DE580914C - Verfahren zur Anbringung von Harzschichten an den Druckstellen von Flachdruckplatten - Google Patents

Verfahren zur Anbringung von Harzschichten an den Druckstellen von Flachdruckplatten

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DE580914C
DE580914C DEU10887D DEU0010887D DE580914C DE 580914 C DE580914 C DE 580914C DE U10887 D DEU10887 D DE U10887D DE U0010887 D DEU0010887 D DE U0010887D DE 580914 C DE580914 C DE 580914C
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Ullstein A G
JULIUS BEKK DR
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Ullstein A G
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41NPRINTING PLATES OR FOILS; MATERIALS FOR SURFACES USED IN PRINTING MACHINES FOR PRINTING, INKING, DAMPING, OR THE LIKE; PREPARING SUCH SURFACES FOR USE AND CONSERVING THEM
    • B41N3/00Preparing for use and conserving printing surfaces
    • B41N3/08Damping; Neutralising or similar differentiation treatments for lithographic printing formes; Gumming or finishing solutions, fountain solutions, correction or deletion fluids, or on-press development

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  • Printing Plates And Materials Therefor (AREA)

Description

  • Verfahren zur Anbringung von Harzschichten an den Druckstellen von Flachdruckplatten Die Fertigstellung von Flachdruckformen, insbesondere von solchen aus Zink und Aluminium für den Auflagendruck, erfolgte bisher durch Behandlung der durch Umdruck oder im Wege eines Kopierverfahrens hergestellten Platte nach dem Gummieren mit Auswaschtinktur unter nachfolgendem Einwalzen mit fetter Farbe und weiterer Behandlung der Platte mit sogenannten Ätzpräparaten, die die farbabstoßende Eigenschaft der nicht druckenden Stellen in gefeuchtetem Zustande wesentlich zu erhöhen vermögen. Diese letztere Behandlung, die der Flachdrucker allgemein als Ätzung bezeichnet, ermöglicht erst den Flachdruck in rasch laufenden Maschinen, da die in solchen Maschinen verwendete Druckfarbe infolge ihrer weichen, schmierigen Beschaffenheit eine ungeätzte, wenn auch gummierte Platte sehr rasch zum Tonen bringen würde. Eine einmal tonende Platte läßt sich im allgemeinen nur durch starkes Ätzen retten. Nun ist aber die Ätzlösung ein chemisch ziemlich kräftig auf das Metall der Flachdruckform einwirkendes Mittel, das die nicht kräftig mit Farbe beladenen Druckelemente, insbesondere an den Rändern, durchzudringen und die Farbaufnahmefähigkeit an diesen Stellen wesentlich herabzumindern vermag und dadurch das Schwinden des Druckbildes veranlassen kann. Besonders augenfällig ist diese Wirkung beim Druck gerasteter Bilder, deren Druckelemente infolge der Rasteraufteilung in ihrer Gesamtheit außerordentlich lange, der Ätzwirkung also besonders stark ausgesetzte Konturen besitzen. Man macht von dieser Eigenschaft der Ätze auch praktisch Gebrauch, wenn die Aufhellung bestimmter Partien des Druckbildes gewünscht wird. Diese Aufhellung der gerasterten Bilder tritt aber auch jedesmal unerwünschterweise dann ein, wenn das einsetzende Tonen wieder weggebracht werden soll; ja, es tritt in außerordentlich störender Weise schon beim Druckfertigmachen der Platte durch Ätzen jedesmal, und zwar vorzugsweise an den Stellen der Lichter, ein, wenn aus irgendeinem Grund die Druckstellen in nicht genügend dicker Schicht von Farbe bedeckt sind oder ihre Beschaffenheit keinen hinlänglichen Widerstand gegen die Einwirkung der wässerigen Ätze leistet. Das letztere ist z. B. bei verschiedenen Kopierverfahren der Fall, bei denen z. B. die Druckstellen durch Weglösen der nicht belichteten Teile einer Chromatkolloidkopie entstehen, die sodann in irgendeiner Form mit Farbe bedeckt werden, wobei jedoch sowohl Reste der zum Weglösen benutzten Chemikalien des sogenannten Entwicklers als auch solche der Einwirkungsprodukte des Entwicklers auf das Metall und schließlich auch Reste des Chromatkolloids selbst zurückbleiben können und infolge ihrer Wasserlöslichkeit bzw. ihrer Ouellbarkeit schon in sehr geringer Menge zum Schwinden der Druckstellen beim Ätzen sowohl als auch beim Auflagendruck infolge der Feuchtung Veranlassung geben können,.
