DE60004848T2 - Verfahren zum abdichten der kokillen/anfahrstrang-anordnung einer stranggiessanlage und entsprechendes dichtungselement - Google Patents

Verfahren zum abdichten der kokillen/anfahrstrang-anordnung einer stranggiessanlage und entsprechendes dichtungselement Download PDF

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Description

  • Technisches Gebiet
  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Abdichten der Kokillen/Anfahrstrang-Anordnung einer Stranggießanlage, auf die Dichtung zur Umsetzung des Verfahrens und auf die Verwendung der genannten Dichtung im Strangguss. Genauer gesagt, bezieht sich die Erfindung auf ein Verfahren, in dem die geformte Dichtung außerhalb des Betriebs unter völlig sicheren Bedingungen in den Kristallisator eingesetzt wird.
  • Stand der Technik
  • In Stranggießanlagen wird das flüssige Metall in einen gekühlten Kristallisator bzw. eine Kokille mit offenem Boden gegossen, wobei sich die Kokille über einer Linie zur Extraktion und weiteren Kühlung befindet. Wenn das gegossene Metall in Kontakt mit den Wänden der Kokille kommt, erstarrt es und bildet eine Schale, die im Allgemeinen noch flüssiges Metall enthält, das kontinuierlich vom Boden der Kokille extrahiert wird. Das in der Schale enthaltene, flüssige Metall erstarrt entlang der Gießlinie vollständig, wonach der so hergestellte Körper im Allgemeinen ausgerichtet und dann in Teile vorgegebener Länge geschnitten wird.
  • Zu Beginn des Gießbetriebs, wenn die Kokille noch völlig leer ist, ist es erforderlich, eine geeignete Vorrichtung zu verwenden, um zu verhindern, dass das geschmolzene Metall, so wie es ist, aus der Kokille fließt, und um es in der Kokille zurückzuhalten, bis sich eine Schale von angemessener Dicke und Festigkeit bildet.
  • Zu diesem Zweck wird ein Körper verwendet, der als Anfahrstrang bezeichnet wird und einen Querschnitt besitzt, der etwas kleiner als derjenige der Kokille ist, so dass er als vorläufiger Abschluss der letzteren fungiert. Der Anfahrstrang hat auf der einen Seite Kontakt mit einer darunter liegenden Extraktionsanordnung, und auf der anderen Seite ist er mit einer Vorrichtung versehen, mittels derer er an den Körper angehakt werden kann, der durch Erstarren des flüssigen Metalls in der Kokille geformt wird. Bedenkt man, dass flüssige Metalle eine niedrige Viskosität besitzen (beispielsweise ist das Verhalten von flüssigem Stahl insgesamt mit dem von Wasser vergleichbar), so ist es offensichtlich, dass eine vollkommene Abdichtung des Raums, der sich zwischen den Innenwänden der Kokille und dem Anfahrstrang befindet, unerlässlich ist, um ein Auslaufen des flüssigen Metalls und die sich daraus ergebenden Möglichkeiten zu verhindern, dass die Maschine verstopft und beschädigt wird, oder, was noch schlimmer wäre, dass die Sicherheit der Arbeiter gefährdet wird. Grundsätzlich wird die Dichtung auf zwei Weisen bewerkstelligt: entweder, indem das Dichtmaterial in die Kokille gegeben wird, nachdem der Anfahrstrang in seine Betriebsposition gebracht worden ist, oder indem das Dichtmaterial als Dichtung auf den Kopf des Anfahrstrangs gesetzt wird, bevor dieser in die Kokille eingesetzt wird. Diese Verfahren weisen jedoch erhebliche Nachteile auf. Tatsächlich ist, um das Dichtmaterial in die Kokille zu geben, entweder Personal erforderlich, das zum Gusstrichter der Kokille unter die Zwischenpfanne und jedenfalls unter die Vorrichtungen, die die letztere tragen und bewegen, gehen muss, oder es wird, wie beispielsweise in der japanischen Patentanmeldung JP 7-314099 vorgeschlagen, eine automatische Maschine verwendet, die das Dichtmaterial in die Kokille sprüht. Allerdings sind im erstgenannten Fall die Arbeitsbedingungen sehr unangenehm und gefährlich, und im letztgenannten Fall besteht nie Gewissheit, dass die Schicht aus aufgesprühtem Dichtmaterial vollkommen intakt ist und nicht gefährliche Risse und Lücken aufweist. Auf jeden Fall erhöht die Verwendung einer weiteren Maschine die Komplexität und die Kosten des Verfahrens. Werden stattdessen Dichtungen verwendet, die direkt auf den Anfahrstrang zu setzen sind, wie es beispielsweise in der veröffentlichten japanischen Patentanmeldung JP 8174160 beschrieben ist, oder eingeschobene Platten, wie in der europäischen Patentanmeldung Nr. 231 520, ist es erforderlich, eine Beschädigung der Dichtung durch Stoß oder Reißen zu vermeiden, wenn der Anfahrstrang in die Kokille hochkommt. Infolgedessen ist es erforderlich, die Dichtung unmittelbar vor der Kokille zu montieren und, um dies zu bewerkstelligen, muss das Personal in der Kühlkammer unter der Kokille arbeiten, um die Dichtung von Hand auf dem Kopf des Anfahrstrangs anzubringen, d.h. unter Arbeitsbedingungen, die noch unangenehmer und gefährlicher sind als diejenigen am Gusstrichter der Kokille.
