AT163998B - Saitenanschlaginstrument - Google Patents

Saitenanschlaginstrument

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AT163998B
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Edmund Hochholzer
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Edmund Hochholzer
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Description


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  Saitenanschlaginstrument 
Vorliegende Erfindung betrifft ein Saitenanschlaginstrument, das als Bass-Begleitinstrument verwendet wird und die Gitarre vollkommen ersetzt. Es ist allgemein bekannt, dass die Gitarre ein schwer erlernbares Instrument ist, so dass ein Bedarf nach einem neuen Instrument besteht, das so gebaut ist, dass der Spieler schon nach kürzester Einübung dieselbe Klangwirkung erzielen kann wie mit der Gitarre. 



   Diese Aufgabe wird durch den Gegenstand der Erfindung dadurch gelöst, dass die Tasten des Instrumentes in vier Gruppen zu je 12 Tasten unterteilt sind, von denen die erste Gruppe das linke Drittel der Tastenreihe umfasst, und beim Anschlag je eine Bassseite zum Erklingen bringt, die zweite und dritte Gruppe das mittlere und rechte Drittel einnehmen und je drei Saiten im Dur-bzw. Molldreiklang gleichzeitig anschlagen, und die vierte Gruppe als Obertasten im mittleren Drittel angeordnet sind und so wie die erste Gruppe nur je eine Saite, u. zw. den jeweiligen Ergänzungston zum Septimakkord zum Erklingen bringen.

   Hiebei sind erfindungsgemäss die Tasten der vierten Gruppe rechts oberhalb des hiezugehörigen Grundtones des Dur-Dreiklanges angeordnet ; der gleichzeitige Anschlag der drei, den jeweiligen Dreiklang bildenden Saiten wird dadurch erreicht, dass an jedem Anschlagdraht der Tasten der zweiten und dritten Gruppe drei Hartlederscheiben im Abstand der dazugehörigen Saiten befestigt sind. Die weitere   erfindungsgemässe   Ausgestaltung des   Saitenanschlaginstrumentes   wird an Hand der Zeichnungen tieferstehend beschrieben. 



   In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung dargestellt. Fig. 1 ist eine Vorderansicht, Fig. 2 eine Seitenansicht mit abgenommener Verschalung. Fig. 3 zeigt die Anordnung der Saiten, Fig. 4 die Tastatur im Grundriss und die Fig. 5 und 6 die Saitenabdämpfvorrichtung im Grundriss und im Schaubild. 



   In Fig. 1 bezeichnet 1 den Klaviatur-bzw. 



  Mechanikkasten und 2 das eigentliche Instrument, das auf den Kasten 1 aufgesetzt wird. Jede Taste bringt beim Niederdrücken einen Anschlagdraht nach oben in Bewegung, der mittels einer Hartlederscheibe gegen eine Saite von unten anschlägt. 



   Das Instrument besitzt 48 Tasten, die in vier Gruppen zu je 12 Tasten geteilt sind. Wie aus Fig. 4 ersichtlich, ist die erste Gruppe (Tasten 3 bis 4) im linken Drittel der Tastenreihe angeordnet ; jede Taste dieser Gruppe schlägt einen Bass an. Die zweite Gruppe (Tasten 5 bis 6) nimmt das mittlere Drittel ein. Jeder Anschlagdraht, der von einer solchen Taste in Bewegung gesetzt wird, trägt, wie aus den Fig. 2 und 6 erkennbar ist, je drei Hartlederscheiben, die gleichzeitig an je eine, zusammen einen Dreiklang, u. zw. einen Dur-Dreiklang bildende Saiten schlagen, so dass durch Bedienung nur einer einzigen Taste der volle Dur-Akkord erklingt. Die dritte Gruppe (Tasten 7 bis 8) liegt im rechten Drittel. Die Anschlagdrähte besitzen ebenfalls je drei Lederscheiben, nur werden von den Tasten der dritten Gruppe Saiten angeschlagen, die einen Moll-Dreiklang ergeben.

   Die Tasten der vierten Gruppe (Tasten 9 bis 10) sind rechts oberhalb der Tasten der zweiten Gruppe angeordnet. Beim Anschlag einer Taste dieser vierten Gruppe wird, wie bei der ersten Gruppe, nur eine Saite zum Erklingen gebracht, u. zw. jeweils der Ergänzungston zum Septimakkord des Dur-Dreiklanges. Zur Vereinfachung des Spielens sind diese Ergänzungstöne jeweils rechts oberhalb der Grundtöne angeordnet. Beim Anschlag z. B. der Taste 11 erklingt der c-Durakkord, bestehend aus den Tönen c, e und g. Rechts oberhalb der Taste 11 (c) befindet sich die Taste 12 in der Tonhöhe b, so dass bei gleichzeitiger Betätigung der beiden Tasten 11 und 12 der Septimakkord c-e-g-b ertönt. 



