DE492236C - Vorrichtung zur automatischen Herbeifuehrung der Dezimalstellenverschiebung des Lineals bei Rechenmaschinen - Google Patents

Vorrichtung zur automatischen Herbeifuehrung der Dezimalstellenverschiebung des Lineals bei Rechenmaschinen

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DE492236C
DE492236C DES75409D DES0075409D DE492236C DE 492236 C DE492236 C DE 492236C DE S75409 D DES75409 D DE S75409D DE S0075409 D DES0075409 D DE S0075409D DE 492236 C DE492236 C DE 492236C
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Description

  • Vorrichtung zur automatischen Herbeiführung der Dezimalstellenverschiebung des Lineals bei Rechenmaschinen Das Ziel der Erfindung ist die vollkommen automatische Herbeiführung der Dezimalstellenverschiebung des Lineals von Rechenmaschinen, bei denen von einem Multiplikatorwerk die Kupplung der Antriebswelle mit der Handkurbel oder dem Motor entsprechend der gewünschten Umdrehungzahl bewirkt wird.
  • Die Erfindung macht von der an sich bekannten Einrichtung Gebrauch, den letzten Schritt des Multiplikatorgetriebes dazu zu benutzen, die Kupplung der Antriebswelle mit der Rechenmaschinenwelle auszurücken, dagegen diejenige zur Schlittenverschiebung einzurücken. Es soll also in an sich bekannter Weise nach Beendigung der Arbeit des Multiplikatorgetriebes bei der nächsten Umdrehung der Antriebswelle die Verschiebung des Lineals um eine Dezimalstelle herbeigeführt werden.
  • Während bisher die auf das gleiche Ziel gerichteten Vorrichtungen eine praktische Anwendung infolge ihrer baulichen unzulänglichen Einrichtung nicht gefunden haben, wird das Ziel erfindungsgemäß in durchaus zuverlässiger Weise dadurch erreicht, daß beim letzten Schritt desMultiplikatorgetriebes die Sperrung eines Umkupplungshebels ausgelöst wird, so daß er unter dem Zuge einer Feder ein Zwischenglied (Querstift o. dgl.) beeinflußt, welches einen Steuerhebel zur Ausschwingung bringt, der die Umkupplung einer doppelt wirkenden Kupplung derart bewirkt, daß die Rechenmaschinenwelle entkuppelt und die Mittel zur Dezimalstellenverschiebung mit der Antriebswelle gekuppelt werden, wobei gleichzeitig ein weiterer Steuerhebel betätigt wird, der die Hauptkupplung erneut einrückt und gegebenenfalls durch Kontaktschluß den Motor in Betrieb setzt, so daß durch die nun folgende Drehung der Antriebswelle durch Vermittlung eines Wendegetriebes ein Malteserkreuzgetriebe o. dgl. betätigt wird, welches den Schlitten um eine Dezimalstelle verschiebt, wobei gegen Ende der Drehung eine auf der Rechenmaschinenwelle sitzende Hubscheibe den Umkupplüngshebel wieder in die Sperrstellung zurückführt.
  • Dabei erfolgt die Aufhebung der Sperrung des Umkupplungshebels beim letzten Schritt des Multiplikatorgetriebes nicht direkt, sondern durch Vermittlung von Zwischengliedern, damit man sie auch unabhängig vom Multiplikatorwerk durch Betätigung einer Nulltaste oder anderer Mittel bewirken kann und damit ferner im Bedarfsfalle die Einwirkung des Multiplikatorwerkes im Sinne der Aufhebung der Sperrung auch unwirksam gemacht werden kann (z.B. bei Multiplikationen mit einem einstelligen Multiplikator ohne Schlittenverschiebung). Hierfür ist ein Einsteilmittel (Stellhebel- .o. dgl.) vorgesehen, welches mit dem Wendegetriebe für die Linealschaltung in Verbindung steht und Je nach seiner Einstellung die Richtung bestimmt, in der das Lineal im Anschluß an die letzte Multiplikatordrehung verschoben werden soll, oder welches die entsprechende Einwirkung des Multiplikatorwerkes unwirksam macht, so daß dann die Mittel zur Linealverschiebung nur noch durch eine besondere Multiplikatornulltaste beeinflußt werden können.
