DE746727C - Verfahren zur photomechanischen Herstellung von Druckformen fuer Rakeltiefdruck - Google Patents

Verfahren zur photomechanischen Herstellung von Druckformen fuer Rakeltiefdruck

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DE746727C DEB169309D DEB0169309D DE746727C DE 746727 C DE746727 C DE 746727C DE B169309 D DEB169309 D DE B169309D DE B0169309 D DEB0169309 D DE B0169309D DE 746727 C DE746727 C DE 746727C
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    • G03FPHOTOMECHANICAL PRODUCTION OF TEXTURED OR PATTERNED SURFACES, e.g. FOR PRINTING, FOR PROCESSING OF SEMICONDUCTOR DEVICES; MATERIALS THEREFOR; ORIGINALS THEREFOR; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
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Description

  • Verfahren zur photomechanischen Herstellung von Druckformen für Rakeltiefdruck Die Autotypie unterscheidet sich von dem Rakeltie£druck mittels Platte oder Zylinder bekanntlich grundsätzlich dadurch, daß bei ersterer das HaJbbtonbi@ld mit Hilfe eines Rasters in Punkte zerlegt oder aufgelöst wird, deren Größe maßgebend ist für -die Tiefe der wieldenzugebendenTöne, während beim Rakeltiefdruck das Halibtonbild als solches,'aliso im unzenl.egten Zustand, zum Albdruck kommen soll und der Raster nur zur Erzeugung der Gleitstege für den Rakel dient. Im letzteren Falle hat man es bisher allgemein für nötig gehalten, .so zu verfahren, daß das Halibtonbild und ider Raster nacheinander zunächst auf einlichtempfindlich gemachtes Pigmentpapier kopiert und von hier durch Abklatschen auf die Druckforti übertragen wurden, @vo dann die Fertigstellung -und Ätzung in .üblicher Weise erfolgte. Dieses Verfahren ist aber mit wesentlichen Ü?belstähden verbunden, die durch die Verwendung des Pigmentpapiers bedingt sind. Denn da das Pigmentpapier gegen atmosphärische Einflüsse sehr empfindlich ist, leicht Feuchtigkeit anzieht und dadurch Größenänderungen erleidet, besteht immer .die Gefahr @äaß-d ie für Mehrfarbendruck mittels Pigmentpapier herzustellendlen Druckformen für die einzelnen Farben nicht mit,der nötigen Genauigkeit aufeinanderpassen. Diese Übelstände des Rakeltlefdruckverfahren:s sind bekannt, und deswegen wurden bisher im Rakelfiie£druck vorwiegend nur einfarbige Reproduktionen hergestellt. Mehrfarbige Reproduktionen wurden .deshalb meist nur in' kleineren Formtaten hergestellt und mit nur geringer Nutzerzahl.
  • Zur Vermeidung des gerügten Übelstandes hat man vorgeschlagen, bei der photographischer Übertragung des Vorlagebildes in den Strahlengang Raster einzuschalten, durch die also wiederum eine Zerlegung des Halbtonbildes in Punkte bewirkt wird, dabei aber Raster solcher :Art zu verwemtden, daß .die Bildelemente von ununterbrochenen Linien begrenzt werden- Das so erhaltene photographische Rasterbild soll dann unmittelbar, also unter Umgehung der Übertragung auf Pigmentpapier, auf den Druckformträger kopiert werden, wobei .dann die ununterbrochenen Ras'terl:inien, welche die Bildpunkte begren= zen, bei der anschließenden: Ätzung die Stege für, .die er£orderl:iche sichere Rakelauflage schaffen. So werden zwar die Nachteile der Bildübertragung mittels des lichtempfindlichem Pigmentpapiers vermieden, man erhält aber keine echten Hal:btonreprodukticonen, sondern autotypische Reproduktionen, d. h. solche, bei .denen Glas Hal:btonbild in einzelne Punkte oder Druckelemente von verschiedener Größe zerlegt ist und der Tonwert demgemäß nur durch :die' wechselnde Größe dieser Druckeleinente bedingt Ist.
