DE15323C - Neuerungen an elektrischen Lampen - Google Patents

Neuerungen an elektrischen Lampen

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DE15323C
DE15323C DENDAT15323D DE15323DA DE15323C DE 15323 C DE15323 C DE 15323C DE NDAT15323 D DENDAT15323 D DE NDAT15323D DE 15323D A DE15323D A DE 15323DA DE 15323 C DE15323 C DE 15323C
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coil
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innovations
rod
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Application number
DENDAT15323D
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English (en)
Original Assignee
L. SCHARNWEBER in Karlsruhe i./B., Scheffelstrafse 4
Publication of DE15323C publication Critical patent/DE15323C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05BELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
    • H05B31/00Electric arc lamps
    • H05B31/0081Controlling of arc lamps
    • H05B31/0087Controlling of arc lamps with a thread or chain

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  • Radiation-Therapy Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
LUDWIG SCHARNWEBER in KARLSRUHE i. B. Neuerungen an elektrischen Lampen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 19. October 1880 ab.
Die in Nachstehendem beschriebene elektrische Lampe ist für eine längere Brenndauer berechnet.
An der oberen Seite des Rahmens A A in Fig. ι ist eine grofse, mit drei Abtheilungen versehene Spule angebracht, welche mit isolirtem Kupferdraht bewickelt ist. In der Höhlung dieser Spule ist die obere positive Kohle mit ihrem Stangenhalter, in den Führungen a a gleitend, aufgehängt. In Fig. 2 sind die unbewickelte Spule und die Kohlenhalterstange im Schnitt gezeichnet. Der positiven Kohle gegenüber ist am unteren Theile des Rahmens die negative Kohle befestigt.
Die obere Kohlenhalterstange besteht aus Eisen und Messingcylindern. In Fig. 2 sind die Eisencylinder schraffirt, während die Messingtheile unschraffirt geblieben sind. Zum Aufhängen der Stange dient entweder eine Schnur oder eine Kette, die, über die Rollen R und r gehend, das Gewicht W trägt. Letzteres soll einen Theil des Eigengewichts der Stange aufheben.
An der Rolle R ist ein Gleitstück g, Fig. 3 und 4, angebracht, welches durch die kleine Feder / gegen einen in drei Theile geschnittenen feststehenden Ring gedrückt wird. Bei der Drehung der Rolle R schleift dieses Gleitstück stets auf einem dieser von einander und vom Metallkörper der Lampe isolirten drei Ringabschnitte. Je einer derselben ist mit einer Abtheilung der Spule leitend verbunden, und zwar C1 mit der Spulenabtheilung I, c 3 mit der Abtheilung III und C3 mit der Abtheilung II.
Die Function der Lampe ist nun folgende:
Wenn die Lampe aufser Wirkung ist, wird die positive Kohle durch das Uebergewicht der Kohlenhalterstange gegen die negative Kohle gedrückt. Wird die Lampe in Betrieb gesetzt, so geht der Strom durch den Enddraht E, der zu je einem Drahtende der drei Spulenabtheilungen führt, in diejenige Spule, deren dazu gehöriger Kreisabschnitt des Gleitringes mit dem Gleitstück g und folglich mit dem Metallkörper der Lampe verbunden ist, in der Figur also durch Spule I, gelangt in die obere Kohle und von dort in die untere, um über die Klemmschraube K zur Maschine zu gehen. Der innerhalb der Spule I befindliche Eisenkern d2 wird noch weiter in die Spule hineingezogen, wodurch der Lichtbogen hergestellt wird. Beim Abbrennen der Kohlen tritt d2 nach und nach aus der Spule heraus; durch diese Bewegung wird die Rolle R ,gedreht und das Gleitstück g dem Ringabschnitt C2 zugeführt; erreicht hat dasselbe den letzteren, wenn die Anziehung der Spule I anfängt zu schwach zu werden, um den Lichtbogen mit Sicherheit herzustellen. Alsdann tritt durch die Verbindung von C2 mit g die Spule III in Wirkung, indem sie dieselbe Anziehungskraft auf den Kern dz ausübt, die vorhin von Spule I auf </2 ausgeübt wurde. Hat diese Spule ausgewirkt, so tritt Spule II mit Kern d2 in Wirkung, um nach einiger Zeit selbstthätig wieder die Spule I einzuschalten. Mit der in der Figur dargestellten Anzahl von Eisenkernen erhält man sechs Soleno'idanziehungen, von denen eine jede auf etwa 2/3 der Länge einer Spule stattfindet. Soll die Lampe
