DE490723C - Verfahren zur Darstellung von Kuepenfarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Kuepenfarbstoffen

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DE490723C
DE490723C DEI28935D DEI0028935D DE490723C DE 490723 C DE490723 C DE 490723C DE I28935 D DEI28935 D DE I28935D DE I0028935 D DEI0028935 D DE I0028935D DE 490723 C DE490723 C DE 490723C
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DE
Germany
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Expired
Application number
DEI28935D
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English (en)
Inventor
Dr Karl Wilke
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IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D231/00Heterocyclic compounds containing 1,2-diazole or hydrogenated 1,2-diazole rings
    • C07D231/54Heterocyclic compounds containing 1,2-diazole or hydrogenated 1,2-diazole rings condensed with carbocyclic rings or ring systems
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B5/00Dyes with an anthracene nucleus condensed with one or more heterocyclic rings with or without carbocyclic rings
    • C09B5/02Dyes with an anthracene nucleus condensed with one or more heterocyclic rings with or without carbocyclic rings the heterocyclic ring being only condensed in peri position
    • C09B5/04Pyrazolanthrones
    • C09B5/06Benzanthronyl-pyrazolanthrone condensation products

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

  • Verfahren zur Darstellung von Küpenfarbstoffen Es wurde gefunden, daß N-Benzanthronylpyrazolanthrone, die z. B. aus Pyrazolanthron und Bz-i-Halogenbenzanthronen gemäß Patent 468896 gewonnen werden können, beim Behandeln mit alkalischen Kondensationsmitteln leicht in wertvolle neue Küpenfarbstoffe übergehen. Vermutlich besitzen diese Farbstoffe eine Struktur, welche der des Dibenzanthrons ähnlich ist, z. B. Beispiele i. a2 Gewichtsteile Pyrazolanthron und 3 t Gewichtsteile Bz-i-Brombenzanthron werden in Gegenwart von 15 Gewichtsteilen Pottasche und etwa 0,5 Gewichtsteilen Kupferkarbonat in 30o Gewichtsteilen Nitrobenzol 7 Stunden lang bei Siedetemperatur verrührt. Das beim Erkalten sich ausscheidende -Benzanthronylpyrazolanthron bildet nach dem Umkristallisieren aus Nitrobenzol ein gelbes Kristallpulver vom Schmelzpunkt 398 bis 4o0°. Schwefelsäure löst die reine Substanz mit gelbstichigroter Farbe ohne Fluoreszenz. io Gewichtsteile des so erhaltenen Benzanthronylpyrazolanthrons werden mit ioo Gewichtsteilen pulverisiertem Ätzkali innig vermengt, das Gemisch mit ioo Gewichtsteilen Alkohol durchfeuchtet und 5 bis 6 Stunden lang im Dampfbade bei etwa 9o bis ioo° erhitzt. Dann wird die Schmelze inWasser aufgenommen, gelöste Leukoverbindung durch Einleiten von Luft oxydiert und der ausgeschiedene Farbstoff auf ein Filter gebracht und ausgewaschen. Er bildet eine schwarzblaue Paste, im trockenen Zustande ein metallisch glänzendes violettblaues Pulver. Konzentrierte Schwefelsäure löst mit trüber violettroter Farbe, die beim vorsichtigen Verdünnen mit Wässer ridch Grün umschlägt. Bei weiterem Zusatz von-Wasser fallen blaue Flocken äüs: - Mit- alkalischem Hydrosulfit entsteht eine grünstichigblaue Küpe, aus der Baumwolle in echten blauen Tönen angefärbt wird.
  • 2. Wird die Einwirkung des Alkalis auf das Benzanthronylpyrazolanthron bei höherer Temperatur vorgenommen, so entsteht - offenbar über das Produkt des Beispiels i hinweg - ein zweiter Farbstoff In eine auf 16o° angeheizte Schmelze von 15o Gewichtsteilen Ätzkali und 75 Gewichtsteilen Alkohol werden unter einer Stickstoffatmosphäre =o Gewichtsteile Benzanthronylpyrazolanthron eingetragen und 3 Stunden lang bei 16o° verrührt. Dann wird in Wasser ausgegossen und durch Einleiten von Luft der Farbstoff in grünlichgraublauen Flocken zur vollständigen Ausscheidung gebracht. Nach dem Filtrieren und Auswaschen erhält man eine schwarze Paste, nach dem Trocknen ein braunstichigschwarzes Pulver. Mit konzentrierter Schwefelsäure ensteht eine olivebraune Lösung, die sich auf Zusatz von wenig Wasser grün färbt und bei stärkerem Verdünnen grüne Flocken ausscheidet. Alkalisches Hydrosulfit gibt eine blaue Küpe, aus der Baumwolle in grüngrauen bis schwarzen Tönen angefärbt wird.