  • Es hat sich nun aber gezeigt, daß es auch möglich ist, Druckformen für den Rakeltiefdruck unter Verm-eiidung ,der Pigmentpapier-Übertragung ohne autotypische Bildzerlegung herzustellen. Dies gelingt gemäß vorliegender Erfindung in der Weise, daß man auf eine mit einer lichtempfindlichen Kolloidschicht überzogene Metallunterlage (Platte, Zylinder o. dgl.) -die positive Habbtonvorlage und die Rastervorlage nacheinander durch direkte Kopie in der - vom Pi:gmentpapierverfahren her an sich bekannten Weise überträgt und hierauf unmittelbar ohne die übliche Entwicklung ätzt.
  • Es ist zwar für die Herstellung autotypischer Tiefdruckformen auch bekämtt, die zur Herstellung :der Druckform benutzte Metallunterlage unmittelbar finit der lichtempfindlichen Schicht zu überziehen und auf diese das zu vervietfälti.gende Bild zu kopieren. Dabei wurde aber ein zuvor durch Rastertang in Punkte zerlegtes Bild für die Kopierung verwendet, während dann außerdem noch' die Rakelstege auf der Druckform erzeugt werden m:uß ten.
  • Man hat auch schon vorgeschlagen, zunächst ein Atttotypiediapos@itiv auf die mit einer Chrom.atlei.mschicht überzogene Platte zu kopieren, :diese dann mit kaltem Wasser zu entwickeln und hierauf gegebenenfalls die Leimschicht .noch einzubrennen. Auf diese ätzfähiig gemachte rastrierte Halbtonkopie.soll dann eine neue lichtempfindliche Chromatfischleimschich.t gebracht werden, die hiernach unter einem gewöhnlichen Halibtondiapositi.v belichtet wird, das in Übereinstimmung mit der rastrierten Hatbtonkopie aufgelegt werden muß. Nach Abdeckung der Ränder dieser zweiten Kopie wird dann ohne erneute Entwicklung unmittelbar die Ätzung durch beitde Schichten hindurch vorgenominen. Hier sind also zw-ci verschiedene Kopierschichten nötig, und der Raster wird nicht als solcher, sondern in Form eines gerasterten Hal;btond,iapositiivs auf die Metallunterlage übertragen. Offenbar hat die Verwendung der-Kopie auf der zweiten Schicht.dia"bei nur den Zweck, die Rasterpunkte der ersten Kopie bei -d!er Ätzung verschieden tief zu erhalten, so daß also die Rasterpunkte in den Tiefentiefer .geätzt werden als in den Liehlern. Auf diese Weisse kann miau natürlich kein'echtes Hallbtonbild eCeaigen. Abgesehen hiervon ist dieses Verfahren wesentlich umständlicher und zeitraubender als dasjenige gemäß vorliegender Erfindung, und es besteht dabei auch noch der Übelstand, daß es nötig ist, die gerasterte Kopie .mit der Halbtonkopie zu genauester Deckung zu bringen.
  • Weiterhin ist vorgeschlagen worden, Glas Rasternetz auch auf eine besondere, und zwar unter allen Umständen gegen die :Uzrtnittel widerstandsfähige Schicht .aufzubringen, was beisp ielswoise durch Aufkopieren vermittels einer Chromatfischl-eimschicht o. dgl. geschehen kann- Dies setzt voraus, d;aß vor dein Emaillieren oder Einbrennen eine " Entwicktungr <niit Wasser erfolgen muß. Auf die mit der Rasterkopie versehene Schicht soll dann eine aus Kautschuk, Guttapercha, Balata o. dgl. und Asphalt bestehende zweite Schicht gebracht und auf diese das Bild kopiert werden, worauf die Ätzung erfolgt. Auch hier wird also mit zwei Schichten goarleitet und die Kopie .atif der ersten Schicht entwickelt. Zudem bedarf es für die zweite Schicht einer besonders zusammengesetzten Masse.
