DE16298C - Neuerungen an elektrischen Lampen - Google Patents

Neuerungen an elektrischen Lampen

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DE16298C
DE16298C DENDAT16298D DE16298DA DE16298C DE 16298 C DE16298 C DE 16298C DE NDAT16298 D DENDAT16298 D DE NDAT16298D DE 16298D A DE16298D A DE 16298DA DE 16298 C DE16298 C DE 16298C
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DE
Germany
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lamp
magnet
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carbon
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DENDAT16298D
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English (en)
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L. SCHARNWEBER in Karlsruhe i. B., Schillerstrafse 9
Publication of DE16298C publication Critical patent/DE16298C/de
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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05BELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
    • H05B31/00Electric arc lamps
    • H05B31/0081Controlling of arc lamps
    • H05B31/009Controlling of arc lamps with tightening devices

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  • Radiation-Therapy Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 9. Februar 1881 ab.
In den Fig. 1 bis 4 ist eine elektrische Lampe dargestellt, bei welcher' der lichtbogen stets an derselben Stelle bleibt. Fig. 1 zeigt den Aufrifs der Lampe, Fig. 2 die obere Partie von der Seite gesehen, Fig. 3 den Grundrifs der unteren den Grundrifs der oberen Die beiden runden Kohlendem 'Rah- r1 und z'z
Partie und Fig. 4
Partie der Lampe.
Stäbe k k sind zwischen je drei an
men B B befestigten Rollen i'i und
und r2 eingeklemmt; die obere dieser Rollen ist ohne Befestigung nur angedeutet. Die Reibung an den Rollen ist nur so grofs, als nöthig ist, um die Kohlenstäbe sicher zu halten. Auf der Axe der oberen Rolle rl ist ein auf seinem ganzen Umfange mit Zähnen versehenes Sperrrad R angebracht. Durch die Drehung dieses Rades wird die Weiterbewegung der beiden Kohlenstäbe besorgt. Auf der erwähnten Axe sitzt aufserdem eine Rolle b1, Fig. 4, um welche eine Schnur oder Kette ohne Ende gelegt ist; die Schnur läuft über die Rollen b b zu dem unteren Kohlenhalter, um hier, ebenfalls über Rollen gleitend, eine Drehung von P und r2 und somit eine Bewegung des unteren Kohlenstabes zu veranlassen. Die Bewegung der Schnur oder Kette geschieht in der durch die Pfeile angedeuteten Richtung. Die Rolle P hat einen doppelt so grofsen Durchmesser wie b1, um das ungleiche Abbrennen der Kohlenstäbe auszugleichen. Die Rollen r2 und P sind in einem um die Axe c drehbaren Hebel d, Fig. 1 und 3, gelagert; an letzterem ist ein Anker α befestigt, der sich über den Polen des mit wenigen Windungen eines dicken Drahtes bewickelten Magneten m befindet. Wenn dieser Magnet vom Strom umkreist wird, wird der Anker angezogen und zieht mittelst der Rolle r2 den unteren Kohlenstab etwas herunter, um so die richtige Lichtbogenlänge herzustellen; durch diesen Vorgang wird die Schnur oder Kette nicht gezogen, folglich auch die Lage des oberen Kohlenstabes nicht geändert. Der Anker bleibt angezogen, so lange die Lampe brennt; erlischt dieselbe, so führt eine nicht gezeichnete Feder den Anker an seinen Anschlag zurück, wodurch die beiden Kohlenstäbe wieder in Berührung treten. Die Weiterbewegung der Kohlenstäbe geschieht durch Solenoidanziehung. Eine Spule S (Solenoid) ist mittelst des Halters A auf B befestigt. In dem Solenoid gleitet der Eisenkern E. An einer an E befestigten und über eine Rolle gleitenden Schnur ist das Gegengewicht g aufgehängt, welches den Eisenkern nach oben zu ziehen strebt. Der Strom gelangt durch den Draht e in die Spulen des Magneten m, von dort in den Körper der Lampe in die untere Kohle durch den Lichtbogen zur oberen Kohle, um über die Klemmschraube / die Lampe zu verlassen. Ein Theil des Stromes gelangt aber vom unteren Körper der Lampe durch eine der vom oberen Theil der Lampe isolirten Tragstangen über den Draht ο in die aus vielen Umwindungen eines feinen Drahtes bestehende Wickelung der Spule S, geht über η zum isolirten Contactstück x, Fig. 1 und 2, in den auf das letztere drückenden Schieber p, der mit dem Körper leitend in Verbindung steht, und tritt bei / in die gemeinsame Leitung ein. In einem Schlitz des Schiebers p gleitet bei einer Bewegung des Eisenkernes der an der Verlängerung des letzteren befestigte Stift s. Bei gehöriger Lichtbogenlänge ist der durch die Nebenschliefsung fliefsende Strom nicht stark genug, um den Eisenkern anzuziehen; wenn aber der Lichtbogen gröfser wird, fliefst ein stärkerer Strom durch die Nebenschliefsung, der Einsenker wird in das Solenoid
