DE50878C - Vorrichtung zum selbstthätigen Ausschalten der Erde nach erfolgter Rückmeldung an Apparaten zum telegraphischen Feuermelden - Google Patents
Vorrichtung zum selbstthätigen Ausschalten der Erde nach erfolgter Rückmeldung an Apparaten zum telegraphischen FeuermeldenInfo
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- G—PHYSICS
- G08—SIGNALLING
- G08B—SIGNALLING SYSTEMS, e.g. PERSONAL CALLING SYSTEMS; ORDER TELEGRAPHS; ALARM SYSTEMS
- G08B25/00—Alarm systems in which the location of the alarm condition is signalled to a central station, e.g. fire or police telegraphic systems
- G08B25/12—Manually actuated calamity alarm transmitting arrangements emergency non-personal manually actuated alarm, activators, e.g. details of alarm push buttons mounted on an infrastructure
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- General Physics & Mathematics (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 74: Signalwesen.
■ C. G. HOFFMANN in LEIPZIG.
zum telegraphischen Feuermelden.
Bei dem durch die Patente No. 40918 und 42786 geschützten Feuermelder erfolgt die Ausschaltung
der Erde nach erhaltener Rückmeldung durch das Zuschliefsen einer Thür. Wird nun nach einer abgegebenen Meldung
das Schliefsen der Thür versäumt, so bleibt die Erde eingeschaltet und die hinter der
meldenden Stelle entfernter von der Centralstation liegenden Melder sind ausgeschaltet;
eine Meldung kann von diesen Meldern also so lange nicht ankommen, bis die betreffende
Thür: geschlossen wird.
Damit nun die Erde nach erhaltener Rückmeldung auch wieder automatisch ausgeschaltet
wird, gleichgültig, ob die Thür des Melders geschlossen wird oder offen bleibt, ist an dem
Feuermelder die in beiliegender Zeichnung dargestellte Anordnung getroffen.
Das Laufwerk hat hierbei eine Zugfeder erhalten und infolge dessen . gegenüber der
früheren Construction einige Abänderungen erfahren.
Die Meldekurbel a, Fig. 12, sitzt fest auf
der Nabe'des Triebes c, Fig. 9, welcher sich auf der Welle b des Laufwerkes drehen kann.
Der Trieb c greift in die Zähne des Segmentes d ein, welches den Aufhängezapfen für die Zugfeder
e und die Anschlagstücke d' und d" trägt. Mit dem Trieb c fest verbunden ist das
Anschlagstück f und die Scheibe g. Letztere trägt einen Sperrkegel g·1, welcher durch eine
Feder auf das mit nur einem Zahn versehene Sperrrad h drückt. Letzteres sitzt fest auf
der Welle b des Laufwerkes. Auf derselben Welle sitzt das Zahnrad i, welches die Bewegung
vermittels der Räder i2 i4 und der Triebe
i1 is i5 auf den Windfang i6 überträgt, Fig. 2,
10 und 12. Ferner sitzt auf der Welle b das Typenrad k, in dessen Umfang vier gleiche
Morsezeichen eingefräst sind. Eine' Contactfeder m schleift über diese Zeichen fort und
unterbricht den Stromkreis bei jeder Vertiefung, indem sich die Anschlagschraube m1 der Feder
auf den Hartgummistift m2 auflegt. Das Laufwerksrad i4 trägt einen Stift i7, gegen den sich
in der Ruhestellung der Stift 1 des Winkelhebels 2 legt, so dafs das Laufwerk in dieser
Stellung eine Bewegung nicht mehr machen kann. Auf der Achse des Zahnsegmentes d
befindet sich eine Scheibe η .mit einem Einschnitt, in den sich der eine Arm des Winkelhebels
0 in der Ruhestellung einlegt.
Die Scheibe η trägt ein schräges Stück 3, welches durch eine etwas drehbare, mit Ausschnitt
versehene Scheibe 4, die lose auf derselben Welle wie η sitzt, überdeckt ist. Diese
Scheibe 4 wird durch eine Feder veranlafst, das schräge Stück 3 gewöhnlich bis zur Hälfte
zu überdecken. Bei der Drehung der Scheibe η bezw. Aufziehen des Apparates gleitet die Nase
des Winkelhebels 2 auf der schrägen Fläche des Stückes 3 hoch, indem die Scheibe 4 dabei
so weit zurückgeschoben wird, dafs die ganze Fläche dabei zur Wirkung kommt. Bei der
weiteren Bewegung gleitet dann die Nase des Winkelhebels 2 auf den Umfang der Scheibe 4,
nachdem diese durch ihre Feder wieder vorgeschoben wurde und also das Stück 3 bis
zur Hälfte wieder verdeckt ist. Gleichzeitig ist aber auch der Winkelhebel 0 auf den Umfang
der Scheibe η gehoben worden. Der Winkelhebel ο trägt eine gespaltene Contactfeder o1,
welche hierbei von der Klemme ρ nach Klemme ρΛ geht, während der andere Theil
der Feder ol die Klemme j>2 verläfst und in
dieser Stellung keinen Contact herstellt. Hierdurch wird der Melder an die Erde angeschlossen.