  • Bekannt ist -noch das _ältere Verfahren von Tailbot, das sogen.atint:e Heliogravüreverfahren. Die Unterschiede zwischen diesem und dem vorliegenden Verfahren zeigen sieh klar, wenn man nach beiden hergestellte Probestücke miteinander vergleicht. Dadurch, d@aß Talbot, wenn er mit einer rasterähnlichen Aufteilung arbeitet, das Aufkopieren eines schwarzen Krepp- oder Gazeschleiers auf die lichtempfindliche Schicht vorschreibt, scheidet sein Verfahren von vornherein für die Herstellung brauchbarer Tiefdruckformen, d. h. sogenannter echter aus. Auch .dies zeigt sich klar an nach beiden Verfahren hergestellten Proben. Es sei nur noch darauf hingewiesen, daß . Taltot überhaupt keine Rakelstege erhält und daß ein Herausbringen der verschiedenen Farbwerte des Halbtonbil.des bei seinem. Verfahren ausgeschlossen isst, weil man die an sich bekannten Atzschritte, die man zur Erzeugung der verschiedenen Farbwerte für echte Kupfertie:fdruck.formen anwenden muß, bei seinem Verfahren nicht anwenden kann. Dieses hat in .der Tat auch keinen Beitrag zur Lösung des Problems geliefert, das durch die vorliegende Erfindung erstmalig gelöst ist. Zur Zeit der Anmeldung wurde in der Praxis für den echten Kupfertiefdruck nach denn Pigmentverfahren gearbeitet, d. h. es wurde das Bild zunächst aiuf Pigmentpapier kopiert und von da au.f die Metallunterlage abgeklatscht. Die zahlreichen Schwierigkeiten .dieses Verfährens sind bekannt, .doch äst bisher niemand darauf gekommen, daß es möglich ist, das schon seit langem bekannte Verfahren des direkten Kopierens des Halbtonbildes, und getrennt davon eines Rasters für die Herstellung von Tiefdruckformen, @die, den höchster. Ainsprü chen genügen, anzwwen4en, sofern im ,weiteren Geigensatz zu Tal:bot ein für den Rakeltiefdruck geeigneter Raster verwendet wird, alsö ein solcher, -der nach 'dem Ätzen auf der Platte Rakelstege .ergibt. , Man neigte vielmehr zu d:er Ansicht, daß man, um :das Arbeiten mit Pigmentpapier zu umgehen, zu autotypischen Bildern, @d. h. zu solchen übergehen müsse, die bereits in Punkte zerlegt auf die mitetai:lunterlage.kopilert werden, ,daß man also auf :das Kopieren von echten Halbtonibildern dann würde verzichten müssen. Bis in die, neueste Zeit hinein hat man sich, vergeblich bemüht, unter Ausschaltung der Übertragung mittels Pigmentpapier eine vollwertige Rakeltiefdruckfonm für nicht autotypisch zerlegte, also echte Halbtonbilder herzustellen. Es war bisher nicht gelungen, das Arbeiten mit dem Pigmentpapier zu umgehen, ohne das Halbtoni'Nlid zu rastern, .d. b. in punkte zu z,eriagen. . Dias. Ergebnis :der vorliegenden Erfindung war ,daher für den Sachv erständ.igen vollkommen überraschend. Gegenüber dein Talbotschen-Verfahren besteht bei dem vorliegenden trotz scheinbarer Ähnlidhkeit gerade im wesentlichen .ein wichtiger Unterschied, :der zur Folge hat, daß .das ältere Verfahren für die Herstellung von Kupfertiefdruckformen nicht geeignet sein würde.
  • An die Möglichkeit, bei der Herstellung von .Druckformen für dem echten Rakeltiefdruck, :d. h.. für idie Wiedergabe echter Halbtonbild:er, den als Druckformunterlage benutzten Metallkörper mit einer einzigen lichtempfindlichen Schicht zu versehen und auf diiese unter Aus@schl:uß des .Pigmentp:ttp,iers sowohl das Halbtondiapositiv als auch den Raster unmittelbar zu kopieren, hatte bis .dahin niem.and geglaubt, und infolgedessen blieb das schon lange als wichtig erkannte Problem der Herstellung-von echten Halibtondruckformen unter Ausschaltung :des Pligmentpapiers trotz aller darauf gerichteten Bemühungen. bisher ungelöst. Ihre Erklärung findiet diese Tatsache vermutlich :darin, daß man nicht erkannt hatte, daß es hier erforderlich ist, nach dem Kopieren dies H-albtondiaposibivs .und, ,der Rastervorlage auf die lichtempfindliche Schicht die Ätzung vorzunehmen, ohne zuvor die -unbelichtet gebliabe:nen Teile e,der.Schicht t zu entfernen, d. h. ohne die übliche Entwicklung vorzunehmen, an die rnan vöm P:igmentpapiererfahren her gewöhnt war, -wo sie äuch'.am Platze ist. - -Um den Unterschied des neuen-Verfahrens von dem .bekannten Verfahren -,ganz klar zu machen, ist in ,der beigefügten Zeiehn:un,g.eine schematische Gegenüberstellung gegeben. Dabei-veranschaulichen Fig. i Und 2 das Verfahren mittels Pigmentpapier, Fiig. 3 das bekannte Verfahren der Bildaufteitung mittels eines Rasters und Big. d. dass Verfahren gemäß vorliegender Erfindung.
