DE60485C - Vorrichtung zur Tonverlängerung bei Pianofortes - Google Patents

Vorrichtung zur Tonverlängerung bei Pianofortes

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DE60485C
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Germany
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lever
pedal
tone
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pianofortes
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DENDAT60485D
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C. BOZZA in London, 101 Shaftesbury Avenue, Grafsch. Middlesex
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    • G10C3/00Details or accessories
    • G10C3/16Actions
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    • G10C3/26Pedals or pedal mechanisms; Manually operated sound modification means

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  • Electrophonic Musical Instruments (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Zweck der Erfindung ist, den Klavierspieler in den Stand zu setzen, den Ton so lange anhalten zu lassen, als die Taste heruntergedrückt gehalten wird, ohne dafs weitere Hämmer in Anwendung kommen. Auch soll der Spieler den Ton erforderlichenfalls allmälig' von Pianissimo bis Fortissimo oder umgekehrt zu- bezw. abnehmen oder augenblicklich entsprechend wechseln lassen können.
Die Mechanik ist derart eingerichtet, dafs die gewöhnlichen Hämmer, welche mit den Saiten in Berührung gebracht werden, nach dem Niederdrücken der zugehörigen Tasten ein wenig ausgelöst werden und eine schnelle vibrirende Bewegung erhalten, so lange die Taste niedergedruckt gehalten wird. Die Vibrationsmechanik wird durch ein besonderes Pedal oder andere geeignete Vorrichtungen bethätigt, so dafs, wenn diese Mechanik aufser Thätigkeit gesetzt ist, das Instrument wie ein gewöhnliches Klavier gespielt werden kann.
Auf beiliegenden Zeichnungen ist:
Fig. ι eine Seitenansicht der Mechanik eines Pianinos und
Fig. 2 die Vorderansicht der Pedalverbindungen desselben;
Fig. 3 und 4 sind im weiteren Verlauf der Beschreibung zu erwähnende Einzelheiten.
Die Saiten α werden von den Hämmern b angeschlagen und die Mechanik mittelst der Taste bethätigt. An der Verlängerung e der Taste ist ein Band befestigt, dessen Ring g das eine Ende einer Feder h aufnimmt, deren anderes Ende an einem pendelnden Hebel i befestigt ist. Letzterer ist bei J an einem Träger j1 drehbar befestigt und mit einer Schnur / verbunden, die über eine Leitrolle k zu dem Hebel m, Fig. 2, führt. An der Hammerschiene ο ist eine schwingende Leiste drehbar befestigt und wird durch eine Schnur oder Saite ρ bewegt, welche an dem einen Ende an dem Stift p1 und am anderen Ende an dem Stück q, Fig. 2, befestigt ist, das mit dem schwingenden Hebel r gelenkig verbunden ist. Das Stück w, welches in nachstehendem als »Vibrator« bezeichnet werden soll, besteht aus zwei oder mehr Theilen, so dafs der Bafs mit anhaltendem Ton gespielt werden kann, während der Diskant wie auf einem gewöhnlichen Instrument gespielt wird. Es kann auch das Umgekehrte eintreten. Die Hämmer haben vorn einen Ansatz s, gegen welchen sich der Vibrator legt, wenn derselbe in Thätigkeit . ist. Eine Schnur t ist mit einem Ende an dem Stift f1 und mit · dem anderen Ende an dem drehbaren Hebel u zu dem Zwecke befe.stigt, den Schwingungsausschlag des Vibrators η zu regeln, ν ist eine drehbar angebrachte Stange, die aus Theilen, zweckmäfsig zwei, hergestellt ist, die durch eine Schnur νλ mit dem Hebel m verbunden sind, λγλ:1 sind rotirende Daumen, welche durch Schnüre yyx bethätigt werden, die an den Pedalverbindungen \ ζ1 befestigt sind. AA1 sind Federn, um die Daumen χ λ:1 in ihre normale Lage zurückzuführen. Der Hebel r wird mittelst einer Kurbel und einer Verbindungsstange in Schwingung gesetzt und kann mittelst eines Riemens und Schwungrades (nicht dargestellt), die durch ein Pedal oder in anderer Weise bethätigt werden, getrieben werden. Der Hebel r trägt zwei angelenkte Stücke q,
die durch die Schnüre B B1 mit den Pedalstangen \ \λ verbunden sind.