An dem einen Arm des Winkelhebels 2 befindet sich (fest angebracht) der Hebel 5. In der Ruhestellung des Werkes
ruht der Stift 6 des Hebels 5 auf dem oberen Theil des Zahnsegme'ntes 7. In dieses greifen
die beiden Sperrhebel 8 und 9. Der Sperrhebel 9 ist mit einem Ende des Relaisankers
drehbar verbunden. Wird das Laufwerk^ durch
Umdrehung der Kurbel α aufgezogen, so geht, wie oben beschrieben, der Winkelnebel 2 hoch
und dieser nimmt den Hebel 5 mit. Der Stift ι des Hebels 2 giebt den Stift P des
Rades i4 frei und das Ablaufen des Werkes wird nicht verhindert. Der Hebel 5 nimmt
den Sperrhebel 8 und dieser den Sperrhebel 9 mit aus den Zähnen des Segmentes 7, so dafs
sich der Anker des Relais bei den nun folgenden, durch das Typenrad hervorgebrachten
Stromunterbrechungen frei bewegen kann, ohne dafs der Sperrhebel 9 das Zahnsegment 7 berührt.
Ist nun beim Ablaufen des Werkes die Scheibe 4 so weit zurückgegangen, dafs die Nase des Winkelhebels 2 in den Ausschnitt
von 4 einfällt, so wird der Stift 1 des Hebels 2 das Rad z'4 wieder arretiren und das ganze
Werk zum Stillstand bringen, ohne dafs das volle Ablaufen beendet ist; die Kurbel und
das Typenrad würden noch eine halbe Um-" drehung zu machen haben. Der Hebel 5 legt
sich mit seinem Stift 6 wieder auf das Zahnsegment 7 auf und die Sperrhebel 8 und 9
greifen in die Zähne desselben ein. Da das Typenrad 4 Morsezeichen trägt, so werden in
der Centralstation bei einer Kurbelumdrehung vier Zeichen, bei zwei Kurbelumdrehungen acht
und bei drei zwölf Zeichen einlaufen. . Sind nun diese Zeichen bis auf die letzten beiden
in der Centralstation eingelaufen, so hat der die Meldung am Morseapparat ablesende Beamte
dreimal mittelst des Tasters die Leitung zu unterbrechen. Der Relaisanker des im Betrieb
befindlichen Melders macht drei Auf- und Abbewegungen und der Sperrhebel 9 nimmt das Segment 7 so weit mit (wobei
Hebel 8 ein Zurückgehen desselben verhindert), dafs der Stift 6 des Hebels 5 seine Unterlage
auf dem Segment verliert und herabfällt. An dieser Bewegung nimmt der Winkelhebel 2
Theil und der Stift 1 desselben verläfst abermals den Stift t1 des Rades i4, indem er unter
denselben gleitet. Das Laufwerk kann sich nun weiter bewegen, und auf der Centralstation
erscheinen die beiden letzten Zeichen. Zum. Schlufs der Bewegung drückt ein Stift 10 des
Typenrades k gegen die Nase eines um Punkt 1 1
drehbaren Hebels 1 2, welcher mit seinem Arm 12a
den Winkelhebel 2 mit dem Hebel 5 wieder hochhebt, so dafs Stift 1 das Rad i4 und das
Laufwerk arretirt. Der Arm 12b des Hebels 12
hatte sich während der Bewegung mit einer Nase unter einen Stift des Winkelhebels ο gelegt,
diesen in der ^gehobenen Stellung (bei Erdschaltung) festlegend. Durch die Bewegung
"des Hebels 12 zum Schlufs verliert der Hebel 0
diese Unterstützung, und da auch gerade der Einschnitt der Scheibe η unter der Nase des
Winkelhebels ο steht, fällt derselbe mit seiner Contactfeder o1 herab, so die Erde ausschaltend
und die fortgehende Linie wieder einschaltend.
Das Zahnsegment d drückt, kurz bevor es in die Endstellung kommt, auf eine Hebelvorrichtung
13, 14, welches hierdurch einen Schlag
auf die Glocke 1 5 verursacht. Dieser Glockenschlag bedeutet das Verstandenzeichen. Es kann
nur erfolgen, wenn die Meldung in der Centralstation richtig verstanden wurde und als Rückmeldung
der Beamte dreimal den Taster gedrückt hat, das Werk also vollständig abgelaufen
ist.
Ein Stift 16, welcher mit seinem Konus 17
den Arm i2c des Hebels 12 zurückgedrückt,
bewirkt ebenfalls das vollständige Ablaufen des Werkes beim Zuschliefsen der Thür, da er
durch einen Stempel der Thür beim Zumachen zurückgedrückt wird. Es ist dies für den Fall
vorgesehen, dafs durch irgend welche Umstände das Verstandenzeichen von der Centrale
aus nicht erfolat und hierdurch die Erde eingeschaltet, die übrigen hinter der betreffenden
Meldestelle befindlichen Apparate aber ausgeschaltet bleiben würden. Der Stift 16 drückt
den zweiarmigen Hebel 13 hierbei gegen Hebel 14, Fig. 2, und letzterer wird vom Segment
d beim Zurückgehen desselben nicht, erfafst; es erfolgt also hierbei auch kein Verstandenzeichen.
