DE55906C - Bremse mit explosiblem Gase - Google Patents
Bremse mit explosiblem GaseInfo
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- DE55906C DE55906C DENDAT55906D DE55906DA DE55906C DE 55906 C DE55906 C DE 55906C DE NDAT55906 D DENDAT55906 D DE NDAT55906D DE 55906D A DE55906D A DE 55906DA DE 55906 C DE55906 C DE 55906C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61H—BRAKES OR OTHER RETARDING DEVICES SPECIALLY ADAPTED FOR RAIL VEHICLES; ARRANGEMENT OR DISPOSITION THEREOF IN RAIL VEHICLES
- B61H11/00—Applications or arrangements of braking or retarding apparatus not otherwise provided for; Combinations of apparatus of different kinds or types
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Braking Arrangements (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 2g. Juli 1890 ab.
Die vorliegende Bremse für Eisenbahnen tritt in der Weise in Wirkung, dafs ein über dem
Bremskolben sich befindendes explosives Gas durch einen elektrischen Funken entzündet
wird.
In Fig. ι ist K der Bremskolben. Ueber demselben im Raum B befindet sich ein aus
Leuchtgas, Benzingas oder anderen leicht entzündlichen Gasen und Luft zusammengesetztes
explodirbares Gasgemenge, χ χ sind die Pole einer elektrischen Zündvorrichtung. Springt
zwischen diesen ein elektrischer Funke über, so wird das in B befindliche Gasgemenge zur
Explosion gebracht. Die Explosionsgase treten vermöge ihrer hohen Spannung aus den Ventilen
V V aus. Durch die gleich darauf erfolgende Abkühlung und Zusammenziehung der
in B verbleibenden Gase schliefsen sich die Ventile V V selbstthätig und über K bildet
sich ein Vacuum. Dadurch hebt die durch GG unter den Bremskolben K tretende äufsere
Luft diesen empor. Durch diesen Kolbenhub wird zugleich die Bremse angezogen.
Soll die Bremse wieder gelöst werden, so öffnet sich durch eine elektrische Vorrichtung
(Fig. 2) oberhalb des Kolbens K ein Ventil t, durch das ein neues explosives Gasgemenge
zuströmt. Der Kolben K sinkt uad saugt somit ein neues Gasgemenge aus T durch η an.
Das Schliefsen und Oeffnen des Ventils t geschieht auf folgende Weise: Das Ventil t wird
geleitet durch einen Winkelhebel h ρ r. Geht der Bremskolben K herunter, so greift die
Nase q der Kolbenstange in den unteren Theil der Hebelstange in r. Durch Hebelübertragung
wird dadurch das Ventil t heruntergedrückt und, wenn der Kolben K auf seinen
untersten Stand zurückgegangen ist, geschlossen. Zugleich greift auch die Nase χ des Hebels d,
der auf dem Bremscylinder befestigt ist und durch die Feder 0 gegen die an dem Hebelarm
h sitzende Zahnstange b gedrückt wird, in die Zahnstange b hinein. Hierdurch wird
der Hebelarm h, mithin auch der Ventilkolben t in seiner Lage festgehalten, auch
wenn der Bremskolben K in die Höhe geht. Es wird also ein Einströmen von Gasen aus
T in den Bremscylinder verhindert, so dafs die Bremse so lange angezogen bleibt, so lange
die Nase χ nicht aus der Zahnstange b ausgeschaltet wird. Dies letztere wird erreicht, indem
der Elektromagnet M einen Hebel c anzieht. Dabei drückt der Hebel c den Hebel d
zurück, die Nase χ löst sich aus der Zahnstange b und die Feder S zieht die Hebelstange
herunter. Das Ventil t wird dadurch geöffnet. Die Gase strömen jetzt aus T zu
und der Kolben K sinkt zurück. Die Nase q an der Bremskolbenstange schliefst dann beim
tiefsten Stande des Kolbens durch den Winkelhebel r ρ h das Ventil selbstthätig wieder.
La'fst der Elektromagnet M jetzt den Hebel c
wieder los, so wird durch die Feder ο die Nase χ gegen die Zahnstange b gedrückt, wodurch
der Schlufs des Ventils von neuem gesichert ist.
