerkes erzielt wird, ohne daß die
Abmessungen der Maschine eine übermäßige Vergrößerung erfahren. Sie besteht darin,
daß der Hub des Schältwerkes einem mehrfachen, insbesondere doppelten Tastenabstand
entspricht. `Dieser Gedanke läßt sich z. B. so verwirklichen, daß die mit J en Tasten
zusammenarbeitenden Vorsprünge des Haupt- und des Ifilfsschaltgliedes sowie die
zugehörigen Fortsätze der Tasten abwechselnd in verschiednen Ebenen liegen.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellir
und zwar zeigt Fig. 1 eine Seitenansicht eines mit einer Betragstastenreihe zusammenarbeitenden
Schaltwerkes und der Anzeigevorrichtung, Fig. 2 eine Seitenansicht der Addierwerkseinrückvorx`ichtung,
Fig. 3 eine perspektivische Ansicht eines zur Einstellung der Anzeigevorrichtung
dienenden Anschlagarmes, Fig. 4 eine Draufsicht auf
eine Reihe von
Betragsschaltwerken und Anzeigevorrichtungen, Fig.5 einen Querschnitt durch eine
Betragstastenreihe und das mit ihr zusammenarbeitende Schaltwerk entsprechend der
Linie 5-5 'der Fig. i, Fig. 6 einen Querschnitt entsprechend der Linie 6-6 der Fig.
i, Fig. 7 eine Seitenansicht des Schaltwerkes nach erfolgter Einstellung durch eine
gedrückte Taste, Fig. 8 eine Seitenansicht des Schaltwerkes nach erfolgter Einstellung
bei nicht gedrückter Taste und Fig. 9 eine Einzelheit der Auslösevorrichtung für
die Betragstasten.
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Die Tastenbänke 2o (Fig. 5) besitzen U-förmige Gestalt und sind zur
Aufnahme der Schäfte der Tasten 2,1 mit entsprechenden Aussparungen versehen. Das
untere Ende jeder Tastenbank 2o (Fig. x) weist eine Aussparung auf, die in eine
Ringnut der Querstange 221 eintreten kann. Das obere Ende jeder Tastenbank ist hakenförmig
ausgebildet und greift in eine Ringnut der Querstange 22 (Fig. i und 8). Innerhalb
einer jeden Tastenbank ist eine mit Haken 26 versehene Sperrschiene 25 (Fig. 5 und
8) in zwei Führungsstücken 23 verschiebbar angeordnet. Die Sperrschiene 25 erstreckt
sich durch rechteckige Ausnehmungen 27 der Tastenschäfte hindurch. Wird eine Taste
2i entgegen der Kraft ihrer Belastungsfeder 29 (Fig. 5) gedrückt, so wird die Sperrschiene
25 durch das Zusammenwirken der oberen Kante der Ausnehmung 27 mit der Schrägfläche
des zugehörigen Hakens 26 entgegen der Kraft ihrer Belastungsfeder 3o nach rechts
(Fig. 7) geschoben. Ist die Taste 9,1 ganz niedergedrückt worden, so ist eine rechteckige
Ausnehmung 3i in die Bahn des Hakens 26 gelangt. Infolgedessen kann die Feder 3o
die Sperrschiene 25 nach links zurückholen, wobei der Haken 26 in die Ausnehmung
31 eingreift und die Taste 21 in der gedrückten Lage festhält.
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Unterhalb der Tastenbänke befinden sich zwei Querstangen 32 (Fig.
7 und 8), an denen mit Einkerbungen versehene Führungsplatten 33 befestigt sind.
Die Platten 33 dienen zur Führung der als Schienen ausgebildeten Schaltglieder 34,
deren Vorsprünge 36 mit den Tastenfüßen zusammenarbeiten. Von den neun Vorsprüngen
36 ist jeder zweite aus der Ebene des Schaltgliedes 34 herausgebogen (Fig. 4 und
5). Aus der Fig.4 ergibt sich, daß sowohl der der obersten, neun Einheiten darstellenden
Taste zugeordnete Vorsprung 360 (Fig. i) als auch der der untersten, eine Einheit
darstellenden Taste zugeordnete Vorsprung 36, in der Ebene des Schaltgliedes
34 liegen. Daraus folgt, daß alle Vorsprünge 36 mit geraden Indices nicht aus der
Ebene des Schaltgliedes 34 herausgebogen sind.