eine längere Brenndauer und die Kohlenstäbe eine gröfsere Länge haben, so kann man noch mehr Eisencylinder an der Kohlenstange anbringen.
Da nun ein Eisenkern von einem Solenoid nicht auf 2/3 der Länge der Spule gleich stark angezogen wird, so ist folgende Einrichtung getroffen, um die Verschiedenheiten in der Stärke der Anziehung auszugleichen. Die Rolle R trägt auf der hinteren Seite drei Stifte e, Fig. 3 und 4, die auf eine Strecke Weges das Gewicht p, welches an dem um die Axe ο drehbaren Hebel h befestigt ist, heben. Das Gewicht wirkt dem Eigengewicht der Kohlenstange entgegen, unterstützt also die Soleno'idanziehung, und zwar um so mehr, je mehr sich der Hebel h der waagrechten Stellung nähert, was ja der Fall sein mufs, wenn das Gleitstück g im Beginn ist, auf einen neuen Ringabschnitt überzugehen. Bevor g die Mitte eines Ringabschnittes erreicht, und bevor der betreffende Eisenkern in die günstigste Stellung zu der vom Strome durchflossenen Spule eintritt, ist der Gewichtshebel h in eine mehr senkrechte Lage gehoben, schnappt vom Stift ab und legt sich auf die Platte P, um nach kurzer Zeit von einem neuen Stift wieder gehoben zu werden.
Sollen mehrere Lampen in einem Stromkreise gebrannt werden, so erfährt die Lampe die in Fig. 5 dargestellte Abänderung.
Die Spulen sind hier nicht, wie in Fig. 1, mit wenig Windungen eines starken Drahtes, sondern mit vielen Windungen eines feinen Drahtes versehen. Der Strom nimmt, wenn die Kohlenstäbe sich berühren, seinen Weg von der Zuleitungsklemme K1 durch einen Draht m, der von verschiedenen Metallen hergestellt sein kann, tritt hier in die negative Kohle über, um . durch die obere Kohle, den Metallkörper und über Klemme K^ zur Maschine zu gelangen. Der Draht m dehnt sich infolge seiner Erhitzung durch den Strom aus, die durch ersteren vermittelst des Winkelhebels χ gespannt gehaltene Feder s drückt den negativen Kohlenhalter nach unten, bis derselbe sich gegen den Anschlag n legt; hierdurch ist der Lichtbogen hergestellt. Brennen nun die Kohlen ab, so wird der Widerstand des Lichtbogens so grofs, dafs ein gröfserer Theil des Stromes seinen Weg durch die gerade eingeschaltete Spule nimmt, und zwar geht dieser Zweigstrom vom unteren Kohlenhalter aus durch den Rahmen A über b zur Spule, von dort über den betreffenden Ringabschnitt in den Metallkörper und zur Maschine. Die Kohlenhalterstange, die vom stärkeren Gewicht W stets hoch gehalten wird, wird durch die Einwirkung des Solenoids nach unten gezogen und dadurch die richtige Lichtbogenlänge wiederhergestellt. Die Kohlenhalterstange ist auf ihrer ganzen Länge mit feinen Sperrzähnen versehen, in welche 4er Sperrkegel y eingreift und dadurch verhindert, dafs die Kohlenhalterstange eine Bewegung nach oben ausführen kann. Durch diese Sperrvorrichtung wird ein Auseinandergehen der Kohlenspitzen durch eine Stromschwächung von aufserhalb ganz unmöglich gemacht.
Die Stellung der unteren Kohle wird durch Stromschwankungen während der Brenndauer nicht alterirt, weil der Draht m, dessen Ende im Winkelhebel χ nur locker pafst, sich überhaupt von Anfang weiter ausdehnt, als nöthig ist, um die Lichtbogenlänge herzustellen. Nach Erlöschen der Lampe wird mittelst des Knopfes q die Feder ί wieder angespannt und dadurch die negative Kohle gehoben.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Die Anwendung von mehreren an einer Stange getrennt von einander angebrachten Eisenkernen in Verbindung mit mehreren Spulen, welch letztere eine nach der anderen automatisch eingeschaltet werden und besagte Eisenkerne einen nach dem anderen anziehen, im wesentlichen wie beschrieben.
2. Die Anwendnng der beschriebenen Sperrvorrichtung, die eine Rückbewegung der Kohlenstange verhindert, behufs Unschädlichmachung von störenden Stromveränderungen im Stromkreise.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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