DE559076C - Seilbahn, insbesondere Standseilbahn - Google Patents

Seilbahn, insbesondere Standseilbahn

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DE559076C
DE559076C DEP63687D DEP0063687D DE559076C DE 559076 C DE559076 C DE 559076C DE P63687 D DEP63687 D DE P63687D DE P0063687 D DEP0063687 D DE P0063687D DE 559076 C DE559076 C DE 559076C
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Germany
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safety rope
braking
cable car
brake drum
safety
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DEP63687D
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J Pohlig AG
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61BRAILWAY SYSTEMS; EQUIPMENT THEREFOR NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B61B12/00Component parts, details or accessories not provided for in groups B61B7/00 - B61B11/00
    • B61B12/06Safety devices or measures against cable fracture

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Emergency Lowering Means (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf Seilbahnen, insbesondere Standseilbahnen, bei denen längs der Strecke ein ruhendes, durch Gewicht gespanntes Fangseil angeordnet ist, das nur nach Einfallen der Fangvorrichtung beweglich ist und mit einer sich selbsttätig einrückenden Bremseinrichtung in Verbindung steht.
Das Neue der Erfindung besteht darin, daß für jede Bahnseite ein besonderes, von der anderen Bahnseite unabhängiges Fangseil mit eigener Bremstrommel angeordnet ist. Dabei kann das Fangseil an beiden Enden durch Gewichte, Federpuffer, Luftdruckzylinder oder ähnliche Einrichtungen gespannt und das eine Ende des Fangseiles um die Bremstrommel geschlungen sein, die in Verbindung mit einer Bremsmaschine in bekannter Weise gestattet, den Bremsweg des angeklemmten Wagens einstellbar und regelbar zu machen. Ferner ist dabei die Bremstrommel im normalen Betriebe nur nach der Seite des Spanngewichtes drehbar; nach der anderen Seite wird sie erst im Bedarfsfalle nach Lösen eines Anschlages drehbar.
Gegenüber den bekannten Vorrichtungen, bei denen ein Fangseil von der einen Bahnseite über eine Umlenkscheibe nach der anderen Bahnseite geführt ist, wird durch den Erfmdungsgegenstand der Vorteil einer vollständigen Unabhängigkeit der Bremsvorgänge auf beiden Bahnseiten erreicht.
Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnung schaubildlich an dem Ausführungsbeispiel einer Standseilbahn tür Pendelverkehr in ihren wesentlichen Teilen dargestellt.
Für jeden Wagen 1 oder mehrere Wagen eines Fahrstranges ist ein eigenes, ruhendes, im Bremsfalle bewegbares, unabhängiges Fangseil 2 entlang der Fahrstrecke vorhanden, das gesondert für jeden Fahrstrang von der Bergstation in die Talstation reicht und von der. Fangeinrichtung des fahrenden Wagens umgeben wird. Jedes Fangseil ist an beiden Enden durch Gewichte 3 und 4, Federpuffer, Luftdruckzylinder oder ähnliche) Einrichtungen gespannt. Das Ende des Fangseiles '2 ist z. B. in der Bergstation um eine Bremstrommel 5 geschlungen, die in Verbindung mit einer Bremsmaschine 6 gestattet, den Bremsweg des angeklemmten Wagens einstellbar und regelbar zu machen. Die Bremsmaschine 6 ist eine selbsttätige, durch Auslösen von Klinken oder anderen Sperrvorrichtungen wirkende Fallgewichts- oder Druckluftbremse oder elektrisch betätigte Magnetbremse. Die Bremstrommel 5 ist im normalen Betriebe nur nach der Seite des Spanngewichtes im Sinne des eingezeichneten Pfeiles drehbar und wird erst im Bedarfsfalle, wenn ein an das Fangseil angeklemmter Wagen abzubremsen ist, nach Lösen des Anschlages 7 auch nach der anderen Seite drehbar. Der Zweck des Anschlages 7 ist, das Fangseil 2, das sich infolge des Eigengewichtes des Seiles talwärts bewegen wollte, am eigenmächtigen Ablaufen zu hindern. Das Lösen dieses Anschlages 7 erfolgt durch die
die Rückwärtsbewegung der Scheibe betreibende Kraft und gleichzeitig mit dem Beginne der Trommelbremsung durch die Bremsmaschine 6.
Die gleiche Bremswirkung kann statt durch eine Bremsmaschine beispielsweise durch gesteuerte Gewichte, Luft- oder Flüssigkeitsbremszylinder oder entsprechende Federpuffer erzielt werden.
ίο Die Wirkungsweise der Anordnung, wie sie in der Zeichnung dargestellt ist, ist folgende;
Der im Regelbetrieb am Zugseil hängende Wagen ist durch irgendwelche Ursachen plötzlich vom Zugseil frei geworden und wird unter Einwirkung der Schwerkraft talwärts fahren bzw. wird bei vorangegangener normaler Bergfahrt zuerst seine lebendige Kraft durch weitere Bergfahrt aufzehren und dann
ao die Fallbewegung talwärts antreten. Im Augenblicke des Freiwerdens vom Zugseile klemmt sich der Wagen mittels bekannter Einrichtungen sofort selbsttätig an das Fangseil 2 und nimmt das lose Fangseil mit, bis die "Bewegung des Fangseiles die Bremstrommel 5 zu drehen beginnt. Ist der Bewegungssinn des Fangseiles talwärts, so lösen sich Anschlag 7 und die Sperrvorrichtung der Bremsmaschine 6, und das Abbremsen des angeklemmten Wagens setzt ein. Je nach Bahnart kann die Bremskraft mit Null oder einer vorbestimmten Größe beginnen und gesetzmäßig, nach Weg oder Zeit geregelt, bis zur Endbremskraft anwachsen.
Bei noch anfänglicher Bergfahrt wird zuerst das Fangseil mit Hilfe des Spanngewichtes 4 in der Pfeilrichtung so lange hochgezogen und auf die Bremstrommel 5 gewickelt, bis der Wagen ausgelaufen ist. Beim Einsetzen der Talbewegung von Fangseil und Wagen beginnt die Trommelbremsung wie vorhin beschrieben.
Die Vorteile, die der Erfindungsgegenstand bietet, sind vorwiegend in der Unabhängigkeit der Wagen beider Fahrstränge bei Notbremsung gelegen.
Weiter ist die Beweglichkeit des Fangseiles 2 bergwärts vorteilhaft, weil der beim Riß vom Zugseil 1 freie Wagen beim Bergauflaufen nicht das Fangseil 2 vor sich herschiebt und schlapp macht oder Schlingen bildet und der Wagen, bevor er sich am Fangseil halten kann, nicht erst frei zurücklaufen muß, um das Schlappseil einzuholen, sondern das Gewicht 4 oder eine gleichwirkende Einrichtung das Fangseil 2 sofort einholt und das Abbremsen des Wagens gleich bei Beginn der Talwärtsbewegung erfolgt.

