DE5051C - Selbsttätige Facetten - Schleifmaschine für Hohlgläser - Google Patents
Selbsttätige Facetten - Schleifmaschine für HohlgläserInfo
- Publication number
- DE5051C DE5051C DENDAT5051D DE5051DA DE5051C DE 5051 C DE5051 C DE 5051C DE NDAT5051 D DENDAT5051 D DE NDAT5051D DE 5051D A DE5051D A DE 5051DA DE 5051 C DE5051 C DE 5051C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- glass
- stone
- grinding machine
- lever
- facet
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 239000011521 glass Substances 0.000 title claims description 40
- 239000004575 stone Substances 0.000 claims description 14
- 210000003813 thumb Anatomy 0.000 description 8
- 230000007246 mechanism Effects 0.000 description 7
- 230000009471 action Effects 0.000 description 2
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 2
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 2
- 238000000034 method Methods 0.000 description 2
- 229910001018 Cast iron Inorganic materials 0.000 description 1
- 240000007182 Ochroma pyramidale Species 0.000 description 1
- 239000000969 carrier Substances 0.000 description 1
- 238000011109 contamination Methods 0.000 description 1
- 230000006378 damage Effects 0.000 description 1
- 230000008030 elimination Effects 0.000 description 1
- 238000003379 elimination reaction Methods 0.000 description 1
- 230000005021 gait Effects 0.000 description 1
- 230000000737 periodic effect Effects 0.000 description 1
- 230000008569 process Effects 0.000 description 1
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B24—GRINDING; POLISHING
- B24B—MACHINES, DEVICES, OR PROCESSES FOR GRINDING OR POLISHING; DRESSING OR CONDITIONING OF ABRADING SURFACES; FEEDING OF GRINDING, POLISHING, OR LAPPING AGENTS
- B24B19/00—Single-purpose machines or devices for particular grinding operations not covered by any other main group
- B24B19/02—Single-purpose machines or devices for particular grinding operations not covered by any other main group for grinding grooves, e.g. on shafts, in casings, in tubes, homokinetic joint elements
- B24B19/03—Single-purpose machines or devices for particular grinding operations not covered by any other main group for grinding grooves, e.g. on shafts, in casings, in tubes, homokinetic joint elements for grinding grooves in glass workpieces, e.g. decorative grooves
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Grinding And Polishing Of Tertiary Curved Surfaces And Surfaces With Complex Shapes (AREA)
Description
1878.
Klasse 67.
VOLPP, SCHWARZ & CO. in FREIBURG i. B. Selbsttätige Facetten-Schleifmaschine für Hohlgläser.
Zusatz-Patent zu No. 3407 vom 29. November 1877.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 28. April 1878 ab.
Längste Dauer: 2. März 1892.
Bei verschiedenen Proben, welche mit der Facetten-Schleifmaschine bisheriger Construction
gemacht worden sind, haben sich einige Vereinfachungen an derselben als zweckmäfsig erwiesen,
die durch Beseitigung complicirter Theile und mehr gegliederte Anordnung dem Arbeiter
eine bequemere Handhabung, gestatten, eine präcisere Arbeit zu liefern im Stande sind und
einen billigeren Preis ermöglichen.
Auf einem hölzernen Gestell, dem sogenannten Schleiftisch, ruht der gufseiserne Rahmen der
Maschine, welcher zunächst die Lagerböcke A A' trägt, die die Welle B mit dem Schleifstein S
und der Riemscheibe R zwischen sich fassen.
An dem vorderen Theil des Rahmens ist die eigentliche Glas-Schleifmaschine montirt, welche
theils über, theils unter dem Tisch befestigt ist.
Dieselbe besteht zunächst aus zwei Haupttheilen:
1. der Spannvorrichtung und
2. dem Schaltmechanismus.
ι. Die Spannvorrichtung hat die Aufgabe, die zu schleifenden Gläser, Flaschen etc.
so zu halten, dafs eine richtige Lage des Glases gegenüber dem Stein erreicht wird und
dasselbe genügend gegen Drehung gesichert ist. Ihre Einrichtung ist folgende:
Auf verschiebbaren Lagern FF' ruht in
Schneiden das Prisma PP', auf dem die beiden Träger T und T' verschiebbar sind, und zwar
T von Hand nach Lösung der Stellschraube und' T' vermittelst einer Spindel und Kurbel K'.