  • Es ist eine Verriegelung vorgesehen, welche bewirkt, daß bei Betätigung einer der Multiplikatortasten i bis 9 die Multiplikatornulltaste verriegelt wird und umgekehrt.
  • Zur näheren Erläuterung der Erfindung dient das auf der Zeichnung dargestellte Ausführungsbeispiel. -Abb. i ist eine Ansicht von oben auf das an die Kurbelseite der Rechenmaschine angeschlossene Multiplikatortastengehäuse mit teilweise waagerechtem Querschnitt.
  • Abb. 2 ist ein Ouersehnitt entsprechend der Schnittlinie 2-2 der Abb. i, in Richtung des in Abb. i_ eingezeichneten Pfeiles 2 gesehen, wobei aber einzelne der dargestellten Teile sich vor der Ouerschnittslinie an der nicht dargestellten Gehäusewand und andere Teile dagegen sich innerhalb des Maschinengehäuses befinden.
  • Abb.3 ist eine Ansicht wiederum eiltsprechend der in Abb. i gezeigten Schnittlinie 2-2, aber unter teilweiser Fortlassung der vor dieser Schnittlinie liegenden Betriebsteile.
  • Abb. 4 ist eine Ansicht nochmals entsprechend der in Abb. i gezeigten Schnittlinie 2-2, aber in Richtung des in Abb. i eingezeichneten Pfeiles 4 gesehen.
  • Die Abb. ia, ib und 4a sind Sonderdarstellungen.
  • An der Kurbelseite der Rechenmaschine i ist die bekannte Multiplikatortastatur mit den neun Tasten 2 (entsprechend den Ziffern i bis 9) angeordnet (Abb. i). Es ist elektromotorischer Antrieb vorgesehen und die Motorwelle mit 3 bezeichnet.
  • Durch Niederdrücken einer der neun Multiplikatortasten (vgl. Abb. 4) wird, wie näher in der deutschen Patentschrift 457 825 beschrieben, durch Zurückziehen des Anschlagesa der Sektor b dein Zuge einer Federc freigegeben, so daß er bis zu dem durch die niedergedrückte Taste gebildeten Anschlag d ausschwingen kann, welcher die Anzahl der hlultiplikatordrehungen bestimmt. Hierbei wird zugleich der Kniehebel e angehoben, so daß der an ihm sitzende Querstift f den Hebel ä von seinem Auflager k abhebt. Dadurch kann der Sperrhebel r unter dem Zuge seiner Feder k ausschwingen, wodurch einerseits die Kupplung L der Rechenmaschinenantriebswelle geschlossen und andererseits durch Ausschwingen des Hebels in der Kon-. takt n, rt' geschlossen und dadurch der Motor in Betrieb gesetzt wird.