  • JP-A-5285610 offenbart eine Dichtung, die auf dem Kopf des Anfahrstrangs montiert wird.
  • Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, diese Nachteile zu überwinden, indem gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung ein einfaches und sicheres Verfahren entsprechend der Merkmale des Anspruchs 1 bereitgestellt wird, das die Abdichtung der Kokillen/Anfahrstranganordnung sicherstellt. Gemäß weiteren Aspekten der Erfindung werden die genannten Nachteile überwunden, indem ein Dichtungselement gemäß der Merkmale der Ansprüche 7 bis 13 bereitgestellt wird.
  • Darstellung der Erfindung
  • Das Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung beruht im Wesentlichen darauf, dass ein vorgeformtes Dichtungselement verwendet wird, das, bevor der Anfahrstrang in die Kokille eingesetzt wird, außerhalb der betriebenen Gießstraße und vorzugsweise außerhalb der Gießanlage in der Kokille montiert wird.
  • Diese letztgenannte Lösung ist zu bevorzugen wegen der bedeutenden Vorteile, die sie bietet sowohl hinsichtlich der Ausführungszeiten als auch hinsichtlich der Bedingungen absoluter Sicherheit, unter denen sie durchgeführt wird.
  • Es können jedoch Situationen auftreten – beispielsweise in Anlagen, in denen eine betriebsbereite Kokille längs der betriebenen Gießstraße montiert ist –, die es erforderlich machen, die Dichtung innerhalb der Gießanlage, allerdings außerhalb der betriebenen Gießstraße, einzusetzen.
  • Das vorstehend genannte Dichtungselement ist entlang seines gesamten Rands vorzugsweise mit einem umlaufenden herausstehenden, erhabenen Teil versehen, der ungefähr im rechten Winkel zur Ebene des Elements steht und einen ungefähr keilförmigen Querschnitt besitzt, der sich zum freien Ende hin verjüngt, so dass er sich leicht an den Kopf des Anfahrstrangs anschmiegen lässt, wenn dieser in die Kokille eingesetzt wird, und allmählich zwischen den Anfahrstrang und die Kokille gedrückt wird und so eine vollkommene Abdichtung garantiert.
  • Außerdem kann das Dichtungselement aus einem einzigen plattenförmigen Körper aus einem Kunststoffmaterial bestehen oder aus einer Vielzahl von Teilen, die durch eine zugehörige, starre Platte, die beispielsweise aus Metall besteht, fest verbunden sind. Das Dichtungselement, das aus einem einzigen Körper besteht, ist mit einem zentralen Durchgangsloch versehen, durch das ein Verbindungselement zwischen dem Anfahrstrang und dem Gießstrang mit dem Anfahrstrang verbunden wird. Das genannte Verbindungselement kann von dem Anfahrstrang abnehmbar sein und an diesem mittels einer Schnellspann- und Schnelltrenneinrichtung befestigt werden, wenn der Anfahrstrang in die Kokille hinaufkommt, oder es kann an der genannten starren Platte befestigt sein, die ihrerseits mittels einer Schnellspann- und Schnelltrenneinrichtung an dem Anfahrstrang befestigt wird.
