DE575178C - Verfahren zur Herstellung von Staerkesirup bzw. festen Staerkezuckerprodukten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Staerkesirup bzw. festen Staerkezuckerprodukten

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DE575178C
DE575178C DEW89072D DEW0089072D DE575178C DE 575178 C DE575178 C DE 575178C DE W89072 D DEW89072 D DE W89072D DE W0089072 D DEW0089072 D DE W0089072D DE 575178 C DE575178 C DE 575178C
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    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12PFERMENTATION OR ENZYME-USING PROCESSES TO SYNTHESISE A DESIRED CHEMICAL COMPOUND OR COMPOSITION OR TO SEPARATE OPTICAL ISOMERS FROM A RACEMIC MIXTURE
    • C12P19/00Preparation of compounds containing saccharide radicals
    • C12P19/22Preparation of compounds containing saccharide radicals produced by the action of a beta-amylase, e.g. maltose

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Description

  • `Verfahren zur Herstellung von Stärkesirup bzw. festen Stärkezuckerprodukten Der normale Stärkesirup, wie er durch Hydrolyse der Stärke mit Hilfe von Säuren erzeugt wird, darf einen gewissen Dextrosegehalt nicht überschreiten, um auch bei längerem (mehrmonatlichem) Lagern klar zu bleiben. Die Grenze liegt ungefähr bei So °/o Dextrose in der Trockensubstanz. Bei einem höheren Gehalt trübt sich der Sirup, oder er wird sogar schmalzig, wodurch er für. verschiedene Zwecke unverwendbar wird.
  • Es ist bekannt. Stärke mit Hilfe der Diastase des Malzes abzubauen, wobei sich in der Hauptsache Maltose bildet. Ein derartiger Stärkesirup bleibt wohl unbeschränkte Zeit klar, besitzt jedoch nur eine geringe-Süßkraft, auch ist seine Erzeugung, besonders die Filtration, mit Schwierigkeiten verbunden.
  • Nach vorliegendem Verfahren wird ein Stärkesirup von hoher Süßkraft, der trotz seines hohen Zuckergehaltes weder trüb noch schmalzig wird, ohne Fabrikationsschwierigkeiten auf die Weise gewonnen, daß man den normalen Stärkesirup, der -durch Konversion mittels verdünnter Säuren gewonnen wurde, unter den für die Diastasewirkung günstigsten Bedingungen mit Malz behandelt, also die im Sirup enthaltenen Dextrine nach Möglichkeit in Maltose umwandelt. Da diese Dextrine bei der Hydrolyse mit Säure zum Teil die@Fähigkeit verloren haben, durch die Diastase des Malzes in-Maltose überführt zu werden, ist eine vollkommene Umwandlung in Maltose unmöglich. Sie gelingt erfahrungsgemäß bis zu einem Gehalt von 82 bis 85 °/o Dextrose -f- Maltose in der Trockensubstanz. Das Endprodukt zeigt besondere Süßkraft und Wohlgeschmack.
  • Da nur Dextrine in Maltose zu überführen sind, findet man mit einer geringen Menge Malz sein Auskommen.
  • Es ist selbstverständlich, daß man nicht den konzentrierten Sirup des Handels, sondern verdünnte Säfte der Einwirkung der Diastase aussetzt. Es ist angezeigt; das Verfahren in den normalen Gang der Stärkesirupfabrikation einzuschalten, bei welcher im ersten Stadium Säfte von r8 bis 2o° Be erhalten werden. Dieser Vorgang hat noch den: Vorteil, daß durch entsprechende Führung der Hydrolyse nach Bedarf mehr oder weniger Dextrose und mehr oder weniger durch Diastase in Maltose überführbare Dextrine gewonnen werden können.
  • Es ist weiter bekannt, daß der gewöhnliche Traubenzucker des Handels einen stark kratzenden Beigeschmack hat, was ihn für manche Zwecke unbrauchbar macht. Ein Zusatz von Malz zu Traubenzuckerlösungen bei der für die .Diastasewirkung günstigsten Temperatur verwandelt einen Teil des noch im Traubenzucker enthaltenen Dextrins in Mältose und gibt dem Produkt einen honigartigen Beigeschmack.
  • Produkte mit honigartiger Beschaffenheit und Geschmack werden hergestellt, indem hochkonvertierte Stärkezuckerlösungen, d. s. solche, welche in der Trockensubstanz 6o bis 70 °% Dextrose enthalten, in oben beschriebener Weise mit Malz behandelt werden.
  • Ausführungsbeispiele i. Die Stärke wird in üblicher Weise unter Druck mit Hilfe von verdünnten Säuren konvertiert. Der Grad der Konversion kann nach Bedarf reguliert werden, je nachdem ein mehr oder weniger süßer Sirup erzeugt werden soll. Keinesfalls darf jedoch ein Dextrosegehalt von 6o 0% in der Trockensubstanz überschritten werden, da sonst die Gefahr einer Trübung durch ausscheidende Dextrose vorhanden ist. Es wird dann in bekannter Weise neutralisiert und auf 5o bis 55° C abgekühlt, worauf ein Malzauszug von i bis 5 0/0 Luft-oder Grünmalz zugesetzt wird. Die Flüssigkeit wird nun bei den genannten, für die Einwirkung der Diastase günstigsten Temperaturen etwa i Stunde stehengelassen. Nach dieser Zeit ist die Reaktion beendet, und es kann nun direkt oder, falls die Diastase für die Verwendungsmöglichkeit des Sirups nachteilig ist, nach erfolgter Unschädlichmachung derselben durch Aufkochen filtriert und zur Sirupkonsistenz verdampft werden. Die Filtration bereitet keinerlei Schwierigkeiten, da die Flüssigkeit einen Teil ihrer Viskosität verloren hat.
  • z. Derselben Behandlung werden Traubenzuckersäfte, d. s. solche, welche in der Trokkensubstanz etwa 95 bis 97 % Dextrose neben 5 bis 3 0% Dextrin enthalten, unterworfen. Der erzielte Zucker hat einen angenehmen, aromatischen Beigeschmack, ohne den Gaumen zu reizen.
  • 3. Stärkezuckersäfte mit mehr als 6o 0% und weniger als 70 010 Dextrose in der Trokkensubstanz werden in der für Beispiel i angegebenen Weise behandelt. Das Endprodukt hat einen schmalzigen 'Charakter mit Honiggeschmack.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Stärkesirup bzw. festen Stärkezuckerprodukten, dadurch gekennzeichnet, daß ausgehend von mit Säure hydrolysierter Stärke die neutralisierte Lösung zur Überführung von Dextrinen in Maltose der Einwirkung der Diastase ausgesetzt wird:
DEW89072D 1932-05-25 1932-05-25 Verfahren zur Herstellung von Staerkesirup bzw. festen Staerkezuckerprodukten Expired DE575178C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE767755C (de) * 1938-01-25 1953-05-11 Paul Hildebrandt Verfahren zur Herstellung eines Backfettes

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE767755C (de) * 1938-01-25 1953-05-11 Paul Hildebrandt Verfahren zur Herstellung eines Backfettes

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