DE44907C - Verfahren zur Herstellung von Photolithographien in Kornmanier mit Halbtönen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Photolithographien in Kornmanier mit Halbtönen

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DE44907C
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J. BARTOS in Wittingau in Böhmen und H. KÜHN in Wien, I., Operngasse 4
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41CPROCESSES FOR THE MANUFACTURE OR REPRODUCTION OF PRINTING SURFACES
    • B41C1/00Forme preparation
    • B41C1/10Forme preparation for lithographic printing; Master sheets for transferring a lithographic image to the forme

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Printing Plates And Materials Therefor (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Photolithographien in Kornmanier mit Halbtönen und besteht aus der Combination zweier Verfahren, um eine neue technische Wirkung hervorzurufen. Es ist nämlich die Anwendung eines schwachen Sandgebläses von besonderer Einrichtung combinirt mit der Anwendung einer Lackschicht, welche unter dem Bilde ruht und der Platte bezw. dem Stein bei der Aetzung als Schutz dient; beides als Combination wurde noch nicht angewendet.
Zur Ausführung des neuen Verfahrens wird ein gut geschliffener lithographischer Stein oder eine Kalksinterplatte mit einer dünnen Lackschicht überzogen, bestehend aus ca. 200 g Chloroform, 5 g Mastix, 10 g Asphalt, 300 g Benzin und 2 g Leinöl. Auf den so vorbereiteten Stein oder diese Platte überträgt man das in bekannter Weise durch photographische Aufnahme in Halbton hergestellte Pigmentbild.
DasPigmenthäutchen wird nach dem Trocknen mit einer Mischung, bestehend aus ca. 35 g Glycerin, 25 g Wasser und 2 g Alaun, begossen und diese Mischung ca. 5 Minuten darauf wirken gelassen, worauf dieselbe mittelst Fliefspapier entfernt wird.
Jetzt besitzt das so präparirte Pigmentbild die Eigenschaft, sich leicht zerstören zu lassen.
Das so präparirte Pigmentbild wird nun der Einwirkung des sehr schwachen Sandgebläses ausgesetzt. Der Sand schlägt auf das schwach reliefartige, weiche Bild, so dafs es stufenweise zerstört und die darunter liegende Lackschicht auch stufenweise beschädigt wird. Nach Entfernung des zerstörten Photographiehäutchens zeigt sich das Bild in allen Details in Korn auf dem Lacküberzuge des Steines oder der Platte.
Da sich das Bild auf der Lackschicht in stufen weiser Lädirung derselben vorfindet, ist es jetzt möglich, dasselbe in den Stein einzuätzen, und zwar geschieht dieses durch Einwirkung einer schwachen Phosphorsäure, bestehend aus ι 1 Wasser und ca. 40 g Phosphorsäure.
Nach ca. 2 Minuten wird die Phosphorsäure abgewaschen und der Stein mit einer Gummilösung, bestehend aus ca. 100 g Wasser und 5 g Gummi, bestrichen und dieser Anstrich trocknen gelassen.
Mit trockener Baumwolle entfernt man nun mittelst Terpentins die Lackschicht, worauf der trockene Stein mit lithographischer Farbe eingewalzt, dann angefeuchtet und die überflüssige Farbe abgewalzt wird.
Jetzt zeigt sich das Bild auf dem Steine oder der Kalksinterplatte in den feinsten Details und ist druckfähig, da das Bild in den Stein selbst eingeätzt ist.
Dieses. Verfahren läi'st sich auch zur Herstellung von Hoch- und Tiefdruckplatten verwenden.
Zur Herstellung gröfserer Bilder auf Steinoder Metallplatten, wobei ein bestimmtes Korn nach Bedarf gröfser als bei kleinen Bildern
sein mufs, wird das vollkommen entwickelte, noch feuchte Pigmentbild mit Glas- oder Harzpulver schwach eingestäubt und das auf der feuchten Pigmentschicht haftende Pulver mit der Pigmentschicht eintrocknen gelassen. Das so eingestäubte und trockene Pigmentbild wird in der oben beschriebenen Weise mit Glycerin und Alaunmischung behandelt und der Einwirkung des schwachen Sandgebläses ausgesetzt, um dann mit Phosphor- oder Salpetersäure eingeätzt zu werden.
Da die weiche, schwach eingestäubte Pigmentschicht durch das Einstäuben ein Korn besitzt, reproducirt sich letzteres in derselben Gröfse durch Einwirkung des schwachen Sandgebläses auf der Lackschicht des Steines oder der Platte und kann sonach eingeätzt werden.

Claims (3)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Photolithographien in Kornmanier mit Halbtönen, darin bestehend, dafs:
    ι. ein Pigmentbild auf einen Lithographiestein oder eine Kalksinterplatte, welche vorher mit einer Lackschicht überzogen worden sind, übertragen wird;
  2. 2. das Bild der Wirkung eines Sandgebläses ausgesetzt;
  3. 3. die Pigmentschicht entfernt und das in der Lackschicht hervorgebrachte Bild geätzt wird.
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