DE207192C - - Google Patents
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Classifications
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- G—PHYSICS
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- G03F—PHOTOMECHANICAL PRODUCTION OF TEXTURED OR PATTERNED SURFACES, e.g. FOR PRINTING, FOR PROCESSING OF SEMICONDUCTOR DEVICES; MATERIALS THEREFOR; ORIGINALS THEREFOR; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
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Description
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KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Λΐ207192 -KLASSE
57d. GRUPPE
ALOIS SCHÄFER und WILHELM PRIBUL jun.
in WIEN.
Durch die deutsche Patentschrift 130957 ist ein Verfahren zur Vermeidung des Abdeckens
der ätzfertigen Autotypiedruckplatte von Hand bekannt geworden, nach welchem das Abdecken
der Druckplatten in der Weise auf mechanischem Wege erfolgt, daß die ätzfertig hergestellte Druckplatte nochmals mit einer
lichtempfindlichen Schicht von Chromgelatine oder Chromfischleim überzogen, getrocknet und
mit einem Negativ des Originals so überdeckt wird, daß das Negativ und die Kopie in ihrer
Zeichnung genau übereinstimmen. Sodann wird die Platte nochmals dem Lichte ausgesetzt
und hierauf, wie üblich, entwickelt. Es bleibt dann eine Kopie des Originals in Gelatine
oder Fischleim zurück, deren Dicke an verschiedenen Stellen verschieden ist, und durch
welche die Ätzflüssigkeit erst hindurchdringen muß, ehe sie auf die Platte einwirken kann.
Die vorhergehende Entwicklung bezweckt, den Leim an den über den Lichtern gelegenen
Stellen abzulösen, damit die Ätzflüssigkeit - die auf den Lichtern liegende dünne Schicht
rasch durchdringen kann. Hierbei entstehen aber an den Grenzen zwischen den weggelösten
und den durch die Leimschicht noch gedeckten Stellen Ätzränder, welche harte Übergänge in den Abdrücken zur Folge haben.
Beim vorliegenden Verfahren zur Herstellung von Tiefdruckformen, bei welchem natürlich
an Stelle der beim bekannten Verfahren benutzten Negative in sinngemäßer Übertragung
Diapositive zur Herstellung, der ätzfertigen Druckplatte und der Kopie des Originals in
Gelatine oder Fischleim verwendet werden, werden die durch die vor dem Ätzen der
Druckplatte erfolgende Entwicklung der belichteten Chromleimschicht entstehenden Ätzränder
dadurch vermieden, daß die mit der zweiten belichteten Chromleimschicht versehene
Platte ohne Entwicklung in die Ätzwanne gebracht wird, so daß die Entwicklung der belichteten Chromleimschicht erst während
des Ätzens vor sich geht.
Nach dem Verfahren der Erfindung wird also ein in bekannter Weise erzeugtes Autotypiediapositiv
auf gleichfalls bekannte Art auf die mit der Chromatleimschicht überzogene Metallplatte kopiert. Die Platte wird sodann
mit kaltem Wasser entwickelt, angefärbt und getrocknet. Um die Leimschicht sehr widerstandsfähig
zu machen, kann sie nach dem Trocknen auch eingebrannt (emailliert) werden. Auf diese ätzfähig gemachte, rastrierte Halbtonkopie
wird in bekannter Weise eine lichtempfindliche Schicht aus Chromfischleim, -gelatine
oder ähnlichem Kolloid überall gleich dick auf die erste aufgetragen und unter einem nach demselben Original hergestellten
gewöhnlichen Halbtondiapositiv, welches in Übereinstimmung mit der rastrierten Halbtonkopie
aufgelegt wird, belichtet, wobei die Chromleimschicht entsprechend der durch das
Diapositiv gedrungenen Lichtmenge in bekannter Weise verschieden stark gegerbt wird.
Ohne diese Kopie zu entwickeln, wird die Platte hierauf durch Abdecken der Ränder
usw. zum Ätzen hergerichtet und sodann in
Claims (1)
- das dem Plattenmetall entsprechend gewählte Ätzband (Eisenchlorid für Kupfer) gebracht, welches die verschiedenen Stellen der ungleich stark belichteten Chromleimschicht, wie bekännt, mit verschiedener Geschwindigkeit durchdringt. Die durch die dunklen Schatten des Diapositivs vom Lichte wenig getroffenen Stellen der Chromleimschicht werden von der Ätzflüssigkeit am raschesten durchdrungenίο und die darunter befindlichen Stellen der rastrierten Halbtonkopie am tiefsten geätzt; sodann dringt das Ätzbad allmählich auch durch die mehr belichteten und gegerbten Stellen und schließlich durch die am stärksten gegerbten Lichtstellen der Leimschicht hindurch, womit die Ätzung beendet ist. Es erübrigt nun noch, die Kopierschicht abzuwaschen, um ein Rasterbild zu erhalten, welches den Tonwerten des Originals entsprechend in die Metallplatte verschieden tief geätzt ist, am tiefsten in den Schattenstellen, am seichtesten in den Lichtern des Bildes.Selbstverständlich kann man anstatt eines einzigen Ätzbades in ähnlicher Weise wie bei der Heliogravürätzung auch mehrere Ätzbäder verschiedener Dichte benutzen.Ρλτεντ-A NSPRUCH:Verfahren zur photomechanischen Herstellung von Raster-Tiefdruckformen, bei welchem die ätzfertig hergestellten Druckplatten nochmals mit einer Kopie des Originals in Chromatleimschichten unter Anwendung eines nicht gerasterten Positivs versehen werden, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite belichtete Schicht vor dem Ätzen nicht entwickelt wird.
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