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Pneumatische Vorrichtung zum Zuführen der Stoffplättchen bei Knopfmaschinen
zur Herstellung von Wäscheknöpfen Pneumatisch arbeitende Vorrichtungen zum Zuführen
von Blechplättchen bei Knopfmaschinen zur Herstellung von Wäscheknöpfen sind bereits
bekannt. Diese Vorrichtungen sind mit einemhohlen Transportglied versehen, in welchem
während der Entnahme der Plättchen aus einer sich drehenden Trommel und während
des Transportes des Plättchens zu der Buchse der Knopfmaschine, in welcher die Vereinigung
der Knopfteile erfolgt, Unterdruck herrscht. Zum Ablegen wird ein Überdruck angewendet;
zu diesem Zweck ist das hohle Transportglied an das eine Ende eines Zylinders angeschlossen,
in welchem ein hin und her beweglicher Kolben angeordnet ist.
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Die Erfindung betrifft eine nach dem gleichen Prinzip arbeitende Vorrichtung
zum Zuführen der dünnen Stoffplättchen bei Wäscheknopfmaschinen. Die Eigenart des
Baustoffes dieser Plättchen bereitet Schwierigkeiten in bezug auf das einwandfreie
Ablegen der Stoffplättchen.
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Die Erfindung ermöglicht das ordnungsgemäße Ablegen der Stoffplättchen
dadurch, daB getrennte Saug- und Druckluftkammern angeordnet sind, mit welchen das
hohle Transportglied abwechselnd in Verbindung gebracht wird. Dabei erfolgt der
übergang vom Unterdruck zum Überdruck nicht allmählich wie bei der vorbekannten
Einrichtung, sondern plötzlich, was ein einwandfreies Abfallen der Stoffplättchen
vom Transportglied zur Folge hat. Zweckmäßig legt sich das Transportglied auf die
obere Mündung des bekannten Sammelrohres zur Aufnahme der Stoffplättchen auf, in
das von unten her ein beweglicher Stempel hineinragt, welcher durch die Arbeitswelle
über ein V orgelege mit abnehmender Stoffplattensäule aufwärts bewegt wird. An diesem
Stempel kann ein unstarres Zugorgan angreifen, welches mit abnehmender Stoffplattensäule
auf eine Achse aufgewunden wird, die von der Antriebswelle gedreht wird.
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Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel der Erfindung,
und zwar zeigen: Abb. i eine Vorderansicht auf die eine Stoffplattenzuführungseinrichtung
mit den zugehörigen Luftschiebern, wobei diese Schieber um go° aus ihrer wirklichen
Lage geklappt sind, Abb. z eine zugehörige Seitenansicht, Abb. 3 einen zugehörigen
GrundriB.
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6 ist eine drehbare Platte @dex Knopfmaschine mit zwei Reihen von
Buchsen 64 und 65, welche Stempel' enthalten. Diese Buchsen dienen zur Aufnahme
der Einzelteile des mit Wäschestoff überzogenen Metallknopfes, welche in der Knopfmaschine
selbsttätig zusammengesetzt werden. Zur Einlegung der Wäschestofplättchen in die
Buchsen 64 und 65 dient folgende Einrichtung Auf einer Welle g (Abb. i) sind zwei
Steuernocken 168 und 169 befestigt, die auf zwei entgegen der Wirkung je einer Feder
170
und 171 in einem Gehäuse 172 gelagerte Schieber 173 und 174 einwirken. Die Federn
170 und 171 sorgen dafür, daß die Schieber und die Steuernocken dauernd kraftschlüssig
gekuppelt sind. Von unten her münden in das Gulfä use 17? je eine nicht weiter dargestellte
Leitung für Saug- und Druckluft. Der Schieber 173 steuert dabei beispielsweise die
Leitung für die Druckluft, der Schieber 174 diejenige für die Saugluft. Von der
Oberseite des Gehäuses 172 führen entsprechend je eine Leitung 175 und 176 als Druck-
bzw. Saugleitung weiter. Jeder Schieber ist mit je einer Bohrung 177 und 178 versehen.
Diese Bohrung kommt in einer bestimmten Stellung cles Schiebers mit der Zu- und
Ableitung im Gehäuse in Deckung, so daß die Saug- bzw. Druckluft in die Leitungen
175 bzw. 176 eintreten kann. -In Abb. i ist der Zustand dargestellt, bei welchem
der Zutritt der Saugluft in die Leitung 176 freigegeben ist, während der Weg für
die Druckluft abgesperrt ist.
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Die Leitungen 175 und 176 sind zu je einem Strang 179 zusammengeführt.
Dieser Strang endet in ein düsenartiges Mundstück 18o. Die Leitung 179 ist derart
unstarr, daß das Mundstück i8o eine gewisse Beweglichkeit besitzt.
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Entsprechend dem Mundstück 18o ist, wie Abb. 3 zeigt, noch ein zweites
Mundstück 181 angeordnet, das ebenfalls entsprechend dein Leitungstrang 179 mit
einer solchen Zuleitung versehen ist und ebenfalls unter Vermittlung der Schieber
i 7o und 171 abwechselnd eine Druck- bzw. Saugwirkung ausüben kann.