  • Bei jeder nun folgenden Drehung der Rechenmaschinemvelle wird der Sektor b durch ein Gesperre um eine Zahnteilung zurückgeklinkt. Macht er nun den letzten Schritt, um in die Anfangsstellung zurückzukehren, so bringt er den Kniehebel4 zum Ausschwingen, wodurch in der beschriebenen Weise der Sektor in Grundstellung arretiert, die niedergedrückte Multiplikatortaste ausgelöst und schließlich vermittels Hubscheibe o und Winkelhebel p der Auslöser q für die Kupplung l eingerückt und zugleich der Kontakt unterbrochen wird (vgl. auch Abb.4a). Hierdurch ist der Motor von der Rechenmaschinenwelle entkuppelt und die ganze Maschine stillgesetzt. _ Die Rechenmaschine ist ferner mit einer Vorrichtung zur Herbeiführung der Dezimalstellenverschiebung des Lineals ausgerüstet, wie sie beispielsweise in der. deutschen Patenschrift 434 145 näher- beschrieben ist. Hiernach ist auf der Rechenmaschinenwelle eine doppelt wirkende Kupplung angeordnet, welche es ermöglicht, den Antrieb der Maschine entweder mit der Rechenmaschinenwelle oder dem Getriebe für die Linealschaltung zu kuppeln. Bei der Kupplung im letzteren Sinne wird über ein Kegelradwendegetriebe für Rechts- oder Linksgang des Schlittens die Stiftenscheibe eines Maltesergetriebes in entsprechende Umdrehung versetzt. Das hierdurch angetriebene Malteserrad trägt ein Zahnrad, welches in eine Zahnstange am Zählwerkslineal eingreift und dieses weitersehaltet. Wird die Schlittenschaltung betätigt, so wird zunächst durch eine Hubscheibe das Lineal angehoben oder entsperrt, Zoorauf dann durch das Maltesergetriebe die Dezimalverschiebung erfolgt.
  • Bei dem neuen Antriebsbereich soll nun die Dezimalstellenverschiebung des Lineals automatisch herbeigeführt werden. Es ist daher an dem Schwinghebel 4 eine Klinke 5 drehbar gelagert (vgl. Abb.2 und 3), welche durch eine Feder 6 ständig zum Eingriff mit einem gezahnten Klinkenrad 7 gezogen wird. Der Drehbolzen 8 geht durch einen Schlitz 9 der Wandung io hindurch. Wird nun beim letzten Schritt des Sektors b der Kniehebel 4 ausgeschwungen, so nimmt er auch denHebe15 mit, und dann verdreht die mitgenommene Klinke das Rad 7 um eine Zahnteilung. Dabei wird eine Gegenklinke i i ausgehoben, die das Ende eines um den Bolzen 12 schwingenden Doppelarmhebels 13 bildet. Dieser Hebel wird durch eine Feder -14 so beeinflußt, daß die Gegenklinke ii ständig gegen das Klinkenrad 7 gedrückt wird. An seinem oberen Ende bildet der Hebel 13 ein Auflager 15 für einen Stift 16. Der Stift 16 ist an einem Ende eines Kniehebels 17 angeordnet, dessen anderes Ende eine Zapfenrolle 18 trägt, die sich an eine Hubscheibe i j anlegt. Um diese Anlage zu sichern, ist eine Feder 2o vorgesehen. Der Hebel 17 ist um den Bolzen 21 schwingbar an der Wand des Maschinengehäuses i gelagert. Dabei untergreift das den Stift 16 tragende Ende des Kniehebels 17 einen Umkupplungsliebel 22 mit einer Verlängerung des Stiftes 16. Der Umkupplungshebel ist bei 23 an der Wand des Maschinengehäuses i drehbar gelagert. Die Hubscheibe i9 sitzt auf der Antriebswelle -24. der Rechenmaschine.
