DE53006C - Guillochirmaschine, bei welcher die Arbeitsmechanismen durch den elektrischen Strom bewegt werden - Google Patents
Guillochirmaschine, bei welcher die Arbeitsmechanismen durch den elektrischen Strom bewegt werdenInfo
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- Grinding And Polishing Of Tertiary Curved Surfaces And Surfaces With Complex Shapes (AREA)
Description
KAISERLICHES
PAtENTAMT.
werden.
Die vorliegende Erfindung stellt Neuerungen an Maschinen zum Guillochiren von Uhrgehäusen,
Uhrdeckeln oder ähnlichen Gegenständen dar. Die Guillochirung wird erreicht
durch Drehung des Arbeitsstückes, auf welchem hierbei die als Korn durch gekrümmte oder
gerade Linien entstehenden bekannten Verzierungen hervorgerufen werden, die manchmal
unterbrochen werden sollen, um auf dem schraffirten Arbeitsstück eine blanke Oberfläche
oder einen einer Zeichnung entsprechenden freien Raum zu lassen, der zürn Einzeichnen
von Namenszügen, Figuren u. s. f. mit der Hand oder mittelst einer Schablone bestimmt ist.
Bei Ausübung des Verfahrens wird der zu guillochirende oder zu schraffirende Gegenstand
in Drehung versetzt und erhält hierbei eine vibrirende Bewegung rechtwinklig zur Drehachse,
so dafs eine feine, von dem spitzen Grabstichel eingeschnittene Spirallinie mit Wellungen
entsteht, welche einander berühren und hierdurch die bekannten Verzierungen erzeugen;
es kann dem zu verzierenden Arbeitsstück auch eine Bewegung in Richtung der Drehachse ertheilt
werden, so dafs der um ein cylinderförmiges Arbeitsstück herumgeführte Schnitt Zickzackform erhält, wodurch ebenfalls die bekannte
Verzierung entsteht.
Die für den genannten Zweck bestimmten Einrichtungen werden, um das Schneidwerkzeug
zurückzuziehen und die Zeichnung an den blank zu lassenden Stellen zu unterbrechen,
von einem elektrischen Strome bethätigt, der gleichzeitig mit zur Drehung der verwendeten
Schablone dienen soll.
In gleicher Weise soll derjenige Mechanismus, welcher die Stellung des Grabstichels
gegen das Arbeitsstück regulirt, ebenfalls der "Wirkung des elektrischen Stromes unterliegen,
damit der Stichel eine mehr oder weniger convexe Fläche verfolgen und eine genau oder
nahezu senkrechte Stellung zu dem betreffenden, eben vom Stichel bearbeiteten Flächentheil
einnehmen kann.
In den Zeichnungen ist die Erfindung als an einer Drehbank angebracht dargestellt, . die
speciell für die verschiedensten Guillochen, Figuren und Gegenstände, wie solche von
Graveuren und Goldarbeitern zur Ausführung gelangen, bestimmt ist.
Fig. ι zeigt im Grundrifs, Fig. 2 in Ansicht die Guillochirmaschine. Fig. 3 stellt das Detail
der Lagerung für den vibrirenden Bock dar. In Fig. 4 ist die Endansicht der Maschine ersichtlich.
Fig. 5 zeigt im Schnitt den Magneten und die Vorrichtung zum Zurückziehen des Grabstichels, Fig. 6 eine ähnliche Ansicht
des Magneten und der Vorrichtung, welche den Grabstichelsupport in Schwingung versetzt, um
denselben senkrecht zu der Arbeitsfläche einzustellen. Fig. 7 läfst in diagrammatischem
Grundrifs von gröfserem Mafsstabe und theilweise
im Schnitt die elektrische Stromkreisverbindung und die Vorrichtung zum Oeffnen der letzteren erkennen, falls der Grabstichel
nicht senkrecht zur Arbeitsfläche steht. In
Fig. 8 ist im Schnitt der Supportschlitten und I in Ansicht der Support ersichtlich, während
Fig. 9 und to die das Schliefsen des Stromkreises bewirkenden Arme und den Taster
zeigen. Fig. 11 endlich veranschaulicht einen Theil der Maschine mit der Schablone anf der
Gegenwelle.