  • Falls Dichtungselemente verwendet werden, die aus einer Vielzahl von Teilen bestehen, die durch eine starre Platte verbunden sind, besitzen diese Teile beispielsweise die Form langer Körper mit U-förmigem Querschnitt, dessen Hohlraum in Längsrichtung die Ränder der genannten starren Verbindungsplatte aufnimmt.
  • Unabhängig davon, ob das Dichtungselement ein einziger Körper ist oder aus einer Menge von auf einer starren Platte verbundenen Teilen besteht, besitzt es auf jeden Fall in der Ansicht von oben eine Form, die dem horizontalen Querschnitt der Kokille ähnlich ist, mit der zusammen sie verwendet werden soll, und die linearen Abmessungen der Seiten sind etwas größer, beispielsweise um 0,1 bis 4%, als die Abmessungen der entsprechenden Seiten der Kokille oder des Durchmessers der Kokille, falls es sich um Kokillen mit kreisförmigem Querschnitt handelt, so dass die Reibung, die durch die Verformung des Dichtungselements wegen der unterschiedlichen Größe, verursacht wird, das Dichtungselement in der Kokille in seiner Position hält.
  • Das Dichtungselement, in dem sich ein zentrales Durchgangsloch befindet, wird vorzugsweise auch mit einer Vielzahl von Einschnitten versehen, die von dem zentralen Loch ausgehen, um den Durchgang des Elements zur Verbindung mit dem Gießstrang zu erleichtern.
  • In der Praxis wird eine Vielzahl an Arten von Dichtungselementen bereitgestellt, wobei für jeden Kokillenquerschnitt jeweils eine Art bestimmt ist. Soll eine bestimmte Kokille verwendet werden, wird das passende Dichtungselement ausgewählt, und, bevor der Anfahrstrang eingesetzt wird, wird das Element in der Kokille installiert, wo es festsitzt, da es, wie vorstehend erwähnt, einen Querschnitt von etwas größeren Abmessungen als die Innenabmessungen der Kokille besitzt. Im bevorzugten Fall, in dem die Durchführung außerhalb der Gießanlage erfolgt, kann die mit der Dichtung versehene Kokille dann zur gegebenen Zeit zur Stranggießmaschine transportiert werden und auf ihr befestigt werden.
  • Wenn sich die mit der Dichtung ausgestattete Kokille in der Gießstraße befindet, wird der Anfahrstrang, der mit den Elementen versehen ist, mit denen er an den Gießstrang gehakt wird, jedenfalls zu der Kokille emporgehoben und in sie hinein geschoben. Der Eingriff des Anfahrstrangs, der Innenwände der Kokille und des Dichtungselements ineinander bewirkt, dass der äußere Rand des Dichtungselements gegen die Kokille gepresst wird, insbesondere, wenn das Dichtungselement mit einem erhabenen Teil versehen ist, der unter rechten Winkeln herausragt, und gewährt somit eine vollkommene Abdichtung.
  • Die Elemente zur Verbindung des Anfahrstrangs mit dem Gießstrang können von beliebiger Art sein, beispielsweise von der Art eines so genannten Starthakens oder Startmantels oder von spiralförmiger Art; sie können mit dem Anfahrstrang in einem Stück oder von ihm abnehmbar sein oder mit der starren Platte in einem Stück sein, die ihrerseits abnehmbar mit dem Anfahrstrang verbunden sein kann. Die genannten Verbindungselemente oder die genannte Platte können mittels Schnellspann- und Schnelltrennelementen, beispielsweise Spreizringen, Federhaken und Ähnlichem, mit dem Anfahrstrang verbunden werden.
  • Um die Bildung der ersten Schicht erstarrten Metalls in der Kokille zu beschleunigen und somit zu verhindern, dass das Dichtungselement verbrennt und so flüssiges Metall aus der Kokille auslaufen lässt, lässt sich in per se bekannter Weise Kühlmaterial, beispielsweise Stücke von Metallschrott, in der Kokille oberhalb des mit der Dichtung versehenen Anfahrstrangs zusetzen.