  • Die Wirkungsweise der bisher beschriebenen Einrichtung ist die folgende: Nach Beendigung der von der betreffenden Multiplikatortaste 2 veranlaßten Umdrehungen der Rechenmaschinenantriebswelle 2..E wird durch Ausschwingung des Hebels .4 in bekannter Weise die Antriebswelle vom Motor abgekuppelt. Nun soll die Verschiebung des Lineals um eine Dezimalstelle automatisch geschehen. Zu diesem "Zwecke wird infolge der Ausschwingung des Hebels q. das Klinkenrad 7 um eine Zahnteilung geschaltet und der Hebel 13 ausgeschwungen. Dabei gleitet der Stift 16 vom Auflager 15 ab, und es kann der Kniehebel 17 dem Zuge der Feder 2o folgen und ausschwingen. Dem setzt die Hubscheibe i9 bei der in Abb.2 gezeigten Stellung kein Hindernis entgegen. Geht bei, der Ausschwingung der Stift 16 nieder, so verliert der Umkupplungshebel22 seine Unterstützung, und er wird durch die weitere Stiftkupplung (Stift a5 auf Hebel 17, der in den Schlitz 26 des Hebels 22 ragt) mitgenommen, so daß er in die in Abb. 2 gestrichelt angedeutete Stellung gelangt. Das Hebelende 22' drückt hierbei auf den Querstift 27 und bewirkt dadurch eine Umkupplung in dem Sinne, daß die Antriebswelle von der Rechenmaschinenwelle entkuppelt, dagegen mit den Mitteln zurLinealverschiebunggekuppeltwird. Die Kupplung, durch welche dies ermöglicht wird, ist nicht Gegenstand dieser Erfindung. Sie soll jedoch, soweit zum Verständnis des gesamten Mechanismus erforderlich, hier erklärt werden. Eine Ausführungsform dieser Kupplung ist in der deutschen. Patentschrift 43..1. 14.5 beschrieben (Kuppelmuffe io usw.). Eine weitere Ausführungsform ist aus den Abb. i, ia und ib ersichtlich, wobei die Kupplung in Abb. i in der Draufsicht, in Abb. ia in Seitenansicht erscheint, während Abb. ib die Hauptteile der Kupplung auseinandergezogen veranschaulicht.
  • Der Mittelteil r der Kupplung, welcher durch die Handkurbel oder den Motor angetrieben wird, ist auf dem abgesetzten Ende der Rechenmaschinenwelle 24 frei drehbar angeordnet. Er besteht in einem doppelseitigen Tellerflansch s mit einer Aussparung in seiner Peripherie. In den linken Teller greift eine Kuppelscheibe t ein, die mit der Rechenmaschinenwelle 24 fest verbunden ist und eine federnde Mitnehmerklaue ii trägt, die sich in die Aussparung der Tellerscheibe einlegen kann. Dieselbe Anordnung ist auf der rechten Seite der Tellerscheibe vorhanden, nur ist die entsprechende Kuppelscheibe v auf der Nabe a, der Tellerscheibe s frei drehbar und trägt ein Zahnrad x, welches die Mittel zur Linealv erschiebung antreibt.
  • Von diesen beiden Kuppelscheiben darf je- weils nur eine mit dem Antrieb gekuppelt werden, so daß dieser entweder auf die Rechenmaschinen"velle oder auf die Mittel zur Linealverschiebung wirken kann. Dics wird erreicht durch zwei auf einer gemeinsamen Achse y drehbar an der Maschinenwand gelagerte Sperrhebel --, z', die durch einen zwischen ihnen angeordneten, doppelarmigen Steuerhebel a, der um einen Gestellbolzen ß drehbar ist, wechselweise zum Eingriff mit der rechten oder linken Kuppelscheibe gebracht werden können.
  • Wie aus Abb. ia erkennbar, wird der rechte Sperrhebel durch eine Feder mi dauernd nach unten gezogen, so daß in der Grundstellung die rechte Kupplung und damit die Mittel zur Linealverschiebung entkuppelt sind, während die Rechenmaschinenwelle mit dem Antrieb verbunden ist.
  • Drückt nun das Hebelende 22' des Umkupplungshebels 22 den Querstift 27 nieder, der auf dem einen Arm des doppelarmigen Steuerhebels a sitzt, so erfolgt die Umkupplung derart, daß nunmehr die Rechenmaschinen-welle entkuppelt, dagegen die Mittel zur Linealverschiebung mit dem Antrieb gekuppelt werden. Der Querstift 27 drückt nun zugleich auf den zweiarmigen Hebel 29, der um den Bolzen 28 an der Maschinenwand schwingt, und dessen anderes Ende den Stift f am Kniehebel e anhebt. Hierdurch wird nun in der eingangs beschriebenen Weise die Hauptantriebskupplung L erneut eingerückt und durch den gleichzeitig stattfindenden Kontaktschluß der Motor wieder unter Strom gesetzt, derart, daß die Antriebswelle eine weitere Umdrehung vollführt, durch welche die Linealverschiebung um eine Dezimalstelle bewirkt wird. Bei dieser Umdrehung wird auch die Hubscheibe i 9 mitgedreht, welche den Hebel 17 zurückschwingt und dadurch alle Teile in die Anfangslage zurückführt.
