DE28337C - Elektrische bogenlampen - Google Patents

Elektrische bogenlampen

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DE28337C
DE28337C DE188328337D DE28337DA DE28337C DE 28337 C DE28337 C DE 28337C DE 188328337 D DE188328337 D DE 188328337D DE 28337D A DE28337D A DE 28337DA DE 28337 C DE28337 C DE 28337C
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Germany
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arc
solenoids
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electric arc
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Expired
Application number
DE188328337D
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English (en)
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E. FEIN in Stuttgart W.
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Fein W E
Original Assignee
Fein W E
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Publication date
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05BELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
    • H05B31/00Electric arc lamps
    • H05B31/0081Controlling of arc lamps
    • H05B31/0084Controlling of arc lamps with stirrups or levers

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  • Dynamo-Electric Clutches, Dynamo-Electric Brakes (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
W. E. FEIN in STUTTGART. Elektrische Bogenlampe.
Abhängig vom Patent No. 8654. Patentirt im Deutschen Reiche vom 26. October 1883 ab.
Die Construction dieser Lampe besteht im wesentlichen in der Anwendung zweier U-förmigen Eisenstäbe, die sich zum Zweck einer möglichst grofsen Wirkung in vier entgegengesetzt polarisirten Solenoiden bewegen und mit einem eigenthümlich construirten Zahnradsystem derart verbunden sind, dafs sie zur Erzeugung und Regulirung des Lichtbogens dienen.
Die Lampe kann als Steh- und Hängelampe ausgeführt werden und sowohl für getheiltes als auch für Einzellicht Verwendung finden.
In der beiliegenden Zeichnung wird durch die Fig. 1 bis 5 die Lampe in der Weise zur Darstellung gebracht, wie sie sich zum Aufhängen eignet. Der obere Kohlenhalter K1 steht mit der Zahnstange Z in Verbindung, welche durch ihr Gewicht das Bestreben hat, sich nach unten zu bewegen, wobei sie in das Zahnrad R eingreift, das durch Räderübersetzung mit dem Bremsrad B in Verbindung steht.
Das Räderwerk befindet sich in einem Gestell G, welches um die beiden Zapfen α und a' der Achse A des Hauptrades R drehbar ist, während sich diese selbst wieder in den zwei Lagern L und L' der beiden Säulen P P leicht drehen läfst.
Die Achse A hat demnach einen doppelten Zweck; sie dient als Drehpunkt für das ganze Zahnradsystem und zugleich für das Hauptrad R.
Durch diese Eigenthümlichkeit wird, wie sich aus dem Nachfolgenden ergiebt, der Lichtbogen erzeugt und regulirt. Die Lager L und L' haben zur Verminderung der Reibung die Form eines gleichseitigen Dreieckes. Das Gestell G ist sammt den dazwischen befindlichen Theilen nahezu äqüilibrirt und wird deshalb im Ruhezustand der Lampe durch das Gewicht der Zahnstange Z etwas nach der linken Seite hin bewegt. Die Bremsung des Räderwerkes findet statt, wenn sich bei der Bewegung des Gestelles G nach rechts das Bremsrad B an das Bremsstück O anlegt. Es wird durch diese Anordnung ein plötzliches oder stofsweises Anhalten des Räderwerkes mit bestem Erfolg vermieden, und dies um so mehr, als das Bremsstück O nicht feststeht, sondern mit einer Feder verbunden ist, welche an den um / drehbaren Hebel H geschraubt ist. An der entgegengesetzten Seite dieses Hebels befindet sich die Stellschraube S, durch welche der Angriffspunkt des Bremsstückes O mehr nach vorn oder mehr nach rückwärts gelegt werden kann, so dafs die Bremsung etwas früher oder später erfolgen und der Lichtbogen innerhalb gewisser Grenzen regulirt werden kann.