Das auf dem Fufs A1 'aufruhende Grundbett A der Maschine nimmt sämmtliche nachbeschriebenen
Theile auf. Der Bock B ist drehbar auf den im Bett einander central gegenüberliegenden
Spitzen 2 gelagert. An den oberen Enden dieses Bockes sitzen die Lagerschalen 3 für die Spindel C, an deren Ende
das Futter, zum Festhalten des Arbeitsstückes 4 sich befindet. Auf der Spindel C sitzt fest ein
Zahnrad E mit beispielsweise 200 Zähnen, neben E ein Zahnrad E1 mit 201 Zähnen;
beide Räder E und E1 stehen mit dem Rad F
in constantem Eingriff. Bei Drehung der Spindel wird bei jeder Umdrehung Rad E' um einen
Zahn gegen das Rad E verstellt. Auf die Spindel ist eine fest am Rad E1 sitzende Patronenscheibe
F1 geschoben, die an ihrer Umfläche
und an einer ihrer Flächen mit so viel Zacken versehen ist, als das Rad E1 Zähne
hat. Auf A sitzt ein Anschlag 6, Fig. 1, mit einem feststehenden Daumen 7, gegen den die
Patronenscheibe mittelst der Feder 8 beständig angedrückt wird. Durch diese Anordnung
wird bei Drehung der Spindel C, der Räder EE1 und der Patronenscheibe F dem Bock B
mit der Spindel und dem zu guillochirenden Arbeitsstück auf den Spitzen eine vibrirende
Seitenbewegung ertheilt, so dafs die vom Stichel 9 erzeugte Linie Wellen- oder Zickzackform
erhält. Die Spindel C kann sich in der Richtung ihrer Achse in geringem Mafse
frei verschieben, wobei eine Feder 10 sich hinter einem Ring auf der Spindel anlegt, um
das Arbeitsstück gegen den Stichel anzudrücken. Wird der Daumen 7 in die in Fig. 1 punktirt
angegebene Stellung 5 gebracht, um sich gegen die Zacken auf der Vorderfläche der Patrone F1
anzulegen, so erhält die Spindel eine vibrirende Bewegung zu ihrer Längsachse. In diesem
Falle eignet sich die Maschine zum Guillochiren eines Cylinders, wodurch infolge der Bewegung
in Richtung der Cylinderachse die Wellenoder Zickzacklinien auf der Cylinderumfläche
eingeschnitten werden.
Ein geeigneter Rädertrieb zur Drehung der Spindel C und der Gegenwelle K1 besteht aus
der Antriebsscheibe G, den Kegelrädern G1 G2 und dem Zahnrad 12, Fig. 2, welches in das
Zahnrad H auf der Spindel und in das Zahnrad H1 auf dem Zapfen 14 eingreift; H1 versetzt
die Räder JJ] und die Welle 15 (in
punktirten Linien in Fig. 2 ersichtlich) und das Rad K auf der Gegenwelle K1 in Drehung;
da die Räder HH1 und K von gleicher Gröfse
und die Zahnräder 12, J J1 ebenfalls von gleicher
Gröfse sind, so dreht sich die Welle K1 in Uebereinstimmung mit der Spindel C und
setzt die nachstehend beschriebene Schablone L in Drehung.
Der Stichel 9 sitzt an einem im Schlitten N1 verschiebbaren Support iV; eine Feder 17 sucht
den Stichel 9 gegen das Arbeitsstück zu drücken, wobei eine Schnur 18 von dem Ende der
Feder um eine einstellbare Scheibe 19 gelegt ist, um die Federkraft, mit welcher der Stichel
gegen das zu schraffirende Arbeitsstück angedrückt werden soll, verändern zu können.
Diese, mit Handhebel ausgerüstete Scheibe 19 sitzt auf einer als Drehzapfen dienenden
Schraube 20 und ist mit einer Klemmschraube ausgerüstet, um die Scheibe in jeder beliebigen
Stellung festzustellen. Der Rand der Scheibe ist mit Scala versehen, um in Verbindung mit
einem Zeiger 22 die Kraft, mit welcher die Feder gegen den Grabstichel drückt, vorher
bestimmen zu können.
