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Vorrichtung zum selbsttätigen Ablegen der bedruckten Bogen bei Tiegeldruckpressen
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Abnehmen bedruckter Bogen von
Tiegeldruckpressen, bei der eine Greifervorrichtung seitlich auf dem beweglichen
Tiegel mittels eines. Kniehebelmechanismus hin und her bewegt wird, dessen eines
Glied winkelig um eine feste Achse betätigt wird, während das andere Glied drehbar
mit der Greifervorrichtung verbunden und mit einer Verlängerung versehen: ist, die
mit einer festen Führung, welche rechtlvinkelig zur Hinundherbewegung der Greifervorrichtung
und in Flucht mit dieser Mittelachse angeordnet ist, derart zusammenwirkt, daß durch
die winkelige Betätigung des ersten Gliedes der Kniehebelvorrichtung um .die Achse
zwei Glieder sich öffnen oder sich abwechselnd auf jeder Seite der Achse strecken
und entsprechenddieGreifervorrichtung sich von einer äußersten Stellung, in. der
sie auf dem Tiegel zum Erfassen des Bogens vorgerückt wird, zur anderen äußersten
Stellung hin und her bewegen läßt, in der sie vom Tiegel abgezogen wird, das Blatt
abnimmt und dieses abgenommene Blatt ablegt, und umgekehrt.
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Bei der in der britischen Patentschrift 463 617
beschriebenen
Zubringervorrichtung wird das erste
Kniehebelglied um ißoP um die
feste Achse geschwenkt, und es ist eine feste Führung, mit der die Verlängerung
des zweiten Kniehebelgliedes zusammenwirkt, nur auf einer Seite der Hinundherbewegung
,der Greifervorrichtung vorgesehen.
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Hauptziel der Erfindung ist es, in der genannten Zuführungsvorrichtung
verbesserte Mittel zur Betätigung des Kniehebelmechanismus zur Hinundherbewegung
der Greifervorrichtung vorzusehen. Weiter richtet sich die Erfindung auf verbesserte
Mittel zum Versperren .des Kniehebelmechanismus, wenn sich ,die Greifervorrichtung
in ihren äußersten Stellungen befindet.
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Nach der Erfindung führt das erste Kniehebelglied eine in einer Richtung
erfolgende Bewegung oder eine Drehung um die feste Mittelachse aus, und es wird
gegenüber der ersten Führung eine zweite Führung vorgesehen, wobei die Verlängerung
:des anderen Kniehebelggliedes mit der ersten Führung während der Bewegung d :es
Schlittens, der die Greifervorrichtung in einer Richtung trägt, und mit ider anderen
Führung während der Bewegung -des Schlittens in der anderen Richtung zusammenwirkt.
Ferner wird nach der Erfindung die Welle, auf der das sich drehende Kniehebelglied
montiert ist, intermittierend in Stufen von i8o° zur Betätigung der Kniehebelvorrichtung
gedreht, um den Schlitten mit den notwendigen. Pausen am Ende der Bewegung des Schlittens
,durch ein angemessen angetriebenes Rad oder eine mit Stiften versehene Scheibe
hin und her zu bewegen, wobei die Stifte mit radialen Schlitzen in einer geeignet
mit einem Ritzel auf der Welle im Eingriff stehenden Scheibe zusammenwirken und
die Anordnung so gewählt ist, .daß jede Teildrehung der geschlitzten Scheibe durch
Zusammenwirken eines Stiftes mit einem Schlitz die Welle eine halbe Umdrehung machen
läßt. Mit dem Rad oder der die Stifte tragenden Drehscheibe ist eine Anschlagvorrichtung
verbunden, die mit der geschlitzten Scheibe in der Art eines Malteserkreuzgetriebes
zusammenwirkt, um die geschlitzte Scheibe während ihrer Ruhezeiten und der Pausen
des :den Greifer tragenden Schlittens am Ende seiner Bewegungen zu versperren.
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Die Erfindung wird im folgenden im Zusammenhang mit :den Zeichnungen
näher erläutert. Dabei zeigt Fig. i eine Teilseitenansicht einer Tiegeldruckpresse,
die mit der erfindungsgemäßen Zubringervorrichtung ausgerüstet ist, Fig. 2 und 3
Ansichten der Fig. i von, rechts.
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In den Zeichnungen ist in Fig. i mit 6 der feste Tiegel, der :diel
Typen trägt, und mit 7 der bewegliehe Tiegel bezeichnet, der in einer Stellung annähernd
ein Drittel über :der untersten oder Normalstellung dargestellt ist, in :der die
zu bedruckenden Bogen in 7 in bekannter Weise eingelegt werden.
