DE585397C - Verfahren zur Herstellung von leicht loeslichen Salzen der Gallensaeuren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von leicht loeslichen Salzen der Gallensaeuren

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DE585397C
DE585397C DER83437D DER0083437D DE585397C DE 585397 C DE585397 C DE 585397C DE R83437 D DER83437 D DE R83437D DE R0083437 D DER0083437 D DE R0083437D DE 585397 C DE585397 C DE 585397C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL, OR TOILET PURPOSES
    • A61K35/00Medicinal preparations containing materials or reaction products thereof with undetermined constitution
    • A61K35/12Materials from mammals; Compositions comprising non-specified tissues or cells; Compositions comprising non-embryonic stem cells; Genetically modified cells
    • A61K35/37Digestive system
    • A61K35/413Gall bladder; Bile

Description

Die Erfindung betrifft" 'ein Verfahren zur Herstellung therapeutisch wirksamer Gallenpräparate aus den schwer löslichen Säurebestandteilen der Galle und bezweckt, diese Stoffe in-eine Form überzuführen, in welcher sie ihre therapeutische Wirksamkeit beibehalten, gleichzeitig aber die ihrer Anwendung oftmals nachteilige geringe Löslichkeit in -. Wasser und organischen Lösungsmitteln verloren haben.
Durch das Hauptpatent 579147 wird der beabsichtigte . Zweck dadurch erreicht, daß die Gallensäuren mit Triäthanolamin umgesetzt werden. Es hat sich nun herausgestellt, daß man vorteilhaft auch das Mono- bzw. Diäthanolamin für die. gedachten Zwecke verwenden kann, wobei sich Produkte mit einem höheren Gehalt an wirksamer Substanz erzielen lassen. ' -
Erfindungsgemäß wird das aus Tiergalle mit Hilfe von Mineralsäuren unmittelbar oder nach vorhergehender Verseifung ausgeschiedene GaUensäuregemisch oder eine hieraus abgetrennte reine Säure (Cholsäure, Cholalsäure, Desoxycholsäure, Glykocholsäure usw.) in an sich' bekannter Weise mit Mono- oder Diäthanolarnin umgesetzt, und zwar unter Bedingungen, bei denen 'eine Veresterung der Hydroxylgruppen der Alkanolamine oder eine Amidbildung vermieden wird. ■' :;-·■■ · ■ Die !erzielten Gallenpräparate sind löslich in Wasser, gleichzeitig aber auch, in Alkohol, Chloroform und vielen -anderen organischen Lösungsmitteln. Da sie gleichzeitig,auch lipoidlöslich sind, dringen sie in die Haut ein Und eignen sich daher vorzüglich für die perkutane Anwendung. Aber auch zur Inj-ektionstherapie sind die wässerigen Lösungen gut verwendbar, da sie im Gegensatz zu den Lösungen der Alkalisalze der Gallensäuren keine Mineralstoffe !enthalten und keine Hämolyse bewirken können.
Ausführungsbeispiel
ι kg gepulverte und getrocknete Schweinegalle wird in 5 1 Wasser gelöst und die filtrierte Lösung unter Abkühlung und Rühren "mit einer Mischung von 125 g konzentrierter Salzsäure und 500 ecm Wasser versetzt. Bei vorsichtigem Zusatz der Säure scheiden sich die Gallensäuren in fester Form aus und können abfiltriert und ausgewaschen werden. Zur weiteren Reinigung werden die Säuren nötigenfalls nochmals in Ammoniak gelöst,' die Lösung erforderlichenfalls durch Kohle o. dgl. entfärbt und, wie oben angegeben, nochmals gefällt. Die Gallensäuren stellen, solcherart gewonnen, .ein fast farbloses Pulver dar, das im Vakuum getrocknet wird. Ausbeute 550
I MICROFILMED EY > ■ J FiM __·
Unter Umständen ist es zweckmäßig, die •wässerige Gallenlösung zunächst durch Kochen mit Alkali zu verseifen und dann, wie vorstellend beschrieben, auszufällen. Die Ausbeute an Gallensäuren ist alsdann etwas größer.
Die zur Salzbildung notwendige Menge Äthanolamin richtet sich nach der Säurezahl der Gallensäuren, die nach der Vorschrift des
ίο Deutschen Arzneibuches ermittelt wird. Beträgt diese z.B. 150, so sind für 100 g Gallensäuren etwa 28 g Diäthanolamin oder 17 g Monoäthanplamin notwendig, um die Gallensäuren klar zur Lösung zu bringen. Die wässerige Lösung ist durchaus haltbar. Durch Eindampfen im Vakuum kann man die Verbindungen auch in fester Form gewinnen.
In gleicherweise verfährt man mit den aus der Galle abgetrennten Reinsäuren. So z.B.
erhält man durch. Umsetzung von ι ο g Gholalsäure mit 2,5 g Di- bzw. 1,5 g Monoäthanol-
ämin die - Diäthanolanunverbindung vom F. i68q und die Monoäthamolaminverbiridung vom F. 2050. ■

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    -i. Weitere Ausbildung des Verfahrenszur Herstellung von leicht löslichen Salzen der Gallensäuren gemäß Patent 579 147, dadurch gekennzeichnet, daß das aus der Tiergalle durch Säuren, gegebenenfalls nach vorheriger Verseifung, ausgeschiedene Säuregemisch in an sich, üblicher Weise hier mit Mono- oder Diäthanolamin zu Salzen vereinigt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man statt des Gallensäuregemisches die abgetrennten Einzelsäuren (Chol- oder Cholalsäure, Desoxycholsäure, Glykocholsäure usw.) mit den genannten Basen zu Salzen vereinigt.
DER83437D 1931-11-28 1931-11-28 Verfahren zur Herstellung von leicht loeslichen Salzen der Gallensaeuren Expired DE585397C (de)

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