Der Schlitten N1 kann in geeigneter Weise gelagert sein und durch ein an dem Schlitten S1
sitzendes und in ein Zahnrädchen P1 eingreifendes Zahnsegment O um den Drehpunkt 50
herumgeschwungen werden. Der Kreisbogen des Segments ist aus diesem Drehpunkt als
Mittelpunkt geschlagen. Da die Spitze des Grabstichels unmittelbar über demselben liegt,
so kann durch Drehung des Zahnrä'dchens P 1
der Schlitten durch Drehen zur Seite bewegt werden, damit die Mittellinie des Grabstichels
vertical oder nahezu vertical zum Arbeitsstück steht, ohne den vom Stichel auf letzteres ausgeübten
Druck zu verändern. Das Zahnrädchen P1 kann zu geeignetem Zeitpunkte in
verschiedener Weise bethätigt werden; in nachstehender Beschreibung ist beispielsweise
eine durch Elektricität bethätigte Einrichtung angegeben.
Es kann sich empfehlen, eine entlang dem Bett A laufende Schraubenspindel Q anzuordnen,
welche auch das Kegelrad Q1 treibt. Letzteres bildet beim Anpressen durch Schraube
und Handgriff Q2 eine Schraubenmutter. Wird
jedoch die Schraube mit dem Handgriff zurückgedreht, so kann sich das Rad Q1 drehen,
ohne dadurch die Platte R* mit dem Bett R
zu verschieben. Diese Vorrichtung ist ähnlich derjenigen bei Drehbänken; durch das Rädervorgelege
R1 wird die Schraubenspindel Q mit verschiedenen Geschwindigkeiten zur Spindel
C gedreht, wobei dem Bett R zu seiner Einstellung eine Querbewegung ertheilt werden
kann.
Bei losem Rade Q1 kann sich die Schraubenspindel Q ohne Verschiebung des Bettes' R
drehen; durch ein Zahnrad i?2 kann von Schraubenspindel Q aus die quer liegende
Schraubenspindel S im Bett R in Drehung
versetzt werden, die den Schlitten S1 mit dem
Zahnsegment O verschiebt. Bei langsamer Drehung der Schraubenspindel 5 wird der
Schlitten N1 und der Support N mit dem Grabstichel allmälig quer zur Maschine verschoben,
so dafs letzterer in der Mitte des Arbeitsstückes zu wirken anfängt und sich nach
Mäfsgabe der Drehrichtung der Schraube S nach dessen Rand hin bewegt. Vortheilhafter
ist es, am Rande zu beginnen und nach innen zu zu guillochiren. Der auf dem Ende der
Schraube >S sitzende Griff S2 kann zur Verschiebung
des Schlittens S1 quer zur Drehbank dienen, um den Stichel in die zum Beginn
des Guillochirens geeignete Stellung überzuführen.
Auf dem Schlitten N1 sitzt ein Ständer 30 mit dem Elektromagneten T und dem nach
der anderen Seite zu liegenden Zapfen 31 für die Schnurrolle 32 und das Zahnrädchen 33.
Um die Rolle 32 ist eine Schnur gelegt, durch welche erstere mit dem Rädchen 33 eine beständige
Drehbewegung erhält, um das Rad T2 auf dem Zapfen 34 in Drehung zu versetzen,
welch letzterer die Verlängerung des Kernes für den Elektromagneten T bildet. Auf denselben
ist ein Zahnrädchen 35 mit der Reibscheibe 36 aufgeschoben, welche beide durch
einen Bund 37 auf 34 festgehalten werden. In den hohlen Elektromagnetkern ist ein Stift 38
mit dem Anker Γ3 eingesteckt; durch ein Loch im Zapfen 34 geht ein Querstift hindurch, der
gegen den ' neben der Radnabe T2 liegenden Ring 39 andrückt. Das Rädchen 35 greift in
den Zahnsector 40 am oberen Ende des Hebels T4, der bei 41 drehbar gelagert und an
seinem unteren Ende gabelförmig gestaltet ist. Diese Gabel umgreift einen auf dem Grabstichelsupport
N sitzenden Stift 42. Die Reibflächen können mit concentrischen Rippen versehen
oder zu in einander greifenden Zähnen ausgebildet sein.
Die Schnurrolle 32, das Rädchen 33 und das Zahnrad T2 drehen sich fortwährend, wobei
die Reibung zwischen der Fläche des letzteren und der Scheibe 36 nicht genügt, um die
letztere und das Zahnrädchen in Drehung zu versetzen; erst wenn der Elektromagnet T erregt,
der Anker T3 angezogen und der Bund 39 gegen die Nabe des Rades T2 angedrückt ist,
wird infolge der Reibung gegen die Scheibe 36 letztere mit dem Rädchen 35 in Drehung versetzt,
wodurch der mit Zahnsector ausgerüstete Hebel Ti äusgeschwungen und der Support N
mit dem Stichel 9 durch den Stift, 42 vom Arbeitsstück weggeschoben wird. Fliefst kein
Strom mehr durch die Spule des Magneten T, so schiebt die Feder 17 den Stichel 9 wieder
an das Arbeitsstück heran.