  • Beschreibung der Zeichnungen
  • Die vorliegende Erfindung wird jetzt eingehender mit Bezugnahme auf einige bevorzugte Ausführungsformen beschrieben, die in den beiliegenden Zeichnungen rein als Beispiele, die den allgemeinen Erfindungsgedanken nicht einschränken, illustriert sind, wobei:
  • 1 eine schematische Ansicht des Dichtungselements gemäß der vorliegenden Erfindung ist;
  • 2 eine senkrechte Schnittansicht einer Kokille zeigt, die mit einem Dichtungselement versehen ist, zusammen mit dem Kopf des Anfahrstrangs, der bereit ist, in die Kokille geschoben zu werden;
  • 3 eine Ansicht ist, die derjenigen in 2 ähnlich ist, jedoch ist hier der Anfahrstrang in die Kokille eingesetzt;
  • 4 eine schematische Darstellung eines Dichtungselements ist, das aus einer Vielzahl von Teilen besteht, die mit einer starren Platte verbunden sind;
  • 5 einen Querschnitt eines aus der genannten Vielzahl von Teilen zeigt, aus denen sich das Dichtungselement zusammensetzt;
  • 6 eine senkrechte Schnittansicht einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsform ist und eine mit einem Dichtungselement versehene Kokille zusammen mit dem Kopf des Anfahrstrangs zeigt, der bereit ist, in die Kokille geschoben zu werden;
  • 7 eine Ansicht ist, die derjenigen in 6 ähnlich ist, wobei hier der Anfahrstrang in die Kokille eingesetzt ist;
  • 8 eine senkrechte Schnittansicht einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsform ist und eine mit einem Dichtungselement versehene Kokille zusammen mit dem Kopf des Anfahrstrangs zeigt, der bereit ist, in die Kokille geschoben zu werden;
  • 9 eine senkrechte Schnittansicht einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsform ist und eine mit einem Dichtungselement versehene Kokille zusammen mit dem Kopf des Anfahrstrangs zeigt, der in die Kokille eingesetzt ist.
  • Detaillierte Beschreibung der Erfindung
  • In 1 wird schematisch die Ansicht von oben eines Dichtungselements 1 gezeigt, das an seinem Rand mit einem herausstehenden, erhabenen Teil 2 (gestrichelt dargestellt), mit einem zentralen Loch 3 und mit Einschnitten 4 versehen ist.
  • Wie in 2 dargestellt, wird in jeder besonderen Kokille 5, solange sie sich noch außerhalb der Gießmaschine befindet, ein passendes Dichtungselement 1 installiert. In der Abbildung ist die Kokille auf einer Linie mit dem Kopf des Anfahrstrangs 7 gezeigt, der seinerseits mit einer Vorrichtung 6 zur Verbindung mit dem Gießstrang ausgestattet ist. Diese Verbindungsvorrichtung 6 kann mit dem Anfahrstrang in einem Stück oder von ihm abnehmbar sein, in welchem Fall die Vorrichtung 11 (für sich genommen bekannt) zum schnellen Einspannen und Trennen des Anfahrstrangs vorgesehen ist, z.B. Haken unterschiedlicher Art oder etwas Ähnliches. Andere Ausführungsformen solcher Verbindungsvorrichtungen 6 und von Schnellspanneinrichtungen 11 sowie Kombinationen davon sind in den 6 bis 9 gezeigt.
  • Zu Beginn des Gießvorgangs wird der Kopf des Anfahrstrangs 7 in die Kokille 5 eingeführt, wie es in 3 gezeigt ist, und presst so den Rand 2 des Dichtungselements 1 zwischen den Anfahrstrang und die Innenwände der Kokille. In der gezeigten Position hat das Verbindungselement 6 erzwungen, dass sich die Einschnitte 4 aus 1 öffnen, so dass es durch das Loch 3 hindurchgehen, in die Kokille ragen und sich dort anschließend in das Metall, das in die Kokille gegossen wird, einhaken kann.
  • Das Dichtungselement 1 besteht vorteilhafterweise aus einem halbstarren, verformbaren Material, beispielsweise Kunststoff, Thermoplasten und anderen Materialien mit ähnlichen Eigenschaften hinsichtlich Festigkeit und Verformbarkeit.
  • Das Dichtungselement 1 kann in diesem letztgenannten Fall auch durch ein Einlageblech 12 verstärkt sein, falls dies erforderlich ist, um einen besseren Halt in der Kokille zu erreichen.