Die Arbeitsweise der Mechanik ist folgende: Wenn die Mechanik in Gang gesetzt werden soll, wodurch eine Verlängerung des Tones bewerkstelligt, d. h. beispielsweise der Bafs mit anhaltendem Ton spielen soll, so wird das an der Stange Z befestigte Pedal niedergedrückt und der Hebel r mittelst des Schwungrades oder in anderer Weise angetrieben. Beim Niederdrücken des Pedals nimmt das Stück q die in Fig. 2 durch punktirte Linien angegebene Stellung ein; hierdurch wird die Schnur ρ angezogen und der Vibrator η in Schwingung gesetzt. Die Hammer werden ebenfalls an die Saiten mittelst des Daumens gebracht, welcher das freie Ende des Hebels m hebt und das Ende niederdrückt, an welchem die Schnur i, welche auf den Hebel r wirkt, befestigt ist. Dieselbe Bewegung senkt auch den Hebel i und verhindert, dafs die Tasten ganz nach unten gedrückt werden können.
Der erste Theil der Bewegung des Pedals drückt auch den Hebel r mittelst des Ansatzes x" und des Daumens χ nieder, und die weitere Bewegung des Pedals nach unten lä'fst diesen Hebel hochgehen, wodurch der Schwingungsausschlag des Vibrators vermehrt wird, der durch diesen Hebel und die Schnur t beeinflufst wird.
Wenn die Taste niedergedrückt wird, so bebt der Stift c1 hinten an der Taste den Ring g, so dafs die Taste von dem. Vibrator bewegt werden kann. Die Anschwellung des Tones wird erhalten, indem (mittelst des Pedals) der Hebel \ ganz niedergedrückt und eine noch weitere Niederbewegung des Pedals veranlafst wird, worauf dasselbe wieder freigelassen wird; dabei bleibt der Hebel m infolge der concentrischen Umfläche des (in der Zeichnung schraffirten) Theiles des Daumens χ unbeeinflufst. Das Piano kann in gewöhnlicher Weise gespielt werden, so lange die · Pedale nicht niedergedrückt sind.
Wenn die das Anschwellen des Tones veranlassende Mechanik die ganze Zeit hindurch in Thätigkeit ist, so werden die Töne anhaltend erklingen.
Die Fig. 3 und 4 zeigen entsprechend Hinteransicht und Schnitt durch den Vibrator. An dem Vibrator sind eine Reihe Metallzungen KK befestigt, die gegen den Vibrator mittelst Schrauben L eingestellt werden können. ' Diese Zungen wirken auf die Ansätze S der Hammer b. Für jeden Hammer ist dabei eine Zunge vorgesehen und die Zungen werden mittelst Schrauben L eingestellt, bis die Hämmer gerade die Saiten berühren oder davon gleich weit abstehen , um den Ton gleichmäfsig zu halten. Der Diskanttheil des Pianofortes wird mittelst des Pedalstückes Z1, des Daumens xl und der Hebel n1 und ml in derselben Weise bethätigt, wie vorher für den Bafstheil beschrieben; die Schnur ρλ wird dabei mittelst des Stückes ^1 gespannt, wobei die Bewegung des Hebels r auf den Diskanttheil des Vibrators n übertragen wird.
Die Erfindung kann auch bei vorhandenen Pianofortes angebracht werden; alle Hebel, Daumen und Rollen, welche aus Fig. 2 ersichtlich sind, werden dabei für diesen Zweck auf einem passenden Rahmen angeordnet. Ebenso kann die Erfindung auch bei Flügeln Anwendung finden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Vorrichtung zur Tonverlängerung bei Pianofortes mit Pedalschaltung, bei welcher die unter Tastendruck in Antriebsstellung rückenden Hämmer durch eine mit Anstofszungen versehene Schwingleiste (Vibrator) bethätigt werden, und zwar mittelst zweier an diese angreifender Zugorgane (pt) in der Weise, dafs das eine fpj die Schwingbewegung von einem schwingenden Hebel (r) aufnimmt, insofern die sonst lose Verbindung mit demselben beim Pedalanzug unter Aufkippung eines Zwischenhebels (q) in gespannte Verbindung übergeht, und dafs das andere, an einen Daumenhebel (u) anschliefsende Zugorgan (t) zur Hubregelung bezw. Tonanschwellung dient, indem das unter Federwirkung stehende Pedal die Daumenstellung eines jenen Hebel (u) beeinflussenden Anlaufes für einen geringeren oder gröfseren Schwingungsspielraum einzurichten gestattet.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT60485D Vorrichtung zur Tonverlängerung bei Pianofortes Expired - Lifetime DE60485C (de)

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