Die Vorrichtung, durch welche beim Unterbrechen des Guillochirens ein elektrischer Strom
durch die Spule des Magneten geschickt wird, kann von beliebiger Art sein, obgleich die
nächbeschriebene Anordnung sich am besten eignet. Wenn die Theile umgekehrt angeordnet
und die Drehrichtung umgeändert wird, so kann der Stichel durch die Reibung zwischen
dem Zahnrad T2 und der Scheibe in seine Arbeitsstellung eingestellt und durch eine Feder
zurückgezogen werden.
Der Mechanismus nach Fig. 6 dient zur Drehung des Zahnrädchens' P1, welches mit
dem Zahnsegment O im Eingriff steht und hierdurch den Schlitten N1 allmälig verstellt,
wobei der Stichel 9 vertical gegen die Fläche des Arbeitsstückes steht. In diesem Falle sitzt
das Rädchen P1 an dem unteren Ende einer verticalen Welle U, um welche eine Schraubenfeder
45 so gewickelt ist, dafs zwischen der Reibscheibe 46 und der Unterseite des Supports
47 genügende Reibung entsteht, um das Rädchen P1 fest in seiner Normalstellung zu
halten. Geht der elektrische Strom durch die Spule des Elektromagneten U1 hindurch, so
wird der Anker U2 angezogen und unter Verminderung der Reibung zwischen 46 und 47
die verticale Welle U mit dem auf ihr sitzenden Rädchen P1 niedergeschoben, wodurch
Feder 45 das Rädchen P1 theilweise in Drehung versetzt. Hierdurch wird der Schlitten N1
mittelst des Zahnsegments O zur Seite geschwungen, welche Bewegung durch Reibung
zwischen 46 und 47 in dem Augenblick aufhört, wo der Strom ,unterbrochen wird.
Wird das Gewicht 102 an einer über die Rolle 104 geführten Schnur 103 aufgehängt
und diese um den rohrförmigen Kern gewickelt, wie in Fig. 6 angegeben, so kann das
Gewicht zur Drehung des Rädchens dienen, anstatt dafs letzteres von der Feder 45 geschieht.
In diesem Falle drückt die Feder 45 einfach die Reibfläche 46 gegen 47 an, wodurch
die Drehung des Rädchens so lange verhindert wird, als der Elektromagnet nicht erregt
ist.
Die Vorrichtung zur Durchführung des elektrischen Stromes durch die Spule des Elektromagneten
U kann von beliebiger Anordnung, z. B. nachstehender Einrichtung sein.
In Fig. 7 ist das Zahnsegment, der Grabstichel und ein Theil des Supports ersichtlich,
während der Elektromagnet U1 von seinem Kern U weggenommen und in den elektrischen
Stromkreis der Batterie eingeschaltet ist, wobei der zu guillochirende Gegenstand im Schnitt
ersichtlich ist.
