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Von einem Registerstreifen gesteuerte Matrizensetz- und Zeilengießmaschine
Die Erfindung bezieht sich auf eine von einem RegiAerstreifen gesteuerte Matrizensetz-
und Zeilengießmaschine und bezweckt das Anhalten der Maschine, wenn eine Zeile zu
kurz gesetzt ist, so daß sie nicht ausgeschlossen werden kann, oder auch zu lang,
so <laß die Zeile nicht innerhalb des Gießbereichs liegt.
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Bei zu kurz gesetzten Zeilen reichen die üblichen Spatienkeile nicht
aus, um die Zeile auszuschließen, was auch eintreten kann, wenn die Länge der Zeile
zwar in dein üblichen Ausschließbereich liegt, aber wegen besonders langer Worte
in der Zeile sich nur I;anz wenige Spatienkeile in der gesetzten Zeile befinden.
Bei den handelsüblichen Maschinen wird in diesem Falle die Gießpumpe abgestellt,
und die Maschine bleibt stehen. Zweck der Erfindung ist es nun. bei durch einen
Registerstreifen gesteuerten Maschinen den die Matrizen anhebenden Aufzug anzuhalten
und dadurch den weiteren Antrieb der Maschine zu verhindern, sobald die Zeile aus
den oben angegebenen Gründen nicht abgel;ossen «-erden kann.
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Zti diesem Zwecke wird die Länge der Zeile und ihre Ausschließbarkeit
mechanisch festgelegt, und das vollständige Abschicken. der Zeile zu der Gießvorrichtung
kann nur erfolgen, wenn die Zeile eine das Ausschließen ermöglichende Länge hat.
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Die Erfindung ist auf den Zeichnungen an einem Ausführungsbeispiel
veranschaulicht, und zwar zeigen Fig. i ein Schaubild einer gewöhnlichen Maschinensetz-
und Zeilengießmaschine mit einem Registerstreifenantrieb und der Anhaltevorrichtung
gemäß der Erfindung, Fig.2 bis q. Einzelansichten der Anhaltevorrichtung, die das
Abschicken der Zeile verhindert, Fig. 5 eine Vorderansicht der Vorrichtung zum Festlegen
der Zeilenlänge, Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie 12-12 der Fig. 5, Fig. 7 bis
g Einzelansichten zu Fig. 5, Fig. io eine Einzelansicht der Vorrichtung zum Festlegen
der Zeilenlänge mit einer Signaleinrichtung und Fig: i i eine Einzelansicht eines
der Kontakte der Fig. io.
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Die Maschine wird beispielsweise mittels eines Registerstreifens auf
elektrischem Wege bedient. Hierzu dient eine die elektrischen Wählerschienen und
Magnete enthaltende Steuervorrichtung A, die unmittelbar hinter
dem
Tastenbrett angeordnet ist. Die Einzelheiten dieser Vorrichtung sind nicht Gegenstand
der Erfindung. Es ist deshalb auch nur ein Tastenhebel 39 angedeutet, der,
wie üblich, auf eine Gewichtsstange 31 wirkt; mit deren unterem Ende auch der betreffende
Wählerhebel der Steuervorrichtung A zusaininenarbeitet. Durch die üblichen Zwischenglieder
4o und 41 wird die Bewegung des Gewichtshebels 31 dann auf die Auslösestange 43
übertragen, die den Matrizenauslöser 44
bewegt. Der Registerstreifen enthält
neben den Lochungen zum Auslösen der Matrizen auch eine Lochkombination, durch die
unter Vermittlung der Steuervorrichtung A der Matrizenaufzug 78 in Tätigkeit gesetzt
wird. Hierzu dient ein Solenoid 103, dessen Kern an einem Arm 104 der Aufzugwelle
1o5 angeschlossen ist. Auf der Welle 1o5 sitzt ein Arm io6, der durch einen Lenker
io7 mit dem Aufzug 78 in Verbindung steht. Nachdem das Lochsymbol für das Bewegen
des Aufzuges in Arbeitsstellung gelangt ist, verläuft noch eine gewisse Zeit, bevor
der Aufzugmagnet i o3 erregt wird, so daß die zuletzt ausgelösten Matrizen noch
von dem Förderriemen in den Sammler gebracht werden können.
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Bei den üblichen Matrizensetz- und Zeilengießmaschinen liefert der
Aufzug 78 die Zeile an einen waagerecht bewegten Wagen ab, und dieser übergibt sie
der Gießvorrichtung i2o. Um zu verhüten, daß eine Matrizenzeile abgeliefert wird,
die zu lang oder zu kurz ist, ist eine Vorrichtung vorgesehen, die zunächst die
Länge der Zeile mechanisch festlegt. Diese Vorrichtung dient nicht nur diesem Zwecke,
sondern sie berücksichtigt auch die Ausschließbarkeit durch die Spatienkeile, die,
wie üblich, zwischen die einzelnen Worte gesetzt werden.