  • Bei der automatischen Verschiebung des Lineals im Anschluß an jede Multiplikation oder Division macht sich die Einführung einer Multiplikatornulltaste 3o erforderlich, welche beim Niederdrücken nur die Mittel zur Herbeiführung der Linealverschiebung beeinflußt. Diese Nulltaste bildet das Ende eines Schwinghebels. 31, welcher bei 32 drehbar an der Wand io gelagert ist, wobei eine Feder 33 das Bestreben hat, den Hebel 31 ständig nach oben zu ziehen. Dieses Bestreben wird begrenzt durch seinen Stift 3q., der in einen annähernd senkrecht gestellten Schlitz 35 der Wand io ragt und sich gegen das obere Schlitzende legt. Wird die Taste 30 niedergedrückt, dann geht der an dem Tastenhebel 31 sitzende Stift 34 mit und drückt dabei auf einen Hubdaumen 36. Dieser Hubdaumen ist am Schwinghebel 13 so vorgesehen, daß beim Niederdrücken der Taste 3o der Stift 34 den Hebel 13 zur Ausschwingung bringt und der Stift 16 von seinem Auflager 15 abgleitet.
  • Damit beim Niederdrücken der Taste 3o die Multiplikatortasten 2 und umgekehrt gesperrt werden, ist am Tastenhebel 31 eine nach unten ragende Nase 37 (vgl. insbesondere Abb. 3) angebracht und in ihrem Bereich ein Stift 38 an der bekannten Sperrschiene 39 für die Multiplikatortasten 2. Wird eine Multiplikatortaste 2 niedergedrückt, dann verschiebt sich die Schiene 39 nach links im Sinne der Abt). 3, wobei sich der Stift 38 verriegelnd unter die N ase 37 legt, So daß die Taste 30 nicht niedergedrückt werden kann. In der Ruhelage der Schiene 39 dagegen befindet sich der Stift 38 hinter der Nase 37 (vgl. die in Abb. 3 punktiert eingezeichnete Stiftlage). Wird dann die Taste 3o niedergedrückt, so übergreift die Nase 37 den Stift 38 und verriegelt dadurch die Schiene 39 gegen eine Verschiebung nach links, so daß dann die Multiplikatortasten nicht niedergedrückt werden können.
  • Bei der Multiplikation muß die Verschiebung des Lineals nach der einen und bei der Division nach der anderen Seite stattfinden. Die Bedienung des bekannten Wendegetriebes für die Linealverschiebung geschieht durch einen Stellhebel 40, welcher die drei in Abb. 2 angedeuteten Hauptlagen einnehmen kann.: Dieser um den Bolzen 41 drehbare Stellhebel ist mit einem Gestänge 42 gelenkig verbunden. Das Gestänge- weist an seinem Ende einen Längsschlitz 43 auf, in welchen ein Stift 44 hineinragt. Der Stift sitzt an einem Zwischenschieber 45, der mit seinem Arme 46 an der Stellschiene 47 angreift.
  • Wie in der deutschen Patentschrift 434 145 näher beschrieben, besteht das Wendegetriebe für die Linealverschiebung aus einem Antriebskegelrad 51, welches mit den beiden Wendekegelrädern 48 und 49, die frei drehbar auf der Welle 47a sitzen, im ständigen Eingriff steht. Die Räder 48 und- 49 haben iri ihren Naben j e eine Aussparung, in die. sich je ein keilartiger Fortsatz der Stellschiene 47, die in einer Längsnut der Welle 47a verschiebbar ist, abwechselnd einlegen und dadurch das entsprechende Rad mit der Welle 47a kuppeln kann. Außerdem ist eine Feder 5o vorgesehen, welche das Bestreben hat, den Zwischenschieber 45 stets nach rechts im Sinne der Abb: 2 gegen das Gestänge 42 zu ziehen.
