DE512486C - Reibungsantrieb fuer Druck- und Praegepressen - Google Patents
Reibungsantrieb fuer Druck- und PraegepressenInfo
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- DE512486C DE512486C DER77834D DER0077834D DE512486C DE 512486 C DE512486 C DE 512486C DE R77834 D DER77834 D DE R77834D DE R0077834 D DER0077834 D DE R0077834D DE 512486 C DE512486 C DE 512486C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
- B41F—PRINTING MACHINES OR PRESSES
- B41F1/00—Platen presses, i.e. presses in which printing is effected by at least one essentially-flat pressure-applying member co-operating with a flat type-bed
- B41F1/26—Details
- B41F1/60—Safety devices
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Hydraulic Clutches, Magnetic Clutches, Fluid Clutches, And Fluid Joints (AREA)
Description
An Reibungsantriebe und Bremsen für Druckpressen, insbesondere für Tiegeldruck-
und Prägepressen, werden deshalb hohe Ansprüche gestellt, weil bei ihnen keine gleich-.
mäßige Kraftübertragung in Frage kommt, sondern im Augenblicke der Druckausübung
— besonders bei schweren Prägepressen — eine außerordentlich hohe Kraftleistung, während
der übrigen Zeit aber nur eine kleine
ίο Kraftleistung und weil zweitens eine große
Bremswirkung verlangt wird, damit die Maschine plötzlich zum Stillstand kommt, wenn
die Gefahr der Fingerquetschung z. B. bei Tiegeldruckpressen droht. Bei Schnellpressen
ist die sofortige Bremsung ebenfalls von großer Bedeutung, wenn der Händeschutz vor
den Walzen in Tätigkeit tritt oder wenn an Maschinen mit selbsttätigen Bogenanlegern
bei Anlage von Fehlbogen die selbsttätige Ausrückung in Tätigkeit tritt, die die Maschine
plötzlich bremst. Die vorhandenen Reibungsantriebe und Bremsen erfüllen die an sie gestellten Anforderungen nicht vollkommen,
zum Teil haben sie eine außerordentliche Größe, um die gewünschte Reibungswirkung zu erzielen, zum anderen Teil liegt
auf den reibenden Ringen oder Backen ein unverhältnismäßig großer Druck, so daß die
bewegenden Gestänge und Hebel übermäßig stark sein müssen und hoch beansprucht werden,
was namentlich beim Händ'eschutz der Fall ist, wenn dieser die Maschine plötzlich
stillsetzt.
Der Reibungsantrieb und die Bremse nach der Erfindung erfüllen alle an sie zu stellenden
Anforderungen, weil beide den an einem Ende aufgehängten Reibungsring benutzen, dadurch
wird eine wirksame Kupplung beim Lauf der Maschine und eine energische Bremsung
beim Stillstand erreicht. Die Spreizkraft des Reibungsringes, der die Maschine beim Laufen kuppelt, ist in einfacher und bequemer
Weise einstellbar. Die Spreizkraft des bremsenden Reibungsringes wird selbsttätig
eingestellt. Die Bremskraft ist dabei um so größer, je größer der Druck auf den Einrückhebel ist. Der Reibungsantrieb ist in
den Abb. 1 und 2 dargestellt, in ihnen bedeutet α die Schwungradwelle, b einen Lagerbock
für dieselbe. Der auf der Welle cn aufgekeilte Ring e besitzt Arme /, die als Träger
für den Ring g dienen. Ein weiterer Arm h dient als Aufhängepunkt und Widerlager
für den Mitnehmerring i. In der am Arm h angebrachten Führung k bewegt sich
radial der Bolzen /, der mit seinem Fuß m auf dem Keil» gleitet und an seinem Ende
das Keilstück 0 trägt, das den Mitnehmerring i spreizt. Der Keil η ist mit der Muffe p
verbunden, die von dem Winkelhebel r unter 6a Anwendung bekannter Mittel axial hin und
her bewegt wird. Im Ring g ist der Bremsring s angeordnet, der mit einem Ende auf
dem im Lagerbock b befestigten Bolzen q aufgehängt ist. Die Spreizung des Bremsringes s
erfolgt unmittelbar vom Ausrückhebel t, an
dem bei u die Druckstange ν angreift, die an
dem Hebel w aufgehängt ist und die gegen das freie Ende des Bremsringes drückt.
Die Wirkung ist folgende: Wird die Maschine eingerückt, so wird mittels der
Stange ν und des Winkelhebels r die Muffe p
in die Stellung nach Abb. ι bewegt, dadurch gleitet der Keil η unter den Bolzen I und
drückt ihn radial nach außen, so daß das Keilstück ο den Mitnehmerring i spreizt. Die
Drehungsrichtung des Schwungrades ist so, daß die zwischen dem Schwungring und dem
Mitnehmerring entstehende Reibung sich automatisch vergrößert, d. h. der Ring spannt
sich selbsttätig durch die auf ihn wirkende Reibung. Wird die Maschine ausgerückt, so
gelangt die Muffel in ihre rechte Endstellung,
dadurch löst sich der Mitnehmerring i, und die Druckstange ν stößt gegen das freie
Ende des Bremsringes s und spannt diesen. In gleicher Weise wie beim Mitnehmerring
wirkt die Reibung des Bremsringes vergrößernd auf die von der Stange ν ausgeübte
Spannung, wodurch die Reibung bzw. die Bremswirkung sich selbst verstärkt, so daß
eine plötzliche Bremswirkung erreicht wird. Der Vorteil der erhöhten Bremswirkung
macht sich besonders bemerkbar, wenn an einer schneilauf enden Presse, wie es bekannt
geworden ist, auch der Druckzylinder gleichzeitig1 mit dem Schwungrad gebremst wird.
Durch die neue Bremse ist im Falle drohender Gefahr, um Fingerquetschungen zu verhüten,
die Bremswirkung so verstärkt, daß die Händeschutzvorrichtungen an Schnellpressen,
die bisher noch nicht zur Zufriedenheit arbeiteten, allgemein eingeführt werden können.
Claims (2)
1. Reibungsantrieb für Drude- und
Prägepressen, dadurch gekennzeichnet, daß der Mitnehmerring und der Bremsring
je an einem Ende aufgehängt sind. wobei der Mitnehmerring (i) in an sich
bekannter Weise von einem radial bewegten Keil (0) und der Bremsring (s) von
einer tangential bewegten Druckstange (v) gespreizt werden.
2. Antrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spreizung des
Bremsringes (j) vom Austückhebel (f)
aus unmittelbar erfolgt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER77834D DE512486C (de) | 1929-04-18 | 1929-04-18 | Reibungsantrieb fuer Druck- und Praegepressen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER77834D DE512486C (de) | 1929-04-18 | 1929-04-18 | Reibungsantrieb fuer Druck- und Praegepressen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE512486C true DE512486C (de) | 1930-11-12 |
Family
ID=7415645
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DER77834D Expired DE512486C (de) | 1929-04-18 | 1929-04-18 | Reibungsantrieb fuer Druck- und Praegepressen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE512486C (de) |
-
1929
- 1929-04-18 DE DER77834D patent/DE512486C/de not_active Expired
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