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Die Matrizen 121, Fig. 5, haben für jedes Zeichen eine bestimmte Dicke,
während die Spatienkeile 122, wie üblich, in ihrer Dicke vor dem Gießen verändert
werden, um die Zeile auszuschließen. Bei dem Setzen verschiebt sich der übliche
Schlitten 123. Dieser Schlitten trägt einen nach unten ragenden Anschlag 124, der
gegen eine Muffe 125 auf einer Stange 126 stoßen kann. Diese Stange ist in festen
Lagern 127 und 128 so angeordnet, daß sie sich der Länge nach verschieben und außerdem
drehen kann. An einem Ende der Stange 126 ist-ein nach einer Schraubenlinie abgestuftes
Kurvenstück 129 befestigt. Eine Feder 13o hat das Bestreben, die Stange nach rechts
in der Abbildung zu verschieben. Das äußere Ende dieser Stange gleitet durch die
Nabe eines Schaltrades 131, und ein federbelasteter Daumen 132 (Abb. 6), der gelenkig
daran befestigt ist, greift in eine Längsnut der Stange ein und v eranlaßt so das
Drehen des Schaltrades gemeinsam mit der Stange, erlaubt jedoch der Stange, sich
der Länge nach zu verschieben. Eine Feder 133 sucht die Stange zu drehen und hält
den Daumen r32 in Eingriff mit einem festen Anschlag 134.
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Die federbelasteten Schalt- und Sperrklinken 135 und 136 arbeiten
mit dem Schaltrad 131 zusammen. Die Schaltklinke 135 ist auf einem schwenkbaren
Arm 137 gelenkig befestigt, der von einem festen Zapfen 138 getragen wird
und durch eine Stange 139 mit einem Hebel i4o verbunden ist. Dieser Hebel und der
übliche Spatienauslösehebel141 sind beide drehbar auf einem Zapfen 142 gelagert.
Ein Ansatz 143 an dem Hebel 140 ist durch eine Feder 144 an einem Arm 145 an dem
Hebel 141 befestigt, und diese Feder drückt gewöhnlich eine Abbiegung an dem Arm
145 gegen die untere Kante des Hebels 140.
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Der Hebel 140 ist an seinem Ende mit dem oberen Ende der Zugstange
der Spatienauslösevorrichtung verbunden und bewirkt so die Bewegung der Hebel i4o
und 144 wodurch zunächst also eine Spatie ausgelöst wird und in den Sammelschlitten
gelangt, wodurch also die Stange 126 der Meßvorrichtung unter Vermittlung der Schubstange
139 und der Schaltklinke 135 um eine Stufe gedreht wird. Hierzu braucht der Hebel
14o einen größeren Weg als der Hebel 144 was durch die federnde Verbindung zwischen
den beiden Hebeln ermöglicht wird.
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Außer der schrittweisen Drehung der Meßstange 126 kann diese auch
nach links in der Zeichnung verschoben werden, und zwar durch das Anschlagen des
Armes 124 des Schlittens 123 gegen die Muffe 125. Dieses Anschlagen findet je nach
der Einstellung in einem bestimmten Augenblick bei dem Samineln einer Matrizenzeile
statt.
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Das nach einer Schraubenlinie abgestufte Kurvenstück 129 arbeitet
mit einem herabhängenden Lappen 147 eines Arms 148 eines Winkelhebels zusammen,
der bei 149 drehbar gelagert ist. Der andere Arm iSo dieses Winkelhebels ist durch
eine Schlitzführung mit einem Winkelhebel 151 verbunden, der bei 152 drehbar gelagert
ist. Dieser Winkelhebel hat einen abwärts gerichteten Arm 153 (Fig. i und 5), der
mit zwei Vorsprüngen 154 und 155 eines Ansatzes 156 an dem Aufzug 78 zusammenarbeiten
kann.
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Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel besitzt das Schaltrad 131
zehn Zähne, und das Kurvenstück 129 ist in zehn Abschnitte eingeteilt. Der erste
Abschnitt hat einen Längsschlitz über die ganze Länge der Scheibe. Der zweite Abschnitt
ist in seiner Höhe so bemessen, daß durch das Hinzufügen dieses
Maßes
der Unterschied in der Dicke zwischen dein dünnen und dein starken Ende eines Spatienkeiles
ausgeglichen wird. Die dritte Stufe des Kurvenstücks hat eine gleiche Höhe, gegenüber
dem zweiten Spatienkeil, und so weiter für jede Stufe des Kurvenstücks 1-29. Die
Höhe jeder Stufe übersteigt die Höhe der hervorgehenden Stufe, also um den Unterschied
in der Dicke zwischen den l?ndeti eines Spatienkeiles.