Zwischen dem Gestell G sind ferner auf seiner rechten und linken Seite die beiden U-förmigen Eisenstücke (Anker) M' und M" durch die Spitzenschrauben s leicht beweglich in der Weise aufgehängt, dafs ihre Enden in die vier mit E' E" E'" und E"" bezeichneten Solenoide hineinragen. Die auf der linken Seite befindlichen Solenoide E' und E" sind mit starken Kupferdrahtwindungen versehen, welche in dem Hauptstromkreise des Lichtbogens liegen.
Die auf der entgegengesetzten rechten Seite sich befindenden Solenoide E1" und E"" sind dagegen mit einer gröfseren Anzahl Windungen feinen Drahtes versehen und in eine Nebenschliefsung geschaltet.
Die Verbindung der Spiralen E' und E" unter sich, sowie die zwischen E'" und E"" sind derart, dafs ihre Pole beim Umkreisen des Stromes ungleichnamig werden, wodurch ihre Anziehung möglichst wirksam ist.
Die Function der Lampe ist nun folgende:
Im Ruhezustande berühren sich die Kohlen, so dafs der Stromkreis nicht unterbrochen ist, gleichviel welche Anzahl von Lampen eingeschaltet ist.
Wird nun der Strom geschlossen, so ziehen die beiden mit starkem Draht bewickelten Solenoide E' und E" den U-förmigen Anker M' kräftig ein, so dafs das mit dem Anker verbundene Gestell G diese Bewegung mitmacht, wobei sich das Bremsrad B, wie schon oben erwähnt, an das Bremsstück O anlegt und das Räderwerk festgehalten wird. Im weiteren Verlauf dieser Bewegung wird die Zahnstange Z durch das nun unbewegliche Hauptrad R entsprechend gehoben, so dafs sich der Lichtbogen bilden kann, indem die Kohle des unteren Kohlenhalters K" feststeht.
Mit dem Abbrennen der Kohlen und dem Wachsen des Widerstandes im Lichtbogen wird der Strom im Hauptstromkreise und dadurch die anziehende Wirkung der Solenoide E' und E" schwächer, dagegen nimmt die Stromstärke der im Nebenschlufs befindlichen Solenoide E"' und E"" zu, wodurch der dazu gehörende Anker M" der rechten Seite mehr und mehr in dieselbe eingezogen wird, wobei sich das Gestell G nach und nach der linken Seite zuneigt, bis das Bremsrad B aufser Berührung mit dem Bremsstück O kommt, wobei das Räderwerk frei wird und sich die Zahnstange abwärts bewegen kann. Hierdurch wird aber der Lichtbogen und sein . Widerstand etwas kleiner, so dafs die Spulen E' und E" wieder mehr Strom erhalten, wodurch der Anker M' von der entgegengesetzten Seite wieder wirkt, so dafs sich das Bremsrad an das Bremsstück anlegt und das Laufwerk wieder angehalten wird, worauf das Spiel von neuem beginnt.
' Die auf diese Weise erreichte einfache Regulirung ist derart, dafs sich das Bremsrad beim Functioniren der Lampe kaum um ein Zwölftel seines Umfanges auf einmal dreht, so dafs sich an der Zahnstange selbst und an dem damit verbundenen Kohlenstift eine Bewegung mit blofsem Auge nicht wahrnehmen läfst.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. An Stelle der durch das Patent No. 8654 geschützten Differentialschaltung mittelst zweier Solenoide und .Elektromagnetkerne die Anwendung von zwei U-förmigen Eisenstäben, die auf den beiden entgegengesetzten Seiten eines um eine Achse drehbaren und ausbalancirten Zahnradsystems in der Weise angebracht sind, dafs sie sich im Ruhezustande ebenfalls im Gleichgewicht halten und demselben beim Gebrauch durch die wechselseitig anziehende Wirkung der dazu gehörigen Solenoide eine hin - und herschwingende Bewegung ertheilen, welche zur Regulirung des Lichtbogens bei elektrischen Lampen dient.
2. Die Construction und Anwendung des Zahnradsystems selbst, dessen Gestell sich gleichzeitig um die Achse seines Hauptrades drehen läfst zum Zweck der Erzeugung und Regulirung des Lichtbogens, wie beschrieben.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DE188328337D 1879-04-16 1883-10-26 Elektrische bogenlampen Expired DE28337C (de)

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DE8654T 1879-04-16
DE28337T 1883-10-26

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