AT118386B - Schaltungsanordnung für Telegraphenanlagen. - Google Patents

Schaltungsanordnung für Telegraphenanlagen.

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AT118386B
AT118386B AT118386DA AT118386B AT 118386 B AT118386 B AT 118386B AT 118386D A AT118386D A AT 118386DA AT 118386 B AT118386 B AT 118386B
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Description


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    Schaltungsanordnnng für Telegraphenanlagen.   
 EMI1.1 
 oder Freileitungen übertragen. Eine Beamtin verbindet die Sendestelle mit dem abgehenden Ende einer derartigen Verbindungsleitung, eine zweite Beamtin verbindet das ankommende Ende dieser Verbindungsleitung mit der Empfangsstelle. Es kann noch ein weiterer Zwischenverbindungsplatz vorgesehen sein, an welchem das ankommende Ende der ersteren   Verbindungsleitung   mit dem abgehenden Ende einer zweiten Verbindungsleitung verbunden wird. 



   Die Verbindungsleitungen, sowohl die   Frei-als auch Kabelleitungen, unterliegen Störungen,   welche durch die induktive und kapazitive Beeinflussung von seiten der eigenen und benachbarter Leitungen bedingt sind. Um diese Störungen zu vermeiden, wird an die   Telegraphenverbindnngsleitungen.   über welche Nachrichten gesandt werden, abwechselnd ein verschiedenes Potential gelegt, während an die   Teilnehmeransehlussleitungen   der   Sende- und Empfangsstellen nur   ein bestimmtes Potential angelegt werden darf, wenn von einer Sendestelle an eine Empfangsstelle   zwecks Übermittlung   einer Nachricht Stromstoss ausgesendet werden. 



   Will angenommen eine Sendestelle über eine lange   Kabel-oder Freileitung eine Nachricht   einer andern Telegraphenstelle übermitteln, so verbindet die Beamtin der Vermittlungsstelle, an welcher die Sendestelle angeschlossen ist, die anrufende Stelle mit der abgehenden Verbindungsleitung und die zweite Beamtin des Amtes, an welcher die Empfangsstelle angeschlossen ist, verbindet die ankommende Frei-oder Kabelleitung mit der   Anschlussleitung   der gewünschten Empfangsstelle. Es kann dabei noch folgender Fall vorkommen, dass ein   Zwisehenamt   vorgesehen ist, dessen Beamtin zwei Freioder Kabelleitungen zusammen verbindet, wenn das Amt der Sendestelle nicht unmittelbar mit dem Amt der Empfangsstelle in Verbindung steht.

   Dabei verbindet dann die Beamtin des Zwisehenamtes das ankommende Ende der ersten Frei-oder Kabelleitung mit dem abgehenden Ende der zweiten Frei-oder Kabelleitung. Bei Herstellung derartiger Verbindungen muss von seiten der Beamtinnen Vorsorge getroffen werden, dass an die   Teilnehmeranschlussleitungen   der einzelnen Telegraphenstellen nur ein bestimmtes Potential angelegt werden darf, während an die Verbindungsleitungen abwechselnd ein verschiedenes Potential angelegt wird, wenn über dieselben Nachrichten ausgesandt werden. 



   Vorliegende Erfindung hat nun eine Anordnung zum Gegenstand, bei welcher ein und dieselben   Verbindungsleitungsschnüre   für alle Zwecke, sowohl für die Verbindung von   Teilnehmeranschlussleitung   der Sendestelle zur Verbindungsleitung, als auch Verbindungsleitung zur Verbindungsleitung und Verbindungsleitung zur Teilnehmeranschlussleitung der Empfangsstelle, benutzt werden können. 



   Beiliegende Fig.   l   und 2 zeigen Ausführungsbeispiele des Erfindungsgedankens. In Fig.   l   bezeichnet A eine Telegraphenstelle, welche sowohl mit einem Empfangsapparat E als auch mit einer Sendevorrich-   tung   T ausgerüstet ist. In der Vermittlungsstelle V sind die für die Herstellung von Telegraphenverbindungen erforderlichen Schalteinrichtungen untergebracht. Jeder Telegraphenstelle ist in der Vermittlungsstelle V ein besonderes Relais zugeordnet, welches die von der Telegraphenstelle ausgesandten Stromstoss an die Empfangsstelle weitergibt. Jeder Verbindungsleitung ist in der   Vermittlllngsstelle   ebenfalls an beiden Enden je ein   Übertragerrelais   zugeordnet. 