  • Hinzu kommt, daß nach Einfärben der durch die Entwicklung freigelegten Stellen der Metallplatte mit Druckfarbe die später nicht druckenden Stellen derselben von ihrem Belag; bestehend aus belichtetem Chromatkolloid, befreit werden müssen, was meist durch Behandlung mit wässerigen Säuren o. dgl. erfolgt, wobei letztere auch auf die Druckstellen in dem Sinne einwirken können, daß sie deren Druckfarbenbelag durchdringen und den Zusammenhang der Druckfarbe mit der metallischen Unterlage durch Bildung von Reaktionsprodukten mit der letzteren schwächen. Zusammenfassend kann gesagt werden, daß die Druckstellen einer auf beliebigem Wege hergestellten Flachdruckform gegen die Einwirkung von Wasser und von wässerigen Chemikalien nicht jene Widerstandsfähigkeit besitzen, die im Interesse der Gleichmäßigkeit der Auflage wünschenswert ist. Die Folge ist die Notwendigkeit des öfteren Plattenwechsels und der damit verbundene Mehraufwand an Material und Zeit.
  • Es ist schon des öfteren vorgeschlagen worden, diesen Mangel dadurch zu beheben, daß die Druckstellen mit einer Substanz beschichtet werden, die eine hinlängliche Widerstandsfähigkeit gegen wässerige Chemikalien besitzt. Schon die eingangs erwähnte Behandlung mit Auswaschtinktur schafft an den Druckstellen eine zusammenhängende Schicht, bestehend aus Asphalt, Harzen und fettigen Substanzen, die an und für sich eine gewisse Widerstandsfähigkeit gegen Wasser und wässerige Chemikalien besitzen. Desgleichen ist die Verwendung einer Asphaltlösung vorgeschlagen worden, um den Druckstellen eine gegen Wasser und wässerige Chemikalien widerstandsfähige Unterlage zu geben. Diese Vorschläge können jedoch die oben beschriebenen Mängel nicht vollständig beseitigen, da die aus Asphalt bzw. aus dem Gemisch von Asphalt, Harz und fetten Substanzen bestehende Schicht sich in der weichen Druckfarbe des Auflagendruckes allmählich löst und damit ihre Schutzwirkung einbüßt, weshalb es auch an Vorschlägen nicht gefehlt hat, die Schutzschicht aus Substanzen herzustellen, die in fetter Farbe und in beim Flachdruck üblichen Druckfarbenzusätzen unlöslich sind. So ist Schellack als Präparationssubstanz vorgeschlagen worden, auch im Gemisch mit Kopal. Erfahrungsgemäß haben jedoch diese Vorschläge in der Praxis. aus folgenden Gründen keinen Erfolg gehabt: Die Präparation der Druckplatte mit derartigen Harzen muß in der Weise vorgenommen werden, daß nach dünner Gummierung der Platte unter nachfolgender Trocknung die fette Druckfarbe mittels Terpentinöl oder sonstigen restlos verdunstenden Lösungsmitteln ausgewaschen und somit die Druckstellen bis zum blanken Metall freigelegt werden. Sodann wird die Präparationslösung, bestehend aus Auflösungen der Präparationssubstanz (Schellack oder dessen Mischung mit Kopal) in flüchtigen Lösungsmitteln, z. B. Spiritus, auf die Platte gebracht und auftrocknen gelassen.- Sodann erfolgt die Behandlung der Platte mit Wasser, das die Lackschicht durchdringend an den mit Gummi beschichteten, d. h. später nicht druckenden Stellen diese zur Quellung und Lösung bringt, wodurch der Zusammenhang der Lackschicht mit der Metallplatte an diesen Stellen unterbrochen wird, so da.ß die Lackschicht hier abgespült bzw. abgerieben werden kann, während an den Druckstellen, an denen die Lackschicht am Metall der Druckplatte sitzt, ein solches Weglösen nicht erfolgt. Wie aus dem Gesagten hervorgeht, muß also die Präparation der Druckplatte mit der Harzlösung so dünn geschehen, daß ein Durchdringen der Lackschicht durch Wasser erfolgen kann. Ist aber die Lackschicht dünn genug, um dieser Forderung zu entsprechen, so wird sie auch bei der späteren Behandlung mit wässeriger Atzlösung an den Druckstellen selbst durchdrungen werden können, so daß der Zweck der ganzen Maßnahmen nicht erreicht worden ist. Man hat deshalb vorgeschlagen, die Druckstellen vor der Präparation zu vertiefen, so daß bei der Behandlung mit Lack die späteren Druckstellen eine dickere Lackschicht erhalten als die unvertieften späteren Feuchtstellen, so daß an letzteren eine Durchdringung der Lackschicht durch Wasser und somit die Entwicklung vor sich gehen kann, jedoch die Druckstellen eine dem Maß ihrer Tieflesung entsprechend dicke, wässerigen Chemikalien gegenüber hinlänglich widerstandsfähige Lackschicht besitzen. Die Nachteile dieser Verfahren sind zweierlei Art: erstens werden durch die Tieflesung der Druckelemente, z. B. durch Ätzung, die Tonwerte des Druckbildes mit verändert, zweitens werden durch die Mehrarbeit, die die Vorbereitung der Platte zum Tiefätzen und die Tiefätzung selbst erfordert, die Herstellungskosten der Druckplatten nicht unwesentlich erhöht, wozu noch kommt, daß eine tiefgeätzte Platte nach dem Ausdrucken recht erhebliche Mehrarbeit an Schleifen und Körnen gegenüber nicht tiefgeätzten Platten erfordert, um wieder zur Aufnahme eines neuen Druckbildes fertiggestellt zu werden.
