DE51779C - Windlade für Orgeln und ähnliche Instrumente - Google Patents

Windlade für Orgeln und ähnliche Instrumente

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DE51779C
DE51779C DENDAT51779D DE51779DA DE51779C DE 51779 C DE51779 C DE 51779C DE NDAT51779 D DENDAT51779 D DE NDAT51779D DE 51779D A DE51779D A DE 51779DA DE 51779 C DE51779 C DE 51779C
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Germany
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wind
cancelle
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organs
wind chest
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Expired - Lifetime
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DENDAT51779D
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A. HICKMANN in Dachwig bei Erfurt
Publication of DE51779C publication Critical patent/DE51779C/de
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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10BORGANS, HARMONIUMS OR SIMILAR WIND MUSICAL INSTRUMENTS WITH ASSOCIATED BLOWING APPARATUS
    • G10B3/00Details or accessories
    • G10B3/04Reservoirs

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE Sl: Musikalische Instrumente.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 12. October 1889 ab.
Die vorliegende Erfindung bezweckt die Herstellung einer Windlade für Orgeln oder jedes andere durch geprefste Luft zum Tönen gebrachte Instrument und bezieht sich auf die Art des Antriebes der Abschlüfsorgane (Klappen, Kegel, Ventile).
Diese Windlade soll sich von allen nach dieser Richtung in Betracht kommenden bisherigen bekannten Constructionen dadurch unterscheiden, dafs gleichzeitig :
1. zur Bethätigung sowohl der einzelnen Pfeifen bezw. Pfeifengruppen (Mixturen), als auch der Rigister nur Wind von gleicher Spannung wie der Pfeifenwind verwendet wird;
2. die active Arbeitsleistung stets in atmosphärischer Luft (steigender Balg) vor sich geht;
3. sowohl für die Registerzüge, wie für die Tasten entsprechende Cancellen angeordnet sind, welche sich unter beliebigem Winkel kreuzen und an den Kreuzungsstellen durch Pulpeten, Bälge etc. getrennt sind.
Die neue Windlade, welche Fig. 1 im Längsschnitt (nach Pfeifen gleichen Tones), Fig. 2 im Querschnitt nach ci-ß, Fig. 3 im Grundrifs nach γ-6 zeigt, gehört zur Klasse der Kastenladen. Sie kann sowohl durch mechanische, als auch durch pneumatische oder elektrische Tractur gespielt werden.
α ist der innere freie Raum der Lade, in; welchen aus dem Balg die Luft einströmt. Sie vertheilt sich durch Gänge α αλ a2 . . . auf die beliebig gestalteten Ventile ν V1 V2 ... und gelangt in die Räume B B1 B2 . . ., welche von den Pfeifenstöcken C C1 C2 ... abgedeckt werden.
Der Boden der Windlade besteht aus Querstegen f, welche · zwischen sich die durch Platten g abgedeckten Zwischenräume y freilassen. Unter den Stegen f . und dieselben kreuzend sind die Stege e angeordnet, welche quer zu yy^y2 ■ ■ ■ verlaufende Kanäle X1 x2 X3 ... Xn bilden. Nach unten sind diese Kanäle χ durch einen Boden aus Holz, Papier u. s. w. geschlossen.
Die auf diese Weise geschaffenen, sich kreuzenden Kanäle χ und y bilden nun (nach der Zeichnung) erstere die Spiel-, letztere die Registercancellen. Die Kanäle sind auf den Kreuzungspunkten durch Pulpeten ρ von einander getrennt, auf welchen kleine, mit auf die Ventile ν V1 V2 ... wirkenden Stechern s S1 s.2 . . . ausgerüstete Buffer oder Kolben b b1 bt . . . aufliegen.
In den meisten Fällen werden sich die Cancellen χ und y unter einem rechten Winkel kreuzen, doch ist es nicht ausgeschlossen, dafs diese Kreuzung unter irgend einem anderen passenden Winkel geschieht, wie es z. B. für die Prospectpfeifen eintreten kann, welche unter Umständen eine strahlenförmige Anordnung der Cancellen verlangen können. Auch wird der Fall eintreten, dafs dieselbe Cancelle ihre Richtung in sich selbst verändert, d. h. gebrochen werden mufs.
Wird nun die Registercancellej/- mit der atmosphärischen Luft in Verbindung gesetzt und die Spielcancelle χ mit Luft aus dem Innern der Windlade gefüllt, so wird die Pulpete in den Raum y hineingedrückt und hebt dadurch den Buffer b, den Stecher s und durch diesen das Ventil v, so dafs die entsprechende Pfeife zum Tönen kommt.

