DE495544C - Schaltungsanordnung fuer manuelle Telegraphenaemter, bei denen ueber die Teilnehmer-leitungen Stromstoesse in einer Richtung, ueber die Verbindungsleitungen aber Stromstoesse verschiedener Richtung gegeben werden - Google Patents

Schaltungsanordnung fuer manuelle Telegraphenaemter, bei denen ueber die Teilnehmer-leitungen Stromstoesse in einer Richtung, ueber die Verbindungsleitungen aber Stromstoesse verschiedener Richtung gegeben werden

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DE495544C
DE495544C DEL72320D DEL0072320D DE495544C DE 495544 C DE495544 C DE 495544C DE L72320 D DEL72320 D DE L72320D DE L0072320 D DEL0072320 D DE L0072320D DE 495544 C DE495544 C DE 495544C
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DE
Germany
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lines
relay
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current impulses
line
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DEL72320D
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Wilhelm Kruse
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Alcatel Lucent Deutschland AG
C Lorenz AG
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Standard Elektrik Lorenz AG
C Lorenz AG
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L12/00Data switching networks
    • H04L12/02Details
    • H04L12/04Switchboards

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Interface Circuits In Exchanges (AREA)

Description

  • Schaltungsanordnung für manuelle Telegraphenämter, bei denen über die Teilnehmerleitungen Stromstöße in einer Richtung, über die Verbindungsleitungen aber Stromstöße verschiedener Richtung gegeben werden In Telegraphenanlagen werden die Nachrichten von einer Stelle zur anderen über lange Kabel- oder Freileitungen übertragen. Eine Beamtin verbindet die Sendestelle mit dem abgehenden Ende einer derartigen Verbindungsleitung, eine zweite Beamtin verbindet das ankommende Ende dieser Verbindungsleitung mit der Empfangsstelle. Es kann noch ,ein weiterer Zwischenverbindungsplatz vorgesehen sein, an welchem das ankommende Ende der ersteren Verbindungsleitung mit dem abgehenden Ende einer zweiten Verbindungsleitung verbunden wird.
  • Die Verbindungsleitungen, sowohl die Freiale auch Kabelleitungen, unterliegen Störungen, welche durch die induktive und kapazitive Beeinflussung von selten der eigenen und benachbarter Leitungen bedingt sind. Um diese Störungen zu vermeiden, wird an die Telegraphenverbindungsleitungen, über welche Nachrichten gesandt werden, abwechselnd ein verschiedenes Potential gelegt, während an die Teilnehmeranschlußleitungen der Sende-und Empfangsstellen nur ein bestimmtes Potential angelegt werden darf, wenn von einer Sendestelle an eine Empfangsstelle zwecks Übermittlung - einer Nachricht Stromstöße ausgesendet werden. Will, angenommen, eine Sendestelle über eine lange Kabel- oder Freileitung eine Nachricht einer anderen Telegraphenstelle übermitteln, so verbindet die Beamtin der Vermittlungsstelle, an welcher die Sendestelle angeschlossen ist, die anrufende Stelle mit der abgehenden Verbindungsleitung, und die zweite Beamtin des Amtes, an welcher die Empfangsstelle angeschlossen ist, verbindet die ankommende Frei- oder Kabelleitung mit der Anschlußleitung der gewünschten Empfangsstelle. Es kann dabei noch folgender Fall vorkommen, daß ein Zwischenamt vorgesehen ist, dessen Beamtin zwei Frei- oder Kabelleitungen zusammen verbindet, wenn das Amt der Sendestelle nicht unmittelbar mit dem Amt der Empfangsstelle in Verbindung steht. Dabei verbindet dann die Beamtin des Zwischenamtes das ankommende Ende der ersten Frei- oder Kabelleitung mit dem abgehenden Ende der zweiten Frei- oder Kabelleitung. Bei Herstellung derartiger Verbindungen muß von selten der Beamtinnen Vorsorge getroffen werden, daß an die Teilnehmeranschlußleitungen der einzelnen Telegraphenstellen nur ein bestimmtes Potential angelegt werden darf, während an die Verbindungsleitungen abwechselnd ein verschiedenes Potential angelegt wird, wenn über dieselben achrichten ausgesandt werden. Vorliegende Erfindung hat nun eine Anordnung zum Gegenstand, bei welcher ein und dieselben Verbindungsleitungsschnüre für alle Zwecke, sowohl für die Verbindung von Teilnehmeranschlußleitung der Sendestelle zur Verbindungsleitung als auch Verbindungsleitung zur Verbindungsleitung und Verbindungsleitung -zur Teilnehmeransehlußleitung der Empfangsstelle, benutzt werden können.