  • In Fig. i bezeichnet a. das Palpier, b die- unbelichtete Pigmentschicht, c die belichtete Pigm,entsch@icht und d die durch das Kopieren des Rasters erzeugten Stege. Wie ersichtliich, reicht die durch die Belichtung :bewirkte Härtung :der Pigmentschicht an .den verschiedenen Stellen verschieden rief, je nachdem es sich um die Wiedergabe höherer Lichter oder tieferer Schatten handelt, und die Übergänge sind, den Erfordernissen des Halbtom!bildes entsprechend, -ganz allmähliche. Wird nun die so aui ;dem Pigrnentpap.ier erzeugte Kopie au-f die Kupferplatte übertragen (Fig. 2) und entwickelt, so entsteht :das in Fig. 2 wiedergegebene Bild, -wobei e .die Kupferplatte, c wiederum die belichtete Pigmentschicht ,und d die Rakelstege veranschaulicht. Die so erhaltene Ätzdeckung w^i.derstehtnatürlich an den dünnsten Stellen der Pigmentschicht c dem Säureangriff am wenigsten, an Iden .dicksten hingegen am stärksten, so' daß die erhaltene Ätzung die für das Halibtonäbil@d wesentlichen allmählichen Übergänge aufweist, währernd die: unabhängig von dem Bild kopierten Raster- oder Rakelstege, da an diesen Stellen ein Säureangriff nicht stattfindet, überall gleich starke in Erscheinung treten.
  • Wird nach :dem in Fig. 3 schematisch ..dargestellten hekannten Verfahren gear!beiitet, -wonach das gerasterte und in Einzelelemente verschiedener Größe aufgeteilte Halbtonbidd unmittelbar auf die mit lichtempfindlicher Schicht- überzogene Kupferplatte f (Fig. 3) übertragen und entwickelt -wird, so wird hierbei an den unbelichtet gebliebenen Stellen g das Metall vollständig freigelegt, während an den belichteten Stellen li- die gehärtete Kolloidschicht in voller -Höhe stehenbleibt.. Die Wiedergabe der Halbtöne wird hier nur durch die aus der Zeichnung ersichtliche verschiedene Größe der freigelegten Bildelementeg und der belichteten Stellen k bedingt.
  • Bei dem Verfahren gemäß vorliegender Erfindung,(Fig, q.), wo die Kupferpliatte i, ebenso wie im Faille es Verfahrens nach Fig.3, m-it einer lichtempfindlich gemachten Schicht bedeckt ist, aber Raster und. Halbtonbil:.d unabhängig voneinander und getrennt auf diese Schicht übertragen werden, entspricht die auf-der Kupferptatte i hergestellte Kopie im- wesentlichen durchaus .derjenigen auf dem Pigm.eiitpapier gemäß Fi:g. i; ivobeli m die tinbelichtete,--l '.die belichtete-Kopierschicht und k die Rakelstege veranschaulichen. H-fer handelt es sich; wie ersichtlich, aucb um ein echtes Hadbton!bild, ganz wie 4,m Falle des Arbeit°as ,mit Pigmentpapier, aber :mit dem Unterschied, daß hier die unmittelbar auf der Kupferunterlage erzeugte Kopie dieses Bildes und- der - Rakel:stege der Weiterbehandlung unter Vermeidung der Pigmeiitpapierübertragung unterworfen wird.
