DE42786C - Neuerungen an Apparaten zum telegraphischen Feuermelden - Google Patents

Neuerungen an Apparaten zum telegraphischen Feuermelden

Info

Publication number
DE42786C
DE42786C DENDAT42786D DE42786DA DE42786C DE 42786 C DE42786 C DE 42786C DE NDAT42786 D DENDAT42786 D DE NDAT42786D DE 42786D A DE42786D A DE 42786DA DE 42786 C DE42786 C DE 42786C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
lever
wheel
drive
characters
arrangement
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT42786D
Other languages
English (en)
Original Assignee
W. DOEHRING, Königl. preufs. Regierungs-Baumeister und Brand-Direktor der Stadt Leipzig in Leipzig
Publication of DE42786C publication Critical patent/DE42786C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G08SIGNALLING
    • G08BSIGNALLING SYSTEMS, e.g. PERSONAL CALLING SYSTEMS; ORDER TELEGRAPHS; ALARM SYSTEMS
    • G08B25/00Alarm systems in which the location of the alarm condition is signalled to a central station, e.g. fire or police telegraphic systems
    • G08B25/12Manually actuated calamity alarm transmitting arrangements emergency non-personal manually actuated alarm, activators, e.g. details of alarm push buttons mounted on an infrastructure

Landscapes

  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Emergency Management (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Fire Alarms (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 74: Signalwesen.
Zusatz zum Patent No. 40918 vom 19. August 1886.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 28. Juni 1887 ab. Längste Dauer: 18. August 1901.
Bei dem unter No. 40918 geschützten Feuermelder hat sich herausgestellt, dafs die ersten und letzten Morsezeichen beim Melden auf den Streifen undeutlich wurden, da der Morseapparat beim Auslösen nicht gleich mit der erforderlichen Geschwindigkeit läuft, und dafs beim Zählen der auf den Morseapparat einlaufenden Meldezeichen behufs Unterscheidung der Art der Meldung, ob Klein-, Mittel- oder Grofsfeuer gemeldet wurde, diese Zeichen nicht übersichtlich genug stehen, um durch einen Blick die Art der Meldung erkennen zu können. Es ist deshalb bei dem auf beiliegender Zeichnung in Fig. 1 bis 6 dargestellten Melder das Laufwerk einer Aenderung unterworfen worden.
Die Aufziehachse α des Laufwerkes trägt den fest auf ihr sitzenden Zahntrieb b, welcher in das Zahnrad c des Federhauses cl eingreift. Dieses überträgt die Bewegung auf den lose auf der Achse r sitzenden Trieb d. Fest auf dieser Achse r befindet sich Zahnrad e, welches die Bewegung durch Räder f, g, h, i, k weiter auf den Windfang / überträgt.
Mit dem Trieb b ist eine Scheibe verbunden, welche einen Sperrkegel m trägt; dieser greift in das lose auf α sitzende Sperrrad η und nimmt dieses in der Aufziehrichtung mit. Der Trieb d ist mit einem Sperrrad 0 verbunden, in welches die am Zahnrad e befestigte Sperr- · klinke ρ eingreift. In der Aufziehrichtung schleift das Sperrrad 0 unter dem Sperrkegel ρ weg, ohne denselben und das. Rad e bei der Drehung mitzunehmen.
Auf der Achse r befindet sich das Typenrad q, Fig. 4, und der Hebel s, Fig. 1, welche Theile an der Drehung der Achse r theilnehmen. Auf der Achse α befindet sich noch die mit einem Zahn versehene Scheibe t, welche bei jedesmaliger Umdrehung den Stern u um eine Theilung verdreht. Der Stern u trägt die Anzeigescheibe r, welche die Worte Controle, Klein-, Mittel-, Grofsfeuer trägt. Der Stern u besitzt einen Stift n>, welcher den Hebel s in seiner Stellung festhält und so das Werk arretirt. Das Sperrrad η trägt noch ein Excenter x, welches den Hebely bei seiner Umdrehung in die punktirte Lage Fig. 4 schiebt,· wo er durch eine Nase der Feder \ festgehalten wird und wie im Patent No. 40918 den Melder direct an die Erde legt, indem er den Contact mit der fortgehenden Linie bei 1 aufhebt und bei 2 schliefst.