  • Beiliegende Abb. i und 2 zeigen Ausführungsbeispiele des Erfindungsgedankens. In Abb. i bezeichnet A eine Telegraphenstelle, welche sowohl mit einem Empfangsapparat als auch mit einer Sendevorrichtung T ausgerüstet ist. In der Vermittlungsstelle h sind die für die Herstellung von Telegraphenverbindungen erforderlichen Schalteinrichtungen untergebracht. Jeder Telegraphenstelle ist in der Vermittlungsstelle V ein besonderes Relais zugeordnet, welches die voxt der Telegraphenstelle ausgesandten Stromstöße an die Empfangsstelle weitergibt. Jeder Verbindungsleitung ist in der Vermittlungsstelle ebenfalls an beiden Enden je ein übertragerrelais zugeordnet.
  • Es sei angenommen, daß die Telegraphenstelle A eine Nachricht an eine in der* Abb. i nicht dargestellte Empfangsstelle sendet. Die Telegraphenstelle A ruft in bekannter Weise die- Beamtin in der Vermittlungsstelle V an. Die Anordnung für diesen Anruf ist in der Abb. i nicht dargestellt, da dies für den Erfindungsgegenstand unwesentlich ist. Ist die Beamtin in der Vermittlungsstelle V auf den Anruf aufmerksam geworden, so verbindet sie sich .mit der Sendestelle A und nimmt den Auftrag der Sendestelle- entgegen. Sie verbindet die Sendestelle A mit der gewünschten Empfangsstelle entweder direkt oder über eine Verbindungsleitung.
  • Es-sei angenommen, daß. die Sendestelle A von der Beamtin der Vermittlungsstelle V über eine Verbindungsleitung mit der gewünschten Empfangsstelle verbunden wird. Die$ geschieht von seiten der Beamtin durch eine Verbindungsleitungsschnur. Sie steckt das eine Ende der. Schnur in die Klinke KZ und das andere Ende der Schnur in die Klinke Kll, wodurch die Sendestelle A mit der Verbindungsleitung verbunden ist. Beide Enden der Verbindungsleitungsschnur sind an sich gleich und bestehen aus vier Leitungen a, b, c, d. Eine.zweite Beamtin in. einer anderen Vermittlungsstelle wird dann mit Hilfe der-s e- lb , -en -Sc hnur das ankommende Ende der Verbindungsleitung VL mit der Teilnehmeranschlußleitung der gewünschten Empfangsstelle verbinden, oder es kann noch, der Fall sein, daß ein Zwischenamt vorgesehen ist, dessen Beamtin das ankommende Ende der ersteren von der Vermittlungsstelle V kommenden Verbindungsleitung VL mit einer zweiten von dieser Vermittlungsstelle abgehenden Verbindungsleitung verbindet. Alle Arten der Verbindungen werden gemäß der Erfindung durch ein und dieselbe Verbiiidungsleitungsschnur ausgeführt.
  • Ist die Sendestelle A durch die Beamtin der Vermittlungsstelle TI mit dem von der Vermittlungsstelle V abgehenden Ende der Verbindungsleitung VZ verbunden, so kann die Sendestelle A die Stromstöße aussenden. Es sind folgende Stromkreise geschlossen: Erde, Empfangseinrichtunge E der Sendestelle A, Sendevorrichtung T der endestelle A, Wicklung I des Rülafs R" Klinke KI, Leitung (l der Verbindungsschnur, Ruhekontakt-r:=, Batterie, Erde. Ebenso besteht für die Wicklung II des Relais R1 ein Stromkreis, der wie folgt verläuft: Erde, veränderlicher Widerstand W, Wicklung II des Relais R1, Klinke KI, Leitung d der Verbindungsschnur. Ruhekontakt j-." Batterie, Erde, Das Relais R, kann in diesen Stromkreisen ansprechen. Es ist das Stromstoßrelais und überträgt die von der Sendestelle A ausgesandten Stromstöße auf die mit ihr verbundene Verbindungsleitung auf folgende Weise: Durch Öffnen und Schließen der Sendevorrichtung T an der Sendestelle A werden die der zu übermittelnden Nachricht entsprechenden Stromstöße ausgesandt. Die Stromstöße werden durch den Kontakt r, auf die mit- der Sendestelle A verbundene Verbindungsleitung VL übertragen.