  • Bei Ausführung des neuen Verfahrens wird die benutzte Metallunterlage mit einer Uhromatkälloidschicht überzogen, hierauf wird die Platte o..dgl. im Kopierrahmen oder in der Kopienmaschlne- belichtet, :und zwar derart, daß entweder erst der Raster und @dann das Diapositiv kopiert wird, oder umgek .ehrt. Dabei kann man Schrift und Bild zusammen auf eine Glasplatte montieren, so daß Kopie und darauffolgende Ätzung von Schrift und Bild gleichzeitig erfolgen kann. Nach der Belichtung, d. h. nach ;dem Kapieren von Hal@btonbiLd und Raster hintereinwuder, also nach Erzeugung der Kopie gemäß Fig.4, kann die Platte gleich in das Ätzbad kommen.. Vorzugsweise benutzt .man :dabei. eine Ätze, die außer dem gebräuchlichen Ätzmittel, wie Eisenchlorid, eine die Kolloldschicht durchdringende und aufquellende, :das Metall der Platte o. dgl. aber nicht angreifende Säure, wie Mi.lch-oäure o. dgl., enthält.
  • Die Ausführung des Verfahrens -nm einzelnen kann in verschiedener Weise erfolgen. Benutzt man als lichtempfindliche Kolloidschicht eine solche ans in, warmem Wasser löslichem Ch romatleim oder Chromiatgummii (chromiertes Gummi.arabicum), so kann die Metallunterlage nachdem Kopieren des Diapositivs und des Rasters ohne vorherige Entwicklung in die Ätzlösung gebracht werden. Deren Konzentration- und Viskosdtät ist :dabei zweckmäßig so zu halten, daß .die Kopierschicht von der Eisenchlorid:lösung als solcher auch an den unbelichteten Stellen nicht durchdrungen werden würde, daß :dies aber :durch die zugesetzte schwache Säure an den nicht oder verhältnismäßig wenig gehärteten Teilen der Kolloidschich.t erreicht wird. Eine für diesen Zweck geeignete Ätzlösung ist eine Eisenchloridlös.ung von .48 bis 5o° B6 mit einem Zusatz von 3 :bis 5 °J, Milchsäure. Nachdem durch, die Milchsäure die nicht oder verhältnismäßig wenig belichteten Teile der Kolloid @sch.ic.ht. zum Quellen gebracht sind', kann das Eiisenchlori:d an den so durchdrungenen Stellen auf die Metal.lunterliage winken. Di-e Auifqueliung der Kollondschicht durch, die Säure geschieht natürlich in (der Weise, daß die arm w=enigsten belichteten ildstellen zuerst .äragegriffen werden und :die weitere Aufquellung :dem Härtung grad. der Schicht entsprechend allmählich bow. stufenweise vor sich geht. Der Säurezusatz ist dabei so zti wählen; daß die infolge starker Belirhtu g gehärteten, durch das Kopieren der Rastervorlagegebildeten RakeIstege von der Säure nicht angegriffen werden. An Stelle der Milchsäure können auch andere schwache organische. Säuren Anwendung finden, die geeignet sind, die nichtgehärteten Teile der Kolloidschicht zum Quellen zu bringen, die gehärteten hingegen .unverändert lassen und auch die Metallunterlage nicht bzw. nicht wesentlich angreifen.
  • Auf die Behandlung mit dem .säurehaltigen Atzmittel kann erforderlichenfalls auch noch eine Behandlung in einem Ätzbad gewöhnlicher Art, beispielsweise -in einer Eisenchloridlös:ung geeigneter Konzentration erfolgen. Nach Beendigung des Ä.tzprozesses wird die Druckform von der stehengebliebenen gehärteten Kopierschicht befreit, was v_. B. mit Hilfe von Ätzalkalien, "schwacher Schwefelsäure (etwa i°ioig) c..dgl.geschehen kann, und wird dann wie üblich worauf sie für den Druck in der :Maschine fertig i:st.