Diese Träger besitzen Zulagen h und ti, die zur Aufnahme des Glases dienen und zweckmäfsig
aus Korkholz angefertigt sind, deren Form sich nach dem Glase richtet und leicht
ausgewechselt werden können. Durch Anwendung des Centrirfutters, das sich an der Fufsseite
des eingespannten Objectes g befindet, können selbst unregelmäfsig geformte Gläser
geschliffen werden. Am Träger T' ist der Riegel O befestigt, welcher in die Zähne des
weiter unten beschriebenen Theilrades Th einschnappt und das Glas während des Anschleifens
einer Facette an der Drehung verhindert.
Damit die Seitenfläche des Glases, je nachdem dasselbe eine cylindrische oder konische
Form hat, immer parallel zur Schleifbahn des Steines gestellt werden kann, ist das Prisma
drehbar auf seinem Unterlager MM' gemacht und kann durch Drehung der Schraube D innerhalb
gewisser Grenzen in jede beliebige Lage gebracht werden.
2. Der Schaltmechanismus hat die Aufgabe:
a) das Glas selbstthätig an den Stein zu ■ legen und nach dem Anschliff der Facette
wieder zurückzubewegen,
b) die selbstthätige periodische Drehung des Glases zu bewirken.
Der Mechanismus zum selbstthätigen Vor- und Zurückbewegen des Glases ist
wie folgt construirt:
Die Unterlage MM' des Prismas läuft unter
dem gufseisernen Rahmen und dem Tisch in ein Scharnier aus. In dasselbe greift die zweitheilige,
durch die Mutter d verbundene Excenterstange, welche andererseits mit dem Excenter i
in Verbindung ist. Dieses Excenter hat so viel Hub, dafs eine Drehung desselben um 60 ° aus
der schräg aufwärts gerichteten Stellung in die Horizontale genügt, um das Glas hinlänglich
gegen den Stein zu bewegen.
Auf der Axe E dieses Excenters sitzt festgekeilt
der Hebel H mit Gewicht. Die Zeichnung zeigt den Hebel in seiner untersten Lage, wobei
damit zusammenhängend das Prisma mit den Trägern TT so gegen den Stein geneigt
ist, dafs eine Facette geschliffen wurde. (Die Zeichnung zeigt das Prisma der besseren Uebersicht
halber in seiner Ruhestellung, wobei das Glas die gröfste Entfernung vom Steine hat
und mufs deshalb die Excenterstange, wie in der Zeichnung angedeutet, gebrochen gedacht
werden.)
Das Anschleifen einer weiteren Facette bedingt nun das Zurückziehen des Glases, oder
was gleichbedeutend ist, das Aufheben des Hebels, sowie das Drehen des Glases um einen
bestimmten Theil seines Umfanges. Wir nehmen
an, wie dies ^tatsächlich der Fall ist, das Drehen des Glases sei während der Zurückbewegung
desselben vor sich gegangen.
Der Hebel H wird nun durch folgenden Mechanismus selbstthätig gehoben:
Mit dem Hebel durch eine Hülse fest verbunden ist der Zahn Z; hinter der Axe E und
parallel mit dieser ist der runde Zapfen L am Lager von is befestigt und trägt die Hülse N.
An dieser Hülse N befindet sich der Bund t, der Daumeny und die Kettenrolle V. Büchse,
Rolle und Daumen haben vermöge der auf L steckenden Spiralfeder das Bestreben, sich stets
nach hinten zu bewegen.
Wird nun die Kettenrolle V durch V stets in rotirender Bewegung erhalten, so wird in
der gezeichneten Stellung der Daumen J den Zahn Z angreifen und damit den Hebel H
heben. Hat der Hebel seinen höchsten Punkt erreicht, so wird er nicht plötzlich losgelassen,
sondern gleitet durch Vermittelung von Z langsam auf der Rückseite des Daumens J abwärts,
bis sich das inzwischen gedrehte Glas mit einer ungeschliffenen Stelle sanft an den Stein anlegt.
