DE617439C - Einrichtung zur Beistellung zwischen der Schleifspindel und der Werkstueckachse an Praezisionsschleifmaschinen (Innenschleifmaschinen) - Google Patents
Einrichtung zur Beistellung zwischen der Schleifspindel und der Werkstueckachse an Praezisionsschleifmaschinen (Innenschleifmaschinen)Info
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Description
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Beistellung zwischen der Schleifscheibenspindel
und der Werkstückachse an Präzisionsschleifmaschinen (Innenschleifmaschinen), bei welchen nach einer bemessenen
Grobschliffbeistellung ein Abrichten des Werkzeuges, ein bemessener Feinschliff und
das Abstellen der Maschine selbsttätig erfolgt. Durch das Abrichten gelangt die wirksame
Scheitellinie der Schleifscheibe genau in die Scheitellinie der beim vorangegangenen
Arbeitsgang stärkeren Schleifscheibe. Die Erfindung kann Anwendung bei den verschiedensten
Schleifmaschinen finden, ist aber besonders vorteilhaft bei Innenschleifmaschinen.
Mit der Erfindung wird die Notwendigkeit, die Werkstücke während der aufeinanderfolgenden
Arbeitsgänge besonders abzumessen und abzulehren, entbehrlich.
Ein Arbeitsgang bei Schleifmaschinen, für welche die erfindungsgemäße Einrichtung bestimmt
ist, besteht etwa aus folgenden Schritten: Während des Schleifens jedes Werkstückes tritt zunächst eine selbsttätige
Unterbrechung des Schleifvorganges ein, in
der eine selbsttätige Ablehrung und Abrichtung des Schleifwerkzeuges vorgenommen
wird, so daß die endgültigen, mit dem Schleifwerkzeug ausgeführten Feinschnitte, die das
Werkstück auf die gewünschte Größe bringen, stets mit einer frischen, geraden und genauen Schneidfläche stattfinden und somit die
Erzeugung eines glatten, genau zylindrischen Loches· möglich wird. Schließlich wird eine
selbsttätige Unterbrechung des Schleifvorganges dadurch vorgenommen, daß das Schleifwerkzeug und das Werkstück voneinander
getrennt werden, sobald letzteres die erforderliche vorbestimmte Größe erreicht.
Bei der Einrichtung gemäß der Erfindung werden die Arbeitsvorgänge, nämlich das
Ablehren oder Abrichten des Schleifwerkzeuges, gefolgt von der Wiederaufnahme und
später der Unterbrechung des Schleifvorganges, eingeleitet und geregelt gänzlich
in Abwesenheit irgendeiner Kalibrier- oder Meßeinrichtung für das Werkstück, und zwar
einzig und allein durch den seitlichen oder Quervorschub zwischen Werkstück und Schleifwerkzeug, wobei dieser Vorschub das-
jenige Mittel bildet, durch welches das Werkzeug veranlaßt wird^, allmählich tiefer
und tieferirn die Oberfläche des Werkstückes
einzudringen. Auf diese Weise vermeidet die neue Maschine die Komplikation, die mit der
mit Bezug auf das sich schnell drehende Werkstück wirksamen Kalibrier- oder Meßvorrichtung
verbunden ist, und wird durch die erfindungsgemäße Einrichtung geeignet ίο für das selbsttätige Schleifen· von Werkstükken,
die der Verwendung einer Kalibriervorrichtung Hindernisse entgegensetzen, d.h. solcher Werkstücke, welche eine unzusammenhängende
Oberfläche dem Schleifvorgang darbieten, beispielsweise Löcher -mit Keilnuten
o. dgl.
Die Maschine gemäß der Erfindung macht somit eine selbsttätige, genaue Bearbeitung
des Werkstückes ohne die Verwendung irgendao einer Kalibriervorrichtung möglich. Es ist
offensichtlich, daß aufeinanderfolgende Werkstücke nicht alle auf die genau gleiche Größe
lediglich dadurch gebracht werden können, daß der seitliche oder Quervorschub wiederholt
bis zu demselben Punkt geführt wird. Die Schneidfläche des Schleifwerkzeuges
steht in keiner festen Beziehung zu einem solchen Punkt, da sie dauernd abgenutzt
wird. Deshalb muß in der Maschine dafür Vorkehrung getroffen werden, daß diese Abnutzung
genau ausgeglichen wird, und ebenso dafür, daß die Verringerung des Durchmessers
des Schleifwerkzeuges durch, die aufeinanderfolgenden, an seiner Schneidfläche
vorgenommenen Ablehr- oder Abrichtvorgänge kompensiert wird.
Es ist eine Maschine bekannt, bei der erstens der Grobschliff bis zu einem bestimmten
Maß ausgeführt und dann für den Feinschliff umgesteuert wird, worauf ein Bedienungsmann,
währenddes Feinschliffes Einr greifen und Herausfahren der Schleifscheibe
von Hand bewirken kann, um in einer zweiten
Maßnahme das Einschwingen eines Diatnanten von Hand und durch eine dritte Maßnahme
die Verringerung der Geschwindigkeit einstellen kann, mit welcher der Schlitten mit
der Schleifscheibe am Diamanten vorbeifährt. Die Beistellvorrichtung arbeitet mit Selbststeuerung,
wodurch der Übergang vom, Grobauf Feinschliff und das vorläufige Abstellen
des Feinschliffes erfolgt. Mit dieser Maschine ist es auch bekanntgeworden, durch
ein Umlaufrädergetriebe die Beistellspindel durch Antrieb des Umlaufräderträgers von
Hand oder über ein Schaltwerk zur bemessenen Grob- und Feinschliffbeisteuerung. zu
drehen und eine Sonderbeistellung um den Betrag der Abnutzung der Schleifscheibe* und
ihrer Abrichtung möglich zu machen, . . Auch ist es bekannt, eine selbsttätige, unabhängige
S onderbei stellung um den Betrag der Abnutzung der Schleifscheibe über ein Schaltwerk herbeizuführen und in Abhängigkeit
von der Beistellbewegung die Sonderbeistellung durch entsprechend gesteuerte
Nocken und Kontakte einzuleiten oder abzustellen.