   Im Aufbauteil 2 sind die einzelnen Saiten 13 im rechten Winkel zu den Anschlagdrähten 14 angeordnet ; dies entspricht daher der Anordnung bei der Zither. Die Spannwirbel 15 befinden sich auf der rechten Seite des Aufbauteiles und sind durchgehend ausgebildet, so dass das Instrument auch im gestürzten Zustande gestimmt werden kann. Das Instrument besitzt 12 Basssaiten und 12 Begleitsaiten, also im ganzen 24 Saiten. Es ist natürlich möglich, ohne den Rahmen der Erfindung zu überschreiten, das Instrument mit mehr als 24 Saiten auszustatten, so zwar, dass entweder die Zahl der Tasten in jeder Gruppe gleichmässig erhöht wird oder dass nur eine oder mehrere Gruppen mit erhöhter 

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Saiten-bzw.

   Tastenzahl ausgeführt werden.
Ebenso können natürlich auch mehr als drei
Hartlederscheiben auf einem Anschlagdraht ange- ordnet werden, so dass auch Akkorde mit mehr als drei Tönen durch Anschlag nur einer einzigen
Taste gespielt werden können. 



   In den Fig. 5 und 6 ist die Saitenabdämpfungs- einrichtung dargestellt. Diese besteht aus zwei
Holzrahmen 15 und   16,   die um horizontale
Achsen 17, 18 schwingen können, hintereinander liegen und von denen der zweite Rahmen 16 den eigentlichen Dämpferstab 19 trägt, der, wenn nicht gespielt wird, von unten gegen die Saiten drückt. 



   Der vordere Rand des ersten Rahmens 15 liegt unter den Tasten und wird beim Anschlag jeder beliebigen Taste niedergedrückt. Hiedurch bewegt sich der hintere Rand dieses Rahmens nach oben und nimmt dabei den darüberliegenden vorderen Teil des zweiten Rahmens 16 mit, so dass sich der Dämpferstab 19 von den Saiten abhebt. 



   Um das Gleichgewicht zu erhalten und den Dämpferstab genügend stark gegen die Saiten zu drücken bzw. ihn wieder zu den Saiten zurückzuführen, ist eine in der Zeichnung nicht dargestellte Feder angeordnet, die so bemessen ist, dass der Druck auf eine Taste genügt, um die Dämpfeinrichtung in Bewegung zu bringen. 



   Das Saitenanschlaginstrument wird beim Spiel auf den Tisch gelegt, also wie eine Zither behandelt. Beim Spiel in verschiedenen Tonarten bzw. beim Übergang von einer Tonart in eine andere, ist infolge der beschriebenen   erfindungsgemässen   Anordnung der Tasten die Handstellung immer die gleiche ; es ist daher das Erlernen des Spielens auf diesem Instrument auf ein Mindestmass an Vorübung reduziert. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Saitenanschlaginstrument, dadurch gekennzeichnet, dass die Tasten in vier Gruppen unterteilt sind, von denen die erste Gruppe das linke Drittel der Tastenreihe umfasst und beim Anschlag je eine Basssaite zum Erklingen bringt, die zweite und dritte Gruppe das mittlere und rechte Drittel einnehmen und je drei Saiten im Dur-bzw. Moll-Akkord gleichzeitig zum Er- klingen bringen und die vierte Gruppe als Ober- tasten im mittleren Drittel angeordnet sind und so wie die erste Gruppe nur je eine Saite, u. zw. den jeweiligen Ergänzungston zum Septimakkord zum Erklingen bringen.

Claims (1)

  1. 2. Saitenanschlaginstrument nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Tasten der vierten Gruppe rechts oberhalb des dazugehöri- gen Grundtones des Dur-Dreiklanges angeordnet sind.
    3. Saitenanschlaginstrument nach den An- sprüchen 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass jede Gruppe 12 Tasten umfasst, so dass alle Tonarten gespielt werden können.
    4. Saitenanschlaginstrument nach den An- sprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass an jedem Anschlagdraht der Tasten der zweiten und dritten Gruppe drei Hartlederscheiben im Abstand der dazugehörigen Saiten befestigt sind. 5. Saitenanschlaginstrument nach den Ansprüchen 1 bis 4, mit Saiten, die im rechten Winkel zu den Anschlagdrähten liegen, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannwirbel durchgehend ausgebildet sind, so dass das Instrument auch im umgestürzten Zustande gestimmt werden kann.
    6. Saitenanschlaginstrument nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Saitenabdämpfvorrichtung aus zwei um horizontale Achsen schwingenden, hintereinanderliegenden Holzrahmen und einem Dämpferstab besteht, der beim Niederdrücken einer Taste die Saiten freigibt.
    7. Saitenanschlaginstrument nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der vordere Rand des ersten Rahmens unter den Tasten liegt und von ihnen niedergedrückt wird, während der hintere Rand des ersten Rahmens den vorderen Rand des zweiten Rahmens hebt und damit den am hinteren Rand des zweiten Rahmens befestigten Dämpferstab nach unten, also von den Saiten weg bewegt.
    8. Saitenanschlaginstrument nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Saitenabdämpfvorrichtung durch eine Feder im Gleichgewicht gehalten wird, so dass der Dämpferstab genügend stark an den Saiten anliegt bzw. wieder in seine Dämpferstellung zurückgeführt wird.
AT163998D 1948-06-23 1948-06-23 Saitenanschlaginstrument AT163998B (de)

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