  • Da die Sendestelle A mit der Verbindungsleitung VL verbunden. ist, so muß während des Telegraphierens an -die Verbindungsleitung abwechselnd verschiedenes Potential angelegt werden. Dies wird wie folgt erreicht: Die Batterie B in der Vermittlungsstelle V ist .entgegengeschaltet, und durch den Kontakt r, wird abwechselnd während des Telegraphierens der Pluspol und Minuspol an die Verbindungsleitung VL angelegt, Ist das Relais R, angesprochen, so ist der Pluspol der Batterie B über folgenden Stromkreis an die Verbindungsleitung VZ angelegt: Erde, Pluspol der Batterie, Klinke Kl" Ader c, Leitung c,, umgelegter Kontakt r" Leitung a,; Klinke KI, Leitung a, Wicklung I des Relais R., Verbindungsleitung VL. Fällt nun während der Aussendung der Stromstöße von seiten der Telegraphenstelle A das Relais zum erstenmal ab, so wird der Minuspol der Batterie B .an die Verbindungsleitung VZ über Erde, Minuspol der Batterie B, Ruhekontakt r" Leitung a", Klinke KI, Ader a, Klinke KI, Wick Jung 1 des Relais R., Verbirndungs- Leitung VZ, angelegt. Das Relais R., welches der Verbindungsleitung VZ zugeorchiet ist, spricht dabei nicht an. Das Relais R" ist als Differentialrelais ausgebildet, und durch die beiden Wicklungen I und II des Relais fließt Strom entgegengesetzter Richtung. An dem anderen Ende der Verbindungsleitung VZ. welches an dem Verbindungsplatz einer zweiten Vermittlungsstelle endigt, ist dieselbe Batterie wie die Batterie B der Vermittlungsstelle T' angeschaltet. Die von der Sendestelle A ausgesandten Stromstöße werden dann auf ein Relais übertragen, welches am ankommenden Ende der Verbindungsleitung FL vorgesehen ist. Dieses Relais kann ansprechen, da beide Wicklungen des Differentialrelais vom Strom derselben Richtung durchflossen «-erden. Es überträgt die Stromstf*iße an die gewünschte Empfangsstelle, die finit Hilfe derselben Schnur, wie sie in Abb. i dargestellt ist, mit dem ankommenden Ende der Verbindungsleitung T'L verbunden ist. Die Widerstände ff," TV" und W,; und die Kondensatoren C,, C, an der Teilnehmeranschlußleitung der Telegraphenstelle A sind als an sich bekannte Ausgleichseinrichtungen vorgesehen. Ebenso trifft dies auch zu für die Widerstände W,, W., und LIT, und Kondensatoren C; und Cl, die an dem abgehenden Ende der Verbindungsleitung VZ vorgesehen sind. Die Widerstände W, und W" sind veränderlich, um die Empfindlichkeit der Relais R, lind R, den Leitungen leicht anpassen zu können, «wofür sie vorgesehen sind.
  • Werden von der Sendestelle A Stromstöße zur Vermittlungsstelle I' geschickt, so ist w iihrend der Stromstoßgabe andauernd nur ein bestimmtes Potential, wie schon beschrieben, an die Anschlußleitung der Sendestelle A angeschaltetet. Die von der Telegraphenstelle A ausgesandten Stromstöße werden aber atif die Verbindungsleitung T'L dadurch übertragen, daß abwechselnd ein verschiedenes Potential an die Verbindungsleitung T'L angeschaltet wird.
