DE569632C - Verfahren zum Herstellen typographischer Druckformen durch Umdruck handgemalter Originale - Google Patents

Verfahren zum Herstellen typographischer Druckformen durch Umdruck handgemalter Originale

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DE569632C
DE569632C DEW84973D DEW0084973D DE569632C DE 569632 C DE569632 C DE 569632C DE W84973 D DEW84973 D DE W84973D DE W0084973 D DEW0084973 D DE W0084973D DE 569632 C DE569632 C DE 569632C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41CPROCESSES FOR THE MANUFACTURE OR REPRODUCTION OF PRINTING SURFACES
    • B41C1/00Forme preparation
    • B41C1/06Transferring

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Printing Methods (AREA)

Description

  • Verfahren zum Herstellen typographischer Druckformen durch Umdruck handgemalter Originale Die Erfindung betrifft ein Verfahren, welches jedem Graphiker sowie auch jedem Maler erlaubt, eine in Strich oder Halbton ausgeführte ühnalerei in wenigen Minuten im Original verkehrt auf eine Metallplatte zu bringen, dieselbe dann direkt im Original zrt ätzen und zu einem Originaldruckstock zu gestalten.
  • Dadurch fällt die Photographie vollkommen aus sowie auch das zeitraubende Verkrhrtzeichnen oder Pausen, wie es bei der Lithographie gehandhabt wird. Der Bildraster selbst wird dabei nicht auf künstlichem Wege auf die Platte projektiert oder kopiert oder durch künstliches Korn auf die Zinkplatte oder gekörntes Zeichenpapier hergestellt, sondern bildet sich auf absolut natürlichem Wege, wobei die Punkte nicht wie beim Rasternetz in Quadratlinien, sondern der Form und dem Ausdruck des Pinselstriches nach entsprechend sitzen und jede Nüancierung vollwertig wiedergeben.
  • Durch diese natürliche Punktgestaltung wird jeder Charakter und jede Individualität des Künstlers absolut dem Tonwert entsprechend gewährleistet, und derselbe besitzt in jedweder Drucklegung, sei es als von ihm signiertes Kunstblatt, als Kunstbeilage einer Wochenschrift, als Illustration eines Buches oder in der Reklame sowie in Tageszeitungen, die Gewißheit, stets einen Originalabdruck seines Werkes vor sich zu haben und nicht von dessen photographischer Wiedergabe. Die Ätzung selbst kann beliebig fein und tief durchgeführt sowie auch für den Rotationsdruck Galvanos davon hergestellt werden. Die Druckfähigkeit . sowie die Höhe der Auflageziffer eines solchen Druckstockes entspricht genau derjenigen eines jeden Buchdruckstockes (Simili).
  • Gemäß der Erfindung besteht das Verfahren darin, das Original mittels einer Spezialfarbe in Strich oder Halbton auf einem besonders präparierten Papier auszuführen, hierauf das so hergestellte Original direkt auf die zu .ätzende Metallplatte, ähnlich wie die bekannten Abziehbilder, abzuziehen, wobei die das Original bildende Farbhaut auf der Metallplatte bleibt, diese Farbhaut zu körnen und anzubrennen und hierauf das Ätzen der Metallplatte in an sich bekannter Weise vorzunehmen.
  • Es bestehen bereits Verfahren, bei welchen ein von Hand gemaltes Original auf eine Metallplatte umgedruckt und letztere geätzt wird. Jedoch wird bei diesem Verfahren die Platte zunächst durch Aufstreuen von Harzkörnern mit einem künstlichen Korn versehen, welches den üblichen Raster ersetzt und in der Folge zur Bildung eines genau ebenen Druckspiegels führt. Im Gegensatz hierzu entsteht bei dem erfindungsgemäßen Verfahren das Korn auf ganz natürlichem Wege durch Eintauchen der die Farbhaut tragenden Metallplatte in ein Acetonbad, wobei die in der Farbe selbst enthaltenen Harzbestandteile aufgelöst und solcherart Angriffspunkte für die nachfolgend in Wirkung tretende Säure geschaffen werden. Hierbei entsteht ein leicht unebener Druckspiegel, in welchem allen Eigenarten des Originalbildes getreu Rechnung getragen ist. -Aus dem Vorstehenden erhellt, daß zur Durchführung des Verfahrens bzw. zur Herstellung des Originals eine Spezialfarbe und ein speziell präpariertes Papier erforderlich sind. .
  • So besteht z. B. die Malfarbe aus drei Lösungen, die der Reihenfolge nach angesetzt und angerieben werden.
  • i. Lö s un g. 5 g fette Lithographietusche werden in 12 g Terpentinöl aufgelöst, 5 g Asphaltpulver eingerieben und 25 g Farbenlack zugegossen. Hernach wird eitle Mischung von iog Stearinpulver, 45g, Talg und 45g Stärke eixigerieben.
  • 2. Lösung. 3 g helles Wachs werden in 5 g Terpentinöl aufgelöst, mit der Spachtel der ersten Lösung beigemengt, und zwar unter Zugießen von i-- g Spirituslack.
  • 3. Lösung. 5 g Talgpulver und 5 g Asphaltpulver werden mit 5 g Terpentinöl gut angerieben, hernach in die bereits gemischten beiden ersten Lösungen eingerührt und so lange Terpentinöl beigegossen, bis die ganze Masse dickflüssig wie Tubenölfarbe wird. Am Ende wird die ganze Masse tüchtig verarbeitet, bis sie glatt und absolut knotenfrei ist.
