DE57370C - Verfahren zur Darstellung von zwei isomeren o. Tolyl - ß. napbtylaminmonosulfosäuren - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von zwei isomeren o. Tolyl - ß. napbtylaminmonosulfosäuren

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DE57370C
DE57370C DENDAT57370D DE57370DA DE57370C DE 57370 C DE57370 C DE 57370C DE NDAT57370 D DENDAT57370 D DE NDAT57370D DE 57370D A DE57370D A DE 57370DA DE 57370 C DE57370 C DE 57370C
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DENDAT57370D
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The Clayton Aniline Company Limited in Clayton
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C309/00Sulfonic acids; Halides, esters, or anhydrides thereof
    • C07C309/01Sulfonic acids
    • C07C309/28Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton
    • C07C309/45Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton containing nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups, bound to the carbon skeleton
    • C07C309/47Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton containing nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups, bound to the carbon skeleton having at least one of the sulfo groups bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring being part of a condensed ring system

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
In der Patentschrift No. 38424 ist die Darstellung substituirter ß-Naphtylaminsulfosäuren beschrieben; so wird z. B. eine ρ - Tolylß - naphtylaminsulfosäure dargestellt, indem ß-naphtolmonosulfosaures Natron mit ρ-Toluidin und salzsaurem p-Toluidin 6 Stunden auf 200° C. erhitzt wird. Die Erfinder haben gefunden, dafs bei Sulfurirung von o-Tolylß-naphtylamin mit. der drei- bis fünffachen Menge Schwefelsäuremonohydrat oder rauchender Schwefelsäure bei einer. Temperatur von 25 bis 450 C. ein Gemisch von zwei o-Tolylß-naphtylaminmonosulfosäuren entsteht, welche durch die verschiedene Löslichkeit der Kalksalze getrennt werden.
Die dem fast unlöslichen Kalksalz entsprechende Säure soll als o-Tolyl-ß-naphtylaminmonosulfosäure A. (Α-Säure) und die dem löslichen Kalksalz entsprechende Säure als ο - Tolyl - β - naphtylaminmonosulfosäure B (B-Säure) bezeichnet werden. "
Zur Darstellung und Trennung dieser zwei Säuren verfährt man folgendermafsen: 100 Theile ο - Tolyl - β - naphtylamin werden bei 10 bis 500. C. in 500 Theilen Schwefelsäuremonohydrat gelöst und die erhaltene Lösung bei dieser Temperatur stehen gelassen, bis eine Probe derselben sich klar in verdünnter Natronlauge löst; dies erfolgt bei 10 bis 200 C. nach 2 bis 4 Tagen, und bei 40° C. schon nach 12 Stunden. Beim Eingleisen der Lösung in 1660 Theile kaltes Wasser scheidet sich das Gemisch von Sulfosäuren als harzförmige, bald erstarrende Masse aus, welche durch Filtration von der sauren Mutterlauge getrennt wird, und dann durch Aufkochen mit 2000 Theilen Wasser und genügender Menge Natronlauge in eine Lösung der Natronsalze- verwandelt wird. Beim Hinzufügen einer Lösung von Chlorcalcium bilden sich die Kalksalze, wovon ein Theil krystallinisch ausgeschieden wird; derselbe wird abfütrirt und so lange mit kochendem Wasser ausgezogen, bis das Filtrat beim Hinzufügen von Sodalösung keinen Niederschlag mehr giebt. Im Rückstand findet sich das Kalksalz der Α-Säure und im Filtrat dasjenige der B-Säure. Aus beiden bekommt man durch Behandlung mit heifser Sodalösung leicht die entsprechenden Natronsalze, welche sich beim Erkalten krystallinisch ausscheiden.
Das Filtrat von dem Natronsalz der B-Säure enthält eine dritte Substanz gelöst, welche sich beim Verdünnen der Lösung und Versetzen mit Säure als harzige, bald erstarrende Masse ausscheidet; dieselbe ist in kaltem Wasser unlöslich ; beim Kochen derselben mit Wasser trübt sich dieses, scheinbar ohne dafs Lösung eintritt; dieser Körper ist nicht weiter untersucht worden.