Ebenso' ist eine selbsttätige Sonderbeistellung über ein Schaltwerk um den Betrag
der Abrichtung der Schleifscheibe bekannt. Für die Wirksamkeit der Schaltwerke ist es
unwesentlich, ob die Quervorschubbewegung durch seitliche Bewegung des Schleifwerkzeuges
oder durch eine solche des Werk-Stückes hervorgerufen wird. Das erste Schaltwerk bringt die Ablehrvorrichtung für
"das Schleifwerkzeug an einer vorbestimmten Stelle relativ zur Drehachse des Werkstückes
zur Einwirkung. Das zweite Schaltwerk bewirkt eine ausreichende Kompensation der Quervorschubbewegung,
um die Abnutzung des Schleifwerkzeuges wie auch die Verringerung seines Diurchmessers durch den vorhergehenden
Ablehrvorgang auszugleichen.
Die Erfindung besteht darin, daß bei der an siqh bekannten Selbststeuerung der Beistellvorrichtung
mit Umlaufrädergetriebe, wobei die Beistellspindel 'durch Antrieb des
Umlauf räder träger s von Hand oder über ein go
Schaltwerk zur bemessenen Grob- und Feinschliff beistellung gedreht wird und eine Sonderbeistellung
um den Betrag der Abnutzung der Schleifscheibe und ihrer Abrichtung möglich ist, erstens der Umlaufrädierträger
einen mit Kontakten zusammenarbeitenden Nocken zur 'Einleitung des vergrößerten Abrichthubes
nach dem Grobschliff und des Ausfahrhubes nach dem Feinschliff erhält und zweitens der Ausfahrhub zur Sonderbeistellung
über ein zweites Schaltwerk und das zweite Sonnenrad benutzt wird.
Die Erfindung besteht somit in einer Vereinigung der Selbststeuerung der Beistellvorrichtung
und einer Sonderbeistellung um den Betrag der Abnutzung der Schleifscheibe und ihrer Abrichtung; dadurch arbeitet die
. erfindungsgemäße Einrichtung vollkommen zwangsläufig, 'unabhängig von der Aufmerksamkeit
des Bedienenden.
Ein Ausführungsbeispiel, der Erfindung, bei der die Quervorschubbewegung durch seitliche
Bewegung des Schleifwerkzeuges hervorgerufen wird, ist in der Zeichnung dargestellt.
Abb. ι. ist eine Vorderansicht einer Innenschleifmaschine
mit einer Einrichtung gemäß der Erfindung, bei welcher sich die Teile in der Ruhelage und das Schleifwerkzeug und
das Werkstück voneinander getrennt befinden.
Abb. 2 ist ein senkrechter Schnitt durch die Einrichtung für den Quervorschub in größe-
rem Maßstabe, und zwar geschnitten in Richtung der Achse der Vorschubschraubenspindel.
Abb. 3 ist ein Vorderaufriß dieser Einrichtung.
Abb. 4 ist ein Schaltungsschema.
Die Maschine nach Abb. ι besitzt den üblichen hin und her gehenden Tisch oder Schlitten i, der gewöhnlich bei jeder Innenschleifmaschine vorgesehen ist. Bei einer derartigen Maschine kann entweder das Schleifwerkzeug oder das Werkstück auf dem Tisch ι gelagert sein. Die hin und her gehende Bewegung des letzteren wird in jedem Falle dazu benutzt, um einen Längsvorschub zwischen dem Schleifwerkzeug und dem Werkstück herbeizuführen. In dem dargestellten Beispiel trägt der Tisch 1 einen Schleifkopf 2, während das zu bearbeitende Werkstück in einem Werkstückkopf 3 gehalten wird, der von einer Brücke 4 getragen wird. Letztere überspannt die Führungen des Maschinenbrettes, welche zur Führung des Tisches 1 dient.
Die Maschine nach Abb. ι besitzt den üblichen hin und her gehenden Tisch oder Schlitten i, der gewöhnlich bei jeder Innenschleifmaschine vorgesehen ist. Bei einer derartigen Maschine kann entweder das Schleifwerkzeug oder das Werkstück auf dem Tisch ι gelagert sein. Die hin und her gehende Bewegung des letzteren wird in jedem Falle dazu benutzt, um einen Längsvorschub zwischen dem Schleifwerkzeug und dem Werkstück herbeizuführen. In dem dargestellten Beispiel trägt der Tisch 1 einen Schleifkopf 2, während das zu bearbeitende Werkstück in einem Werkstückkopf 3 gehalten wird, der von einer Brücke 4 getragen wird. Letztere überspannt die Führungen des Maschinenbrettes, welche zur Führung des Tisches 1 dient.
Die hin und her gehende Bewegung· des Tisches 1, die den erforderlichen Längsvorschub
des sich drehenden Schleifwerkzeuges 5 innerhalb des sich gleichfalls drehenden Werkstückes
6 erzeugt, wird in bekannter Weise hervorgerufen beispielsweise durch die Verwendung
einer hydraulisch betriebenen Regel- und Umschalteinrichtung. Diese Antriebseinrichtung
bewirkt die Umschaltung der Tischbewegung am Ende jedes normalen Arbeitshubes mit Hilfe im Abstand voneinander
liegender, einstellbarer Knaggen 7 und 8, die vom Tisch !getragen werden und
wechselweise ein Umschaltglied 9 antreiben. Bei der dargestellten Maschine wird das
Schleifwerkzeug 5 in beliebiger Weise mit hoher Geschwindigkeit in Drehung versetzt,
beispielsweise mit Hilfe eines Riementriebes für die Werkzeugspindel 5a, die zu diesem
Zweck eine Riemenscheibe 56 trägt. Das Werkstück 6 wird gleichfalls in Drehung versetzt,
aber mit geringerer Geschwindigkeit, und zwar wird diese Drehbewegung ihm auf beliebige Weise, beispielsweise mit Hilfe
eines nicht dargestellten Riementriebes, von einer Zwischenwelle aus erteilt.