  • Soll dagegen die Telegraphenstelle A von einer anderen Telegraphenstelle eine Nachricht empfangen, und zwar über die Verhindungsleitung f 'L, so wird an die Teilnchineranschlußleitung der Telegraphenstelle A nicht abwechselnd ein verschiedenes Potential während des Telegraphierens angelegt, sondern der in einer bestimmten Richtung durch den Empfangsapparat E der Telegraphenstelle A fließende Strom «wird nur stromstoßweise unterbrochen. Dies geschieht auf folgende Weise: Das Relais R_ ist das übertragerrelais, welches über den Kontakt r., die ausgesandten Telegraphierstromstöße auf die Empfangsstelle A überträgt. Der Stroinstoßkreis ist folgender: Erde, Minuspol der Batterie B, Ruhekontakt rz, Klinke KI., Leitung d, Klinke KI, Wicklung I des Relais R" Sendeeinrichtung T, Empfangseinrichtnug E, Erde. Beim Ansprechen des Relais R. wird dieser Stromkreis durch Öffnen des Kontaktes r., unterbrochen, und die Empfangseinrichtung E der Telegraphenstelle A wird durch Schließen und Öffnen des oben beschriebenen Stromkreises gemäß den ausgesandten Stromstößen eingestellt. Die Empfangseinrichtung E ist in der Abb. i nur schematisch: dargestellt. Auf ihre Wirkungsweise wird nicht näher eingegangen, da dies für den Erfindungsgegenstand unwesentlich ist. Während des Telegraphierens bleibt nur ein bestimmtes Potential an der Anschlußleitung der Telegraphenstelle A angeschaltet, und die Empfangseinrichtung wird durch Öffnen und Schließen dieses Stromkreises eingestellt. Beim Umlegen des Kontaktes r. wird kein anderes Potential an die Anschlußleitung der Telegraphenstelle A angeschaltet, da an der einen Ader b, der Anschlußleitung der Telegraphenstelle A kein Potential angeschaltet ist.
  • Wie aus dem Vorhergehenden zu ersehen ist, kann dieselbe Schnur, bestehend aus den Adern a, b, c, d für alle Arten von Verbindungen benutzt werden, ganz gleichgültig, ob ein verschiedenes oder nur ein bestimmtes Potential während des Telegraphierens angeschaltet wird. Soll die in der Vermittlungsstelle T7 vorgesehene Verbindungsschnur a, b, c, d zur Verbindung zweier Verbindungsleitungen entweder einer Erd- oder Kabelleitung benutzt werden, so wird entweder auf der abgehenden oder ankommenden Seite der Verbindungsleitung ein verschiedenes Potential an diese Leitung während des Telegraphiervorganges angelegt.
  • In die Verbindungsschnur können die beiden Schlußzeichenrelais S, und S; eingeschaltet sein, wie dies aus Abb. :2 ersichtlich ist. Jeder Verbindungsschnur sind zwei Schlußzeichenrelais zugeordnet. Die Wirkungsweise des Schlußzeichens ist folgende: Ist die Verbindungsschnur gesteckt, z. B. in die Klinken Kl und KI, so sind die beiden Kontakte st, und st., geschlossen. Außerdem sind die Schlußzeichenrelais S, und S, angesprochen. Jedes der Relais S, und SZ folgt während des Telegraphiervorganges den ausgesandten Stromstößen und wird abwechselnd erregt und aberregt. Durch das Schließen des Kontaktes st, ist folgender Stromkreis geschlossen: Erde, Arbeitskontakt st=, Ruhekontakt iz, Wicklung des Relais Z, Batterie, Erde. Das Relais Z betätigt bei seinem .Ansprechen seine Kontakte iz und 2z. Durch Öffnen des Kontaktes iz unterbricht das Relais Z selbst.seinen Stromkreis und fällt ab, wodurch der Ruhekontakt iz in seine Ruhelage zurückkehrt. In diesem Augenblick spricht das Relais Z wiederum an. Das Relais Z arbeitet also als Unterbrecherrelais. Durch Schließen des Kontaktes 2z ist ein Stromkreis für das Relais E gebildet: Erde, geschlossener Kontakt st, Arbeitskontakt 2z, Wicklung des Relais E, Batterie, Erde. Das Relais E folgt im Gleichschritt mit dem Selbstunterbrecherrelais Z und wird abwechselnd erregt und aberregt. Durch Schließen und Öffnen des Kontaktes 3e wird das Relais F ebenfalls im Gleichschritt mit dem Selbstunterbrecherrelais Z erregt und aberregt. Der Stromkreis ist folgender: Erde, Arbeitskontakt-,st., Arbeitskontakt3e, Wicklung I des Relais F, Batterie, Erde. Das Relais F besitzt eine Wicklung II und wirkt auf einen Steigradmechanismus ein, der in der Abb. 2 nicht dargestellt ist. Durch das stromstoßweise Ansprechen der Wicklung I- des Relais F wird das Steigrad um je einen Zahn weitergeschaltet, und zwar wird, wenn das Steigrad um eine bestimmte Drehung eingestellt ist, der Kontakt 6f geschlossen, wodurch dann die Lampe L zum Aufleuchten kommt. Die Wicklung II des Relais F eist aber .dazu vorgesehen, das eingestellte Steigrad immer «nieder in seine Ruhelage zurückzuführen, so oft das Relais F erregt wird. Dies ist dann der Fall, wenn während des Telegraphiervorganges eines der beiden Schlußzeichenrelais S1 und S; stromstoßweise erregt wird. Beim Abfallen der Relais, entweder des Relais S,. oder S2, wird jeweils über den Kontakt 4s, oder über den Kontakt 5s, ein Stromkreis für die Wicklung II des Relais F gebildet. Der Stromkreis ist folgender: Erde, Arbeitskontakt st, Ruhekontakt 4s, oder Ruhekontakt 5s, Wicklung II des Relais F, Batterie, Erde. Das Steigrad wird also während des Telegraphiere organges immer wieder in seine Ruhestellung zurückgebracht.