Auf der einen Seite des Schlittens S1 sitzt
eine runde Führung S3, Fig. 8, für den Schlitten N2, der sich an die Unterseite des Schlittens
N1 anschliefst und nach aufsen erstreckt; dabei verbindet der Bolzen 50 den Schlitten N2
mit der Führung Ss. Der Bolzen 50 liegt
genau unter der Grabstichelspitze, so dafs die Schlitten N1 und N2 sich auf dem Bolzen in
jede Lage zum quer verschiebbaren Schlitten R verschieben kann, wenn das Rädchen von
Zeit zu Zeit in Drehung versetzt wird (Fig. i, 2 und 7). Auf dem Schlitten 2V2 sitzt ein
isolirt gelagerter Haken 52, an welchen ein Leitungsdraht aus einer Batterie herangeführt
wird (Fig. 7), während der andere Leitungsdraht an das Contactklötzchen 53 auf dem
Bett A herangeht." In der Anordnung nach Fig. 7 ist angenommen, dafs der Grabstichel
von der Mitte nach aufsen zu arbeitet, so dafs, wenn der Schlitten S 1 auf dem quer verschiebbaren
Schlitten R bewegt wird, der Haken 52 mit dem Klötzchen 53 in Berührung kommt
und den Stromkreis mit dem Elektromagneten U1 schliefst. Hiermit wird aber die
Spindel U nach unten gezogen, die Scheibe 46 vom Support 47 getrennt und das Zahnrädchen
P1 von der Schraubenfeder 45 gedreht; infolge des Eingriffes des letzteren mit dem
Zahnsegment O kommt der Schlitten N1 in eine noch geneigtere Stellung . und wird der
Stichel senkrecht zur Arbeitsfläche 4 eingestellt, wobei der runde Schlitten 2V2 gedreht, der
Haken 52 vom Contactklötzchen 53 entfernt und der Stromkreis geöffnet wird. Dieser Vorgang
wiederholt sich so lange, bis die gesammte Fläche des Arbeitsstückes guillochirt ist. Die
Lage und Gröfse des Klötzchens 53 und des isolirten Hakens 52 wird nach Malsgabe der
Gröfse des Arbeitsstückes abgeändert; in denjenigen Fällen, bei denen der Grabstichel am
Rand des Arbeitsstückes anfängt und nach der Mitte zu guillochirt, erhält der Haken 52 die
in Fig. 7 punktirt angegebene Stellung, während das Contactklötzchen 53 ebenfalls, wie
punktirt angegeben, auf der anderen Seite liegt. Wie oben erwähnt, macht die Gegenwelle K1
bei jeder Drehung der Spindel C eine Drehung; eine gleiche Bewegung erhält das Schablonenbett
F und die Schablone L durch die Räder F1. Die Schablone L auf F ist hinsichtlich der
Form das Relief zu der Gestalt des in dem zu guillochirenden Arbeitsstück freibleibenden
Raumes. Ueber dem Schablonenbett hängt in den Zapfen 54 ein Taster F2 mit abgerundetem
unteren Ende, der von der Schablone L auf V gehoben wird. Da bei der Bewegung des
Tasters F2 der elektrische Strom nach dem Magneten T geöffnet und geschlossen wird, wie
aus Fig. 5 ersichtlich, so wird bei geschlossenem Stromkreise durch die Rolle 32, das Zahnrädchen
33, das Rad Γ2 und den Hebel Γ4 der Stichel 9 zurückgezogen. Da nun bei jedesmaligem
Umdrehen des Arbeitsstückes auch die Schablone einmal herumgedreht wird, so macht
es sich nöthig, den Taster F2 seitlich über das Schablonenbett und die Schablone und in
Uebereinstimmung mit der Bewegung des Grabstichels über und vor dem Arbeitsstück zu verrücken.
Zu diesem Zwecke wird, an dem Schlitten S1 ein am besten aus dünnem Metall
bestehendes Band 60 befestigt, das um die Rollen 61 und 62 herumgelegt ist und nach
dem Pantographenhebel W geht. Der Drehpunkt 63 des letzteren ist auf dem Bett A verstellbar,
während sein hinteres Ende bei 64 drehbar mit dem Gelenk 65 verbunden ist, welches seinerseits mit dem Schlitten 66 in
der schwalbenschwanzförmigen Führung 67 am Grundbett A verbunden ist. Am oberen Rande
dieser Führung 66 sitzt ein Arm 68 mit dem Drehzapfen 54 für den Taster F2, so dafs bei
der nach Mafsgabe der Nachstellung erfolgender Bewegung des Schlittens S11 quer zum
Schlitten R der Taster F2 quer über die Schablone und ihr Bett F gezogen wird; die
Gröfsenverhältnisse der Theile sind so gewählt, dafs der Taster F2 zu derselben Zeit in die
Mitte der Schablone gelangt, zu welcher der Grabstichel 9 in der Mitte des Arbeitsstückes
anlangt, während das Gleiche auch für den Rand gilt.
Der Drehpunkt 63 des Hebels W ist verstellbar, um die relativen Bewegungen des letzteren
so abändern zu können, dafs eine gegebene Schablone für ein kleineres oder gröfseres
Arbeitsstück verwendet werden kann.