Der Schleifkopf 2 wird von einem Querschlitten 2a getragen, welcher auf Querführungen
des Tisches 1 gelagert ist. Nach Abb. 2 dient als Vorschubeinrichtung für diesen
quer beweglichen Schlitten eine Schraubenspindel 10, die mit einem nicht dargestellten,
mit Gewinde. versehenen Teil des quer. beweglichen Schlittens 2a in Eingriff
steht. Eine Drehung dieser Welle in Richtung des Uhrzeigers bringt das Schleifwerkzeug
5 in schneidende Berührung mit dem Werkstück 6. Die Schraubenspindel 10 kann
von Hand mittels eines Handrades 11 und mechanisch durch' ein Klinkenrad 12 in Drehung
versetzt werden. Letzterem wird, wie noch zu beschreiben, selbsttätig eine absatzweise
Bewegung gegeben. Das Klinkenrad 12 ist unmittelbar auf einem Glied lia befestigt,
das die Nabe des Handrades 11 bildet. An dem Gliede H0 ist ein Zapfen 13
befestigt, auf welchem ein Paar von aus einem Stück bestehenden Zahnrädern 14 und
15 drehbar gelagert ist. An der Welle 10 ist eine Hülse 16 verkeilt. Diese Hülse liefert
ein Lager -für die Nabe des Handrades 11
und besitzt außerdem einen ,Zahnradteil i6a,
welcher mit dem Zahnrade 14 kämmt. Außerdem, ist die Welle 10 von einer weiteren nicht
auf ihr befestigten Hülse 17 umgeben. Diese Hülse 17 besitzt einen! Zahnkranz ija, der
mit dem Zahnrade 15 kämmt. Angenommen, die Hülse 17 stehe fest, so erzeugt offensichtlich
eine Drehung der Teile 11, iia und
12 eine Drehung der Schraubenspindel 10, aber mit sehr verringerter Geschwindigkeit,
da die Zahnräder 14 und 15 etwas verschiedene Durchmesser besitzen.
Neben der hier beschriebenen gewöhnlichen Quervorschubeinrichtung ist ein von dem
Gliede 1 ia getragener Ring 18 vorgesehen,
auf dem Skalenstriche angebracht sind. Dieser Ring ist vorzugsweise jui seiner Winkellage
auf dem Gliede na einstellbar, lund eine
Klemmschraube hält ihn in der gewünschten Einstellungslage fest. An dem Ring 18, seitlieh
entfernt von den Skalenstrichen, ist ein Hubnocken 20 angebracht. Mit diesem Nokken
20 können zwei Paare von elektrischen Kontakten in Berührung treten.
Wie aus den Abb. 2, 3 und 4 ersichtlich, sitzen die Schrauben 21 und .22 in der Bahn
des Nockens 20 je an einem bei 24 angelenkten Schwinghebel 23. Kontaktglieder 25 und
25a sitzen je an einem dieser Hebel 23, und
wenn der Nocken 20 durch aufeinanderfol- 1Q5
gende Berührung mit den Schrauben 21 und 22 die zugehörigen Schwinghebel nach aufwärts
bewegt, treten die Kontaktstücke 25 und 25a mit Kontakten 26 und 2Öa in Berührung. Jedes Kontaktstück 26 und 26a ist
am vorderen Ende eines unter Federwirkung stehenden Kolbens 27 angebracht, welcher
gleitend in einem Zylinder 28 aus Isoliermaterial geführt ist. Jeder Kolben 27 trägt
an seinem hinteren Ende eine Anschluß- 11S
klemme zur Befestigung eines Leitungsdrahtes, der in die später zu beschreibenden
elektrischen Stromkreise eingeschaltet ist.
Die selbsttätige, absatzweise Bewegung des Klinkenrades 12 zur Erzeugung der Drehbewegttng
der Schraubenspindel 10 unter Verwendung der Zahntriebe 14, 15, 16a und 17 a
wird, wie üblich, von der normalen Hinundherbewegung' 'des Tisches i abgeleitet, wenn
das Schleifwerkzeug 5 ein Werkstück bearbeitet. Nach Abb. ι und" 3 ist eine feste
Leiste auf dem Maschinenbett beispielsweise in der Weise angebracht, daß ihr eines Ende
an der Brücke 4 und ihr anderes Ende an einem Halter 30 befestigt ist. An dieser
Leiste 29 sitzt ein einstellbares Hub organ 31, welches am linken Hubende jeder normalen
Bewegung des Tisches 1 mit einer Rolle 32 (Abb. 3) in Berührung tritt und letztere anhebt. Die Rolle 32 wird von; einem angelenkten Gliede 33 getragen·, an dem außerdem
noch eine Klinke 34 angelenkt ist. Letztere tritt mit dem Klinkenrad 12 immer, wenn das
Glied 33 angehoben wird, in Eingriff und bewegt dieses Rad.
Diese selbsttätige, absatzweise Bewegung des Klinkenrades 12 als Folge der durch die
Tischbewegung hervorgerufenen Bewegung der Klinke 34 bewegt den Ring na, den Ring
18 und den Nocken 20. Die Schrauben 21
und 22: liegen beide in der Bahn des Nockens 20, und demgemäß xuft eine Bewegung des
letzteren nacheinander zuerst einen Kontaktschluß an den Kontaktstücken 25 und 26 und
dann an den Kontaktstücken 25a und 2O0 hervor.
Sobald die Kontaktstücke 25 und 26 sich schließen, wird· ein elektrischer Stromkreis
geschlossen, welcher den. Tisch 1 veranlaßt, einen verlängerten Hub nach rechts auszuführen,
damit das Schleifwerkzeug S aus dem Werkstück herausgezogen wird. Gleichzeitig
wird dabei aber auch eine Ablenkeinrichtung oder ein Diamant 35 in die verlängerte Bahn
des Schleifwerkzeuges hineinbewegt, so daß der Umfang des letzteren beim Vorbeigang
an dem Diamanten wieder auf die richtige Form gebracht wird.