Damit auch beim Telegraphiren die Erde eingeschaltet wird, befindet sich an der Drehachse des Tasterverschlusses
ein Zahnrad 17, welches beim Freilegen des Tasters ein Zahnsegment 18 bewegt. ' Dieses
greift mit einem Stift in den Hebel 19, welcher wiederum an das Zahnsegment d angreift, dieses
mitnehmend. Das Werk wird also durch das Freilegen des Tasters aufgezogen, und zwar so
weit, dafs sich das Typenrad und Kurbel einmal herumbewegen. Eine Unterbrechung des
Stromes durch das Typenrad beim Ablaufen des1 Werkes erfolgt nicht, da durch die
Scheibe 20, Welche an der Drehachse des Tasterverschlusses sitzt, der Strom mittelst einer
Feder 21 von der Contactfeder m direct auf das Werk übertragen wird, während in der
Normalstellung die Feder 21 auf einer Hartgummiplatte der Scheibe 20 aufruht. Das
Werk läuft erst einen halben Umgang zurück und wird dann, wie oben beschrieben, arretirt.
Während dieser Zeit wird nun die Depesche abgegeben. Hierauf giebt der Beamte in der
Centralstation das Verstandenzeichen (dreimaliger Tasterdruck) und das Werk kommt wieder in
Bewegung, macht die letzte halbe Umdrehung, den Tasterverschlufs mitnehmend, schaltet die
Erde aus und giebt das Glockensignal (Rückmeldung). Beim Umlegen des Tasterverschlusses
wird durch Feder 22 der Hebel 23 vor das Schaufenster bewegt und zeigt T oder »Taster«,
bis zum Schlufs der Daumen 24 den Hebel 23 zurücklegt.
Dieser Apparat erhält aufser dem Taster noch den Blitzableiter, welcher mit Kurzschlufsfedern
versehen ist, die beim Herausnehmen des Apparates behufs Reinigens etc. die Linie sofort
automatisch wieder schliefsen.
Die Schaltung des Apparates ist folgende: Von der Batterie der Centralstation geht der
Strom durch die Spule des Morseapparates nach dem Blitzableiter, freie Leitung, Melder,
Blitzableiter G, Fig. 8, Lamelle w, Contactfeder
m, die erhöhte Klemme j?2, Contactfeder
o1 des Winkelhebels o, Klemme p, Lamelle
w1, Blitzableiter G, freie Leitung, zum
nächsten Melder und sofort bis zum letzten Melder und von da durch die Erde zurück zur
Centralstation und zur Batterie. Sobald ein Melder in Thätigkeit gesetzt wird, geht Contactfeder
o1 von Klemme ρ zu ρ' und verläfst
auch Klemme p2. Der Stromlauf ist nun folgender: Freie Leitung, Blitzableiter G, Lamelle
jp, Contactfeder m, Typenrad k, Werk,
Umschalter o, Contactfeder o1, Klemme p1,
Relais E, Taster T, Lamelle #>2, Blitzableiter G,
durch die Erde zurück zur Centralstation. Die Verbindung nach Lamelle wl ist bei Klemme ρ
unterbrochen, bis nach Tasterdruck von der Centralstation aus der Hebel ο zurückgeht.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:An der durch die Patente No. 40918 und 42786 geschützten Einrichtung bei Feuermeldern zum selbstthätigen Einschalten der Erde beim Melden die Vorrichtung auch des selbstthätigen Ausschaltens nach erfolgter Rückmeldung von der Centrale aus durch Tasterdruck , bestehend in der Anwendung eines Winkelhebels 2 mit Arretirstift 1, welcher das Laufwerk vor dem vollständigen Ablaufen arretirt, bei welcher Einrichtung die Wiederauslösung des Weckers von der Centralstation aus durch Stromunterbrechung bewirkt wird, wobei die Ankerbewegungen eines Relais unter . Vermittelung des Zahnsegmentes 7, der Sperrhebel 8 und g, des Hebels 5 den Hebel 2 in eine solche Lage bringen, dafs dessen Stift 1 die Bewegung des Laufwerkes nicht mehr verhindern kann und der Umschaltehebel 0 hier-i durch die Erdklemmen verläfst.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE50878C true DE50878C (de) |
Family
ID=325690
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT50878D Expired - Lifetime DE50878C (de) | Vorrichtung zum selbstthätigen Ausschalten der Erde nach erfolgter Rückmeldung an Apparaten zum telegraphischen Feuermelden |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE50878C (de) |
-
0
- DE DENDAT50878D patent/DE50878C/de not_active Expired - Lifetime
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