Es ist von Wichtigkeit, auch einen Cylinder statt einer convexen Platte oder eines Uhrgehäuses
guillochiren zu können, in welchem Falle das Arbeitsstück auf der Spindel sitzt, während der
Grabstichel und die denselben tragenden Theile herumgeschwungen werden, um die richtige
Stellung .zu dem Cylinder zu sichern. In diesem Falle empfiehlt es sich, die Lagerschale
F9 für die Welle K1 zweitheilig herzustellen, wie in Fig. 2 angegeben, das Schablonenbett
F vom Rädergetriebe zu trennen und die cylindrische Schablone direct auf die Gegenwelle K1 aufzustecken, wie in Fig. 11
angegeben. Hier wird der Taster mit den denselben tragenden Theilen behufs Anpassens
an die Schablone vertical verstellt, wobei der Support für das Bett 67 dergestalt verstellt
werden kann, dafs letzteres in richtiger Höhe über dem Bett A steht.
In der Anordnung nach Fig. 9 und 10 ist der als Schablone für den Taster dienende
Cylinder mit Vertiefungen oder Spalten versehen, in welche der Taster eintritt, während
auf dem Arm des letzteren ein aufrechtstehender Arm 94 sitzt, dessen Ende zwischen den
Contactschrauben 70 liegt. An die eine Schraube wird der elektrische Stromkreis angeschlossen,
wodurch letzterer geschlossen werden kann, um beim Einfallen des Tasters in die Einschnitte
der Schablone den Grabstichel zurückzuziehen. Auch kann der Stromkreis mit der anderen Contactschraube geschlossen werden,
Claims (3)
- wenn der Taster auf die Oberfläche der Schablone gelangt. Diese Contactschrauben werden je nach der Beschaffenheit der Schablone und der Art der Guillochirung eingestellt. Es empfiehlt sich, den Taster aus zwei Halbkugeln mit Zwischenraum zu bilden, in den der Finger 90 mit seinem V-förmigen Ende eingelegt wird und frei sich auf- und abbewegen kann. . Finger 90 sitzt dann auf einem zweiten, am Tasterarm 92 gelagerten Hebel'91 und trägt eine Gabel zum Stromkreisschlufs mit den Contactschrauben 70, wodurch der Hebel 91 von der Schablone bewegt und der Stromkreis durch Antreffen einer (der Contactschrauben an den Arm 94 geschlossen wird. Dieser Taster mit den elektrischen Contacten kann entweder für ein flaches oder ein cylindrisches Schablonenbett verwendet werden.Der elektrische Stromkreis wird immer zwischen dem Arm 94 und einer der Schrauben 70 geschlossen, während die andere Schraube absteht. Der eine Draht aus der Batterie kann entweder, wie nach Art der Fig. 9, an den Taster oder an die Schablone angeschlossen sein. Die Schablone kann im Bedarfsfalle aus nichtleitendem Material bestehen, während der Cylinder oder die Fläche, auf welcher die Schablone aufruht, aus leitendem Material besteht, so dafs der Stromkreis von der Schablone selbst unterbrochen wird.In Fig. ι und 7 ist ein am Schlitten 5J sitzender Ansatz 72 ersichtlich, dessen Röllchen 73 in der Nähe eines verstellbaren Schablonenhalters 76 steht. Letzterer wird durch eine Mutter mit Schraube 75 in der Nuth des Schlittens festgehalten. Die Schablone 74 wird durch die Schraube 78 an dem Halter 76 befestigt und dient dazu, die Schlitten R und S1 in der Längsrichtung auf der Drehbank zu bewegen, wenn sich der Schlitten S1 durch seine Schraubenspindel in Querrichtung bewegt, wodurch der Grabstichel 9 in der richtigen Tiefe in das Arbeitsstück einschneidet, wobei natürlich die Schablone 74 der Querschnittsform des Arbeitsstückes entsprechen mufs. In Fig. 7 ist bei yj eine Feder angegeben, welche die Rolle 73 gegen die Schablone 74 drückt und mit dem einen Ende an den Ansatz 72, mit dem anderen Ende an das Bett A angehängt ist.In,manchen Fällen können durch die Feder 17 der Support N und der Grabstichel 9 zu schnell vorgeschoben werden, so dafs, wenn letzterer aus einem Diamant besteht, er durch ein plötzliches Antreffen des Stichels gegen das Metall beschädigt werden kann. Zur Hebung dieser Schwierigkeit wird auf den Schlitten JV1 ein Schälchen 80 aufgesetzt, welches