Wie aus dem Schaltungsschema nach Abb. 4 ersichtlich, w.ird der elektrische Strom
durch eine Dynamomaschine 36 erzeugt, die dauernd in· beliebiger Weise von derselben
Kraftquelle aus angetrieben wird, die auch zur Erzeugung der Drehbewegung des
Schleifwerkzeuges oder der Werkstückspindel verwendet wird. Die eine Bürste dieser
Dynamomaschine 36 ist bei 37 geerdet, und So die andere ist durch eine Leitung 38 mit der
mittleren Lamelle 39 eines Zweiwegeschalters verbunden, der, wie aus Abb. 1 ersichtlich,
an der Vorderseite der Maschine angeordnet ist. Dieser Schalter 40 besitzt weitere Kontaktlamellen
41 und 42, die beiderseits der mittleren Lamelle 39 angeordnet und geeignet
sind, wechselweise elektrisch mit der . mittleren Lamelle 39 durch ein Schaltglied 43
verbunden zu werden, das an einem Schwinghebel 44 gelagert ist. Dieser ist bei 45 drehbar
und bringt in seiner normalen Lage nach Abb. 4 das Schaltglied 43 in Berührung mit
den beiden Lamellen 39 und 41. In der anderen Lage des Schwinghebels 40 verbindet
das Schaltglied 43 die beiden Lamellen 39
und 42.
Wenn das Schleifwerkzeugs die anfänglichen
Schnitte an einem Werkstück 6 ausführt, nimmt das Schaltglied 44 seine normale Lage nach Abb. 4 ein. Hierbei ist dann die
Leitung 38 der Dynamomaschine 36 mit einer Leitung 46 verbunden, die von. der Lamelle
41 des Schalters 40 ausgeht. Diese Leitung 46 führt nach der Spule eines Elektromagneten
47, der, wie die Abb. 1 und 4 zeigen, an der Vorderseite der Maschine liegt. Eine
Rückleitung 48, die von der Spule des Elektromagneten 47 ausgeht, ist mit einem Finger
49 verbunden, der an einem festen Teil des Maschinengestells vorgesehen ist. Der Tisch 1
trägt eine Kontaktlamelle 50, und während der normalen Arbeitsbewegung des Tisches 1,
wenn- das Schleifwerkzeug 5 sich innerhalb des Werkstückes vor- und zurückbewegt, liegt
der Finger 49 in Berührung mit der Kontaktlamelle 50. Letztere ist durch eine Leitung
51 mit dem Kontaktstück 26 verbunden.
Wenn die Kontaktstücke 25 und 26 durch
den Nocken 20 miteinander in Berührung gebracht werden, ist auch der Stromkreis durch
den Elektromagneten 47 geschlossen, da das Kontaktstück 25 bei 52 gemäß Abb. 4 geerdet
ist. Der Elektromagnet 47 wind also erregt, sein Anker 53 angezogen und demzufolge der
an ihm befestigte Hebelarm 54, der bei 55 an der Vorderseite der Maschine drehbar ist,
nach aufwärts geschwenkt. Diese Bewegung des Hebelarmes 54, die eine Folge der Berührung
des Nockens 20 mit der Schraube 21 ist, wird .dazu nutzbar gemacht, selbsttätig den
Schleifvorgang am Werkstück 6 zwecks Ablehrung oder Abrichtung des Schleifwerkzeuges
5 zu unterbrechen, und zwar bevor die feinen Schnitte, die das Werkzeug am Werkstück
ausführt, dieses auf die gewünschte endgültige Größe bringen. Es wird dadurch das Schleifwerkzeug 5 aus dem Werkstück
zurückgezogen und das Werkzeug während seiner vorübergehend verlängerten Hubbewegung mit dem Diamanten 35 in Berührung ge-
bracht. Diese beiden Arbeitsvorgänge werden auf folgende Weise durch den Hebelarm 54
bewirkt:
Die Ablehreinrichtung 35 kann mit Hilfe von Flüssigkeitsdruck in die wirksame Lage
gebracht werden, insbesondere dann, wenn ein solcher Flüssigkeitsdruck bereits zur-Erzeugung
der hin und ber gehenden Bewegung des Tisches 1 benutzt wird. Dazu dient eine
hier - nicht näher zu beschreibende Einrichtu-ng.
Wie bereits erwähnt, ist der andere durch
Wie bereits erwähnt, ist der andere durch
die Berührung der Kontaktstücke 25 und 26 eingeleitete Arbeitsvorgang die selbsttätige
Verlängerung der Bewegungsbahn des Tisches 1, zu dem Zwecke, das Werkzeug S
S an dem, Diamanten 35 vorbeizuführen. Wie in Abb. 1 dargestellt, wird der linke Tischanschlag
8, welcher die Bewegung des Tisches 1 nach rechts 'begrenzt, von einem Block 65 getragen,
der, anstatt unmittelbar am Tisch 1 wie der Block 66 des Anschlages 7 befestigt
zu sein, derart gelagert ist, daß er in der Längsrichtung des Tisches frei gleiten kann.
Unter normalen Bedingunigen, wenn der Tisch seinen üblichen Arbeitshub zur Bewegung
des Schleifwerkzeuges 5 vor und zurück innerhalb des Werstückes ausführt, wird der
Block 65 des Anschlages 8 in bestimmtem Abstand vom Block 67 gehalten, welcher, ebenso
wie der Block 66 des rechten Anschlages 7 ein fester Block ist, der seine vorbestimmte
Einstellung in der Längsrichtung des Tisches 1 beibehalten kann, wie sie ihm durch eine
Stell- und Haltevorrichtung, beispielsweise die an beiden Blöcken 66 und 6y vorgesehenen
und mit der Schraubenspindel 69 am Tisch 1
in Eingriff stehenden Schraubenmuttern 68, 68, gegeben ist.
Zur Festhaltung des verschiebbaren Blockes 65 in einem gewissen Abstand von dem festen
Block 67 dient ein bei 71 am Block 67 angelenkter Hebel 70, dessen freies Ende sich
unter der Wirkung der Schwerkraft gegen einen Absatz 72 am Block 65 legt und dadurch
den Block 65 in einer vorbestimmten Entfernung von der rechten Seite des Blokkes
67 erhält. Wenn der Hebel 70 derart angehoben wird, daß sein freies Ende von dem
Absatz 72 frei wird, wird die normale Verbindung zwischen dem verschiebbaren Block
65 und dem festen Block 6y aufgehoben, und sobald dies bei der Rechtsbewegung des
Tisches 1 eintritt, legt sich der Anschlag 8 ohne Wirkung gegen das Glied 9. Demgemäß
wird die Rechtsbewegung des Tisches bei diesem besonderen Hube über das normale Bahnende hinaus verlängert, und das
Schleifwerkzeug 5 wird aus dem Loch in dem Werkstück bis zu einer Stelle geführt, die
der von der Ablehrvorrichtung 35 eingenommenen gerade gegenüberliegt. Letztere ist
dann bereits, wie oben beschrieben, in ihre wirksame Lage gebracht worden, sobald der
verlängerte Rechtshub des Tisches 1 beginnt.