. Das Typenrad q trägt die Morsezeichen auf den Umfang aufgefräst, und zwar derart, dafs sich dieselben auf ca. 2/3 des Umfanges vertheilen; in dem letzten Drittel befindet sich nur ein schmaler Einschnitt. Hierdurch wird bewirkt, dafs beim Melden auf den Morsestreifen die Zeichen in Gruppen kommen und die ersten und letzten Zeichen ebenso wie die anderen deutlich zu lesen sind.
Bei jeder Umdrehung des Typenrades entstehen drei Zeichen, und zwar kommt der
schmale Einschnitt unter die Contactfeder 3, der Strom wird unterbrochen (bei Ruhestrombetrieb) und der Morseapparat ausgelöst; die nun folgenden Zeichen kommen dicht hinter einander, hierauf bleibt ein Stückchen des Morsestreifens weifs, durch den schmalen Einschnitt entsteht ein Punkt bei der nächsten Umdrehung von q und die drei Zeichen kommen abermals hinter einander etc. Bei mehrmaliger Umdrehung des Typenrades entstehen also in verschiedenen getrennten Gruppen je drei Zeichen. Jede Gruppe bedeutet eine Art der Meldung. Jedes Zeichen wird deutlich, da der Morseapparat ausgelöst wird, bevor die Morsezeichen von q unter Feder 3 kommen, und da das Typenrad stets auf ein und derselben Stelle unter Feder 3 nach dem Ablaufen stehen bleibt. Die auf der Achse α befindliche Kurbel 4 wird bei Ausübung der gewöhnlichen Leitungscontrole einmal, bei Kleinfeuer zweimal, bei Mittelfeuer dreimal und bei Grofsfeuer viermal nach rechts herumgedreht. Der Trieb b und Klinke m nimmt das Sperrrad η mit. ,An diesem befindet sich die Scheibe 5, welche eine Oeffnung hat. Eine Feder 6 greift mit ihrem Zapfen in die Oeffnung und hält das Sperrrad η nach dem Aufziehen fest, zugleich bei der ,Kurbelumdrehung ein hör- und fühlbares Zeichen durch Einschnappen des Federzapfens in die Oeffnung der Scheibe 5 gebend. Während des Aufziehens wird der Trieb d durch Rad c mitgenommen und Sperrrad ο schleift unter Klinke ρ weg.
Wird jetzt nach der entsprechenden Anzahl Umdrehungen die Kurbel 4 freigegeben, so geht dieselbe mit Achse α und Trieb b, getrieben durch die aufgezogene Feder, zurück. Das Sperrrad η bleibt stehen, da die Klinke m über dasselbe hinwegschleift. Durch das Aufziehen hat sich auch Stern u mit Stift w gedreht (Fig. 1), der Stift w hat den Hebel s freigemacht. Beim Abspannen der Feder dreht sich Trieb d mit Sperrrad ό in einer Richtung, welche den Sperrkegel ρ und mit ihm Rad e und Achse r mitnimmt. Die Bewegung wird auf den Windfang b übertragen. Auf der Achse r sitzt fest das Typenrad q, es dreht sich also mit und vermittelt die entsprechenden Stromunterbrechungen. Ebenso dreht sich der Hebel s, die Scheibe t (mit der Kurbel) und hierdurch der Stern u. Hat letzterer seine normale Stellung wieder erreicht, so steht Stift w wieder in der Lage, wo er den Hebel s, wenn dieser in seine Ruhelage kommt, arretirt und somit kommt das Laufwerk bis zum nächsten Melden bezw. Aufziehen zum Stillstand.
Damit auch beim Telegraphiren der betreffende Apparat an die Erde gelegt wird, ist der Telegraphirtaster gewöhnlich durch die um b drehbare Klappe α1 arretirt. Beim Telegraphiren mufs diese umgelegt werden, damit der Taster e1 den nöthigen Spielraum zur Bewegung hat. Durch Umlegen der Platte al wird die Welle bl mit dem Stück dl gedreht; letzteres hat die durch eine Feder/2 in seiner Lage gehaltene bewegliche Nase f\ welche den Hebel y erfafst und in die punktirte Lage (Fig. 4) bringt, wodurch die Erde eingeschaltet wird. Das Ausschalten der Erde erfolgt wie früher durch Zuklappen der Feuermeldethür vermittelst des Stempels g, welcher die Feder ^ zurückdrückt, wodurch Hebel y durch seine Feder an den Contact zurückgeführt werden kann. ;
Der Apparat zeigt weitere Verbesserungen, die namentlich in der Anordnung des Blitzableiters und Kurzschaltung der Linie selbstthätig beim Herausnehmen des Werkes aus dem Gehäuse bestehen (s. Fig. 2a).
Die Rückmeldeglocke ist gröfser gebaut und die Kurbel fest am Apparat angebracht, wodurch der Melder zum Oeffnen einen gewöhnlichen Schlüssel erhält.