Claims (1)

  1. Wird dagegen Luft aus der Windlade nach y gelassen, so vermag die Luft gleicher Spannung in χ die Pulpete und das Ventil nicht zu heben. Die Pfeife schweigt in diesem Falle trotz niedergedrückter Taste. Es werden also alle Register, deren Cancelleny mit der atmosphärischen Luft in Verbindung stehen, tönen, alle diejenigen, bei welchen diese Cancellen mit Ladenwind erfüllt sind, schweigen, wenn auch in die Cancelle χ der Wind zugelassen wird.
    Die abwechselnde Verbindung der Cancellen χ und y mit der atmosphärischen Luft und dem Innern der Lade kann auf verschiedene Weise erreicht werden.
    In Fig. ι sind für die Spielcancelle zwei Ventile V und V1 angeordnet, die durch Stecher d von einander abhängig sind, und von denen V die Cancelle' gegen die Windlade, V1 gegen die atmosphärische Luft abschliefst. F1 wird durch die Pulpete P einer Röhrenpneumatik T gehoben , kann aber statt dessen auch durch mechanische oder elektrische Tractur in Thätigkeit gesetzt werden.
    Für die Registercancelle ist eine Steuerung gezeichnet, bei welcher das Ventil Vn beeinflufst durch den Buffer b und Pulpete P, zwischen der Bodenplatte e und der Platte g spielt und, je nachdem es gegen e oder g anliegt, y mit der Windlade oder mit der äufseren Luft in Verbindung setzt.
    Es ist klar, dafs statt dieser zwei Vorrichtungen jede andere im Orgelbau bekannte Steuerung, mit welcher der gleiche Zweck zu erreichen ist, eintreten kann.
    Statt der einfachen Pulpeten ρ kann man auch irgend ein anderes bekanntes Organ verwenden, ohne das Wesen der Erfindung irgendwie zu verändern, vorausgesetzt, dafs die Anordnung der sich kreuzenden Cancellen χ unay bestehen bleibt.
    In Fig. 4 ist z. B. y so vergröfsert, dafs darin ein kleiner Balg ρ Platz hat, welcher in gleicher Weise wie die einfache Pulpete wirkt.
    In Fig. 5 ist statt des Balges ein Kolben ρ angeordnet.
    Ohne an der Cancellenanordnung etwas zu ändern, kann man dieselbe einfach dadurch, dafs man y von den Tasten, χ von den Registerzügen beeinflussen läfst, die Wirkung umkehren, indem ein Druck auf die Taste die Cancelle y von Wind entleert, wodurch der Buffer b aufsteigt und das zugehörige Ventil öffnet, vorausgesetzt, dafs das betreffende Register gezogen, d. h. χ mit dem Innern der Windlade in Verbindung gesetzt ist.
    Pateντ-Anspruch:
    Windlade für Orgeln und ähnliche Instrumente, gekennzeichnet durch die sich kreuzenden Cancellen χ und y, welche auf den Kreuzungsstellen durch Pulpeten ρ bezw. Bälge, Kolben oder ähnliche Bewegungsorgane von einander getrennt sind, und welche, je nachdem χ oder y oder beide zugleich mit Hülfe der Ventile V Vr oder diesen gleichwerthiger bekannter Steuerungsorgane mit dem Innern der Windlade A oder der äufseren Luft in Verbindung stehen, nach der einen oder anderen Seite sich durchbiegen, und zwar so, dafs die Arbeitsleistung stets durch Wirkung des Ladenwindes gegen die atmosphärische Luft stattfindet.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT51779D Windlade für Orgeln und ähnliche Instrumente Expired - Lifetime DE51779C (de)

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