  • Wie an früherer Stelle erwähnt, kann das Dichtungselement 1 die Form einer ebenen Platte besitzen, bestehend aus einem relativ starren, verformbaren Material und vorzugsweise an seinen Rändern mit einem durchgehenden, erhabenen Teil 2 versehen, der einen ungefähr keilförmigen Querschnitt besitzt und ungefähr im rechten Winkel aus der Ebene der genannten Platte heraussteht. Alternativ besteht, wie in 4 gezeigt, die Möglichkeit, eine starre Platte 8 zu verwenden, die beispielsweise aus Metall besteht und in der Aufsicht eine Form besitzt, die dem inneren Querschnitt der Kokille ähnlich ist, jedoch von kleineren Abmessungen, wobei diese Platte mit einer Vorrichtung 6 zur Verbindung mit dem Gießstrang und einer (nicht gezeigten Vorrichtung) zum Einhaken des Anfahrstrangs ausgestattet ist.
  • An den Rändern der vorstehend genannten, starren Platte 8 sind in Schlitzverbindung periphere Dichtungselemente 10 montiert, die aus einem Kunststoffmaterial bestehen und einen durchgehenden, herausstehenden Teil bilden, der über die Ränder der starren Platte selbst hinausragt, so dass die aus Platte und Dichtungselementen zusammengesetzte Gruppe Abmessungen bekommt, die etwas größer als die inneren Abmessungen der Kokille sind, ähnlich, wie es vorstehend hinsichtlich des Dichtungselements 1 in der Form einer Platte ausgeführt wurde. Diese Gruppe wird in der Kokille montiert, bevor der Anfahrstrang in die Kokille eingesetzt wird, wie es bereits für das Element 1 beschrieben worden ist. 5 zeigt einen möglichen Querschnitt des genannten Dichtungselements 10, der ungefähr U-förmig ist und mit einem durchgehenden, erhabenen Teil 2 mit einem praktisch keilförmigen Querschnitt versehen ist.
  • Die peripheren Dichtungselemente 10 können auch in der in 8 gezeigten Ausführungsform verwendet werden.
  • 9 zeigt eine weitere Variante des Querschnitts des Dichtungselements, das in diesem Fall die Form eines Rahmens besitzt, der sich nur um den äußeren Rand des Kopfs des Anfahrstrangs legt und den zentralen Bereich offen lässt und so Platz für einen Haken 13 lässt, um an einen entsprechenden Haken 11 zu koppeln, der fest mit der starren Platte 8 verbunden ist.

Claims (15)

  1. Verfahren zum Abdichten der Kokillen/Anfahrstrang-Anordnung einer Stranggießanlage, welches folgende Schritte umfasst: a) Bereitstellung eines vorgeformten Dichtungselements; b) Montage des genannten Dichtungselements in der Kokille, während diese sich außerhalb der betriebenen Gießstraße befindet; c) Einsetzen des Anfahrstrangs in dem genannten Dichtungselement; d) Verankerung des genannten Anfahrstrangs an dem genannten Dichtungselement mittels einer Spannvorrichtung.
  2. Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei der Schritt, in dem das Dichtungselement in der Kokille montiert wird, erfolgt, während die letztere sich außerhalb der Gießanlage befindet.
  3. Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei das genannte Dichtungselement im Grundriss eine ähnliche Gestalt wie der innere Horizontalschnitt der Kokille aufweist, mit der es verwendet wird, und wobei weiter die linearen Abmessungen der Seiten etwas größer sind als die entsprechenden Seiten der Kokille.
  4. Verfahren gemäß Anspruch 3, wobei die linearen Abmessungen der Seiten des Dichtungselements um einen Betrag zwischen 0,1 und 4% größer sind als die Abmessungen der entsprechenden Seiten der Kokille.
  5. Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei eine Abdichtung zwischen dem Anfahrstrang und der Kokille dadurch zustande kommt, dass der Rand des genannten Dichtungselements verformt wird, wenn er zwischen die Innenwände der Kokille (5) und den Anfahrstrang (7) gedrückt wird.
  6. Verfahren gemäß Anspruch 5, wobei das Dichtungselement (1) einen hochgezogenen Rand (2) besitzt, der ungefähr im rechten Winkel zur Ebene des Dichtungselements heraussteht und in einem Stück mit ihm ist, und wobei weiter der herausstehende, hochgezogene Rand einen dreieckigen Querschnitt besitzt und beim Einsatz zwischen den Anfahrstrang und die Innenwände der Kokille eingeklemmt ist.