  • Man kann für die Herstellung der Druckform auch eine Chrornatgelatineschicht verwenden; :die unter Benutzung der käuflichen, unveränderten, schnell erstarrenden, in warmem Wasser nur quellenden Gelatine liergesteillt ist. Man kann dabei so verfahren, daß nach der Übertragung von Halbtonvorlage und Riastervorl;age zunächst eine Behandlung mit Wasser von solcher Temperatur vorgenommen wird, daß dad rch die Gelatine auch an den unbelichteten und also ungehärteteii Stellen nicht gelöst, sondern hier nur zum Quellen gebracht wird. Die hiernach für die Wasserbehandlung anzuwendende Temperatur richtet sich nach der Güte der- angewandten Gellatine,und läßt sich durch einen Vorversuc.h jeweils leicht .ermitteln. Im allgemeinen soll aus dem angegebenen Grunde bei Anwendung der käuflichen Gelatine des Handels (Speisegelatine) eineWassertemperatur von etwa .4ö° nicht überschritten wenden. Die W.asserbehandlung kann beispielsweise z Minuten dauern. Bei der nachfolgenden Atzung werden dann die unbelichteten oder weniger helichteten, bei -der Wasserbehandlung zuni Quellen gebrachten Teile der Gelatineschicht von dem Ätzmittel leichter durchdrungen als die mehr oder weniger gehärteten, und zwar auch dann, wenn nur die normalen. Ätzmittel, wie Eis:ench:lorid lösungen ohne Säurezusatz Anwendung finden. Ein Säurezusatz ist daher ;in diesem Falle nicht erforderlich.
  • Vor der Atzung kann die Platte o. dgl. in ein Färbe- und Härtungsbad gebracht werden, das (beispielsweise aus iooo ccm Wasser, 20 bis 30 g wasserlöslicher Anilinfarbe, wie MethYlviolett, .und 40 bis 50 g Alaun zusanim.engesetzt ist. Nach einigen Minuten wird die Platte aus diesem Bad wieder herausgenommen und erneut zeit Wasser behandelt. Die Anfärbung dient dem Zweck, die Betrachtung des Bildes bei der WeitextbehandluÜg zu erleichtern, da der Farbstoff bei der Nachbehandlung mit Wasser von denjenigen Stellen wieder weg- bzw. ausgewaschen wird, wo die Gelatine ungehärtet bzw. verhältnismäßig wenig gehärtet geblieben um: d gequollen ist. Das dem Farbbade zugesetzte Gerbmittdl, wie Alaun, erhöht ,die Festigkeit der Schicht für die Ätzung und trägt weiterhin dazu bei, die Abstufung dieser nach den Tönwerten des Bildes zu :begünstigen, da das Gerbmittel auch an den stärker gehärteten Stellen besser festgehalten, wird als an den wenig oder gar nicht gehärteten, von .denen es durch .die nachfolgende Wassertb : dlung wieder entfernt wird. An Stelle von Alaiun kann man andere geeignete Genbmittel benutzen, wie z. B. Formalin o. dgl. Das Gerbmittel braucht nicht notwendig gmneinsam rnit der Farbstofflös:ung angewandt zu wemden. Man kann die Behandlung mit dem Gerbmittel unter Umständen auch ganz unterlassen oder auch die Behandlung mit der Farbstoffläsung oder beide. Ferner kann man die Gerbung auch mit der Ätzung vereinigen, das Gerbmittel also der Ätzlösung zusetzen.
  • Das Verfahren gemäß der Erfindung eignet sich in erster Linie für die Herstellung von Tiefdruckpl..atfen, kann aber auch für die Herstellung von Tiefdruckzylindern angewandt werden. Als Metall für die Platten und Zylinder kommf in erster Linie Kupfer in Betracht; unter Umständen können aber auch Zink oder Aluminium dafür angewandt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Herstellen von Druckformen für den Rakeltiefdruck, wobei die positive Vorlage auf die mit einer lichtempfindlichen Kolloidschicht überzogene Metallunterlage kopiert und ,dann die Metallunterlage ohne die übliche Entwicklung geätzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß eine (ungerasterte) Halbtonvorlage und eine Rastervorlage zur Erzeugung der Rakelstege nacheinander kopiert werden. a. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß für die Kolloidschicht käufliche Gelatine verwendet wird und nach der Bildübertragung und Rasterung ,durch Belichtung zunächst eine Behandlung der Platte in Wasser, dem gegebenenfalls lösliche Farbstoffe und bzw. oder Gerbmi.ttel zugesetzt sind, von solcher Temperatur vorgenommen wird, daß dadurch die Gelatine auch an den -unbelichteten. Stellen nicht gelöst, sondern hier nur zaen Quellen gebracht wird.
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