Dieser vergrößerte Rechtshub des Tisches 1 bringt eine relative Gleitbewegung zwischen
dem Tisch und dem Block 65 infolge 'dies Widerstandes, welchen das Umschaltglied 9
gegen den Anschlag 8 ausübt, hervor, um den Block 65 an einer Bewegung mit dem Tisch
zu hindern. Schließlich trifft der Block 65 gegen den Block 67, worauf die so für den
Block 65 gelieferte Rückenstütze dem Anschlag 8 ermöglicht, das Umschaltglied 9 zu
verschieben. Die Folge davon ist eine Umkehrung der Tischbewegung, und die so ein-
geleitete Linksbewegung des Tisches wird veranlaßt, die Teile selbsttätig auf die folgende
Weise in ihre Ursprungslage zurückzuführen.
'Ein an dem Maschinengestell angelenkter Hebel 73 trägt ein Paar geneigter Flächen,
die mit Schrägflächen 74 und 75 an den unteren
Enden des Blockes 6.5 zusammenwirken. Eine Feder 76 drückt das freie Ende des Hebels 73 nach aufwärts. Während des normalen
Schleifvorganges der Maschine, wenn die Blöcke 65 und 67 durch die Klinke 70 verbunden
sind, bieten die Schrägflächen an dem Hebel 73, obgleich sie in der Bahn des Blokkes
65 liegen, der Vor- und' Rückbewegung dieses Blockes gemeinsam mit dem Tisch 1
keinen wirksamen Widerstand, da, wenn eine der unteren Ecken des ,Blockes unter diesen
Umständen eine der Schrägflächen berührt, diese Berührung nach Art einer Keilwirkung
die Feder 76 nach abwärts drückt, so daß diese genügend nachgibt, um *den Block 65
an dem Hebel 73 vorbeigehen zu lassen. Wenn jedoch der Block 65 von dem Block 67, wie
oben beschrieben, gelöst worden ist, damit ein vergrößerter einziger Rechtshub des
Tisches 1 eintreten kann, so findet die daraus folgende Umkehrung der Tischbewegung bei
noch freiem Block 65 die rechte Schrägfläche des Hebels 73 in einer solchen Lage, daß sie
mit der schrägen Ecke 74 des Blockes in Berührung tritt, und unter diesen Umständen ist
der gebotene Widerstand genügend, um irgendwelche Reibung zu überwinden, die bestrebt
sein könnte, den Block 65 mit dem Tisch nach links zu bewegen. Da somit der
Block 65 festgehalten wird, während der Tisch ι und der Block 67 ihre Bewegung
nach links fortsetzen, nimmt das Klinkenglied 70 seine normale Lage mit Bezug auf
den Block 65 wieder ein. Das Ende des Klinkenhebels fällt hinter den Absatz 72, und die
Teile werden somit selbsttätig wieder in ihre Ursprungslage am Schlüsse jedes einzigen
'vergrößerten Hubes des Tisches 1 zurückge- no führt.
Diese verlängerte Tischbewegung zum Zwecke des Ablehrens des Werkzeuges wird
selbsttätig, eingeleitet, sobald das vorläufige Schleifen bis zu einem vorbestimmten Maße
mit Bezug auf die endgültige Größe jedes Werkstückes fortgeschritten ist, und zwar
durch Schließen der elektrischen Kontakte 25 und 26 und durch die daraus folgende Bewegung
des Hebels 54 um seinen Drehzapfen 55. Der Hebel 54 trägt an seinem oberen Teil eine Rolle 1Jy, und bei einer Bewegung
dieses Hebels während des normalen Arbeitsvorschubes-des Schleifwerkzeuges S tritt die
Rolle 77 mit dem Klinkenhebel 70, diesen anhebend, in Berührung, wodurch die beschriebene
verlängerte Bewegung des Tisches 1 verursacht wird. Das Schleifwerkzeug S wifd
also erst nach rechts am Diamanten 35 vorbeigeführt und dann unter nochmaligem Vorbeigang
am Diamanten nach links mitgenommen. Dann führt der Tisch wieder die normale
hin und her gehende Vorschubbewegung mit Bezug auf das Werkstück 6 aus. Darauf
wird1 durch eine Einrichtung der Diamant 35
in seine normale, unwirksame Lage nach aufwärts zurückgeschwenkt.
Bei dem vergrößerten Rechtshub des Tisches ι schlägt ein Arm 79 (Abb.i), der
bei 71 angelenkt ist und unter seinem Eigengewicht herabhängt, gegen einen Arm 80
(Abb. 4) des. Schalthebels 44, so daß das Schaltglied 43 dieses Schalters von der Lamelle
41 weggedrückt wird, so daß eine Wiederholung des Ablehrhubes verhindert wird.
Dabei wird das Schaltglied 43 in eine Lage gebracht, in welcher es die Schalterlamellen
39 und 42 verbindet. Eine Leitung 81 führt von der Schalterlamelle 42 zu der Spule eines
zweiten Elektromagneten 82, und das andere Ende dieser Spule ist durch eine Leitung 83
mit einem von dem Maschinengestell getragenen Finger 84 verbunden, der vorzugsweise in
der Nähe des Fingers 49 liegt. Dieser Finger 84 berührt eine Kontaktplatte 85 am Tisch in
der Nähe der Platte 50, und' eine Leitung 86 verbindet die Platte 85 mit dem Kontaktstück
20„.