Bei fortdauernder Drehung von V müfste nun jede Umdrehung derselben den Hebel, der
durch sein Niedersinken das Andrücken des Glases an den Stein und somit das Schleifen
einer Facette bewirkt, wieder in seine höchste Stellung bringen.
Da nun aber das Schleifen einer Facette nicht von der Umlaufszeit der Kettenrolle V,
sondern nur von der schleifenden Thätigkeit des Steines abhängig sein darf, so soll auch
der Hebel H erst dann wieder gehoben werden, wenn er seine tiefste, also die horizontale,
Stellung erreicht hat.
Zu dem Ende trägt die Rückseite des Daumens y einen Ring, dessen nach innen gekehrte
Seitenfläche nach der Form einer Spirale gekrümmt ist, gegen welche der Stift η anläuft,
so dafs, wenn der Daumen J seine Functionen verrichtet hat, Rolle und Daumen nach aufsen
geschoben werden, damit J und Z aufser Eingriff kommen.
In dieser Lage verharrt N mit J und V,
weil die kleine Falle ν hinter den Bund t fällt. Dieser Vorgang hat zur Folge, dafs Rolle
und Daumen leer laufen, so lange nicht durch Heben von ν das Wiedereinrücken bewerkstelligt
wird.
Erreicht nun der Hebel H seine tiefste Stellung, so wird dieses Wiedereinrücken erforderlich
und auch erreicht durch die Verlängerung/ des Hebels H nach rückwärts; / hebt nämlich
mittelst eines Stiftes die Falle ν hinter dem Bund t heraus, so dafs durch die Wirkung- der
Spiralfeder auf L das Wiedereinrücken von V mit J erfolgt und damit die beschriebene Aufhebung von H wiederum geschehen kann.
Jedes Niedersinken des Hebels H dreht die Zahnscheibe y vermittelst der Sperrklinke w um
einen Zahn; das Anstofsen des Schlufszahnes m an die Axe E erfolgt dann, wenn die vorher
durch Stellung der Zahnscheibe bestimmte Anzahl Flächen an das Glas geschliffen ist; der
Sperrkegel w hält aufserdem sodann den Hebel H in seiner höchsten Stellung festgeklemmt,
wodurch das Wiedereinrücken von V, also die Fortsetzung der automatischen Thätigkeit
der Maschine verhindert wird.
Der Mechanismus zum selbsttätigen Drehen des Glases hat zum Zweck, das Glas
bei jeder Stellung des Hebels H um einen bestimmten Theil seines Umfanges zu drehen,
folgende Einrichtung:
An einem festen Theil der Maschine, in der Zeichnung am Lagerbock A', ist ein
Stift r befestigt, der durch eine Hülse / und die Stange q verbunden ist mit der bei e an
dem Träger T' schwingenden Schleife Q, die oben den Sperrkegel k trägt; derselbe greift in
die mit dem Glas in Verbindung gebrachte Theilscheibe Th ein. Schwingt bei der bezeichneten
Stellung durch Senkung von H das Glas gegen den Stein, so legt k auf Th einen
Weg zurück, etwas gröfser, als die Zahntheilung.
Handelt es sich nun darum, das Glas zu drehen, so geschieht dies, indem dasselbe mit
MM' zurückschwingt und der Sperrkegel k die Scheibe Th im Sinne des Pfeils um einen Zahn
dreht, q ist in der Hülse / verstellbar, damit bei einer Drehung des Prismas durch die
Schraube D oder bei einer Vorwärtsbewegung der Lager T und T' Q und damit k immer
wieder genau eingestellt werden können.
Da, wie schon erwähnt, sich Th mit dem Glas dreht, so hat man nur Theilscheiben mit
verschiedenen Zahnzahlen aber gleichen Durchmessern aufstecken und die Bewegung von Q
bezw. von k durch eine Verschiebung des Punktes b' zu reguliren.
Verfahren beim Gebrauch.
