DE52801C - Vorrichtung zum Regeln des Abstandes der Kohlenstäbe in Bogenlampen - Google Patents

Vorrichtung zum Regeln des Abstandes der Kohlenstäbe in Bogenlampen

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DE52801C
DE52801C DENDAT52801D DE52801DC DE52801C DE 52801 C DE52801 C DE 52801C DE NDAT52801 D DENDAT52801 D DE NDAT52801D DE 52801D C DE52801D C DE 52801DC DE 52801 C DE52801 C DE 52801C
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rod
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DENDAT52801D
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J. KENT in London, 9 und 10 Railway Approach, London Bridge
Publication of DE52801C publication Critical patent/DE52801C/de
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    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05BELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
    • H05B31/00Electric arc lamps
    • H05B31/0081Controlling of arc lamps
    • H05B31/0087Controlling of arc lamps with a thread or chain

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  • Radiation-Therapy Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 5. November 1889 ab.
Die den Gegenstand vorliegender Erfindung bildende Vorrichtung bezweckt, den zur Erzielung eines gleichmäfsigen and stetigen Lichtes erforderlichen Abstand der Kohlenstäbe in Bogenlampen aufrecht zu erhalten, den Preis dieser ,Lampen zu verringern und sowohl das gesammte Triebwerk zu vereinfachen, als auch das Gewicht und folglich den Umfang der Lampen zu vermindern.
Diese Vorrichtung besteht aus einer Bremsscheibe, welche auf der mit den Schnüren der Kohlenhalter verbundenen Achse oder auf einer Hülfsachse befestigt ist, und aus einem diese Scheibe umgebenden Bremsbande, dessen eines Ende frei ist und von einer von einem elektrisch bethätigten Waagebalken herabhängenden Stange niedergedrückt werden kann, dessen anderes Ende aber auf einem federnden Stift ruht, welcher ebenfalls, wenn das andere Bremsbandende durch die Wirkung der genannten Stange nach abwärts geht, niedergedrückt wird. Findet diese Bewegung statt, so wird das Bremsband fest gegen die Scheibe gel'egt und die letztere um einen gewissen Betrag gedreht, wobei das Zurückgleiten der Scheibe durch das von dem federnden Stift beeinflufste Bremsbandende verhütet wird, indem dieses durch den federnden Stift mit der Scheibe in Berührung erhalten bleibt.
Auf der beiliegenden Zeichnung veranschaulicht Fig. ι einen Schnitt durch eine Bogenlampe, welche mit der neuen Vorrichtung versehen ist. Fig. 2 zeigt einen im rechten Winkel zu Fig. ι genommenen Schnitt und Fig. 3 einen Grundrifs der Vorrichtung.
A A sind die in die Hauptleitung eingeschalteten Spulen oder Solenoide von gewöhnlicher Construction und B B deren bewegliche Kerne, welche an dem Querstück C befestigt sind. D ist ein Waagebalken oder doppelarmiger Hebel, mit dessen einem, Arm das Querstück C drehbar verbunden ist. E ist der in dem Ständer .F gelagerte Drehzapfen des Waagebalkens, G eine von dem letzteren herabhängende, zwischen dem Querstück C und dem Drehzapfen E gelegene Stange, H das Bremsband, / ein hohler Fufs, J ein in diesem Fufs beweglicher Stift, K eine in dem Fufs / untergebrachte Feder, welche den Stift J trägt, und L die Bremsscheibe. MJV sind zwei Schnurscheiben von verschiedenem Durchmesser, welche auf derselben Achse wie L sitzen. P ist die Führungsrolle für die Schnur Q des unteren Kohlenhalters, R die Schnur des oberen Kohlenhalters. 5 S sind Führungen für die Kohlenhalter und T T Führungsstangen. U ist der obere und U1 der untere Kohlenstab. A1 A1 sind zwei im Nebenschlufs liegende Solenoide, Fig. 4, deren Kerne J31, Fig. 1, mittelst des Querstückes C1 an den anderen Arm des Waagebalkens D angehängt sind. W ist das die Vorrichtung einschliefsende Gehäuse und X die zum Aufhängen der Lampe dienende Oese. Y und Z, Fig. 1, 3 und 4, sind die Polklemmen.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende :
Der durch die Hauptstromsolenoide A A gehende Strom zieht die Kerne B B herab und mit denselben den mit B B verbundenen
Arm des Waagebalkens D, sowie die Stange G. Die letztere drückt auf das freie Ende des Bremsbandes H und veranlafst dasselbe, sich gegen die Scheibe L zu legen und diese zu drehen. Hierdurch wird die Schnur Q um eine gewisse Strecke von. der Scheibe JV abgewickelt und infolge dessen der untere Kohlenstab U1 gesenkt. Die andere Schnurscheibe M wird gleichzeitig mitgedreht, wickelt aber die Schnur R um einen gewissen Betrag auf und hebt den oberen Kohlenstab U um die zur Erzeugung des Lichtbogens erforderliche Strecke. Wird der Widerstand zwischen den Spitzen der Stäbe infolge des Abbrandes der letzteren zu grofs, so geht durch die Nebenschlufssolenoide A1A1 mehr Strom hindurch und es werden die Kerne B1 B1 dieser Solenoide herabgezogen. Dies verursacht, dafs das Bremsband H von der Scheibe L gelöst wird und folglich die Kohlenstäbe U U1 sich einander nähern und gemäfs der Stromstärke auf die erforderliche Entfernung einstellen können.
Wenn die Stange G auf das freie Ende des Bremsbandes H Druck ausübt, so wird das andere Ende des Bandes gezwungen, auf den federnden Stift J zu drücken. Hierdurch wird einerseits der volle Angriff des Bandes H auf die Scheibe L gesichert und andererseits erreicht, dafs die Feder K des Stiftes / der Rückkehrbewegung des Bandes H einen gewissen Druck entgegensetzt und dadurch verhindert, dafs die Schnurscheiben MN sich drehen und die Kohlenstäbe zu nahe zusammenkommen können, um den Lichtbogen zu vernichten. Auf diese Weise soll der Lichtbogen gleichmäfsig und das Licht stetig erhalten werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    In Bogenlampen, bei welchen die beiden Kohlenhalter sich gleichzeitig, aber entgegengesetzt bewegen, der Lichtbogen also seine Lage im Raum beibehält, eine Vorrichtung zum Reguliren des Abstandes der Kohlenstäbe, dadurch gekennzeichnet, dafs das eine Ende eines Bremsbandes H, welches um eine die Bewegung der Kohlenhalter beeinflussende Scheibe L herumgelegt ist, und dessen anderes Ende unter der Einwirkung einer durch den Hauptstrom und einen Nebenstrom bethätigten Stange G steht, durch einen federnden Stift / an die Scheibe L angedrückt erhalten wird, welcher beim Herabgang der Stange G von dem Bremsbande niedergedrückt wird und dadurch das Anlegen des Bremsbandes an die Scheibe und das Mitnehmen der letzteren sichert, beim Hochgang der Stange G aber sich hebt und infolge dessen die Scheibe L um einen gewissen Betrag zurückdreht und dann hemmt, ohne ein Gleiten der Scheibe zuzulassen.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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