DE6000C - Apparat zum Kopiren und Vervielfältigen von Schriften und Zeichnungen - Google Patents
Apparat zum Kopiren und Vervielfältigen von Schriften und ZeichnungenInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B26—HAND CUTTING TOOLS; CUTTING; SEVERING
- B26D—CUTTING; DETAILS COMMON TO MACHINES FOR PERFORATING, PUNCHING, CUTTING-OUT, STAMPING-OUT OR SEVERING
- B26D5/00—Arrangements for operating and controlling machines or devices for cutting, cutting-out, stamping-out, punching, perforating, or severing by means other than cutting
- B26D5/08—Means for actuating the cutting member to effect the cut
- B26D5/14—Crank and pin means
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Description
1878.
Klasse 42.
LAURENZ SCHMITZ in DÜREN. Apparat zum Copiren und Vervielfältigen von Schriften und Zeichnungen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 13. December 1878 ab.
Der in der Zeichnung dargestellte Apparat dient zum Copiren und Vervielfältigen von
Schriften und Zeichnungen.
Der Apparat besteht aus einem aus schmiedbaremGufs oder anderemMaterial möglichst leicht
hergestellten Gestell ABC, welches mit Schrauben α α an die Tischplatte eines Arbeitstisches
befestigt werden kann. D ist eine metallene Bleistiftröhre, welche oben offen ist und anstatt
des Bleistiftes unten eine Nadel b enthält, Fig. 3 und 4. Diese Nadel b ist an einer
leichten Stange c befestigt, welche oben in ein kleines Excenter d endigt. Die Axe x dieses
Excenters wird von einem kleinen an die Bleistifthülse befestigten Rahmen e e e getragen und
trägt ihrerseits innerhalb dieses Rahmens die Schnurrolle /. Die Schraubvorrichtung ν der
Bleistifthülse fafst genau wie sonst das Blei die kleine Büchse g, welche verstellt werden kann
und der Nadel als Geradführung dient. Die Schnur h aus ganz schwachem Gummiband
verbindet die Rolle / mit der bei i i in dem Gestell ABC gelagerten Welle k vermittelst
der gröfseren Rolle /. Am anderen Ende der Welle k befindet sich das Schwungrädchen m
und die kleine Schnurrolle η.
Diese Schnurrolle steht durch den Kordelriemen 0 mit der zugleich als Schwungrad
dienenden Schnurscheibe p in Verbindung. Die Scheibe p sitzt auf einer bei r in dem
Gestell ABC gelagerten kurzen Welle, welche durch die an ihrem anderen Ende befindliche
Kurbel q, die Stange s und das Trittbrett t in rotirende Bewegung gesetzt werden kann.
Das Trittbrett t ist in einem schweren eisernen Lagerstuhl, der weiter keiner Befestigung am
Fufsboden bedarf, drehbar befestigt.
Die Anwendung des Apparates ist nun folgende:
Nachdem das Gestell ABC vermittelst der Klemmschrauben α α an die Tischplatte
rechts seitwärts von dem Sitze des Arbeitenden befestigt worden, wird ein Löschblatt oder eine
ähnliche weiche Unterlage unter die Rolle / auf den Tisch gelegt. Soll nun eine vorhandene
Zeichnung oder Schrift copirt und vervielfältigt werden, so legt man auf das Löschblatt ein festgeleimtes Postpapier und auf
dieses das Original. Hierauf setzt man vermittelst des Tretwerkes die Scheibe / in rasche
rotirende Bewegung. Diese Bewegung wird durch die Schnurrollen η If auf das Excenter d
übertragen und von diesem in eine auf- und abgehende Bewegung umgesetzt und durch die
Stange c auf die Nadel b übertragen. Die Bewegung der Nadel ist durch ein grofses Uebersetzungsverhältnifs
zwischen den Rollen eine sehr schnelle. Ist nun so der Apparat gehörig in Gang gebracht, so wird mit der Feder D
den Linien des Objectes nachgefahren. Hierbei mufs die Feder eine möglichst senkrechte Lage
haben und mit der Spitze der Büchse g fest aufgedrückt werden. Soll dagegen direct ein
Onginaldruckbogen angefertigt werden, so wird nur der Postpapierbogen auf die Unterlage von
Löschpapier etc. gelegt und direct geschrieben, wie mit einem Bleistift (das Gummiband h erlaubt
hierbei dem Stift eine genügende freie Bewegung innerhalb der Fläche eines ganzen
Bogens). Hierbei sticht nun die Nadel, ähnlich wie bei Edison's elektrischer Feder, in
schneller Aufeinanderfolge Loch neben Loch in das Papier, und zwar so eng zusammen, dafs
es aussieht, wie eine zusammenhängende Linie und doch so, dafs die Papiermasse nicht vollständig
in Richtung der Linie durchschnitten wird. Je nachdem die Büchse g wenig oder
viel aus der Schraubenbüchse ν der Bleistifthülse hervorragt, werden die Löcher und mithin
die Linien der Copie fein oder stark. Der so präparirte Bogen wird in einen hölzernen Rahmen
gespannt, mit der linken Seite auf das zu bedruckende Papier gelegt und dann mit einer
Handwalze, welche dünn mit Druckerschwärze bestrichen ist, einmal überrollt. Hierdurch wird
die Schwärze durch die feinen Löcher, aus denen die einzelnen Linien und Schriftzüge zusammengesetzt
sind, hindurchgedrückt und so auf dem untergelegten Bogen eine getreue Copie des zu vervielfältigenden Blattes erzeugt.
Die Uebertragung der rotirenden Bewegung der Welle k auf die Axe χ des Excenters kann
auch durch eine sogenannte Spiralschlauchtransmission geschehen, indem das Ende der
Welle k mit der Axe χ des Excenters durch eine mit Draht umsponnene Darmsaite direct
verbunden wird, denn das Torsionsmoment der Axe χ ist sehr gering und bedeutend kleiner,
als die Torsionsfestigkeit einer solchen Saite. Bei dieser - Anordnung mufs aber die ganze
Uebersetzung vom Langsamen ins Schnelle in die beiden Schnurrollen ti und ρ gelegt, und
auch das ganze Gestell ABC niedriger gemacht werden. Die auf- und abgehende Bewegung
der Nadel läfst sich auch durch einen kleinen direct auf der Feder D befestigten
Federmotor (Uhrwerk) hervorbringen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein mechanischer Schreibstift, wie beschrieben und dargestellt.Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE6000C true DE6000C (de) |
Family
ID=284279
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT6000D Active DE6000C (de) | Apparat zum Kopiren und Vervielfältigen von Schriften und Zeichnungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE6000C (de) |
-
0
- DE DENDAT6000D patent/DE6000C/de active Active
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