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Die Vorsprünge 36 des Schaltgliedes 34 arbeiten mit Fortsätzen 37
(Fig. 5) der Tastenfüße zusammen. Diese liegen entweder in der Ebene des Schaltgliedes
34 oder in der Bahn der abgebogenen Vorsprünge 36 (reit ungeraden Indices). Der
Grund, weshalb die Vorsprünge 36 und die Fortsätze 37 in verschiedenen Ebenen angeordnet
sind, liegt in dem Bestreben, das Schaltglied 34 eine größere Bewegung ausführen
zu lassen, als dem Abstand zweier Tasten entspricht.
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Jedem Schaltglied 34 ist ein Hilfsschaltglied 38 zugeordnet, das ebenso
wie das Schaltglied 34 mittels rechteckiger Längsschlitze auf den Querstangen 32
geführt ist. Das Hilfsschaltglied 38 wird im entgegengesetzten Sinne bewegt wie
das Schaltglied 34 und besitzt acht Vorsprünge 391 bis 39, (Fig. 4), die
ebenso wie die Vorsprünge 36 des Schaltgliedes 34 abwechselnd in verschiedenen Ebenen
liegen. Die Vorsprünge 391 bis 39, arbeiten mit Förtsätzen 40 der Tastenfüße
(an den Tasten = bis 8) zusammen (Fig. 5).
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Für die neunte Taste ist auf dem Hilfsschaltglied 38 kein Vorsprung
vorgesehen, da die Bewegung des Hilfsschaltgliedes 38 durch die Länge der Führungsschlitze
bestimmt ist. Für das Hauptschaltglied 34 darf natürlich der der Taste 9 zugeordnete
Vorsprung 36, nicht fehlen; da dieser bei gedrückter Taste 9 eine Bewegung
des Hauptschaltgliedes 34 verhindert. In diesem Falle muß das Hilfsschaltglied 38
neun Schaltschritte auf das Addierwerk übertragen. Da ein Komplementschaltwerk insgesamt,
also Haupt- und Hilfsschaltwerk zusammen, nur neun Schaltschritte ausführen kann,
so darf das Hauptschaltglied 34 sich überhaupt nicht bewegen, wenn das Hilfsschaltglied
38 allein. schon neun Schaltschritte machen soll. Aus diesem Grunde ist es auch
erforderlich, daß die Taste 9 tatsächlich gedrückt wird. Ein zweiter Grund, der
das Drücken der Taste 9 erforderlich macht, ist das Ausrücken der Nullanschlagklinke
58, die sonst hinter den Vorsprung 398 des Hilfsschaltgliedes 38 greifen
und jede Bewegung des Hilfsschaltgliedes 38 verhindern würde.
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Zum Antrieb der Maschine dient eine Handkurbel 41: (Fig. i), die mit
einem Zahnrad 42 verbunden ist. Das Zahnrad 42 steht mit einem auf der Welle 44
befestigten Zahnrad 43 in Eingriff. Die Durchmesser der beiden Zahnräder 42 und
43 verhalten sich so zueinander, daß eine Umdrehung der Welle 44 zwei Kurbelumdrehungen
entspricht. Auf der Welle 44 sind ferner zwei Kurvennutscheiben 45 befestigt, in
deren Kurvennuten die Rollen zweier auf der Welle 53 drehbarer Hebel 46, 47 geführt
sind (Fig. 4). Die beiden Hebel 47 sind durch eine Stange 48 miteinander verbunden,
die eine Reihe von Rollen 481 und Distanzringen 482 trägt. Die Rollen 48= sind in
Kurvenschlitzen 49 von Hubplatten 5o geführt, von denen jede mittels eines Stiftes
51 an ein. Schaltglied 34 angelenkt ist. Jede Hubplatte 50 ist mit einem
hakenförmigen
Teil versehen, der normalerweise über die Welle 53
greift.