  • Die Wirkungsweise dieser Einrichtung ist die folgende: Bei der in Abb. 2 durch ausgezogene Linien gezeigten Lage des Stellhebels 4o ist das Gestänge 42 in seine weiteste Rechtslage gezogen. Hier hat sich der Stift 44 an das linke Ende des Schlitzes 43 angelegt, und es ist der Zwischenschieber 45 mit nach rechts genommen worden. Dementsprechend ist das Kegelrad 48 mit der Welle 47a gekuppelt. Wird nun der Stellhebel in die Mittellage gedreht, dann geht das Gestänge nach links, wobei der Schlitz 43 einen Leerlauf gestattet, ehe sich der Stift 44 an das rechte Schlitzende anlegt. Dabei wird aber die Feder 5o den Zwischenschieber 45 in seiner vorherigen Lage festhalten, so daß das Kegelrad 48 mit der Antriebswelle 47a gekuppelt bleibt. Diese Mittelstellung ist, wie später noch einmal erläutert wird, dazu bestimmt, den Einfluß der Multiplikatortasten 2 auf die Linealverschiebung abzuschalten, so daß nur noch die Nulltaste 30 eine Linealverschiebung herbeiführen kann. Wird der Schalthebel ganz nach links umgelegt, so wird der Stift 44 von dem Gestänge 4z mitgenommen und das Kegelrad 49 mit der Antriebswelle 47a gekuppelt.
  • An einem Fortsatz 52 des Stellhebels 40 sind drei Rasten vorgesehen, und zwar zwei Rasten für die Endstellungen des Stellhebels und eine Rast 54 für die Mittelstellung. In diese Rasten legt sich ein Stift 55 ein, der am Ende eines um den Bolzen 56 schwingenden Hebels 57 sitzt. Dieser Hebel wird durch eine Feder 58 so beeinflußt, daß der Stift 55 den Rasten zugeschoben wird. Die Rasten 53 sind so weit zurückgenommen, daß der Stift 55 nicht zur Berührung mit der Klinke 5 kommen kann, wenn er sich in diese Rasten einlegt. Die mittlere Rast 54 jedoch ist so weit vorgeschoben, daß der Stift 55 (wie Abb. 3 zeigt) bei der Einstellung des Stellhebels 4o in die Mittelstellung die Klinke 5 verdrängt und sie aus dem Klinkenrad 7 aushebt. Jetzt können die Multiplikatortasten 2 nicht mehr auf das Getriebe der Linealverstellung wirken, sondern nur noch die Nulltaste 30.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zur automatischen Herbeiführung der Dezimalstellenverschiebung des Lineals bei Rechenmaschinen mit neun Multiplikatortasten zur Kupplung der Antriebswelle mit der Handkurbel oder dem Motor, bei welcher die Schlittenverschiebung durch die Handkurbel oder den Motor nach Beendigung der letzten Multiplikatordrehung- vor sich geht, dadurch gekennzeichnet, daß beim letzten Schritt des -Multiplikatorgetriebes die Sperrung eines Umkupplungshebels (22) ausgelöst wird, so daß er unter dem Zuge einer Feder (zo) ein Zwischenglied (27), Querstift o. dgl., beeinflußt, welches die Umkupplung einer doppelt wirkenden Kupplung (r, s, t, u, v, w) derart bewirkt, daß die Rechenmaschinenwelle entkuppelt und die Mittel zur Dezimalstellenverschiebung mit der Antriebswelle gekuppelt werden, wobei gleichzeitig ein weiterer Steuerhebel (2g) betätigt wird, der die Hauptkupplung (L) erneut einrückt und @gegebenenfalls durch Kontaktschluß den Motor in Betrieb setzt, so daß durch die nun folgende Drehung der Antriebswelle durch Vermittlung eines Wendegetriebes bis 51) ein Malteserkreuzgetriebe o. dgl. betätigt wird, welches den Schlitten um eine Dezimalstelle verschiebt, wobei gegen Ende der Drehung eine auf der Rechenmaschinenwelle sitzende Hubscheibe (ig) den Umkupplungshebel (22) wieder