Die Analyse ergab für das Natriumsalz der Α-Säure folgende Resultate:
Gefunden: Na 6,72 pCt. Berechnet: 6,86 pCt.
Das Salz krystallisirl in weifsen kugelförmigen Drusen, die unter dem Mikroskop aus einer Reihe langer rechtwinkliger Platten zusammengesetzt erscheinen. In 100 Theilen Wasser von 150C. lösen sich 2,3 Theile, in heifsem Wasser ist das Natronsalz etwas leichter löslich,
Das Kalksalz der A-Säure bildet schöne silberglänzende, nadeiförmige Blättchen; es ist in heifsem Wasser beinahe unlöslich und kann
ebenso wie das in heifsem Wasser sehr schwer lösliche Bariumsalz zur Trennung der beiden isomeren Sulfosäuren verwendet werden. ,
Aus der Lösung des Natronsalzes fällt auf Zusatz von Essigsäure die freie Säure in Form feiner silberglänzender Blättchen aus, welche sich in kaltem Wasser schwer lösen.
Die Analyse ergab für das Natriumsalz der B-Säure folgende Zahlen:
Gefunden: Na 6,79 pCt. Berechnet: 6,86 pCt.
Dieses Salz scheidet sich beim Versetzen einer Lösung des Kalksalzes mit verdünnter Sodalösung aus der heifs filtrirten Lösung in schönen silberglänzenden Blättchen aus, welche in kaltem Wasser ungefähr die gleiche Löslichkeit zeigen, wie das entsprechende Salz der A-Säure. In 100 Theilen Wasser von 150C. lösen sich 2,09 Theile, in wärmerem Wasser mehr; das Kalksalz und das Barytsalz sind beide in heifsem Wasser ziemlich leicht löslich und bilden silberglänzende Blättchen.
Die freien o-Tolyl-ß-naphtylamin-A- und -B-sulfosäuren sind beide in Wasser schwer, in Alkohol und Aether leicht lösliche Verbindungen. Die alkoholische Lösung trübt sich beim Mengen mit Wasser. Diese A- und B-Säuren lassen sich durch die aus ihnen erhältlichen Farbstoffe genügend charakterisiren.
Ganz allgemein sind die von der A-Säure sich ableitenden Farbstoffe durch blauen, die der B-Säure entstammenden Farbstoffe durch gelben Stich ausgezeichnet. So z. B. liefert ein Molecül eines Tetrazodiphenylsalzes mit einem Molecül o-tolyl-ß-naphtylamin-A-sulfosaurem Natrium und einem weiteren Molecül naphtionsaurem Natrium einen ungeheizte Baumwolle roth mit ausgeprägtem blauen Stich färbenden Farbstoff; die entsprechende Verbindung mit B-Säure liefert ein Roth mit gelbem Stich.
Die Α-Säure, in Form eines löslichen Salzes angewendet, giebt mit Diazobenzolsulfosä'ure ein schönes Gelbroth, mit Diazonaphtionsäure ein schönes Blauroth.
Die Salze der B-Säure geben mit Diazobenzolsulfosäure ein schmutziges Gelb, mit Diazonaphtionsäure ein unreines Blauroth.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von zwei isomeren o-Tolyl-ß-naphtylaminmonosulfosäuren, darin bestehend, dafs man o-Tolyl-ß-naphtylamin mit der drei- bis fünffachen Menge Schwefelsäuremonohydrat bei einer 500C. nicht übersteigenden Temperatur sulfurirt und hierauf das so gewonnene, aus den beiden genannten Sulfosäuren bestehende Product in die Kalksalze dieser Säuren überführt, welche mittelst ihrer verschiedenen Löslichkeit in Wasser von einander getrennt werden.
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