DE69757C - Pianoforte-Mechanik mit anhaltendem Ton - Google Patents

Pianoforte-Mechanik mit anhaltendem Ton

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DE69757C
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Germany
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hammers
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shaft
strings
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DENDAT69757D
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M. FÖRSTER in Löbau i. S
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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10CPIANOS, HARPSICHORDS, SPINETS OR SIMILAR STRINGED MUSICAL INSTRUMENTS WITH ONE OR MORE KEYBOARDS
    • G10C3/00Details or accessories
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMTAt
In der Patentschrift Nr. 27596 ist eine Einrichtung dargestellt worden, um einen lange anhaltenden Ton durch rasch auf einander folgende .Anschläge besonders kleiner Filzhämmer zu erzeugen. Hierzu sind die Hämmer durch federnde Stahlstreifchen an einer gemeinschaftlichen schwingenden Welle befestigt, deren Bewegung sich den Tragefedern der Hä'mmer mittheilt.' Diese Hämmer sind durch Fäden an den Stielen der grofsen Hämmer befestigt, welche in. ihrer Ruhelage ein Mitschwingen der angebundenen Hämmer mit der Welle verhindern sollen. Die solchen Hämmern zugehörigen Tragefedern sollen sich lediglich durchbiegen, ohne die Hämmer gegen die Saiten zu führen. Wenn aber infolge Anschlagens einer Taste der betreifende grofse Hammer gegen die Saite schlägt, so wird der zugehörige kleine Hammer freigegeben, schlägt infolge der Schwingungen der Welle die Saite mehrere Male schnell hinter einander an und bewirkt auf diese Weise die Verlängerung" des Tones der betreffenden Saite.
Die nach dieser Idee getroffenen praktischen Ausführungen leiden an einem Uebelstand, welcher den Werth derselben herabmindert.
Durch die schwingende Welle, welche die federnden Filzhämmer trägt, wird nämlich ein Zug auf die ruhenden grofsen Hämmer ausgeübt, und da es nur einer ganz geringen Kraft bedarf, um die Hämmer gegen die Saiten zu bewegen, so bleibt es nicht aus, dafs die grofsen Hämmer durch den erwähnten Zug gegen die Saiten bewegt werden und: dafs die kleinen Hämmer dann anschlagen, wenn sie gar nicht anschlagen sollen, wodurch Disharmonien entstehen.
Dieser Umstand hat Anl'afs gegeben, eine Abänderung dahin zu treffen, dafs die Hülfshämmer α an ein solches Glied der Mechanik angebunden werden, welches durch die Schwingung der Tragewelle b nicht aus seiner Ruhelage gezogen werden kann. Die auf den Tastenenden ruhenden Wippen, c werden sich vortheilhaft benutzen lassen, um die Hämmer a durch Bänder d festzuhalten, wenn die zugehörigen Tasten nicht angeschlagen werden. Es biegen sich dann, während die Welle b schwingt, die Tragefedern e der Hülfshämmer durch; letztere, sowie die zugehörigen grofsen Hämmer f bleiben jedoch mit Sicherheit in Ruhe.
Die Welle b wird um ihre Drehachse b1 unter Vermittelung einer Einrichtung, welche wie nachstehend beschrieben ausgebildet sein kann, durch Pedaltritt in eine schnelle hin- und herschwingende Bewegung gesetzt.
Auf einer Welle g sitzen fest das Schwungrad h und eine Nuthenscheibe i, um welch letztere ein Ring k drehbar gelagert ist. Damit der Ring sich axial nicht verschieben kann, ragt ein Schräubchen k1 durch ihn in die Nuth der Scheibe i hinein (Fig. 5). An dem Ring sitzen zwei Lappen / /, zwischen welchen ein Daumen m auf einem Bolzen m1 drehbar gelagert ist und in einen Schlitz des Ringes hineinfafst. Der Daumen wird durch den Pedalzug η derartig um den Bolzen ml ge-
dreht, dafs er sich gegen die Scheibe i anprefst. Gleichzeitig wird der Daumen etwas nach unten gezogen und die Scheibe i ein wenig mit der Welle g und dem Schwungrad h gedreht. Der .Pedalzug wird alsdann freigegeben und durch die Schraubenfeder ο der Daumen zurückbewegt, wobei die Feder einen im Daumen sitzenden Stift ρ gegen den Ring k drückt, diesen damit festhält, während die Scheibe i und Welle g infolge der lebendigen Kraft des Schwungrades ihre begonnene Drehbewegung beibehalten. Sie erhalten dann stets neuen Antrieb durch das Niedertreten des Pedals.
Auf der Welle g sitzt eine zweite Scheibe q, gegen welche eine kleine, excentrisch am Hebel r gelagerte Rolle s durch eine Feder t angedrückt gehalten wird. Wenn nun die Scheibe q mit der Welle g sich dreht, so dreht sich auch die Rolle, und infolge der Excentricität geräth der Hebel r um seine Lagerachse r1 in Schwingungen. Um das andere Hebelende fafst die Stange u, deren oberes Ende gelenkig mit der Trageleiste b verbunden ist. Sie wird in eine schnelle auf- und niedergehende Bewegung versetzt und bringt die Leiste b in die anfangs erwähnte Schwingung; hierbei werden rasch auf einander folgende Anschläge gegen die Saiten von allen denjenigen Hülfshämmern α gemacht, deren Wippen c von den Tasten angehoben worden sind. Die anderen Hämmer bleiben in Ruhe, indem ihre Befestigungsfedern e sich bei den Schwingungen der Leiste durchbiegen.
Anstatt dafs die Rolle s die excentrische Lagerung besitzt, kann die Excentricität in die Scheibe q verlegt sein, wozu sie etwa als Sternscheibe ^1 ausgebildet ist (Fig. 7).
Eine weitere Einrichtung bezweckt, die Hülfshämmer allein anschlagen zu lassen.
Die Stiele der Hämmer/ ruhen auf einer Leiste »-, welche mit Scharnier an der festen Leiste ν befestigt ist und mittelst eines dem Spieler leicht zugänglichen Hebels χ von der Leiste ν abgeklappt werden kann. Es werden dabei die Hämmer / um so viel angehoben, dafs die Stöfser y die Hammernüsse % nicht mehr so viel berühren, dafs sie beim Anschlagen der Tasten die Hämmer zum Saitenanschlagen vorbewegen. Die grofsen Hämmer können höchstens noch sanft gegen die Saiten angelegt werden, die Töne werden aber lediglich durch die Hülfshämmer α erzeugt.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche: ...
    ι. Eine Pianoforte-Mechanik mit anhaltendem Ton, dadurch gekennzeichnet, dafs die mittelst Federn e an einer schwingbaren Leiste b sitzenden Hülfshämmer α mechanisch ganz unabhängig von den Haupthämmern f sind und mit Sicherheit vor dem unbeabsichtigten Saitenanschlagen bewahrt bleiben durch ihre Verbindung mit solchen belasteten Gliedern der Mechanik, welche durch die schwingende Leiste (b) aus ihrer Ruhelage nicht herausgehoben werden können.
  2. 2. An der Pianoforte-Mechanik nach Anspruch ι. eine solche Anordnung der die grofsen Hämmer (f) tragenden, drehbar gelagerten Leiste (n>), dafs, wenn sie aus ihrer Ruhelage gebracht ist und dadurch die Hämmer angehoben sind, die Stöfser (y) die Hämmer nicht mehr zum Tonanschlagen bringen und daher die Hülfshämmer allein wirksam sein können.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT69757D Pianoforte-Mechanik mit anhaltendem Ton Expired - Lifetime DE69757C (de)

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