in die Sperrstellung zurückführt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufhebung der Sperrung des Umkupplungshebels (22) beim letzten Schritt des Multiplikatorgetriebes nicht direkt, sondern durch Vermittlung von Zwischengliedern (5 bis 13) erfolgt, so daß sie auch unabhängig vom Multiplikatorwerk durch Betätigung einer Nulltaste (3o) oder anderer Mittel be-,virkt werden kann, und daß ein Einstellmittel (q.0), Stellhebel a. dgl., vorgesehen ist, welches mit dem Wendegetriebe (4.8 bis 51) für die Linealschaltung in Verbindung steht und je nach seiner Einstellung die Richtung bestimmt, in der das Lineal verschoben werden soll, oder welches die entsprechende Einwirkung des Multiplikatorwerkes durch Beeinflussung der Zwischenglieder (5 bis 13) unwirksam macht, wobei die Mittel zur Linealverschiebung nach Lösung von dem Getriebe der Multiplikatortasten nur noch durch die Multiplikatornulltaste (3o) beeinflußt werden können.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Verriegelung vorgesehen ist, welche bewirkt, daß durch die Betätigung einer der Multiplikatortasten i bis 9 die Multiplikatortaste o verriegelt wird und umgekehrt. q.. Vorrichtung nach Anspruch i bis 3, bei: welcher am Ende der durch die Multiplikatocrtasten i bis 9 bestÜmznten Umdrehungen der Antriebswelle ein Schwinghebel ausgeschwungen wird, welcher die Entkupplung der Antriebswelle bzw. der Handkurbel bewirkt, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Ausschwingung des Schwinghebels (q.) mittels eines Zwischengestänges die Sperrung des Umkupplungshebels (22) aufgehoben und däß dieser dem Zuge der Feder (2o) preisgegeben wird und ausschwingen kann, um durch seine Ausschwingung die Verbindung des -Getriebes zur Linealverschiebung mit der.Motorwelle bzw. der Handkurbel herzustellen. 5. Vorrichtung nach Anspruch i bis q., dadurch gekennzeichnet, daß auf dem von den-Multiplikatortasten i bis g beeinflußten Schwinghebel (q.) eine Klinke (5) drehbar befestigt ist, welche durch eine Feder (6) o. dgl. zum Eingriff mit einem Klinkenrad (7) gezogen wird und dieses weiterschaltet, wobei andererseits mit dem Klinkenrad (7) ein Schwinghebel (13) im Eingriff steht, der bei der Verdrehung des Klinkenrades zur Ausschwingung gebracht wird; und an diesem Schwinghebel (13) sich das Auflager'(15) für einen an einem Kniehebel (17) angeordneten Stift (16) befindet, derart, daß bei der Ausschwingung des Hebels (13) das Auflager (15) vorn Stift (16) abgezogen wird. 6. Vorrichtung nach Anspruch 1, q. und 5, dadurch gekennzeichnet, daß der auf - dem beweglichem Auflager (15) ruhende Stift (16) am Ende eines besonderen, drehbar am Gestell gelagerten Kniehebels (17) angeordnet ist, wobei dieser Kniehebel mit einem an seinem Ende vorgesehenen zweiten Stift (25) in einen Schlitz des Umkupplungshebels (22) eingreift, und am anderen Ende des Kniehebels ein Zapfen (18) vorgesehen ist, der mit einer auf der vom Motor bzw. der Handkurbel gedrehten Antriebswelle (2.1) für die Linealverschiebung vorgesehenen Hubscheibe (ig) derart im Eingriff steht, daß die Hubscheibe einmal die Ausschwingung des Kniehebels (17) bei Abgleiten des Stiftes (16) von dem Auflager (15) im Sinne einer Freigabe des Umkupplungshebels (22) gestattet, andererseits aber bei Vollendung der Wellenumdrehung den Kniehebel (17) unter überwindung des Zuges der