hineingezogen und dreht mittelst des an der Verlängerung des Kernes angebrachten Sperrhakens q das Rad R, wodurch die Kohlen zusammengeführt werden. Ist der Eisenkern eine Strecke Weges in die Spule hineingezogen, so drückt der Stift s den federnden Schieber vom Contact χ ab, wodurch der Strom der Nebenschliefsung unterbrochen wird; der Eisenkern wird vom Gegengewicht nach oben gezogen, wodurch aber zugleich der Schieber wieder auf seinen Contact gelegt wird; es kann jetzt die Solenoidanziehung wieder von vorn beginnen. Durch diese Rückwärtsbewegung des Eisenkernes wird die Lage der Kohlen natürlich nicht beeinflufst. Diese Einrichtung der Lampe ermöglicht die Anwendung von langen Kohlenstäben, also eine lange Brenndauer der Lampe.
Fig. 5 stellt eine nach demselben Princip gebaute Differentiallampe dar. Fig. 6 zeigt den Grundrifs des oberen Theiles dieser Lampe. Der obere Kohlenstab ist, wie bei der vorigen Lampe, zwischen Rollen gelagert; die untere Kohle steht aber während des Brennens fest und ist in einer Zahnstange Z befestigt, welche bei b b ihre Führung hat. Die auf Z geschobene Spiralfeder hat das Bestreben, die Stange nach oben zu ziehen. Das Magnetsystem m wirkt hier ganz wie bei der vorigen Lampe, nur dafs hier am Ankerhebel ein Sperrhaken k angebracht ist, der beim Anziehen des Ankers in die Zähne der Stange Z hineingreift und letztere eine kurze Strecke mit nach unten nimmt, um den Lichtbogen herzustellen. Erlöscht durch irgend einen Umstand die Lampe, so wird der Ankerhebel durch eine nicht gezeichnete Feder nach oben gezogen, der Sperrhaken aus den Zähnen der Stange ganz herausgedrückt, was durch Druck eines Stiftes ο auf eine am Sperrhaken angebrachte Schrägung veranlafst wird, und die untere Kohle kann frei bis zur oberen Kohle aufsteigen. Das Nachschieben der oberen Kohle geschieht wieder durch den am Ankerhebel L angebrachten Sperrhaken q. Am Hebel L sind zwei Anker a1 und a2 befestigt, die sich den Polen der gewöhnlichen Elektromagnete M1 und M2 gegenüber befinden. Der Magnet M1 ist mit wenigen Windungen eines dicken Drahtes bewickelt, welche sich im Stromkreise des Lichtbogens befinden. Der Hauptstrom nimmt folgenden Weg: Von e durch m in die untere Kohle, den Lichtbogen, die obere Kohle gelangt von hier durch den Körper des oberen Theiles der Lampe bei c zum Magneten M\ den er bei d, wo er in die Leitung eintritt, verläfst. Der Magnet M"' ist dagegen mit vielen Windungen eines feinen Drahtes bewickelt. Bei einer bestimmten Licht-Bogenlänge heben sich, wie bekannt, die Anziehungen beider Magnete auf, bei Vergröfserung des Lichtbogens überwiegt die Anziehung des Magneten M2, und die obere Kohle wird nachgeschoben. Die am isolirten Contactwinkel w angebrachte Schiebervorrichtung ist dieselbe wie die bei der vorigen Lampe beschriebene; bei Unterbrechung des Contactes χ wird die Nebenschliefsung stromlos und die Anziehung des Magneten M1 veranlafst, dafs der Hebel L nach oben geht, um den Contact bei χ wieder hierzustellen. Zur Schonung des Contactes ist folgende Einrichtung getroffen: Der Magnet M2 trägt zwei von einander getrennte Wickelungen; beide Wickelungen wirken in gleichem Sinne magnetisirend auf den Magneten. Ein Theil des Stromes zweigt sich vom unteren Körper der Lampe ab, gelangt durch die Verbindungsstange η zu der Schraube r, wo er sich abermals in beide Wickelungen des Magneten M2 verzweigt; ein Theil des Stromes der Nebenschliefsung geht von / durch eine der Wickelungen über / in die Leitung, der andere Theil des Stromes von g durch die andere Wickelung übery zum Contactwinkel w in den Schieber/ und den Contact χ, von wo er in die Leitung gelangt. Es wird also beim Aufheben des Contactes bei χ dem Magneten nur ein Theil seiner magnetisirenden Kraft entzogen, was aber auch genügt, um dem Magneten Mi das Uebergewicht zu sichern.
Fig. 7 zeigt eine Ansicht des oberen Theiles einer Differentiallampe, bei welcher anstatt der gewöhnlichen Elektromagnete Solenoide angewendet werden. Die Eisenkerne der beiden Solenoide .S1 und S2 sind an Schnüren an dem um die Axe α drehbaren Hebel h aufgehängt. Die Spule 611 ist mit dickem Draht und die Spule .S2 mit zwei Wickelungen von dünnem Draht versehen. Das Princip ist, ebenso wie die Stromleitung, ganz dasselbe, wie bei der vorher beschriebenen Lampe. Die Zuführungsdrähte sind mit denselben Buchstaben bezeichnet. Die Unterbrechungsvorrichtung weicht von der in den Fig. ι und 2 dargestellten nur dadurch ab, dafs der Schieber / vom Körper der Lampe ganz isolirt ist.

Claims (3)

P ATENT-Ansprüche:
1. Die Anwendung der beschriebenen in einer Nebenschliefsung einer elektrischen Lampe angebrachten Unterbrechungsvorrichtung zum Nachschieben der Kohlenstäbe.
2. Die zur Schonung des Contactes getroffene Einrichtung, dafs die Magnetspule oder das Solenoid, welches sich in der Nebenschliefsung befindet, mehrere Wickelungen erhält, von welchen nur eine die StiOmunterbrechungsvorrichtung erhält.
3. Die beschriebenen Einrichtungen zum Herstellen des Lichtbogens.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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