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In der gewöhnlichen unteren Stellung des Aufzuges befindet sich der
Ansatz 147 in der Stellung gemäß Fig. 5, da der Anschlagarm 153 auf dein Vorsprung
154 liegt. Die Stufenscheibe 129 wird nun unterhalb des Lappens verstellt, wie es
der durch Anschlagen des Anschlages 124 gegen die Muffe 125 eingestellten Länge
einer Zeile und der Anzahl der Spatienkeile in der Zeile entspricht. Wird die Bewegung
des Aufzuges eingeleitet, so =leitet der Vorsprung 154 über die abgeschrägte Kante
des Anschlagarmes 153 und erlaubt diesem ein Schwingen im Uhrzeigersinne. Dadurch
wird der Arm 148 mit seinem Ansatz 147 abwärts bewegt. Liegt die Zeilenlänge innerhalb
des Gießbereichs, so wird die Bewegung des Anschlagarmes 153 dadurch aufgehalten,
daß der Ansatz 147 auf die Stufenscheibe 129 trifft (Fig. 2). Infolgedessen kann
der Aufzug seine Bewegung fortsetzen, die gesammelte Matrizenzeile an die Zeilengießvorrichtung
abliefern und den Guß veranlassen. Ist jedoch die Zeile zu kurz oder zu lang, so
legt sich der Absatz 147 des Hebels 148 entweder vor das linke oder das rechte Ende
des Blockes 129, wie es in Fig. 3 und .4 dargestellt ist. Dadurch wird der Anschlagarm
153 so gedreht, daß er auf den Vorsprung 155 trifft und das weitere Aufwärtsbewegen
des Aufzuges verhindert. Der Betrag, um den eine Zeile ausgeschlossen werden kann,
hängt von der Anzahl der Spatienkeile in der Zeile ab. Die Vorrichtung gemäß der
Erfindung wird also nicht nur die Länge der gesammelten Matrizenzeile, sondern auch
die Grenzen ihrer Ausschließbarkeit mechanisch festlegen.
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Kurz vor dem Ende der Aufwärtsbewegung des Aufzuges stößt der Vorsprung
156 des Aufzuges gegen einen Lappen 157 der Welle 158. Die Sperrklinke 136, die
auf dieser Welle befestigt ist, wird dadurch freigegeben, und ein Vorsprung 159
an dieser Klinke hebt auch die Schaltklinke 135 aus. Dadurch dreht die Feder 133
die Teile der Meßvorrichtung in ihre Anfangslage zurück, in der die Klinke 132 gegen
den Anschlag 134 stößt. Durch das Hochgehen des Aufzuges wird außerdem, wie gewöhnlich,
der Sammelschlitten 123 zurückgeführt, so daß die Feder 130 die Stange 126
zurückstellt und diese Teile der Stange sich nach rechts in der Zeichnung bewegen.
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Ist der Aufzug angehalten worden, bevor er seinen vollen Aufwärtsgang
beendet hat, so bleibt der Aufzugsmagnet 103 erregt, da sein Kern keinen
vollen Hub ausführen kann. Dabei wird zwar der Schalter des AnlaBmagnetes für die
Antriebsvorrichtung geöffnet, jedoch wird der Sperrstromkreis für den Aufzugsmagneten
103 nicht unterbrochen. Infolgedessen bleibt die Steuervorrichtung, die ja
von dem Lochstreifen überwacht wird, stehen, und eine Lampe leuchtet auf. Dadurch
wird dem Setzer angezeigt, daß die Maschine nachgesehen werden muß. Er kann dann
die Zeile richtig stellen oder neu setzen.
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Bei der Vorrichtung zum Festlegen der Zeilenlänge ist es vorteilhaft,
eine weitere Kurvenscheibe i62 (Fig. io) auf der längsverschiebbaren und drehbaren
Stange 126 vorzusehen. Diese Kurvenscheibe ist so ähnlich geformt wie die Stufenscheibe
129, jedoch mit dem Unterschied, daß ihre Kante nur schraubenförmig verläuft. Die
Kurvenscheibe 162 arbeitet mit einem Kontaktpaar 163 in dem Stromkreis einer Signallampe
164 ztisaminen. Einer dieser Kontakte ist mit einem Vorsprung 165 ausgerüstet. Die
Kurvenscheibe 162 ist einstellbar und so gelagert, daß sie gegen den Vorsprung 165
stoßen kann; tut sie das, so schließt sie die Kontakte und bringt die Lampe zum
Leuchten, z. B. wenn noch vier Einheiten oder ein anderer Betrag zu einer Zeile
von Matrizen hinzugefügt werden kann, damit die Zeile noch ausgeschlossen werden
kann. Dein Setzer wird also angezeigt, wenn die Zeile gerade so lang ist, daß sie
die mindeste Gießlänge hat, was wichtig ist, wenn die Setzmaschine von Hand bedient
wird. Für Spatienkeile mit anderen Ausschließmöglichkeiten können verschiedene Kurvenscheiben
129 und 162 vorgesehen «-erden.