  • Ist nun der Telegraphiervorgang zu Ende, so fallen die beiden Schlußzeichenrelais S1 und S2 nicht mehr stromstoßweise ab und sind so lange angesprochen, wie die Verbindungsschnur in den Klinken gesteckt ist. Das Steigrad wird durch die Wicklung I :des Relais F eingestellt, ohne daß dasselbe von der Wicklung II des Relais F in seine Ruhestellung zurückgebracht wird. Nach einer bestimmten Zeitspanne, wenn das Steigrad um einen bestimmten Drehwinkel verstellt ist, wird dann der Kontakt 6f geschlossen, so daß folgender Stromkreis für die Schlußlampe L zustande kommt: Erde, Arbeitskontakt st, Arbeitskontakt 6f, Schlußlampe L, Batterie, Erde. Die Schlußlampe L leuchtet auf und zeigt der Beamtin in der Vermittlungsstelle an, daß der Telegraphiervorgang zu Ende ist und daß sie die Verbindung auslösen kann: Die Schlußlarnpe L erscheint also gemäß der Anordnung nach Abb.2 nicht. sofort, wenn die Stromstoßgabe beendet ist, sondern erst nach einer bestimmten Zeit. Will also eine Telegraphenstelle nach einem Telegraphiervorgang nochmals telegraphieren, so kann dies ohne weiteres geschehen, da erst nach einer bestimmten Zeitspanne die Schlußlarnpe L zum Aufleuchten kommt und die Beamtin dann erst die Verbindung trennt. Beim Herausziehen der beiden Enden der Verbindungsschnur aus den Klinken KI und Kl,. werden dann die Kontakte st:, und st, wiederum geöffnet,, die Relais Z, E, F fallen ab, ebenso erlischt die Schlußzeichenlampe L. Die Verbindungsschnur, bestehend aus den Leitungen a, b, c, d, kann zu einer weiteren Verbindung benutzt werden.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Schaltungsanordnung für manuelle Telegraphenämter, bei denen über die Teilnehmerleitungen Stromstöße in einer Richtung, über ,die Verbindungsleitungen, aber Stromstöße verschiedener Richtung, gegeben werden, dadurch gekennzeichnet, daß in der Vermittlungsstelle (h) an zwei Klinkenfedern der zu den Verbindungsleitungen (VL) gehörigen Klinken (KI") zwei verschiedene Potentiale angeschaltet sind, während bei den zu den Teilnehmerleitungen gehörigen Klinken (KI) nur an eine Klinkenfeder ein bestimmtes Potential angelegt ist, so daß ein und dieselbe Verbindungsleitungsschnur für alle Arten der Verbindung benutzt werden kann.
  2. 2. Schaltungsanordnung nachAnspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an die entsprechenden Klinkenfedern der beiden Klinken (KZ, Kl1) dasselbe Potential über die Stromstoßkontakte (r1, r2) der den Teilnehmerleitungen und Verbindungsleitungen zugeordneten Stromstoßübertragerrelais (R1, R2) angelegt ist.
  3. 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das entgegengesetzte Potential mit der zweiten Klinkenfeder der zur Verbindungsleitung gehörigen Klinke fest verbunden ist. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlußzeichenrelais (S1 und S2) in zwei durchgehenden Adern (d, a) der Verbindungsleitungsschnur eingeschaltet sind.
DEL72320D 1928-07-05 1928-07-06 Schaltungsanordnung fuer manuelle Telegraphenaemter, bei denen ueber die Teilnehmer-leitungen Stromstoesse in einer Richtung, ueber die Verbindungsleitungen aber Stromstoesse verschiedener Richtung gegeben werden Expired DE495544C (de)

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