Nach dem Ablehrvorgange und bei Wiederaufnahme des Schleifvofganges am Werkstück
6 bringt der Vorschub des Schleifwerkzeuges 5 eine weitere Drehung des Ringes 18
im Sinne des Uhrzeigers mit sich. Der Ring 18 bringt seinerseits die Nocke2O in Berührung
mit der Schraube 22. Die Teile sind so eingestellt, daß die Berührung der Nockeso
mit der Schraube 22 und die darauffolgende Verschwenkung !desjenigen Hebels 23, der die
Schraube 22 trägt, die Kontaktstücke 2ζα und
26ff gerade dann zusammenbringt, wenn das Werkstück 6 genau die gewünschte Größe erreicht.
Dieser Kontaktschluß schließt den elektrischen Stromkreis über den Magneten
82, da der Kontakt 26a ebenso wie der Kontakt
26 bei 52 geerdet ist. Somit wird der Elektromagnet 82 erregt und zieht seinen Anker
87 an, der, wie aus Abb. 1 ersichtlich, auf
derselben Spindel 55 angelenkt ist, welche
auch den Drehzapfen für den Anker 53 bildet. Der Magnet 82 liegt unmittelbar hinter dem
Magneten 47. Der Anker 87 trägt einen Hebelarm 88, der auf folgende Weise mit dem
linken Tischanschlag 8 zusammenwirkt; ! Der linke Tischanschlag 8 ist, wie aus
; Abb. ι ersichtlich, bei 89 an seinem Tragi
block 65 schwingbar angelenkt und ruht normalerweise unter der Wirkung der Schwerkraft
auf einem Stift 90, derart, daß sein freies Ende in einer Lage erhalten wird, in
der es mit dem Umschaltgliede 9 in Berührung treten und dieses am Ende des nach rechts gerichteten, normalen Arbeitshubes des
Tisches 1 bewegen kann. Wenn, der Magnet 82 als Folge des Schleifens des Werkstückes
auf die gewünschte Größe erregt wird, wird der Hebelarm 88 bis in die Bahn des Anschlages
8 bewegt, und letzterer kann bei der Rechtsbewegung des Tisches 1 infolge seiner
schwingbaren Lagerung an der Oberfläche des Hebelarmes >entlang gleiten. Somit wird
das auftreffende Ende des' Anschlages 8 in
eine von dem Umschaltgliede 9 freie Lage gebracht, und der Tisch 1 setzt seine Bewegung
nach rechts fort, nimmt das Schleifwerkzeug 5 aus dem Werkstück heraus und bis an
der dann unwirksamen Ablehrvorrichtung 35 vorbei mit, worauf schließlich der Tisch das
Schleifwerkzeug 5 in die in Abb. 1 dargestellte Lage führt und hier durch eine Einrichtung
zum Stillstand gebracht wird. Somit sichert die Vorrichtung, sobald das Werkstück
6 seine richtige Größe erreicht hat, die vollständige Unterbrechung des Schleifvorganges
und die volle Trennung des Schleifwerkzeuges vom Werkstück in der Längsrichtung.
Alsdann ist das Werkstück zwecks Herausnahme aus der Maschine voll zuganglieh,
und. es kann ein neues, ungeschliffenes Werkstück in die Maschine eingesetzt werden,
während das Schleifwerkzeug 5 vollständig aus dem Wege ist.
Dieser Rückziehhub des Tisches 1 bewirkt
selbsttätig die Kompensierung des Seitenoder Quervorschubes zum Ausgleich der Werkzeugabnutzung und dessen Durchmesserverringerung
während des Ablehrens. Dies geschieht in folgender Weise: An dem Tisch 1
ist ein Arm starr befestigt, der ein Lager zur Aufnahme einer kurzen Welle 94 liefert. Letztere
trägt an ihrem hinteren Ende einen nach abwärts hängenden Arm, dessen unteres Ende
in der Bahn eines Ansatzes 96 (Abb. 3) an der Leiste 29 liegt. Wenn die endgültige
Trennbewegung zwischen dem Schleifwerkzeug und dem Werkstück vor sich geht, treffen
der Ansatz 96 und das Ende des herabhängenden Armes . aufeinander, und dieses wird verschwenkt. Hierdurch wird die Welle
im Sinne des Uhrzeigers verdreht. Wenn aber eine Berührung zwischen dem Ansatz 96
und dem Arm in der umgekehrten Bewegungsrichtung eintritt, d. h. wenn das Schleifwerkzeug
in ein neues Werkstück eintritt, so wird keine Bewegung der Welle 94 erzeugt,
da in diesem Arm ein Schlitz vorgesehen ist, der eine Bewegung des Armes entgegengesetzt
zur Uhrzeigerrichtung zuläßt.
Am vorderen Ende der Welle 94 ist ein Glied 99 befestigt. Dieses macht natürlich
die erwähnte, im Sinne des Uhrzeigers erfolgende Drehbewegung mit, und eine Feder
1.00 führt die Teile in die normale Lage der Abb. 3 unmittelbar nach der wirksamen Berührung
des herabhängenden Armes und des Ansatzes 96 zurück. Bei 101 ist an dem
Gliede 99 eine Klinke 102 angelenkt, welche mittels einer Kolbeneinrichtung 103 unter
•Federwirkung steht. Ein Anschlag 104 an dem Gliede 99 hält die Klinke 102 in der dargestellten
Lage, bis das Glied 99 nach einwärts bewegt wird, und sobald dies stattfindet, tritt die Klinke 102 mit einem Klinkenrad
105 in Berührung und bewegt dies an der Hülse 17 verkeilte oder auf sonstige Weise
befestigte Klinkenrad 105.
An dem Arm 91 ist bei 106 ein Glied 107
angelenkt, welches eine Mehrzahl von Klinkenzähnen 108 besitzt. Wenn das Glied 99
in seiner Ruhelage nach Abb. 3 ist, berührt eine von ihm getragene Sperrplatte 109 eine
Schrägfläche an dem Gliede 107, und infolge der Hebelwirkung, die durch die Kleinheit
des Abstandes der Platte 109 von dem Drehungsmittelpunkt
des Gliedes 99 und durch die Keilwirkung erzeugt wird, werden die Zähne
108 fest gegen das Klinkenrad 105 durch den
Druck der Feder 100 gepreßt. Diese Einrichtung wirkt auch als Sperrung für die
Teile 94, 99 usw. in der dargestellten Normallage. Naturgemäß bewegt sich, wenn sich
das Glied 99 nach abwärts bewegt, die darauf befestigte Platte 109 von dem Gliede 107 weg,
und die Sperrung wird somit aufgehoben.
