DE555182C - Verfahren zur Darstellung von Kuepenfarbstoffen der Anthrachinonreihe - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Kuepenfarbstoffen der Anthrachinonreihe

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DE555182C
DE555182C DEI40411D DEI0040411D DE555182C DE 555182 C DE555182 C DE 555182C DE I40411 D DEI40411 D DE I40411D DE I0040411 D DEI0040411 D DE I0040411D DE 555182 C DE555182 C DE 555182C
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DE
Germany
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dyes
vat
dye
preparation
chloride
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Expired
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DEI40411D
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Inventor
Dr Ernst Honold
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IG Farbenindustrie AG
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IG Farbenindustrie AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B1/00Dyes with anthracene nucleus not condensed with any other ring
    • C09B1/16Amino-anthraquinones
    • C09B1/20Preparation from starting materials already containing the anthracene nucleus
    • C09B1/36Dyes with acylated amino groups
    • C09B1/363Dyes with acylated amino groups the acyl groups being residues of a dicarboxylic compound forming a bridge between two anthraquinones

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Darstellung von Küpenfarbstoffen der Anthrachinonreihe Durch das Patent 5449i8 ist ein Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen geschützt, darin bestehend, daß man unter anderen die Chloride von Diphenyldicarbonsäuren mit i-Aminoanthrachinonen kondensiert.
  • Es wurde nun gefunden, daß man ebenfalls zu wertvollen Küpenfarbstoffen gelangt, wenn man i-Aminoanthrachinone mit Chloriden von solchen Abkömmlingen der Diphenyldicarbonsäuren kondensiert, deren o # o'-Stellung durch ein oder zwei Kohlenstoffatome oder durch eine einen heterocyclischen Ring bildende Brücke, insbesondere eine solche, die Sauerstoff oder ein oder mehrere Stickstoffatome enthält, miteinander verbunden sind. Als derartige Diphenyldicarbonsäuren seien beispielsweise die Dicarbonsäuren des Fluorens, Phenanthrens, des Diphenylenoxyds, des Carbazols, der N-Alkylcarbazole, ferner die Diphenylen-2 # 2'-azondicarbonsäure genannt, der nach der Analyse vermutlich folgende Formel zukommt: Die zuletzt genannte Säure kann durch Nitrieren der Diphenyl-4 # 4'-dicarbonsäure und nachfolgender Reduktion des Nitrokörpers mit Ammoniakzinkstaub oder mit der berechneten Menge Hydrosulfit und Natronlauge erhalten werden.
  • Überraschenderweise hat sich gezeigt, daß die nach dem vorliegenden Verfahren erhaltenen Kondensationsprodukte trotz des durch den aufgepfropften iso- oder heterocyclischen Ring vergrößerten Moleküls genügend in der Küpe löslich sind, um als Küpenfarbstoffe Verwendung finden zu können, und daß, wie besonders im Falle der Diphenylen-2 # 2'-azondicarbonsäure zu erwarten war, keine Aufspaltung des aufgepfropften Ringes eintritt. Die neuen Farbstoffe sind hervorragend chlorecht, was in solchen Fällen, wo ein durch Chlor angreifbarer heterocyclischer Ring im Molekül vorhanden ist, besonders auffallen muß.
  • Die neuen Farbstoffe entsprechen im allgemeinen in ihren Eigenschaften den Farbstoffen des Hauptpatents 5449i8. Durch die Vergrößerung des Moleküls wird aber eine wertvolle Verschiebung der Nuance der Farbstoffe erzielt, so daß man nach vorliegendem Verfahren bei Verwendung von ausgesprochenen Gelbkomponenten, wie z. B. des i-Amino-5-benzoylaminoanthrachinons, nicht nur gelbe, sondern auch orange Nuancen erhalten kann. So färbt z. B. der Farbstoff, hergestellt durch Kondensation von Äthylcarbazoldicarbonsäurechlorid mit i-Amino-5-benzoylaminoanthrachinon, Baumwolle in leuchtend orangen Tönen an. Beispiel i In einer etwa auf 6o° gehaltenen Lösung von 2o kg i-Aminoanthrachinon in etwa Zoo kg i@Titrobenzol werden 12 kg Diphenylenoxyddica.rbonsäurechlorid (erhältlich durch Kondensation von Diphenylenoxyd mit Acetylchlorid, Oxydation der erhaltenen Diacetylverbindung und Überführung der Dicarbonsäure in das Chlorid) eingetragen. Unter ständigem Rühren wird die Temperatur allmählich auf 2oo° erhöht. Der neue Farbstoff fällt dabei in kristallisierter Form aus. Sobald die Salzsäureentwicklung nachgelassen hat, wird die erkaltete Schmelze abgesaugt und