Fig. 4 giebt die elektrische Leitung für die Zündung und. den Elektromagneten an. Aus
einer elektrischen Kraftquelle, Batterien u. s. w. führt ein Stromkreis über α zu einer Umschaltvorrichfung
V. Von V geht derselbe über c und K oder C nach h und durch
einen selbstthä'tigen Stromunterbrecher zu der Inductionsrolle / und von dieser wieder zurück
durch h V und b nach E. Von der Inductionsspule / geht ein Leitungsdraht η nach
den Zündvorrichtungen der Bremse, um durch den Inductionsfunken die Entzündung zu bewirken.
Derselbe wird am Schlufs der Wagenreihe in die Schienen abgeleitet und durch m
der Inductionsrolle wieder zugeführt. Von der Umschaltvorrichtung geht aufserdem ein zweiter
Draht d durch die Elektromagnete M; auch dieser wird am Ende der Wagenreihe abgeleitet
und durch i wieder nach E zurückgeleitet.
Die Anordnung der einzelnen Theile in Bezug auf den Zug selbst ist nun folgende:
Die elektrische Kraftquelle E befindet sich auf der Lokomotive oder dem Tender, der
Umschalter V und der Taster K innerhalb der Lokomotive in leicht erreichbarer Nähe des
Führers. Der Führer schaltet zuerst den Strom in die Linie d ein. Dadurch wird der Magnet M
wirksam. Die Ventile zu den Bremscylindern öffnen sich, die Gase strömen ein und
die Kolben sinken zurück. Dadurch werden die Bremsen gelöst; dann schaltet er den Strom
in die Leitung c ein.
Sollen die Bremsen nun angezogen werden, so kann sowohl der Führer selbst die dazu
nöthige Entzündung in den Bremsen hervorrufen, indem er durch den Taster Kc und h
verbindet und so den Inductionsstrom in η erregt, als auch dieses von jeder einzelnen
Wagenabtheilung geschehen kann, indem Jemand c und h durch die Taster C C C in Verbindung
bringt.
Am Ende des Wagens werden die einzelnen Leitungen' zu einem Kabel vereinigt
und durch Zusammenschrauben von zwei Kabelenden wird die leitende Verbindung zwischen
zwei Wagen hergestellt. Findet beim Entgleisen eines Wagens u. s. w. ein Zerreifsen
des Kabels statt, so treten selbstthätig die Bremsen in Wirkung, weil, wie aus Fig. 5 zu
ersehen, das Kabel K am Ende des Wagens an einer Feder / befestigt ist. Wird nun das
Kabel stark angespannt, so biegt die Feder ein. Zwischen \ und χ findet ein Contact statt,
d. h. c und h sind in leitende Verbindung gebracht, und infolge dessen findet in der Inductionsleitung
ein Ueberspringen der Funken statt, wodurch der Zug gebremst wird.
Am Schlufs des Zuges, wo es nöthig ist, für η und d, Fig. 4, eine leitende Verbindung
mit dem Schienenstrang herzustellen, ist m, Fig. 6, mit den Rädern und diese mit den
Schienen in leitende Verbindung gesetzt. An m wird das Kabelende so angeschraubt, dafs
η und d in Contact mit zwei Leitungsdrähten von m gebracht werden, wodurch die durch η
und d gehenden Ströme in die Schienen abgeleitet werden. Ebenso stehen der Inductionsapparat
J und der Umschalter F durch m und i mit den Schienen in Verbindung.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Bremse für Eisenbahnfahrzeuge, bei welcher sich in dem Bremscylinder und auf der einen Seite des Kolbens ein explosibles Gasgemenge befindet, das durch einen elektrischen Strom entzündet, durch selbstthätige Ventile entweicht und vermöge der Abkühlung eine Luftleere erzeugt, so dafs der Kolben bewegt und dadurch die Bremse angezogen wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE55906C true DE55906C (de) |
Family
ID=330396
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT55906D Expired - Lifetime DE55906C (de) | Bremse mit explosiblem Gase |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE55906C (de) |
-
0
- DE DENDAT55906D patent/DE55906C/de not_active Expired - Lifetime
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