Die Rückkehr aus der vollen Rückzuglage nach Abb. 1 in die Arbeitslage wird bewirkt
durch Bewegung eines Handhebels 110, welcher getrieblich mit dem Umschaltgliede 9
\-erbunden und geeignet ist, dieses Umschaltglied
nach rechts zu bewegen, so daß dadurch eine Bewegung des Tisches 1 nach links eingeleitet
wird. Bei dieser Linksbewegung schlägt ein bei 71 angelenkter und unter der
Wirkung der Schwerkraft in der Lage der Abb. ι herabhängender Arm in gegen einen
Arm 112 des beweglichen Schalthebels 44, diesen derart verschwenkend, daß das Schaltglied
43 in die Lage der Abb. 4 zurückgeführt wird und somit bei dem Schleifen des nächsten
Werkstückes die Erregung des Elektromagneten 47, welcher den Ablehrvorgang steuert, zur geeigneten Zeit erfolgen kann.
Wie aus Abb. 1 ersichtlich, sind die Arme 80 und 112 des Schalthebels 44 gegeneinander
versetzt, ebenso wie die entsprechenden An^- schlagarme79 und in des Tisches 1. Wenn
der Tisch 1 nach links geht, um seine Arbeitslage wieder. einzunehmen, gibt der Anschlag
8 beim Auf treffen auf das Glied 9 nach aufwärts nach und fällt dann nach dem Vorbeigang
an dem Gliede 9 durch Eigengewicht in seine übliche Lage zurück, so daß das Glied 9
danach zwischen den Anschlagfiächen der Anschläge 7 und 8 liegt.
Zwischen dem Klinkenrade 12 und dem Klinkenrade 105 ist eine Nut 113 in einem
dieser Klinkenräder vorgesehen, und in diese Nut ist ein unregelmäßiger, aber im allgemeinen
kreisförmiger Draht 114 eingelegt. Dieser Draht 114 wird gezwungen, sich abzuflachen,
und der Reaktionsdruck dieses Drahtes wirkt als Bremse auf das Klinkenrad 12. Dadurch wird eine rückläufige Bewegung
des Klinkenrades aus irgendeinem Grunde, beispielsweise infolge der Zugwirkung der Klinke 34, verhindert.
Angenommen nun, es sei ein ungeschliffenes Werkstück in dfem Werkstückhalter 3 oder
in-einer Klemmhülse desselben befestigt, jede
notwendige Einstellung vorgenommen und die Maschine in Tätigkeit. Dann vergrößert das
sich drehende und hin und her gehende Schleifwerkzeug 5 allmählich das Loch in dem
Werkstück 6, .da bei jedem durch die hin und her gehende Bewegung des Tisches 1 hervorgerufenen
Hube des Werkzeuges 5 das Huborgan 31 die Rolle 32 anhebt und dadurch
einen Antrieb des Klinkenrades 12 durch die Klinke 34 um einen einer bestimmten Zahl
von Zähnen entsprechenden Winkel bewirkt. Um ein entsprechendes Maß wird also auch
der Ouerschlitteii 2a am Tisch 1 verschoben.
Der Schleifvorgang geht ununterbrochen weiter, bis durch die fortgesetzte Bewegung
des Klinkenrades 12 und die daraus folgende Bewegung des Ringgliedes ii0 und des Ringes
18 .der Nocken 20 auf diesem Ring in Berührung mit der Schraube "21 tritt und so den
ersten Schwinghebel 23 verschwenkt und die Kontaktstücke 25 und 26 zusammenbringt.
Die Folge ist, daß das Schleifwerkzeug 5, wie oben beschrieben, abgelehrt oder abgerichtet
wird.
Nach diesem Ablehrhube wird der Schleifvorgang wieder aufgenommen, und nach einer
vorbestimmten Zahl von Hüben des Tisches 1, die eine bestimmte Verschiebung des Querschlittens
2a bedingen, kommt der Nocken 20 in Berührung mit der Schraube 22 und bringt
durch Verschwenken des zweiten Hebels 23 die Kontaktstücke 25a und 26a miteinander
in Berührung. Die Folge ist eine Unterbrechung des Schleifvorganges durch die
Rückzugbewegung des Tisches 1 in die Lage der Abb. 1. Diese Rückzugbewegung veranlaßt
die Klinke 102, das Klinkenrad 105 im Sinne des Uhrzeigers zu drehen und so aus -
folgendem Grunde die^erfbrderliche Kompensation zu schaffen: Wenn das Klinkenrad 105
etwas im Sinne des Uhrzeigers gedreht wird, müssen die Hülse 17 und-das Zahnrad 17 a, an
S denen das Klinkenrad befestigt ist, sich gleichfalls drehen. Dadurch wird eine Drehr
bewegung der Zahnräder 1-5 und 14 erzeugt, welche zu dieser Zeit sich jedoch nicht auf
dem Zapfen 13 drehen. An Stelle dessen drehen sich alle Teile des Quervorsclmbes zusammen,
d.h. das Handrad 11, der Teiliia,
das Klinkenrad 12, die Hülse 16 und die Schraubenspindel 10, und zwar alle im Sinne
des Uhrzeigers um einen begrenzten Winkel. Diese gemeinsame Drehbewegung tritt teils
wegen der Reibungswirkung des Drahtes 114 zwischen den Klinkenrädern 12 und' 105 und
teils" wegen der verschiedenen anderen Reibungskräfte, die sich der unabhängigen Drehbewegung
der Teile entgegensetzen, ein. Diese Reibungskräfte sind zusammengenommen alle größer als der Gegenwiderstand des
QuerschHtten 2a in seiner Führung.