an ihm angreifenden Feder (2o) wieder- anhebt, wobei der Umkupplungshebel (2a) durch den Stift (25) mitgenommen wird. 7. Vorrichtung nach Anspruch i und q., dadurch ekennzeichnet, daß der das Auf-Z> lager (i5) für den Stift (i6) bildende Schwinghebel (i3) mit einem Hubdaumen (36) und die Multiplikatornulltaste (30) mit einem Stift (34) derart ausgerüstet ist, daß beim Niederdrücken der Multiplikatornulltaste (3o) der Stift (34) mit dem Hubdaumen (36) zum Eingriff kommt und dadurch- die Ausschwenkung des Hebels (i3) im Sinne der Entziehung des Auflagers (i5) vom Stift (i6) herbeigeführt wird. 8. Vorrichtung nach Anspruch 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Multipli-°katornulltaste- (3o) am_ Ende eines mit `der bekannten Multipli'katortasten-Sperrschiene (39) parallel gelegten Schwinghebels (3i) angeordnet ist, welcher durch eine Feder (33) o. dgl. in der Ruhelage festgehalten wird und an seinem Ende eine Nase (37) trägt, die mit einem an der Sperrschiene (39) befestigten Sperrstift (38) in dem -Sinne zusammenwirkt, daß der Stift sich bei der Ruhelage der Multiplikatortasten i bis 9 und der Nulltaste hinter der Nase befindet und ein Niederdrücken der Nulltaste zuläßt, wobei dann der Stift durch die Nase festgehalten wird, so daß eine Verschiebung der Multiplikatortasten-Sperrschiene (39) nicht möglich ist, während umgekehrt beim Niederdrücken einer der Multiplikatortasten i bis 9 durch die Verschiebung der Sperrschiene (39) der Stift (38) sich unter die Nase (37) legt und ein Niederdrücken der Nulltaste verhindert. 9. Vorrichtung nach Anspruch i und 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Umschalthebel (40) durch ein Gestänge (4a) mit dem Schieber (45) verbunden ist, welcher das Wendegetriebe einstellt, wobei das Gestänge mit- dem Schieber (45) durch einen Stift (44) verbunden ist, der in einen Längsschlitz (q.3) des Gestänges hineinragt, und zwischen dem Gestänge und dem Schieber außerdem eine Feder (5o) vorgesehen ist, derart, daß bei der Verschwenkung des Schalthebels (4o) aus der einen Endstellung in die Mittelstellung das Gestänge vermöge des Stiftschlitzes (43) einen Leerlauf vollzieht, wobei aber die Feder (5o) das Wendegetriebe in der einmal eingestellten Lage festhält, während beim weiteren Umlegen des Schalthebels in die andere Endstellung der Stift sich an das betreffende Schlitzende anlegt und nunmehr der Schieber (45) mitgenommen wird. io. Vorrichtung nach Anspruch i und 3, dadurch gekennzeichnet, daß für das Abheben der Klinke (5) ein Stift (55) am Ende eines federbeeinflußten Schwinghebels (57) vorgesehen ist, welches sich in Rasten (53) an einem Fortsatz (52) des Schalthebels (40) einlegt, derart, daß bei den Endstellungen des Schalthebels der Stift außer Eingriff mit der Klinke sich befindet, während eine mittlere Rast (54) für diesen Stift vorgesehen ist, in welcher der Stift unter Ausschwingung seines Hebelträgers zum Eingriff mit der Klinke (5) im Sinne des Aushebens der Klinke gelangt.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE743947C (de) * 1939-04-25 1944-01-08 Carl Walther Waffenfabrik Motorisch angetriebene Rechenmaschine mit halbselbsttaetiger Multiplikation
DE866268C (de) * 1939-01-21 1953-02-09 Telephonwerke Deutsche Rechenmaschine fuer die vier Grundrechnungsarten

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