   Es sei angenommen, dass die Telegraphenstelle A eine Nachricht an eine in der Fig. l nicht dargestellte Empfangsstelle sendet. Die Telegraphenstelle A ruft in bekannter Weise die Beamtin in der Vermittlungsstelle V an. Die Anordnung für diesen Anruf ist in der Fig. 1 nicht dargestellt, da dies für 

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 EMI2.1 
 

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 einer bestimmten Richtung durch den Empfangsapparat B der Telegraphenstelle A fliessende Strom wird nur stromstossweise unterbrochen. Dies geschieht auf folgendee Weise :
Das Relais R2ist das Übertragerrelais, welches über den Kontakt   r2   die ausgesandten Telegraphierstromstösse auf die Empfangsstelle   A überträgt.   Der Stromstosskreis ist folgender : Erde, Minuspol der 
 EMI3.1 
 tung T, Empfangseinrichtung E, Erde.

   Beim Ansprechen des Relais   R2   wird dieser Stromkreis durch Öffnen des Kontaktes r2 unterbrochen, und die Empfangseinrichtung E der Telegraphenstelle   A   wird durch Schliessen und Öffnen des oben beschriebenen Stromkreises gemäss den ausgesandten Stromstössen eingestellt. Die Empfangseinrichtung E ist in der Fig. 1 nur schematisch dargestellt. Auf ihre Wirkungsweise wird nicht näher eingegangen, da dies für den Erfindungsgegenstand unwesentlich ist. Während des Telegraphierens bleibt nur ein bestimmtes Potential an der   Anschlussleitung   der Telegraphenstelle A angeschaltet und die Empfangseinrichtung wird durch Öffnen und Schliessen dieses Stromkreises eingestellt.

   Beim Umlegen des Kontaktes   12   wird kein andres Potential an die Anschlussleitung der Telegraphenstelle A angeschaltet, da an der einen Ader   b1   der Anschlussleitung der Telegraphenstelle A kein Potential angeschaltet ist. 



   Wie aus dem Vorhergehenden zu ersehen ist, kann dieselbe Schnur, bestehend aus den Adern a, b,   c,   d für alle Arten von Verbindungen benutzt werden, ganz gleichgültig, ob ein verschiedenes oder nur ein bestimmtes Potential während des Telegraphierens angeschaltet wird. Soll die in der Vermittlungsstelle V vorgesehene   Verbindungsschnur   a, b, e, d zur Verbindung zweier Verbindungsleitungen entweder einer Erd-oder Kabelleitung benutzt werden, so wird entweder auf der abgehenden oder ankommenden Seite der Verbindungsleitung ein verschiedenes Potential an diese Leitung während des Telegraphiervorganges angelegt. 



   In die Verbindungsschnur können die beiden   Schlusszeiehenrelais   S, und 82 eingeschaltet sein, wie dies aus Fig. 2 ersichtlich ist. Jeder Verbindungsschnur sind zwei Schlusszeichenrelais zugeordnet. 



  Die Wirkungsweise des   Schlusszeichens   ist folgende :
Ist die Verbindungsschnur gesteckt, z. B. in die Klinken Kl und   Xl, so   sind die beiden Kontakte   st1   
 EMI3.2 
 und   82   folgt während des Telegraphiervorganges den ausgesandten   Stromstössen   und wird abwechselnd erregt und aberregt. Durch das Schliessen des Kontaktes st2 ist folgender Stromkreis geschlossen : Erde, Arbeitskontakt st2, Ruhekontakt lz, Wicklung des Relais Z, Batterie, Erde. Das Relais Z betätigt bei seinem Ansprechen seine Kontakte lz und   2z.   Durch Öffnen des Kontaktes lz unterbricht das Relais Z selbst seinen Stromkreis und fällt ab, wodurch der Ruhekontakt   lz   in seine Ruhelage zurückkehrt. In diesem Augenblick spricht das Relais Z wiederum an.

   Das Relais Z arbeitet also als Unterbreeherrelais. 



  Durch   Schliessen   des Kontaktes 2z ist ein Stromkreis für das Relais E gebildet : Erde. geschlossener
Kontakt st2, Arbeitskontakt 2z, Wicklung des Relais E, Batterie, Erde. Das Relais E folgt im Gleichschritt mit dem Selbstunterbrecherrelais Z und wird abwechselnd erregt und aberregt. Durch Schliessen und Öffnen des Kontaktes 3e wird das Relais F ebenfalls im Gleichschritt mit dem Selbstunterbrecherrelais Z erregt und aberregt. Der Stromkreis ist folgender : Erde, Arbeitskontakt   s, Arbeitskontakt e,   Wicklung I des Relais F, Batterie, Erde. Das Relais F besitzt eine Wicklung 11 und wirkt auf einen Steigradmechanismus ein, der in der Fig. 2 nicht dargestellt ist.