Der Ausgleich, der bei dieser Ausführungsform der Erfindung am Ende eines Schleifvorganges
eintritt, bewegt den Nocken 20 auf dem Ring 18 um einen gegebenen Winkel bis
über die .Kontaktstellung der Schraube 22 hinaus. Diese Winkelbewegung ist die gleiche
wie idiejenige, durch welche die Welle 10
auch gedreht wird. Es hat daher in irgendeinem
Augenblick während des Vorg'anges der Rückführung des Querschlittens 2a in diejenige
Lage, in welcher das Schleifwerkzeug in ein neues Werkstück eintreten kann, der Bedienungsmann das Handrad 11 entgegengesetzt
zur Uhrzeigerrichtung weit genug gedreht, um den Nocken 20 unter die Schraube 22 in diejenige Lage zu bringen, welche bei
Fertigstellung des letzten Werkstückes eingenommen wurde. In diesem Augenblick sind
die Teile 11, na, 12, 18 und 20 in derjenigen
Lage, die sie einnahmen, als das Schleifwerkzeug das letzte Werkstück verließ. Diese Zurückführung
hat die Welle 10 aber nur um einen begrenzten Betrag entgegengesetzt zur
Uhrzeigerrichtung verdreht. Dieser geringe Verdrehungsbetrag ist nur ein Bruchteil der
vorhergehenden, selbsttätigen Verdrehung und ist gleich demjenigen Bruchteil, der dargestellt
wird durch die reduzierende Wirkung der Zahnradgetriebe 14, 15, i6a und! i7a. Während'
der ZuTÜckführung wird das Zahnrad 17 a gegen eine Drehbewegung durch die
Sperrwirkung der Klinkenzähne 108, die in das Klinkenrad 105 eingreifen, gesichert.
Mit dem Klinkenrad 105 ist das Zahnrad i7a
durch die Hülse 17 starr verbunden.
Das Ergebnis ist, daß der Querschnitten 2a
selbsttätig mit Bezug auf das Handrad 11, den
. Ring 18 und den Nocken 20 um einen Betrag vorgeschoben wird, der gebildet wird von der
gegebenen Winkelbewegung des Klinkenrades 105, abzüglich des Bruchteiles der Rückbewegung.
Dadurch wird die Durchmesserverringerung des Schleifwerkzeuges durch die
Abnutzung und das Ablehren derart ausgeglichen, daß bei jeder der aufeinanderfolgenden
Unterbrechungen des Schleifvorganges zum Zwecke des Ablehrens des Schleifwerkzeuges
immer eine genügende Ablehrung stattfindet, um die Oberfläche des Schleif- ; Werkzeuges abzurichten und zu schärfen und
die Ebene dieser Oberfläche in -eine genau bestimmte Ebene mit Bezug auf das 'darauf*
fertigzustellende Werkstück zu bringen, wobei aus dem festen, vorbestimmten Vorschub des
Schleifwerkzeuges über diese Ablehrebene hinaus Nutzen gezogen wird, um das Werkstück
genau und selbsttätig auf die gewünschte Größe zu bringen.
Naturgemäß ist dieser Ausgleich seinem Maße nach einstellbar, und zu diesem Zweck
ist ein Abschirmglied 115 für die Klinke 102
vorgesehen, und zwar ist dieses Abschirmglied! durch eine Schraube und einen Schlitz
116, 117 einstellbar.
Gewünschtenf alle kann auch ein im Räume
feststehendes Glied vorgesehen sein mit einer Marke, welche im Zusammenwirken mit den go
Skalenstrichen am Ringe 18 dem Bedienungsmann das Stadium des Schleifvorganges anzeigt.
Gewöhnlich wird die Nullmarke an der Skala so eingestellt, daß sie gegenüber
der ersten Marke liegt, wenn der Nocken 20 den zweiten elektrischen Stromkreis durch
Bewegung der Schraube 22 schließt.
Claims (1)
- Patentanspruch:Einrichtung zur Beistellung zwischen der Schleif Scheibenspindel und' der Werkstückachse an Präzisionsschleifmaschinen (Innenschleif maschinen), bei welchen nach einer bemessenen Grobschliffbeistellung ein Abrichten des Werkzeuges, ein bemessener Feinschliff und das Abstellen der Maschine selbsttätig erfolgt und die wirksame Scheitellinie der Schleifscheibe durch das ■ Abrichten genau in die Scheitellinie der beim vorangegangenen Arbeitsgang stärkeren Schleifscheibe gelangt, dadurch gekennzeichnet, daß bei der an sich bekannten Selbststeuerung der Bei-Stellvorrichtung mit Umlaufrädergetriebe, wobei die Beistellspindel (10) durch Antrieb des Umlauf räderträgers (iia) von Hand oder über ein Schaltwerk (31 bis 34, 12) zur bemessenen Grob- und Feinschliffbeistellung gedreht wird und eine Sonderbeistellung um den Betrag der Ab-617 4B9nutzung der Schleifscheibe und ihrer Abrichtung möglich ist,a) der UmIaufträger (iia) einen mit Kontakten (21, 22) zusammenarbeitenden Nocken (20) zur Einleitung des vergrößerten Abrichthubes nach dem Grobschliff und des Ausfahrhubes nach dem Feinschliff erhält undb) der Ausfahrhub zur Sonderbeistellung über ein zweites Schaltwerk (96, IO2, 105) und das zweite Sonnenrad (i7a) benutzt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US617439XA | 1926-01-25 | 1926-01-25 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE617439C true DE617439C (de) | 1935-08-20 |
Family
ID=22037845
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH107129D Expired DE617439C (de) | 1926-01-25 | 1926-07-03 | Einrichtung zur Beistellung zwischen der Schleifspindel und der Werkstueckachse an Praezisionsschleifmaschinen (Innenschleifmaschinen) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE617439C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1062569B (de) * | 1958-03-29 | 1959-07-30 | Fraes U Schleifmaschinenwerk V | Selbsttaetige Beistellvorrichtung fuer Schleifschlitten von den die Maschine verlassenden Werkstuecken messgesteuerter Schleifmaschinen |
-
1926
- 1926-07-03 DE DEH107129D patent/DE617439C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1062569B (de) * | 1958-03-29 | 1959-07-30 | Fraes U Schleifmaschinenwerk V | Selbsttaetige Beistellvorrichtung fuer Schleifschlitten von den die Maschine verlassenden Werkstuecken messgesteuerter Schleifmaschinen |
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