der Rückstand mit Benzol ausgewaschen. Der Farbstoff, der in vorzüglicher Ausbeute und großer Reinheit erhalten wird, wird zweckmäßig durch Umlösen aus kalter Schwefelsäure in Form einer feinen Paste gebracht. Mit Hydrosulfit und Lauge liefert er eine dunkelrote Küpe, aus der Baumwolle in sehr echten grünstichiggelben Tönen angefärbt wird. Beispiel e 15 kg Diphenylenoxyddicarbonsäurechlorid werden nach den Angaben des Beispiels i mit 35 kg i-Amino-5-benzoylaminoanthrachinon in Naphthalin kondensiert. Der in nahezu quantitativer Ausbeute erhaltene Farbstoff löst sich in konzentrierter Schwefelsäure mit bräunlichroter Farbe. Aus dunkelbrauner Küpe wird Baumwolle in gelben Tönen angefärbt, die vorzügliche Echtheitseigenschaften aufweisen. Beispiel 3 Werden die 3.5 kg i-Amino-5-benzoylaminoanthrachinon von Beispiel 2 ersetzt durch die gleiche Menge i-Amino-4-benzoyl,aminoanthrachinon, so wird ein aus dunkelroter Küpe Baumwolle in roten Tönen anfärbender Farbstoff erhalten. Beispiel 4 27 kg i-Amino-4-methoxyanthrachinon und 15 kg Dipherrylenoxyddicarbonsäurechlorid werden entsprechend den Angaben des Beispiels i kondensiert. Der gebildete Farbstoff zieht auf Baumwolle aus brätinlichroter Kfipe in sehr echten orangefarbenen Tönen auf. Beispiel s In eine auf 8o bis loo° gehaltene Lösung von 45 kg i-Aminoanthrachinon in etwa 40o kg Nitrobenzol werden 30 kg Diphenylen-2 # 2'-azondicarbonsäurechlorid eingetragen. Nach etwa 12stündigem Rühren bei i 8o° läßt man auf etwa 8o' abkühlen und saugt den ausgefallenen Farbstoff ab und wäscht nach. Der Farbstoff löst sich mit gelber Farbe in konzentrierter Schwefelsäure und liefert mit Hydrosulfit eine dunkelrote Küpe. Die Färbung auf Baumwolle ist ein stark grünstichiges Gelb von wertvollen Echtheitseigenschaften. Das zur Kondensation verwendete Diphenylen-2 # 2'-azondicarbonsäurechlorid erhält man z. B. durch Einwirkung von Phosphorpentachlorid auf eine Lösung der Dicarbonsäure in Chlorbenzol. Das Chlorid schmilzt bei etwa 2o8°. Beispiel 6 Der entsprechend dem Beispiel 5 mit i-Amino-5-benzoylaminoanthrachinon hergestellte Farbstoff färbt aus blaugrüner Küpe Baumwolle in sehr echten orangegelben Tönen an. Beispiel ? 32 kg Äthylcarbazoldicarbonsäurechlorid (erhältlich durch Kondensation von Äthylcarbazol mit Acetylchlorid, Oxydation der erhaltenen Diacetylverbindung und Überführung der Dicarbonsäure in das Chlorid) werden mit 45 kg i-Aminoanthrachinon in Nitrobenzol bei i8o° kondensiert. Der erhaltene Farbstoff färbt aus brauner Küpe Baumwolle in sehr echten, mehr rotstichiggelben Tönen an. Beispiel 8 Entsprechend dem Beispie17 erhält man mit i-Amino-5-benzoylaminoanthrachinon einen orangen Farbstoff mit ausgezeichneten Echtheitseigenschaften. Die Lösungsfarbe in konzentrierter Schwefelsäure ist rotbraun. Die Küpe ist dunkelrot gefärbt. Beispiel 9 3o kg FluoTenondicarbonsäurechlorid (erhältlich durch Kondensation von Fluoren mit Acetylchlorid, Oxydation der erhaltenen Diacetylverbindung und Überführung der Dicarbonsäure in das Chlorid) werden mit 45 kg i-Aminoanthrachinon unter Zusatz von Nitrobenzol bei 18o bis 2oo° kondensiert. Der gebildete Farbstoff färbt aus dunkelroter Küpe Baumwolle in grünstichiggelben Tönen an, die wertvolle Eigenschaften besitzen. Die Lösungsfarbe in konzentrierter Schwefelsäure ist rot.
  • Beispiel io Entsprechend dem Beispielg wird durch Kondensation mit i-Amino-5-benzoylaminoanthrachinon ein Farbstoff erhalten, der Baumwolle aus blaugrüner Küpe in sehr echten orangegelben Tönen anfärbt. In konzentrierter Schwefelsäure löst er sich mit roter Farbe.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Abänderung des Verfahrens des Patents 544918, dadurch gekennzeichnet, daß hier i-Aminoanthrachinone mit Chloriden solcher AbkömmIinge der Diphenyldicarbonsäuren kondensiert werden, deren o . o' -Stellung durch ein oder. zwei Kohlenstoffatome oder durch eine einen heterocyclischen Ring bildende Brücke, insbesondere durch eine solche, die Sauerstoff oder ein oder mehrere Stickstoffatome enthält, miteinander verbunden sind.
DEI40411D 1931-01-14 1931-01-14 Verfahren zur Darstellung von Kuepenfarbstoffen der Anthrachinonreihe Expired DE555182C (de)

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GB516131A GB373175A (en) 1931-02-18 1931-02-18 Process for the manufacture of vat dyestuffs of the anthraqinone series

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