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Jede Hubplatte 50 ist mit einem Kurvenschlitz-54 versehen,
dessen unteres und oberes Ende 55 konzentrisch zu den Drehzapfen 51 ausgebildet
ist. In diesem Kurvenschlitz ist der Stift 56, der sich an einem Ansatz 57 des Hilfsschaltgliedes
38 befindet, geführt. Das Hilfsschaltglied 38 ist normalerweise durch eine dreiarmige
Nullanschlagklinke 58 gesperrt, deren Stift 59 sich unter Wirkung einer Feder gegen
die obere Stirnfläche der Sperrschiene 25 legt. Ein Arm der Nullanschlagklinke 58
ist mit einer Abbiegung 6o versehen, die normalerweise hinter den Vorsprung
398 des Hilfsschaltgliedes 38 greift.
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Wird keine Taste 21 in der zugehörigen Reihe gedrückt, so bleibt die
Nullanschlagklinke 58 in ihrer Normallage und verhindert eine Abwärtsbewegung des
Hilfsschaltgliedes 38. Wird jetzt die Kurbel 41 und damit die Hauptwelle 44 gedreht,
so schwingen die Kurvennutscheiben 45 die Stange 48 aufwärts, die die Hubplatten
50 aus der Stellung nach Fig. x in die Stellung nach Fig. 8 bringt, sie also um
den Zapfen 51 im Gegenzeigersinne dreht. Schon zu Beginn dieser Gegenzeigerdrehung
der Hubplatte 50 gelangt der hakenförmige Teil 52 außer Eingriff mit der
Welle 53. Da eine Bewegung des Hilfsschaltgliedes 38 durch die Nullanschlagklinke
58 verhindert ist, bewegt der mit dem Hilfsschaltgliede 38 feststehende Stift 56
während seines Gleitens in dem Kurvenschlitz 54 die Hubplatte 50 mit dem
Schaltglied 34 nach rechts, bis er in der Stellung nach Fig. 8 angekommen ist, in
der die Schaltglieder 34 ihren größten, durch die Länge ihrer Schlitze bestimmten
Hub, also eine Bewegung von neun Schritten, ausgeführt haben.
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Angenommen, es sei in der Tastenreihe die Taste 5 gedrückt, so ist
die Sperrschiene 25 um ein kleines Stück nach rechts oben bewegt, das ausreicht,
um mittels des Stiftes 59 die Nullanschlagklinke 58 im Uhrzeigersinne zu drehen
und die Abbiegung 6o aus der Bahn des Vorsprunges 398 des Hilfsschaltgliedes 38
zu entfernen (Fig. z und 7). Wird jetzt während eines Kassenganges die Stange 48
angehoben, wird das Schaltglied 34 in der gleichen Weise bewegt wie vorher. Da jedoch
das Hilfsschaltglied 38 durch die Nullanschlagklinke 58 nicht gesperrt ist, wird
durch das Zusammenwirken des Kurvenschlitzes 54 mit dem Stift 56 das Hilfsschaltglied
38 abwärts bewegt, bis sich sowohl der Vorsprung 364 des Schaltgliedes 34 als auch
der Vorsprung 39b des Hilfsschaltgliedes38 gegen den Fuß der gedrückten Taste 5
legen. Ist dies eingetreten, so hat das Schaltglied 34 vier und das Hilfsschaltglied
38 fünf Bewegungsschritte ausgeführt. Die Bewegung des -Hilfsschaltgliedes 38 entspricht
also dem Wert der gedrückten Taste. Während des zweiten Teiles des Kassenganges
wird die Stange 48 in die Stellung nach Fig. r zurückgebracht. Dadurch werden die
Schaltglieder 34 und die Hilfsschaltglieder 38 im entgegengesetzten Sinne bewegt,
bis. sie ihre Ruhelage wieder eingenommen haben. Beider Rückführung der Hubplatte
50 greift der Haken 52 wieder über die Welle 53. Zur Erleichterung dieses Eingriffes
sind zu beiden Seitendes Hakenmaules Schrägflächen 52= und 522 angeordnet, die bei
der Uhrzeigerdrehung der Hubplatte 50 mit der Welle 53 zusammenarbeiten.