   Durch das stromstossweise Ansprechen der Wicklung I des Relais F wird das Steigrad um je einen Zahn weitergeschaltet, u. zw. wird, wenn das
Steigrad um eine bestimmte Drehung eingestellt ist, der Kontakt 6f geschlossen, wodurch dann die Lampe L zum Aufleuchten kommt. Die Wicklung 11 des Relais F ist aber dazu vorgesehen. das eingestellte Steigrad immer wieder in seine Ruhelage zurückzuführen, so oft das Relais F erregt wird. Dies ist dann der Fall, wenn während des Telegraphiervorganges eines der beiden Schlusszeichenrelais   81   und   82   stromstossweise erregt wird. Beim Abfallen der Relais. entweder das Relais   81   oder S2. wird jeweils über den Kontakt   4si   oder über den Kontakt   5S1   ein Stromkreis für die Wicklung 11 des Relais F gebildet.

   Der Stromkreis ist folgender : Erde. Arbeitskontakt   s. Ruhekontakt   oder   Ruhekontakt     5s2, Wick-     lung 11   des Relais   F,   Batterie. Erde. Das Steigrad wird also während des Telegraphiervorganges immer wieder in seine Ruhestellung zurückgebracht. 



   Ist nun der Telegraphiervorgang zu Ende. so fallen die beiden   Schlusszeichenrelais     81   und   82   nicht mehr stromstossweise ab und sind solange angesprochen, wie die Verbindungsschnur in den Klinken gesteckt ist. Das Steigrad wird durch die Wicklung I des Relais F eingestellt, ohne dass dasselbe von der Wicklung 11 des Relais F in seine Ruhestellung zurückgebracht wird. Nach einer bestimmten Zeitspanne, wenn das Steigrad um einen bestimmten Drehwinkel verstellt ist. wird dann der Kontakt 6f geschlossen, so dass folgender Stromkreis für die   Schlusslampe   L zustande kommt: Erde. Arbeitskontakt st1, Arbeitskontakt 6f,   Schlusslampe   L, Batterie, Erde.

   Die Schlusslampe L leuchtet auf und zeigt der Beamtin in der Vermittlungsstelle an, dass der   Telegraphiervorgang   zu Ende ist und dass sie die Verbindung auslösen kann. 



   Die Schlusslampe L erscheint also gemäss der   Anordnung   nach Fig. 2 nicht sofort, wenn die Stromstossgabe beendet ist, sondern erst nach einer bestimmten Zeit. Will also eine Telegraphenstelle nach einem Telegraphiervorgang nochmals telegraphieren, so kann dies ohne weiteres geschehen, da erst nach 

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 einer bestimmten Zeitspanne die Schlusslampe L zum Aufleuchten kommt und die Beamtin dann erst die Verbindung trennt. Beim Herausziehen der beiden Enden der Verbindungsschnur aus den Klinken   Ja   
 EMI4.1 
 erlischt die Schlusszeichenlampe L. Die   Verbindungssehnur,   bestehend aus den Leitungen a, b, e, d, kann zu einer weiteren Verbindung benutzt werden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schaltungsanordnung für Telegraphenanlagen, bei welcher die einzelnen Arten der Verbindungen   (Teilnehmeranschlussleitung-Verbindungsleitung ; Verbindungsleitung-Verbindungsleitung   ; Verbindungs-   leitung-Teilnehmeranschlussleitung)   von einer Beamtin hergestellt werden und je nach Art der Leitung   (Teilnehmeranschlussleitung,   Verbindungsleitung) während   des-Telegraphiervorganges   entweder ein bestimmtes Potential oder abwechselnd ein verschiedenes Potential an die Leitung angeschaltet wird, dadurch gekennzeichnet, dass die am Verbindungsplatz endigenden, mit Stromstossübertragereinrichtungen (Relais   Bl, R.) auisgerüsteten   Leitungen   (Anschlussleitungen,   Verbindungsleitungen)

   derart mit der Batterie der Vermittlungsstelle in Verbindung stehen, dass ein und dieselbe Verbindungsleitungsschnur für alle Arten der Verbindung benutzt werden kann.

Claims (1)

  1. 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsleitungsschnur (a, b, c, d) vieradrig ausgebildet ist und dementsprechend auch die Klinken (Kl, Kl,) geformt sind.
    3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in die Verbindungs- leitungsschnur die Schlusszeichenrelais eingeschaltet sind und die Schlusszeichengabe derart beeinflussen, dass erst in einer bestimmten Zeitspanne nach Beendigung des Telegraphiervorganges das Schlusszeichen am Beamtinnenplatz erscheint. EMI4.2
AT118386D 1928-07-05 1929-07-04 Schaltungsanordnung für Telegraphenanlagen. AT118386B (de)

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