DE50337C - Vorrichtung zum raschen Stillstellen von Dreschmaschinen und deren Betriebs-Locomobilen - Google Patents

Vorrichtung zum raschen Stillstellen von Dreschmaschinen und deren Betriebs-Locomobilen

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Publication number
DE50337C
DE50337C DENDAT50337D DE50337DA DE50337C DE 50337 C DE50337 C DE 50337C DE NDAT50337 D DENDAT50337 D DE NDAT50337D DE 50337D A DE50337D A DE 50337DA DE 50337 C DE50337 C DE 50337C
Authority
DE
Germany
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operating
lever
locomobiles
cylinder
drum
Prior art date
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT50337D
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English (en)
Original Assignee
H. LANZ in Mannheim, Schwetzingerstrafse Nr. 24—28
Publication of DE50337C publication Critical patent/DE50337C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01FPROCESSING OF HARVESTED PRODUCE; HAY OR STRAW PRESSES; DEVICES FOR STORING AGRICULTURAL OR HORTICULTURAL PRODUCE
    • A01F12/00Parts or details of threshing apparatus
    • A01F12/58Control devices; Brakes; Bearings

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Threshing Machine Elements (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 45: Landwirtschaftliche Geräthe.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 16. April 1S89 ab.
Die Vorrichtung besteht im wesentlichen aus der Verbindung eines den Trommelriemen abwerfenden Ausrückers mit einer auf der Dreschtrommelwelle angreifenden Bremse, welche zur Wirkung kommt, nachdem der Riemen von der Scheibe abgeworfen ist, sowie einer Vorrichtung an der Locomobile, mittelst welcher der Dampfzutritt zu derselben gleichzeitig mit dem Abwerfen des Treibriemens abgesperrt wird, wodurch auch die Locomobile zum Stillstand kommt.
Mittelst des Handhebels a, welcher sowohl von unten als auch von der Plattform der Dreschmaschine leicht zu erreichen ist, wird die Flacheisenschiene b in den Führungen c horizontal verschoben.
Diese Verschiebung der Schiene kann von der Rückseite der Maschine mittelst des punktirten Handgriffes d ebenfalls bewerkstelligt werden, welcher durch die Hebel e und f und die Stange g mit der Schiene verbunden ist, so dafs die Ausrückvorrichtung jederzeit von drei verschiedenen Punkten aus bethätigt werden kann.
Bei der Verschiebung nimmt der an der Schiene b befestigte Zapfen h den Winkelhebel i mit, wobei derselbe die in Fig. 2 punktirte Lage einnimmt; in dem Schlitz k des einen Armes des Winkelhebels befindet sich die Verlängerung der Ausrückerstange Z; letztere läfst sich in einer prismatischen Führung m leicht verschieben und wirft den Riemen ab, sobald die Schiene b nach rechts geschoben wird. Durch· diese Verschiebung wird aufserdem der Doppelhebel η umgelegt; dieser steht mit einem dünnen Drahtseil oder Draht D mit dem Griff ο eines Hahnes ρ in Verbindung, welcher geöffnet wird, sobald die Bewegung der Schiene b nach rechts erfolgt. Dieser Hahn ρ ist auf dem Gehäuse des Absperrschiebers q der Locomobile angeordnet und hat den Zweck, dem Dampfe Ausweg zu gestatten, welcher in dem kleinen Cylinder r hinter dem kleinen Kolben s sich befindet; dieser Kolben wird dadurch auf dieser Seite entlastet und durch den auf seine vordere Seite wirkenden Dampfdruck nach links geschoben. Da mit demselben aber der Dampfabsperrschieber q der Locomobile direct verbunden ist, so nimmt auch dieser an der Bewegung Theil und schliefst die Dampfzuströmungsöffnung nach der Maschine; die letztere wird also abgestellt. Mit dem erwähnten Hahn kann eine Alarmpfeife verbunden werden, welche durch den austretenden Dampf zum Ertönen gebracht wird.
Nachdem die Schiene b einen Theil ihres Weges zurückgelegt hat und diese Bewegung zum Abwerfen des Treibriemens und zur Abstellung der Locomobile benutzt worden ist, kommt bei weiterem Verschieben dieser Schiene der Zapfen t mit dem daumenförmigen Schenkel 1 des Winkelhebels u in Berührung und dreht letzteren bei weiter fortgesetzter Bewegung der Schiene b nach rechts um den Bolzen v, auf welchen er geschoben ist. Der Bolzen ν selbst ist vermittels des Böckchens w am Gestell der Dreschmaschine befestigt und dient gleichzeitig als Aufhängepunkt des Stahlbremsbandes x, welches in diesem Falle von rundem Querschnitt gedacht ist. Dieses Brems-
band χ schlingt sich um den als Bremsscheibe ausgebildeten Flantsch A der Antriebsriemscheibe der Trommel, welche erstere zu diesem Zwecke rillenförmig ausgedreht ist, und hängt in einem Zapfen ^, welcher in dem Schenkel 2 des kleinen Winkelhebels u festsitzt. Sobald nun der Schenkel 1 dieses Hebels nach rechts sich bewegt, wird das Bremsband χ angezogen und die Dreschtrommel und mit dieser die ganze Dreschmaschine zur Ruhe gebracht. Der ganze Vorgang, vom Augenblick des Inthätigkeitsetzens der Vorrichtung bis zum völligen Stillstande der Dreschmaschine, soll kaum 2 Secunden Zeit in Anspruch nehmen.
Bevor die Maschinen wieder in Betrieb gesetzt werden, ist das Hebelwerk wieder zurückzulegen, sowie der Hahn ρ auf dem Gehäuse des Absperrschiebers zu schliefsen.
Die an dem Doppelhebel η angebrachte kleine Trommel 3, deren einer Rand mit Sperrzähnen versehen ist, in welche der Sperrhaken 4 eingreift, hat den Zweck, den Verbindungsdraht D nach beendigter Arbeit leicht aufwickeln sowie dessen Länge rasch der jeweiligen Entfernung zwischen Dreschmaschine und Locomobile anpassen zu können.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Vorrichtung zum raschen Stillstellen von Dreschmaschinen und deren Betriebs - Locomobilen, bei welcher eine durch Handhebel a oder Handgriff d in Bewegung zu setzende Ausrückschiene b gleichzeitig nachstehende drei Vorrichtungen ausführt:
    a) der Zapfen h derselben bewegt durch Winkelhebel i die in der Führung m verschiebbare Ausrückstange / und wirft den Betriebsriemen der Trommel ab;
    b) der Anschlag t der Ausrückschiene drückt gegen den Schenkel 1 des Winkelhebels u, dessen anderer Schenkel 2 ein Bremsband χ auf der Bremsscheibe A anzieht;
    c) ein Zapfen h' der Ausrückschiene zieht durch Umlegen des Hebels η einen Draht D, dessen Länge durch Aufwickeln auf eine Trommel 3 mit Sperrhaken 4 einstellbar ist, an und öffnet dadurch den Hahn ρ, welcher den Dampf aus dem mit dem Gehäuse des Abstellschiebers der Locomobile zusammenhängenden Cylinder r entweichen läfst, so dafs der Kolben dieses Cylinders, welcher fest mit dem Abstellschieber verbunden ist, letzteren schliefst.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT50337D Vorrichtung zum raschen Stillstellen von Dreschmaschinen und deren Betriebs-Locomobilen Expired - Lifetime DE50337C (de)

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