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Um gegen Ende des Maschinenganges die gedrückte Betragstaste 21 auszulösen,
muß der Haken 26 der Sperrschiene 25 aus der Aussparung 3= entfernt werden. Zu diesem
Zwecke ist auf der Welle 74 (Fig. 9) eine Kurvennutscheibe 261 befestigt, in deren
Kurvennut ein Stift eines auf der Welle 7o drehbaren Winkelhebels 262 geführt ist.
Der Winkelhebel 262 ist durch eine Stange 263 mit einem auf der Welle 7o drehbaren
Arm (nicht dargestellt) zu einem Rahmen verbunden. Die Stange 263 liegt in der Bahn
der unteren Enden 251 der Sperrschienen 25. Gegen Ende des Maschinenganges wird
der Winkelhebel 26z im Uhrzeigersinne ausgeschwungen. Dabei schiebt die Stange 263
sämtliche Sperrschienen 25 aufwärts und gibt dadurch die gedrückten.; Tasten frei,
die unter Wirkung ihren' Federn 2 j in die Ruhelage zurückkehren.
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Das Hilfsschaltglied 38 ist mit einer Verzahnung 65 (Fig. z) versehen,
die mit dem Ritzet 66 eines Addierrades 67 zusammenarbeiten kann. Die Addierräder
67 sitzen drehbar auf einer Welle 73, die in einem ausschwenkbaren Rahmen 68 (Fg.
2) gelagert ist. Um die Ritzet 66 der Addierräder 67 in die Verzahnungen 65 der
Hilfsschaltglieder 38 einzurücken, ist auf der Welle 74 eine Kurvennutscheibe 71
befestigt, in deren Kurvennut ein Stift eines auf der Welle 70 drehbaren Winkelhebels
69 geführt ist. - Der Winkelhebel 69 ist mit einem bajonettförmigen Kurvenschlitz
72 versehen, in den die Addierwerkswelle 73 hineinragt. Die Welle 74 (Fig. x) erhält
ihren Antrieb von dem mit der Kurbel 41 verbundenen Zahnrad 42 aus über die Zwischenräder
76 und 77 und das auf der Welle 74 befestigte Zahnrad 75. Die Addierräder 67 können
mit den Verzahnungen 65 in Eingriff gebracht werden, bevor -die Hilfsschaltglieder
38 ihre Bewegung-begonnen haben oder bevor sie sich anschicken, in die Ruhelage
zurückzukehren. Die Wahl zwischen beiden Möglichkeiten ist in das Belieben des Konstrukteurs
gestellt. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel hat man sich für die letzte
der beiden -Möglichkeiten entschieden.
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Aus einer Betrachtung der Form der Kurvennuten der Scheiben 45 und
7z_(Fig. r, 2 und 7) ergibt sich, däß ein Kassengang in drei urige=
fähr
gleich große Abschnitte zerlegt ist. Während des ersten Drittels heben die Scheiben
45 die Stange 48 und bewirken dadurch die Einstellbewegung der Schaltglieder 34
und der Hilfsschaltglieder 38; während des zweiten Drittels führen die Scheiben
45 die Stange 48 in ihre Ruhelage zurück, und während des dritten Drittels werden
die Stifte der Hebel 46, 47 in einem konzentrischen Teil der Kurvennuten der Scheiben
45 geführt. Bei der Kurvennut der Scheibe 71 ist das zweite Drittel konzentrisch
ausgebildet, während im ersten und im dritten Drittel eine Schwenkung des Addierwerkrahmens
stattfindet. Die Tatsache, daß während des dritten Drittels eine Bewegung der Schaltwerke
nicht mehr stattfindet, erklärt 'sich daraus, daß während dieses Zeitabschnittes
die Zehnerschaltvorrichtung arbeiten muß. Die Zehnerschaltvorrichtung ist im einzelnen
nicht dargestellt. In der Fig. i sind lediglich die zum Antrieb der Zehnerschaltvorrichtung
dienenden, auf der Welle 74 befestigten Hubscheiben 107
erkennbar, die mit
den Rollen von auf der Welle 7o drehbaren Winkelhebeln =o8 zusammenarbeiten.