  • Das zu präparierende Papier ist vorzugsweise weich, knotenfrei und gut aufsaugend, auch darf es sich beim Befeuchten nur wenig dehnen. Dasselbe wird mit einer Gummiarabilz:umlösung aus i Teil Wasser und 2 Teilen Gummi unter Zusatz von einigen Tropfen Glycerin gleichmäßig und ohne Luftbläschen angestrichen. Wenn getrocknet, folgt ein zweiter Anstrich mit Zaponlack, und wenn derselbe ebenfalls getrocknet ist, folgt ein dritter und letzter Anstrich mit derselben Gummiarabikumlösuüg. Auch hier ist darauf zu achten, daß derselbe gleichmäßig und ohne Blasen ausgeführt wird. Nach abermaliger Trocknung ist das Papier gebrauchsfertig.
  • Das Bild wird mittels der mit Terpentin angerührten Malfarbe in beliebiger Technik gemalt und bleibt io bis 15 Minuten zum Trocknen liegen. Unterdessen wird die zum :fitzen bestimmte Zinkplatte sorgfältig gereinigt und mit in Terpentin aufgelöstem Harz finit dem Handballen so lange gleichmäßig eingerieben, bis eine gute Klebhaltigkeit vorlianden ist.
  • Sodann wird das Bild leicht mit glyceringetränkt:erWatte eingerieben und die Rückseite gleichzeitig mit Spiritus angefeuchtet. Jetzt wird das Bild auf die Platte gelegt und mit einer Handgummi-,valze aufgedrückt, bis sämtliche Luftblasen zwischen Platte und Bild verschwunden sind. Vorzugsweise wird Platte und Bild-unter Auflegen einiger Blätter Papier und einem Glanzkartonschutz durch eine Presse gezogen. Sodann wird die Rückseite leicht mit Wasser angefeuchtet, bis sich das Papier mit Leichtigkeit abziehen l.äßt, und die sich nun zeigende Gummiarabikumschicht mit Wasser leicht aber gut abgerieben, wobei die Zaponhaut (die zum Schutze gegen die vorzeitige Auflösung der unteren Gummischicht sowie zur Verhütung einer allzu großen Ausdehnungsmöglichkeit beim Anfeuchten des Bildes dient und hauptsächlich bei der Herstellung von Mehrfarbendruckstöcken von höchster Wichtigkeit ist) bloßgelegt wird. Es empfiehlt sich, nun nochmals die Zaponhaut mit der Walze anzudrücken und dann die Platte unverzüglichin Spiritus zu legen, wobei sich die Zaponhaut von der Gummischicht scheidet und sich mit Leichtigkeit abziehen läßt. Als letzter Schutz befindet sich nun noch eine Gummiarabikumschicht über der Malerei, die mit Wasser abgespült wird, aber ohne zu reiben. Ist das Gummi restlos abgespült, so wird die Platte an der Luft getrocknet, wieder 3 bis 4 Minuten in Spiritus gelegt und erneut an der Luft getrocknet. Es folgt nun die eigentliche Körnung des Bildes, indem die Platte m eine reine Acetonlösung gelegt wird (i bis 2 Minuten), wobei sich das Bild in winzige Punkte zerteilt, wobei Talgkörner, Asphalt sowie das Fett des Lackes nicht angegriffen wird, während der zwischen den Talgkörnern befindliche Spirituslack zerstört wird und so bei der späteren Ätzung der Lücken, d. h. die Angriffsflächen für die Säure, bildet. Wird die Platte aus dem Acetonbad herausgezogen, so kann sie durch Anblasen fast augenblicklich getrocknet und über einer Gasflamme so lange gleichmäßig erhitzt, d. h. eingebrannt werden, bis die Schatten tiefe Tönung und das übrige Bild eine dunkelbraune Färbung aalgenommen hat.
  • Nach dem Erkalten der Platte wird sie in das Ätzbad (5ooccm Wasser und 5o ccm Salpetersäure) i Stunde gelegt und ruhen gelassen. Dann wird das Bild mit Terpentin abgewaschen, und die erste Ätzung ist beendet. Das Bild steht bereits ziemlich tief und normal auf der Platte. Um sich von diesem ersten Bildwerte zu überzeugen, wird ein Bürstenabzug gemacht. Erscheint das Bild noch etwas zu dunkel, so kann° ein Hellätzen, d. h. ' Aufätzung nach Belieben, erfolgen, indem der Druckstock mit gewöhnlicher Büchdruckfarbe (mittel) gut eingewalzt und mit Harzpulver eingestäubt und eingebrannt wird. Es folgt eine Ätzung von Minuten in 5oo ccm Wasser und 5o ccm Salpetersäure, die man so lange wiederholt, bis das Bild normal erscheint. Sodann kann mit der Tiefätzung begonnen werden, und zwar auf die bekannte Art, wie sie bis heute beim Autotypieätzverfahren gehandhabt wird.
  • Bei der Herstellung von grobgekörnten Druckstöcken für den Rotationszeitungsdruck hängt die Weitmaschig keit des Kornes gleich von der ersten Ätzung ab. die man j e durch die Stärke und Dauer des ersten Ätzbades erzielt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Herstellen typographischer Druckformen durch Umdruck handgemalter Originale, dadurch gekennzeichnet, daß auf einem Abziehpapier, das zwischen zwei wasserlöslichen Schichten eine wasserunlösliche Schicht besitzt, das Original mit einer Farbe bemalt wird, die in Aceton leichtlösliche und schwerlösliche Bestandteile enthält, daß dann nach dem Antrocknen das Bild auf die Druckplatte umgedruckt, diese in Aceton gebadet und schließlich eingebrannt und geätzt wird.
DEW84973D 1931-02-03 1931-02-03 Verfahren zum Herstellen typographischer Druckformen durch Umdruck handgemalter Originale Expired DE569632C (de)

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