mit Zuckersaft oder einer anderen dicken Flüssigkeit angefüllt wird; auf dem Support JV sitzt drehbar ein Arm 82 mit einem flachen oder nahezu flachen Ende. Genannte Theile sind so angeordnet, dafs der Support JV mit dem Arm 82 schnell zurückgezogen werden kann. Wenn aber der Support mit dem Stichel gegen das Arbeitsstück bewegt wird, so bildet die dicke Flüssigkeit zwischen dem Ende des Armes und der Wand des Schälchens ein elastisches Kissen, welches zur Seite gedrückt wird und einen genügend grofsen Widerstand darbietet, so dafs der Stichel nicht mit Heftigkeit gegen das Arbeitsstück antrifft. Der Arm und die Schale sind gegen einander verschiebbar, so dafs der von der dicken Flüssigkeit eingenommene Raum vergröfsert oder verringert werden kann, um die Bremswirkung zu reguliren.• Patent-Ansprüche:Bei Guillochirmaschinen, bei denen das sich drehende und während dieser Drehung in Vibration versetzte Arbeitsstück von einem zu letzterem stets senkrecht stehenden Grabstichel (9) bearbeitet wird:ι. Die Combination eines Elektromagneten (T), ' eines auf dessen Kern sitzenden, beständig in Drehung versetzten Rades (T2), einer eben daselbst lose aufgeschobenen Reibscheibe (36) mit einer als Zahnrad (35) ausgebildeten Nabe, sowie eines mit letzterem in Eingriff stehenden Zahnsectors (T^), welcher an seinem unteren Ende mit dem ■ Grabstichelsupport (N) in Verbindung steht und nach der Erregung des Elektromagneten und- der hiermit verbundenen Anschiebung des Rades oder der Scheibe (T2) an die Scheibe (36) um seinen Drehpunkt geschwungen wird, um behufs Unterbrechung der Guillochirung in der Arbeitsfläche den Grabstichelsupport (N) zurückzuziehen, Flg. 5, und gleichzeitig:
- 2. Die Combination eines Elektromagneten (U1), einer durch dessen hohlen Kern hindurchgeführten Spindel (U) mit Reibscheibe (46) und Zahnrad (P1), sowie eines in letzteres eingreifenden Zahnkranzes (O) am Rande des drehbaren Supportschlittens (S1), .durch welche Einrichtung bei Erregung des Elektromagneten und dem hiermit verbundenen Anziehen des Ankers (U2) die Reibscheibe (46) wirkungslos und das Zahnrad (P1) durch eine um dessen Spindel gewickelte Spiralfeder (45) (oder durch Gewichtszug) in Drehung versetzt wird, um den Grabstichelsupport nach Mafsgabe der Gestaltung bezw. Contur der Arbeitsfläche zu drehen, behufs Erhaltung der senkrechten Stellung des Stichels gegen das Arbeitsstück (Fig. 6).
- 3. Zum Zwecke der Erregung des im Anspruch i. genannten Elektromagneten (T) Anordnung eines über der rotirenden Scha-blone (L V) lose drehbar aufgehängten einfachen oder doppelten Tasters (V'2) mit dem Stromkreisunterbrecher (70, 94) in Verbindung mit dem genannten Taster tragenden Pantographen (W, 65, 66, 67), bei dessen von den Bewegungen des Schlittens (S1) abgeleiteten Bewegungen der Stromkreis nach der Spule des Elektromagneten (T) zeitweilig geschlossen wird, behufs Zurückziehens des Grabstichels von der Arbeitsflache (Fig. 1, 9 und 10).Zum Zwecke der Erregung des im Anspruch 2. genannten Elektromagneten (U1) Anordnung eines am Maschinengestell einstellbaren Contactklötzchens (53) und eines an der Drehplatte (N2) des Grabstichelsupports sitzenden Contactes (52), durch deren Berührung mit einander die Schliefsung des Stromes erfolgt, behufs Aufrechterhaltung der senkrechten Stellung des Grabstichels zur Arbeitsfläche durch Drehung des Supportschlittens (Fig. 7).Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE53006C true DE53006C (de) |
Family
ID=327681
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT53006D Expired - Lifetime DE53006C (de) | Guillochirmaschine, bei welcher die Arbeitsmechanismen durch den elektrischen Strom bewegt werden |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE53006C (de) |
-
0
- DE DENDAT53006D patent/DE53006C/de not_active Expired - Lifetime
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