Claims (2)

Patent-AnSprüche:
1. An der im Haupt-Patent No. 40918, Anspruch 1., geschützten Einrichtung, zum Zweck, die Zeichen in Gruppen zu erhalten, die Anordnung derartig, dafs das Laufwerk C gebildet wird aus dem Federhaus c1 mit Rad c, den Wellen α und r, den Zahnrädern b d ef g hi k, den Sperrrädern η und 0, den Sperrklinken ρ und m, dem Hebel s und dem mit auf den Umfang ungleichmäfsig vertheilten Morsebuchstaben versehenen Typenrad g in Verbindung mit dem einzahnigen Rad t, Stern u mit Stift w, welcher durch Anlegen des Hebels s das Laufwerk arretirt und bewirkt, dafs das Typenrad q stets mit ein und derselben Stelle die Contactfeder 3 in der Ruhelage berührt.
2. An der in 1. bezeichneten Einrichtung (lie Anordnung der Tasterarretirung derart, dafs auch beim Telegraphiren' der Apparat direct mit der Erde verbunden ist, bestehend aus der um bl drehbaren Arretirklappe α1 in Verbindung mit dem Stück d1 und der Nase f\ welche beim Umlegen der Arretirklappe al den Hebelj^ an den Erdcontact 2 legt.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT42786D Neuerungen an Apparaten zum telegraphischen Feuermelden Expired - Lifetime DE42786C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE42786C true DE42786C (de)

Family

ID=318158

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT42786D Expired - Lifetime DE42786C (de) Neuerungen an Apparaten zum telegraphischen Feuermelden

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE42786C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE704242C (de) Drucktelegrafensystem
DE42786C (de) Neuerungen an Apparaten zum telegraphischen Feuermelden
DE1135950B (de) Druckeinrichtung fuer einen Fernschreiber mit sich dauernd drehender Typeneinstellwelle
DE467278C (de) Drucktelegraphenanlage, bei der Sendeapparat automatisch durch ein gelochtes Band gesteuert wird
DE958111C (de) Verschlüsselungseinrichtung fur Chiffrier-Schreibmaschinen
DE267084C (de)
AT149815B (de) Drucktelegraphenempfänger.
DE67901C (de) Elektrische Schutz- und Signalvorrichtung
DE395362C (de) Sender fuer Ferndruckeranlagen nach System Baudot
DE603862C (de) Telegraphenapparat, bei dem die auszusendenden Signale durch Steuereinrichtungen in der zu uebertragenden Reihenfolge eingestellt oder gespeichert werden
DE50878C (de) Vorrichtung zum selbstthätigen Ausschalten der Erde nach erfolgter Rückmeldung an Apparaten zum telegraphischen Feuermelden
DE901547C (de) Zeichenzaehlvorrichtung fuer Fernschreibmaschinen, Handlocher od. dgl.
DE977934C (de) Permutationsanordnung fuer eine Chiffriermaschine
DE155351C (de)
DE627471C (de) Selbsttaetige, vom Stationsmotor mechanisch angetriebene Rueckmeldeeinrichtung fuer Telegraphenapparate
DE144246C (de)
DE556330C (de) Empfaenger fuer Typendrucktelegraphie
DE482021C (de) Vorrichtung zur Aufnahme und Wiederabgabe von elektrischen Stromstoessen, besonders fuer selbsttaetige Buchfuehrungseinrichtungen
DE59093C (de) Telegraphischer Typendrucker
AT129483B (de) Telegraphenapparat mit Aufspeicherung der zu sendenden Signale.
DE711590C (de) Telegrafensender, bei dem die gleichen Sendekontakte von einem Tastenwerk aus und von einer Speichervorrichtung aus gesteuert werden koennen
DE29106C (de) Typendruck-Telegraphen-Apparat
DE606238C (de) Vorrichtung zur graphischen Registrierung waehrend der elektrischen Stromstossgabe
AT58043B (de) Vorrichtung zur Ausschaltung der Zuschlagsbetätigung an Fahrpreisanzeigern.
DE53550C (de) Bestelltelegraph mit Sendestations-Anzeige- und Druckvorrichtung