  • 3. Bz-2-Phenylbenzanthronylpyrazolanthron liefert bei der Konzentration nach Beispiel i einen Farbstoff, der sich in konzentrierter Schwefelsäure mit violettstichigroter Farbe löst. Aus grünblauer Hydrosulfitküpe wird Baumwolle in blauen Tönen angefärbt, die viel grünstichiger sind als die Ausfärbungen des nach Beispiel i erhaltenen nichphenylierten Benzanthronpyrazolanthrons.
  • Das als Ausgangsmaterial benötigte Bz-2-Phenylbenzanthronylpyrazolanthron läßt sich leicht durch Kondensation von Pyrazolanthron mit Bz-i-Chlor-Bz-2-phenylbenzanthron vom Schmelzpunkt 248 ° (vgl. Patent 48 i 797) darstellen. Es bleibt ein gelbes Kristallpulver, das bei 321' schmilzt und sich in konzentrierter Schwefelsäure mit stark gelbstichigroter Farbe ohne Fluoreszenz löst.
  • 4. Durch Kondensation von 4-Methylpyrazolanthron (vgl. Berichte der Deutschen Chem. Gesellschaft, Bd.55, S.2162) mit Bz-i-Brombenzanthron erhält man ein N-Bz-i-Benzanthronyl-4-methylpyrazolanthron, das, aus Nitrobenzol umkristallisiert, ein braungelbes Pulver vom Schmelzpunkt 332 bis 333' darstellt.
  • In der alkoholischen Kalischmelze bei Dampfbadtemperatur nach Beispiel i kondensiert sich dieses Produkt zu einem Farbstoff, der in Form der Paste blaugrün, in trockenem Zustande schwarz gefärbt ist. Aus grünstichigblauer Küpe mit blaugrüner Blume wird Baumwolle in schönen grünstichigblauen Tönen angefärbt.
  • 5. Das Nitrobenzanthronylpyrazolanthron aus nitriertem Bz-i-Brombenzanthron vom Schmelzpunkte 292° (vgl. z. B. Patent 445 845) und Pyrazolanthron dargestellt, bildet ein rotgelbes Pulver, das nach einmaligem Umkristallisieren aus viel Nitrobenzol bei 404 bis 405' schmilzt. Durch Reduktion dieses Nitro= körpers mit Zinnchlorür in Eisessigsalzsäure entsteht ein rotes Aninobenzanthronylpyrazolanthron vom Schmelzpunkte 417'.
  • Sowohl dieses Nitro- wie auch das Aminobenzanthronylpyrazolanthron liefert beim Verschmelzen mit alkoholischem Kali gemäß Beispiel i einen Farbstoff, der eine dunkelgrüne Paste oder ein schwarzes Pulver darstellt. Konzentrierte Schwefelsäure löst mit braungelber Farbe. Aus blauer Hydrosulfitküpe mit graublauer Blume wird auf Baumwolle eine graugrüne Färbung erhalten, die beim Chloren voller wird.
  • 6. Aus einem Molekül Dipyrazolanthron (vgl. Berichte der Deutschen Chem. Gesellschaft, Bd.45, S.2246) und zwei Molekülen Bz-i-Brombenzanthron erhält man durch Kondensation in Nitrobenzol in Gegenwart von Pottasche und Kupfersalz leicht ein N-N'-Dibenzanthronyldipyrazolanthron. Aus sehr viel Nitrobenzol läßt sich dieser Körper umkristallisieren ; er bildet dann ein Pulver orangegelber Kristalle, die beim Erhitzen bis auf q.50° noch nicht schmelzen. Konzentrierte Schwefelsäure löst mit rotgelber Farbe.
  • 2o Gewichtsteile des obigen Dibenzanthronyldipyrazolanthrons werden in eine auf etwa 15o bis 16o° erhitzte Schmelze aus ioo Gewichtsteilen Ätzkali und ioo Gewichtsteilen Alkohol eingetragen und 3 Stunden lang bei gleicher Temperatur verrührt. Nach der Aufarbeitung in üblicher Weise erhält man eine braunstichigviolette Paste, nach dem Trocknen ein dunkelbraunes Farbstoffpulver, das sich in konzentrierter Schwefelsäure olivegrün löst. In violettroter alkalischer Hydrosulfitküpe bildet der Farbstoff eine ziemlich schwer lösliche rote Leukoverbindung. Die violettroten Auffärbungen auf Baumwolle oxydieren sich an der Luft zu einem rotstichigen Blau.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von Küpenfarbstoffen, darin bestehend, daß man N-Benzanthronylpyrazolanthrone mit alkalischen Kondensationsmitteln behandelt.
DEI28935D 1926-08-31 1926-08-31 Verfahren zur Darstellung von Kuepenfarbstoffen Expired DE490723C (de)

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