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i i bezeichnet idie Greifervorrichtung; die bekannter Bauart ist und
eine feste Backe sind eine normalerweise durch eine Feder gegen ;die feste Backe
geschlossene Scharnierbacke aufweist. Wie in der obenerwähnten britischen Patentschrift
463 617 erwähnt ist, ist die Greifervorrichtung so montiert, daß sie seitlich
auf dem beweglichen Tiegel? hin und eher läuft, und zwar aitf der rechten Seite
des Tiegels von vorn gesehen und auf der linken Seite des Tiegels von rückwärts
gesehen, wie in den Fig, 2 und 3.
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Das untere Ende iib der Greifervorrichtung ist gabelförmig anisgebildet
und kniegelenkartig drehbar auf einer Büchse 12 .befestigt, die auf einer Gleitschiene
13 gleiten kann. Die Gleitschiene wird durch eine Verlängerung der Drehwelle des
beweglichen Tiegels.? gebil=det oder liegt wenigstens in Flucht mit:ihr. DeruntereTeil
der Greifervorrichtung ist mit einem Führungsglied 14 ausgebildet, das mit einer
Führungsschiene 15 zusammenwirkt, die vom .beweglichen Tiegel 7 getragen wird und
seitlich über ihn übersteht. Das Zusammenwirken des Führungsgliedes 14 und der Schiene
15 läßt die Greifervorrichtung z i an den Schwingungen des Tiegels 7 teilnehmen.
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Die Büchse r2 ist am oberen Ende eines Schlittens 16 montiert, dessen
oberes Ende drehbar in einer Hülse 17 sitzt, die auf einer Gleitschiene i8 mit viereckigem
Querschnitt gleiten kann. Die Schiene 18 ist im Maschinenrahmen senkrecht unter
,der Gleitschiene 13 montiert.
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Mit ,dem Schlitten 16 ist bei 1611 ein Ende eines I-Iebels drehbar
verbunden, der in der Mitte igb seiner Länge an Idas freie Ende eines Armes 2o angelenkt
ist, dessen Länge die Hälfte der Länge des Hebels ig beträgt. Dieser Arm 2o ist
an einer Welle 2i befestigt, auf der ein .Zahnrad 22 sitzt. Der Arm, igc des Hebels
ig und der Arm 2o bilden ein Kniegabelgestänge, dessen Öffnen, und Schließen den
Schlitten 16 auf den Gleitschienen 13, iS hin und her gehen lassen, wobei der Schlitten
die Greifervorrichtung- i i mitnimmt. Das Zahn:ra=d--22 kann in Stufen von iSa°
in-der später beschriebenen Weise gedreht werden, so daß sich der Arm 2o von einer
Stellung, in. der er sich horizontal .an der linken Seite der Welle 21, wie es in.
Fig. 2 und 3 dargestellt ist, in eine Stellung bewegen kann, in der er horizontal
an der rechten Seite der Welle j liegt, und umgekehrt. Die Kniehebelglieder 2o,
i ga sind an jeder Seite der Welle 21 abwechselnd voll geöffnet und geschlossen
bzw. geschlossen und geöffnet. Um sicherzustellen, daß sich, wenn der Schlitten
16 seine Mittelstellung in beiden Richtungen seines Laufes erreicht und die Kniehebelglieder
2o, igageschlossen sind sowie der Stift 16a mit der Welle 21 Übereinstimmt, das
Kniehebelglied iga :dann nicht mit dem Glied 2o um die Achse der Wellet 21 dreht,:
und daß stattdessen die Kniehebelglieder igc, 2o auf der anderen Seite der Welle
offen sind, um den Weg des Schlittens 16 fortzusetzen, sind oben und unten und -in
senkrechter Flucht mit der Welle 2,i die festen Führungen 33, 33" vorgesehen,
mit denen eine Rollei iga auf dem freien Ende :des Armes igb des Hebels ig während
des Vorrückens der Greifervorrichtung auf die bewegliche Platte 7 zu und ihrer Zurückbewegung
davon zusammenwirken kann. Das Zusammenwirken der Rollen iga mit den Führungen 33
und 33a hindert die Rolle an einer winkeligen Bewegung um
die Achse
der Welle :2i und läßt so die Knieliebclglieder 20, ige sich an der Seite der Welk
2r gegenüber der, an der sie eben geschlossen waren, öffnen, und auf diese Weise
schließen sich die Kniehebelglieder während -der stufenweissen Drehung der Welle
:2i zuerst auf der einen Seite der Welle 2i und öffnen sich dann auf -der anderen
Seite der Welle.
