DE571385C - Herstellung von technisch reinem Magnesiumperchlorat - Google Patents

Herstellung von technisch reinem Magnesiumperchlorat

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DE571385C
DE571385C DEI41845D DEI0041845D DE571385C DE 571385 C DE571385 C DE 571385C DE I41845 D DEI41845 D DE I41845D DE I0041845 D DEI0041845 D DE I0041845D DE 571385 C DE571385 C DE 571385C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B11/00Oxides or oxyacids of halogens; Salts thereof
    • C01B11/16Perchloric acid
    • C01B11/18Perchlorates

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Description

  • Herstellung von technisch reinem Magnesiumperchlorat Gegenstand des Patentes 549 645 ist ein Verfahren zur Herstellung von technisch reinem Calciumchlorat, bei dem das auf Zusatz von vorzugsweise äquivalenten Mengen Calciumchlorid zu einer siedenden Lösung von Natriumchlorat und fortgesetzter Verdampfung des Lösungswassers sich ausscheidende Natriumchlorid von der Calciumchloratlösung abgetrennt und diese auf festes Salz verarbeitet wird. Dabei werden der Calciumchloratlösung in der Siedehitze vorteilhaft weitere Mengen Natriumchlorat zur Vervollständigung der Natriumchloridausscheidung zugeführt.
  • In weiterer Auswertung des allgemeinen Gedankens, das sich bei höherer Temperatur in ständig steigendem Maße zugunsten der Chlorsäuerstoffsalze verschiebende Löslichkeitsverhältnis zur Reindarstellung dieser Salze auszunutzen, wurde nun gefunden, daß das in der Patentschrift 549 645 beschriebene Verfahren sich ohne wesentliche Abänderungen auch zur Darstellung des Magnesiumperchlorats in technisch reiner Form aus Natriumperchlorat und Magnesiumchlorid eignet.
  • Magnesiumperchlorat wird heute, sei es als Trihydrat oder als wasserfreies Salz für sich allein oder in Mischung mit anderen Salzen vielfach als Trockenmittel für Gase empfohlen. Die bereits vorgeschlagene Herstellung durch Umsatz eines Magnesiumsalzes mit Ammoniumperchlorat oder Überchlorsäure ist aber recht kostspielig. Andererseits scheitert auch die elektrolytische Herstellung daran, daß die Elektroden rasch verkrusten und die Spannung der Bäder schnell anwächst.
  • Dagegen wurde nunmehr beobachtet, daß sich aus einer bei 12o° gesättigten Lösung äquivalenter Mengen von Natriumperchlorat und Magnesiumchlorid etwa 95 % des durch Umsetzung entstehenden Natriumchlorids aus der heißen Lösung ausscheiden und durch Filtrieren in der Hitze von der Magnesiumperchlorathaltigen Lösung getrennt werden können. Aus dieser kann durch Abkühlen ein technisch reines Magnesiumperchlorat-Hexahydrat Mg (Cl 0j, # 6 H2 O mit weniger als i0/, Natriumchlorid unmittelbar zur Kristallisation gebracht werden, wenn man in dem Kristallisiergefäß, so viel Wasser vorlegt, daß die Hexahydratbildung eintreten kann, ohne daß zu diesem Zweck der an Kochsalz gesättigten Mutterlauge Wasser entzogen werden muß.
  • Die von den ausgeschiedenen Hexahydratkristallen.abflltrierte Mutterlauge wird, zweckmäßig unter Zusatz weiterer Mengen \ atriumperchlorat, weiter eingeengt, wobei sich, nach dem Abfiltrieren des sich ausscheidenden Kochsalzes, bei entsprechender Wasservorlage weitere Mengen Magnesiumperchlorathydrat in Kristallform zur Abseheidung bringen lassen.
  • Durch wiederholte Behandlung der Mutterlauge in der beschriebenen Weise kann man praktisch das gesamte eingebrachte Natr iumperchlorat in Form von technisch reinem Magnesiumperchlorat erhalten.
  • Beispiel 702 kg Na Cl 0, - H2 O werden in 4oo 1 Wasser gelöst und erhitzt. In diese Lösung werden 5o8 kg Mg C12 - 6 H20, in Zoo 1 Wasser gelöst, unter ständigem Rühren heiß eingetragen. Unter einem Vakuum von 8o mm Hg werden nunmehr 570 1 Wasser verdampft und dann die Temperatur der Lösung unter normalem Druck auf i2o° C gesteigert. Beim Zentrifugieren der Lösung scheiden sich 32o kg Na Cl ab, die nur durch geringe Mengen Magnesiumsalz verunreinigt sind. Die Mutterlauge wird mit i i o 1 Wasser versetzt und langsam auf i5° abgekühlt. Es kristallisieren i 8o kg Mg (C1 0Q)2 - 6 H20 aus, die durch weniger als i °/o NaCI verunreinigt sind.
  • Die verbleibende Mutterlauge wird unter Zusatz von N atriumperchlorat weiter eingeengt. Nach Verdampfen von 75 1 Wasser im Vakuum und Erhöhung der Temperatur auf i2o° wird wiederum zentrifugiert und die Mutterlauge mit 6o 1 Wasser versetzt, worauf beim Abkühlen weitere 2o8 kg Mg (C104)2 - 6 H=O mit weniger als 11/0 Na Cl auskristallisieren.
  • Eine nochmalige Behandlung der Mutterlauge in der gleichen Weise liefert weitere ioo kg Mg (C104)_- 6H20 mit weniger als i °!o NaCl.
  • Die zum Schluß hinterbleibende Mutterlauge wird endlich zusammen mit einem neuen Ansatz verarbeitet. Auf dem beschriebenen Wege ist es möglich, praktisch das gesamte Mg (C10¢)2 - 6 H" O in technisch reiner Form zu erhalten. Nach einmaligem Abdecken mit konzentrierter Magnesiumperchloratlösung beträgt die Verunreinigung des Magnesiumperchlorats nur noch o,o5°/a NaCl.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Fortbildung des Verfahrens nach Patent 549 645 in Anwendung auf die Herstellung von technisch reinem Magnesiumperchlorat, dadurch gekennzeichnet, daß das bei Zusatz von vorzugsweise äquivalenten Mengen Magnesiumchlorid zu einer siedenden Lösung von Natriumperchlorat und bei fortgesetzter Verdampfung des Lösungswassers sich ausscheidende Natriumchlorid von der Magnesiumperchloratlösung abgetrennt und diese auf festes Salz verarbeitet wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dahin weiter ausgebildet, _ daß der Magnesiumperchloratlösung. in der siedenden Hitze weitere Mengen @?atriumperchlorat zur Vervollständigung der '.lTatriumchloridausscheidung zugeführt werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i oder -2, dadurch gekennzeichnet, daß aus der von festem Natriumchlorid befreiten Lösung Magnesiumperchlorat-Hexahydrat durch Abkühlung zur Kristallisation gebracht wird, wobei gegebenenfalls der Lösung Wasser in - solchen Mengen zugeführt wird, daß die NaCI-Konzentration der Mutterlauge unterhalb des Sättigungspunktes bleibt.
  4. 4. Verfahren nach einem der v orausgehendenAnsprüche, gekennzeichnet durch wiederholte Anwendung des Verfahrens auf die jeweils verbleibenden Mutterlaugen.
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