  • Die Erfindung ermöglicht die Herstellung von Flachdruckplatten mit unvertieften Druckstellen, die einen gegen Wasser und wässerige Chemikalien in hohem Grade widerstandsfähigen, in Druckfarbe und fetten Lösungsmitteln ganz unlöslichen Überzug besitzen. Die Herstellung dieses Überzuges der Druckstellen kann auf Druckplatten beliebiger Herkunft (Umdruck, Kopie) erfolgen und ist der Handhabung nach zunächst die gleiche wie die oben beschriebene. Zur Verwendung gelangen jedoch erfindungsgemäß Lösungen von solchen Kunstharzen, die ihre Widerstandsfähigkeit gegen Wasser und wässerige Chemikalien durch Erhitzung wesentlich erhöhen, wie dies z. B. bei den Phenolformaldehydkondensationsprodukten der Fall ist. Dadurch gelingt es z. B. den Auftrag der Präparationsharzlösung, zweckmäßig in langsam verdunstenden Lösungsmitteln (Cyclohexanol) o. dgl., gegebenenfalls ' unter Zusatz von Farbstoffen, derart zu gestalten, daß das Durchdringen von Wasser durch die unerhitzte Schicht, die Entwicklung, mit großer Sicherheit vor sich geht, während die Harzsubstanz der an den Druckstellen sitzenbleibenden Schicht durch Erhitzung in die gegen Wasser, wässerige Chemikalien und Lösungsmittel -wesentlich widerstandsfähigere Modifikation übergeführt werden kann.
  • Die Herstellung der den Druckstellen als Unterlage dienenden Harzschicht kann aber nicht nur bei bereits fertiggestellten Druckplatten in der beschriebenen Weise erfolgen. Vielmehr ist es möglich und zweckmäßig, die Harzpräparation der Druckstellen in ein früheres Stadium der Druckplattenherstellung zu verlegen. Beispielsweise kann bei einem der bekannten sogenannten Positivkopierverfahren nach dem Entfernen der beim Belichten löslich gebliebenen Teile der Chromatkolloidschicht und eventueller Nachbehandlung (Entsäuern) der freigelegten Stellen der Metallplatte die Präparation mit der Harzlösung erfolgen, wonach z. B. durch Weiterbehandlung mit verdünnten Säuren von den nicht druckenden Stellen sowohl das belichtet gewesene Chromatkolloid wie das daraufsitzende Harz entfernt werden kann. Ferner kann z. B. die Eiweißkopie vor dem Entwickeln mit Wasser, statt mit Farbe eingewalzt zu werden, mit Harzlösung überzogen werden, worauf die Entwicklung mit Wasser in der üblichen Form und hinterher die Erhöhung der Widerstandsfähigkeit der Harzschicht durch Erhitzung stattfinden kann. Im allgemeinen kann gesagt werden, daß sich die erfindungsgemäße Harzpräparation in dem jeweils angewandten Herstellungsprozeß der Druckplatten sinngemäß im zweckmäßigsten Stadium desselben einfügen läßt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: _. Verfahren zur Anbringung von Harzschichten an den Druckstellen von Flachdruckplatten in einem beliebigen Stadium der Herstellung, dadurch gekennzeichnet, daß als Substanz der Schicht Phenolformaldehydkondensationsprodukte oder sonstige, durch Erhitzung unlöslich werdende und ihre Widerstandsfähigkeit gegen sonstige chemische Einflüsse erhöhende und gegen Druckfarbe beständige Kunstharze verwendet werden. a. Ausführung des Verfahrens nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Vornahme der Beschichtung die Harzsubstanz in langsam verdunstenden Lösungsmitteln, zweckmäßig unter Zusatz von Farbstoffen, aufgelöst wird.
DEU10887D 1929-08-20 1929-08-21 Verfahren zur Anbringung von Harzschichten an den Druckstellen von Flachdruckplatten Expired DE580914C (de)

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DE (1) DE580914C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE743162C (de) * 1936-12-23 1943-12-18 Walter Hugentobler Verfahren zur Herstellung von Flachdruckformen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE743162C (de) * 1936-12-23 1943-12-18 Walter Hugentobler Verfahren zur Herstellung von Flachdruckformen

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