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Im Innern jeder Tastenbank 2o ist eine Ausrichtplatte 8o mittels Schrauben
81 befestigt (Fig. i), in deren Zahnlücken 79 Ausrichtzähne 78 der Hubplatte
50 eiptreten können. Nach Lösen der Schrauben 81 kann die Ausrichtplatte
8o auf diesen verschoben werden, um eine genaue Einstellung zu ermöglichen, die
ein reibungsloses Eintreten der Zähne 78 in die Zahnlücken 79 gestattet. Anzeigevorrichtung
Jedes Hilfsschaltglied 38 besitzt -an seinem oberen Ende einen Längsschlitz 85,
in den ein Stift 86 (Fig. i und 4) einer Zahnstange 87 eingreift. Jede Zahnstange
87 steht in Eingriff mit einem Ritzel88, das mit einer Hubtrommel 89
verbunden
ist. Eine Sperrklinke g= greift in eine Zahnlücke des Ritzels 88 ein und hält dadurch
die Hubtrommel kraftschlüssig in der eingestellten Lage fest.
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Fig. i zeigt die Stellung, die die Teile einnehmen, wenn während des
vorhergegangenen Kassenganges in der Tastenreihe keine Taste gedrückt worden ist.
Wird nun das Hilfsschaltglied 38 während des nun folgenden Kassenganges entsprechend
dem Wert der gedrückten Betragstaste abwärts bewegt, so nimmt es mittels des Schlitzes
85 und des Stiftes 86 die Zahnstange 87 mit und stellt über das Ritzel 88 die Kurvennuttromme189
entsprechend ein. Ist dagegen der Stift 86 vom vorherigen Kassengang so eingestellt,
daß er beim folgenden nicht durch das Ende des Schlitzes 85 erfaßt wird, so arbeitet
die obere Stirnfläche des Schaltgliedes 34 mit dem Stift 86 zusammen und bringt
die Zahnstange 87 in die gewünschte Stellung. Das rechte Ende des Schlitzes 85 und
die obere Stirnfläche des Schaltgliedes 34 legen sich jeweils von beiden Seiten
her gegen den Stift 86 in ähnlicher Weise wie die Vorsprünge 36 und 39 gegen den
Fuß der gedrückten Taste. Da die Sperrklinke g= das Ritzel 88 kraftschlüssig in.
der eingestellten Lage festhält, bleibt die Rückkehrbewegung des Schaltgliedes 34
und des Hilfsschaltgliedes 38 in die Ruhelage auf die Zahnstange 87 ohne Einfluß.
Infolgedessen wird bei jedem Kassengailg die Anzeigevorrichtung aus ihrer bisherigen
Stellung unmittelbar in die neue übergeführt, ohne daß sie erst auf Null zurückgestellt
zu werden braucht.
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Die Hubtrommel 89 ist mit einer Kurvennut go versehen, in der eine
Rolle gio eines an dem Querstück 93 drehbaren Anschlagarmes 92 geführt ist. Das
obere Ende des Armes 92 ist mit einer Abbiegung versehen (Fig. 3), die mit einer
Reihe von auf dem Umfang der Anzeigetrommel 95 befindlichen Anschlagstiften 94 zusammenarbeitet.
Die Anschlagstifte 94 sind in verschiedener Entfernung von den Kanten auf dem Umfang
der Anzeigetrommel95 angeordnet. Infolgedessen befindet sich die Abbiegung des Armes
92 in ihren verschiedenen Stellungen immer nur in der Bahn eines einzigen der Anschlagstifte
94.
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Das auf der Hauptwelle 44 befestigte Zahnrad 43 (Fig. i) steht über
die Zwischenräder 96 und 97 mit einem auf dem Zapfen 981 drehbaren Zahnrad 98 in
Eingriff. Mit dem Zahnrad 98 ist eine Scheibe 99 verbunden, die nur zur Hälfte mit
Zähnen versehen -ist und mit einem auf der Welle ioi befestigten Ritzel ioo zusammenarbeitet.
Das Ritzel ioo besitzt einen verbreiterten Teil =o6, der mit dem zahnlosen Teil
der Scheibe 99 zusammenarbeitet und da durch die Welle ioi gegen Drehung sichert.