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Die Mundstücke i8o und 181- sind an je einem Winkelstück 182 und 183
befestigt, deren eines in den-Abb. i und 2 näher zur Darstellung gebracht ist. Dieses
Winkelstück setzt sich aus mehreren Einzelarmen zusammen. Der eine Arm i84 trägt
das Mundstück i8o. Ein zweiter Arm 185 reicht abwärts und liegt an einer Nocke 186
an, die auf einem Fortsatz 187 der Welle 9 fest angeordnet ist. Dieser Fortsatz
187 erstreckt sich rechtwinklig zur Welle 9 und liegt waagerecht vor der gesamten
Maschine. Die Bewegungsübertragung von der Welle g auf die Welle 187 erfolgt unter
Vermittlung eines Kammradgetriebes 188.
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Die Anlage zwischen dem Arm 185 und der Nocke 186 erfolgt durch einen
doppelarmigen, bei 189 schwenkbar gelagerten Hebel, dessen unterer Arm igo unter
Einwirkung einer Zugfeder igi steht, während der obere Arm 192 an einer Stange 193
angreift, die einen dritten Arm des Winkelstückes 182 bzw. 183 bildet. Der Teil
193 ist in einem FührungsstÜck 194 gelagert, das somit zur Führung des ganzen Winkelstückes
dient.
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Außer der Steuernocke 186 ist noch eine zweite Nocke 195 vorgesehen,
die gleichzeitig mit der ersten umläuft, die aber in ihrer 'LTmrißlinie von dieser
abweicht. Dies hängt damit zusammen, & ß die beiden Mündungsteile i8o und 181,
wie aus Abb. 3 ersichtlich, verschieden große Wege zu vollführen haben. Die Teile
i8o und 181 dienen dazu, die Ober- bzw. Unterstoffplatten zu den Buchsenreilren
64, 65 zu befördern. Diese Stoffplatten sind zu diesem Zweck in zwei senkrechten
zylindrischen Sammelbehältern 196 und 196' aufeinandergeschiclitet. Diese Sammelbehälter
bilden zylindrische, unten und oben offene Rohre, die mit je einem Schlitz 197 versehen
sind. In dem Rohr ist ein Stempel 198 längsbeweglich, und an ihm greift ein unstarres
Zugglied igg an, das seinerseits dauernd unter einer Zugwirkung steht. Für den Angriff
«des Zuggliedes ist an dem Stempel eine Öse Zoo vorgesehen, welche-den Schlitz 197
durchsetzt.
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Das Zugglied igg ist auf eine Achse toi aufwindbar. Diese Achse trägt
ein gezahntes Rad 2o2, das mit einer Sperrklinke 2o3 zusammenwirkt. Die Klinke ist
an einem Schneckenrad 204 gelagert, das von einer auf der Welle 187 befestigten
Schnecke 2o5 in der Pfeilrichtung (Abb. i) gedreht werden kann. Diese Drehung wird
zufolge der Klinke 203
auf das Rad 202 und somit auf die Achse toi in .dem
Sinne übertragen,- daß das Zugglied igg allmählich aufgewunden wird. Infolgedessen
wird der Stempel 198 allmählich aufwärts bewegt und schiebt die über ihm gelagerte
Säule der Stoffplatten so aufwärts, daß diese stets mit dem oberen Rande der zylindrischen
Vorratsröhren 196 bzw. 196' abschneidet. , Die Mundstücke i8o und 181 finden sonach,
sobald sie unter dem Einfluß der Steuernocken 186 und 195 über die oberen Mündungen
der Vorratsröhren 196 und 196' treten, eine Stoffplatte vor, die sie unter Einwirkung
der Saugluft an sich saugen und transportieren können. Die Transportbewegung wird
dabei ebenfalls durch die Nocken 186 und 195 bewirkt, und die Wege sind so bemessen,
daß das Mundstück 18o die innere Buchsenreihe und das Mundstück 181 die äußere Buchsenreihe
bedient.
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In dem Augenblick, in welchem jedes der Mundstücke über eine Buchse
tritt, wird zufolge der Nocken 168 und 169 eine Umsteuerung-in dem Sinne bewirkt,
daß ein augenblicklicher Druckstoß durch die Leitungen den Mundstücken zugeführt
wird, so daß die betreffende Stoffplatte abfällt.
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Wie beschrieben, ist die Achse 201 mit dem Schneckenrad 2,04 durch
die Klinke 2,03 gekuppelt. Diese Kupplung kann sonach durch Anheben der Klinke
:203 entgegen der Klinkenfeder 2o6 ausgehoben werden. Dies ist
beispielsweise
dann erforderlich, wenn der Vorrat an Stoffplatten erschöpft ist und die Röhren
196 und 196' neu gefüllt werden müssen. Es müssen dann die Stempel in den Röhren
wieder gesenkt werden, und zu dein Zweelc muß das Zugorgan igg von der Achse toi
wieder abgewickelt werden. Zu diesem Zweck ist die Achse toi mit einem besonderen
Stellrad 2o7 ausgerüstet, das von Hand gedreht werden kann und so eine beliebige
Einstellung des zugehörigen Stempels er-1ilö glicht.
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Wie insbesondere aus Abb.3 eisichtlich, ist die Einrichtung der Sammelröhren
mit Zubehör für die beiden Stoffplattenarten gleichartig ausgebildet. Die Wirkung
ist sonach für beide Mechanismen die gleiche.