  7. Dichtungselement (1) zur Sicherstellung der Abdichtung zwischen einem Anfahrstrang (7) und einer Kokille (5) in einer Stranggießanlage, dessen ebener Grundriss der Form der Kokille (5), in die es eingesetzt wird, entspricht, versehen mit einem Teil (2), mit dem es in einem Stück ist und der entlang seines äußeren Rands verläuft und praktisch im rechten Winkel zu dem genannten, ebenen Grundriss heraussteht, wobei der herausstehende Teil (2) einen dreieckigen Querschnitt hat, der sich in Richtung des Anfahrstrangs (7) verjüngt, und wobei weiter der zentrale Teil des Dichtungselements (1) aus einem relativ dünnen, ebenen Körper besteht, der in der Mitte mit einem relativ kleinen Loch (3) versehen ist, das dafür vorgesehen ist, dass eine aus dem Anfahrstrang (7) herausragende Hakvorrichtung (6) hindurchgeführt wird, mittels derer der Anfahrstrang am Gussstrang verankert wird, und wobei weiter die linearen Abmessungen des Dichtungselements (1) etwas größer sind als diejenigen der entsprechenden Innenwände der Kokille, so dass das Dichtungselement (1) in der Kokille (5) montiert werden kann, während der Anfahrstrang sich außerhalb der Gießanlage befindet, und durch Reibung mit den Innenwänden der Kokille in seiner Lage gehalten wird.
  8. Dichtungselement gemäß Anspruch 7 mit einer starren Platte (1), die mit einer Vorrichtung (11) zur festen Verbindung mit dem Vorfahrstrang (7) versehen ist.
  9. Dichtungselement gemäß Anspruch 7 mit einer flexiblen Platte (1, 14), die mit einer Vorrichtung (11) zur festen Verbindung mit dem Vorfahrstrang (7) versehen ist.
  10. Dichtungselement gemäß Anspruch 8 oder 9, bestehend aus mehreren getrennten Segmenten, die entlang des Rands der genannten Platte montiert sind.
  11. Dichtungselement gemäß Anspruch 8 oder 9, wobei die Vorrichtung (11) zur festen Verbindung mit dem Vorfahrstrang auf lösbare Weise an dem Vorfahrstrang (7) verankert ist.
  12. Dichtungselement gemäß Anspruch 9, wobei die flexible Platte (14) mit einer starren Platte (12) verstärkt ist.
  13. Dichtungselement (1) zur Sicherstellung der Abdichtung zwischen einem Anfahrstrang (7) und einer Kokille (5) in einer Stranggießanlage, dessen ebener Grundriss der Form der Kokille (5), in die es eingesetzt wird, entspricht, versehen mit einem am Rand umlaufenden Dichtungsteil (2), der praktisch im rechten Winkel zu dem genannten, ebenen Grundriss heraussteht, wobei der am Rand umlaufende Dichtungsteil (2) einen dreieckigen Querschnitt hat, der sich in Richtung des Anfahrstrangs (7) verjüngt, und wobei weiter der zentrale Teil des Dichtungselements (1) aus einem relativ dünnen, ebenen Körper besteht, der mit einem relativ kleinen Loch (3) versehen ist, das dafür vorgesehen ist, dass eine aus dem Anfahrstrang (7) herausragende Hakvorrichtung (6) hindurchgeführt wird, mittels derer der Anfahrstrang am Gussstrang verankert wird, und wobei weiter der genannte, am Rand umlaufende Teil entlang der Kante des genannten, ebenen Körpers montiert ist und die linearen Abmessungen seiner Seiten größer sind als diejenigen der entsprechenden Innenwände der Kokille, so dass das Dichtungselement (1) in der Kokille (5) montiert werden kann, während der Anfahrstrang sich außerhalb der Gießanlage befindet, und durch Reibung mit den Innenwänden der Kokille in seiner Lage gehalten wird.
  14. Dichtungselement gemäß Anspruch 13, wobei der am Rand umlaufende Dichtungsteil (2) aus mehreren getrennten Segmenten hergestellt ist.
  15. Verwendung eines Dichtungselements (1) gemäß einem der Ansprüche 7 bis 14 in einem Stranggießprozess, wobei das Dichtungselement (1) in der Kokille (5) montiert wird, bevor der Anfahrstrang (7) darin eingesetzt wird.
DE60004848T 1999-06-10 2000-06-07 Verfahren zum abdichten der kokillen/anfahrstrang-anordnung einer stranggiessanlage und entsprechendes dichtungselement Expired - Lifetime DE60004848T2 (de)

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