Die Übersetzungen sind so gewählt, daß bei einer vollen Umdrehung der Hauptwelle
44 auch die Scheibe 99 sich einmal ganz dreht. Erst wenn die Scheibe 99 eine halbe
Umdrehung ausgeführt hat, kommt ihre Verzahnung mit der Verzahnung des Ritzels ioo
in Eingriff. Die Welle ioi wird also während der zweiten Hälfte des Kassenganges
einmal im Gegenzeigersinne gedreht.
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Auf der Welle ioi sind eine Anzahl von Buchsen =o2 (Fig. 4) befestigt,
von denen jede mit einem aus abgebogenen, federnden, radialen Armen 103 bestehenden
Stern verbunden ist. Die radialen Arme 103 legen sich gegen die Seitenwand der Anzeigetromme195.
Die zwischen den Armen 103 und der Anzeigetrommel 95 auftretende Reibung
ist so groß, daß bei einer Drehung der Welle ioi die Anzeigetromme195 mitgenommen
wird, bis sie durch das Zusammenwirken des ,Anschlagarmes 92 mit einem der Stifte
94 angehalten wird. Ist dies
geschehen, so setzen die Welle ioi
und die Arme io3 ihre Drehung ohne die Anzeigetrommel 95 fort.
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Im einzelnen arbeitet die beschriebene Anzeigevorrichtung folgendermaßen
Während des ersten Drittels der Drehung der Hauptwelle 44 werden die Zahnstangen
87 durch die aus den Schaltgliedern 34 und den Hilfsschaltgliedern 38 bestehenden
Schaltwerke eingestellt. Die Zahnstangen 87 verstellen über die Ritzel 88 die Kurvennuttrommeln
89, deren Kurvennuten go mittels der Rollen gio die Anschlagarme 92 in die
Bahn des jeweils gewünschten Stiftes 94 bringen. Die Klinken gi halten die Teile
in der neu eingestellten Lage fest. Gleichzeitig hat das Zahnrad 43 über die Zahnräder
96, 97 und 98 die Scheibe 9g gedreht, deren Verzahnung gegen Ende
der ersten Hälfte des Maschinenganges mit dem Zahnrad ioo in Eingriff kommt und
während der zweiten Hälfte des Maschinenganges die Welle ioi im Gegenzeigersinne
dreht. Dabei nehmen die Arme 103 die Anzeigetrommeln 95 mit, bis diese durch Auftreffen
eines der Stifte 94 auf den Anschlagarm 92 angehalten werden. In der eingestellten
Lage verbleibt die Anzeigevorrichtung, bis sie beim nächsten Maschinengang auf einen
neuen Betrag eingestellt wird.
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Da die Anzeigetrommeln 95 immer nur in der gleichen Richtung gedreht
werden, müssen sie, wenn sie z. B. auf einen um eine Einheit niedrigeren Betrag
als bisher eingestellt werden sollen, um neun Schritte gedreht werden. Nur wenn
die neu einzustellenden Beträge höher sind als die bisher eingestellten, entspricht
die Anzahl der erforderlichen Verstellschritte der Differenz zwischen den Beträgen.
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Sollte man befürchten, daß bei schnellem Arbeiten zwischen den Armen
103 und der Anzeigetrommel ein Schlupf auftreten könnte, so daß, wenn die
Anzeigetrommel 95 z. B. um neun Schritte gedreht werden muß, der entsprechende
Stift 94 den zugehörigen Anschlagarm 92 nicht erreichen würde, so kann die Übersetzung
zwischen der Verzahnung der Scheibe 9g und dem Zahnrad ioo so gewählt werden, daß
die Welle ioi eine Drehung ausführt, die 36o' überschreitet. Auf diese Weise würde
es selbst bei auftretendem Schlupf unter allen Umständen gelingen, die Anzeigetrommel
95 durch den Anschlagarm 92 anzuhalten.
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Die Angaben der Anzeigevorrichtung sind durch ein Glasfenster 105
des Gehäuses 104 hindurch dem Verkäufer sichtbar. Die Öffnung, durch die hindurch
die Addierräder 67 abgelesen werden können, ist normalerweise durch eine Klappe
iog abgedeckt.