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Seilbahn, insbesondere Standseilbahn, unter Verwendung eines längs der Strecke angeordneten, ruhenden, durch Gewicht gespannten Fangseiles, das nur nach Einfallen der Fangvorrichtung beweglich ist und mit einer sich selbsttätig einrückenden Bremseinrichtung in Verbindung steht, dadurch gekennzeichnet, daß für jede Bahnsejte ein besonderes, von der anderen Bahnseite unabhängiges Fangseil (2) mit eigener Bremstrommel (5) angeordnet ist.
2. Seilbahn nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Fangseil (2) an beiden Enden durch Gewichte (3, 4), Federpuffer, Luftdruckzylinder oder ähnliche Einrichtungen gespannt ist.
3. Seilbahn nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das eine Ende des Fangseiles (2) um die Bremstrommel (5) geschlungen ist, die in Verbindung mit einer Bremsmaschine (6) in an sich bekannter Weise gestattet, den Bremsweg des angeklemmten Wagens einstellbar und regelbar zu machen.
4. Seilbahn nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremstrommel (5) im normalen Betriebe nur nach der Seite des Spanngewichtes (4) drehbar ist und erst im Bedarfsfalle nach Lösen eines Anschlages (7) nach der anderen Seite drehbar wird.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
DEP63687D 1931-08-13 1931-08-13 Seilbahn, insbesondere Standseilbahn Expired DE559076C (de)

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