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In Fig. -2 sind dieTeile in. der Stellung gezeichnet, in der der Schlitten
16 und die Greifervorrichtung i i eine. kleine Strecke vor der Zuführungsstellung
auf den beweglichen Tiegel ? vorgerückt sind, welche sich nach oben bewegt. In den
Fig. i und 3 sind die Teile in der Stellung gezeichnet, in der der Schlitten und
die Greiferv orrichtung sich in der Mitte ihres Weges auf den beweglichen Tiegel
zu befinden, wobei der Schlitten und die Greifervorrichtung in Fig. 3 zur Vereinfachung
der Darstellung weggelassen sind.
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Zur interm@ittierenden Drehung des Zahnrades 22 weist eiin Zahnrad
39, das in einer Richtung mit gleichförmiger Geschwindigkeit mit einer Umdrehung
pro Arbeitstakt der Maschine von der Haupt"velle der Maschine durch das Getriebe
4o angetrieben wird, auf einer Seite zwei vorstehende Stifte 41, .12 auf, die mit
Rollen 4111 bzw. .:1-2d v ersehen sind. Diese Rollen d.ia, .I211 können in radiale
Schlitze 43 in einer Scheibe eingreifen, welche auf einer Welle 45 sitzt. Auf .dieser
Welle ist ebenfalls ein Zahnrad .1 .6 montiert, das mit dem Zahnrad 22 im Eingriff
steht. Die geschlitzte Scheibe 4.4. zeigt, wie dargestellt, acht im .gleichen Winkelabstand
angeordnete Schlitze 43. Das übersetzungsverhältnis der Zahnränder ..16 und 22 ist
d. : i, so daß jede Stufe der Drehung der geschlitzten Scheibe zu einer halben Umdrehung
der Welle 21 und des Kniehebelgliedes 2o führt. Die Rollen d.ia, 42a greifen abwechselnd
in die geschlitzte Scheibe 44 ein, wenn sich ein Schlitz 43 in der durch die gestrichelte
Linie X in Fig. 3 dargestellten Stellung befindet. In den Schlitz tritt dann eine
beistimmte Rolle ein, die, darauf die Scheibe und das Zahnrad d:6 um ein Achtel
weiterdreht, d. h. bis der Schlitz die durch die Linie Ir angedeutete Stellung erreicht,
worauf die Rolle den Schlitz wieder verläßt.
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Die Stifte ,I1, 42 sind so auf dem Rad 39 angeordnet, -daß die Zwischenräume
zwischen ihren aufeinanderfolgenden Eingriffen mit dem geschlitzten Rad .:1:1. von
ungleicher Dauer sind, so daß ein längerer Ruhezeitraum des Rades 44 und dann ein
längeres Verweilen der Greifervorrichtung vorgesehen wird, wenn die Greifervorrichtung
sich in ihrer vorgerückten Stellung in der Nähe des beweglichen Tiegels 7 befindet,
um den Bogen dann zu erfassen, wenn er sich in seiner vom Tiegel 7 zurückgezogenen
Stellung befindet, in der die Vorrichtung den entfernten Bogen ablegt.
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Zwischen den Schlitzen G13 ist die geschlitzte Scheibe 44 mit konkav
gekrümmten Oberflächen 47 ausgebildet, in die entsprechend gekrümmte konvexe Oberflächen
48, 49 eines den Stiften .I1 und 42 zugeordneten Anschlages eingreifen und in Art
eines Malteserkreuzgetriebes zusammenwirken und die Scheibe während ihrer Ruhezeiten
sperren, wobei die Winkelstrecke der konvex gekrümmten Oberfläche 48, 49 dem Abstand
der Stifte- proportional ist.
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Es ist klar, daß der Abstand der Stifte 41, 42, die Anzahl solcher
Stifte und die Anzahl der Schlitze 43 in der Scheibe -4 sowie das Übersetzungsverhältnis
zwischen Scheibe 44 und Welle 21 den entsprechenden besonderen Umständen oder Forderungen
angepaßt werden kann.
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Es ist bekannt, daß ähnliche Vorrichtungen, wie die Scheibe 4-l mit
den Schlitzen .43 und den am Umfang angeordneten Aussparungen ,47, das gleichmäßig
angetriebene Rad oder die Scheibe 39, die die Stifte 41, .:12 tragen, um mit den
Schlitzen .a.3 zusammenzuwirken, damit diie Scheibe intermittierend in Stufen gedreht
wird, und die Anschlagvorrichtung 5o mit dem konvexen Teil 48, 49 zum Zusammenwirk-cn
mit den Aussparungen 4.7, bereits im Zusammenhang mit der Greifervorriclitung verwendet
wurden, die intermittierend um eine senkrecht zur Ebene der beweglichen Tiegel stehende
und vom Tiegel getragene Achse gedreht wurde und abwechselnd einen zu bedruckenden
Bogen auf den Tiegel zuführt und ihn nach dem Bedrucken entfernt.