Nachdem die Maschine richtig aufgestellt ist, wird:
Nachdem die Maschine richtig aufgestellt ist, wird:
1. durch Drehung der Kurbel K' das Glas
zwischen h und hl festgespannt; unregelmäfsig
geformte Gläser werden zugleich durch die Schrauben C C etc. des Futters genau eingestellt;
2. die Theilscheibe Th, welche die gewünschte Anzahl der Facetten angiebt, eingeschoben;
3. durch Drehung der Mutter d das Glas mehr oder weniger vom Stein entfernt und so
die Tiefe der Facette, bestimmt;
4. je nach der Konicität der zu schleifenden Hohlglaswaaren durch Drehung der Schraube
DPI" gegenüber MM' verschoben, und endlich
5. der Sperrhaken am Zahnrad^ durch Umdrehung auf die Zahl gestellt, welche mit der
Zahnzahl der Theilscheibe übereinstimmt.
Durch das bei letzterer Manipulation verursachte Loslassen des Hebels, welcher bisher
durch den Sperrhaken und y festgehalten war, beginnt die Maschine ihre Thätigkeit, die erst
dann aufhört, wenn sämmtliche Facetten angeschliffen sind.
Für eine Sorte Gläser gleicher Form wird für jedes zu schleifende Glas nur Manipulation ι
und 5 nöthig, während die einmalige Richtigstellung der Maschine für die ganze Zahl genügt.
Als Verbesserungen sollen besonders hervorgehoben werden:
1. die Zuführung des Glases zum Stein in einem Kreisbogen, wobei die Reibung des
Steines zugleich ein Anpressen des Glases und damit in Verbindung einen erhöhten Effect bewirkt
;
2. die Anwendung eines Excenters zur Vor- und Rückwärtsbewegung des Glases, wodurch
gegenüber der früheren Construction mit viergängiger Schraube und Supportschlitten jeder
todte Gang vermieden und präcisere Arbeit erreicht wird;
3. die Anordnung des einen Schaltmechanismus unter dem Tisch, wodurch die Maschine einfacher,
vor Verunreinigung und Zerstörung geschützt und das Glas dem Arbeiter leichter zugänglich gemacht wird;
4. der einfache und zuverlässige Drehmechanismus für das Glas.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Die dargestellten Verbesserungen an der Facetten - Schleifmaschine für Hohlglaswaaren, bestehend in der pendelartigen Zuführung des Glases an den Stein mit Hülfe eines Excenters.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE5051C true DE5051C (de) |
Family
ID=283637
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT5051D Active DE5051C (de) | Selbsttätige Facetten - Schleifmaschine für Hohlgläser |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE5051C (de) |
-
0
- DE DENDAT5051D patent/DE5051C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE5051C (de) | Selbsttätige Facetten - Schleifmaschine für Hohlgläser | |
| DE13597C (de) | Neuerungen an Holzhobelmaschinen | |
| DE339128C (de) | Vorrichtung zum absatzweisen Vorschub des Werkstuecktisches an Maschinen zur Metallbearbeitung mittels auf- und abgehenden saegeartigen Werkzeuges, wie Saege, Nutmesser o. dgl. | |
| DE147054C (de) | ||
| DE256430C (de) | ||
| DE26347C (de) | Vorrichtungen zum Bewegen des Werkzeuges und des Tisches bei Feilenhaumaschinen | |
| DE504195C (de) | Schaber mit Kraftbetrieb | |
| DE64278C (de) | Maschine zum gleichzeitigen Vielseit - Fräsen mehrerer Arbeitsstücke | |
| DE29403C (de) | Molettirmaschine | |
| DE46345C (de) | Selbsttätiger Sägenschränkapparat | |
| DE230866C (de) | ||
| DE2925401C2 (de) | Stichsäge mit Motorantrieb | |
| DE189134C (de) | ||
| DE234778C (de) | ||
| DE33623C (de) | Schleif- und Polir-Maschine für Blechplatten | |
| DE273698C (de) | ||
| DE10045686A1 (de) | Einrichtung zum Schleifen der Schneiden von Schneidwerkzeugen | |
| DE103932C (de) | ||
| DE850370C (de) | Vorschubeinrichtung fuer Schlitten an Werkzeugmaschinen, insbesondere an Dreh- und Revolverbaenken | |
| DE268638C (de) | ||
| DE40936C (de) | Feilenhaumaschine | |
| DE240217C (de) | ||
| DE169608C (de) | ||
| DE256889C (de) | ||
| DE554378C (de) | Abdrehmaschine fuer Sprechwalzen |