DE488104C - Verfahren zur Beseitigung des dem durch Gaerung erhaltenen Glyzerin anhaftenden unangenehmen Geruchs - Google Patents

Verfahren zur Beseitigung des dem durch Gaerung erhaltenen Glyzerin anhaftenden unangenehmen Geruchs

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DE488104C
DE488104C DEL66993D DEL0066993D DE488104C DE 488104 C DE488104 C DE 488104C DE L66993 D DEL66993 D DE L66993D DE L0066993 D DEL0066993 D DE L0066993D DE 488104 C DE488104 C DE 488104C
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    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12PFERMENTATION OR ENZYME-USING PROCESSES TO SYNTHESISE A DESIRED CHEMICAL COMPOUND OR COMPOSITION OR TO SEPARATE OPTICAL ISOMERS FROM A RACEMIC MIXTURE
    • C12P7/00Preparation of oxygen-containing organic compounds
    • C12P7/02Preparation of oxygen-containing organic compounds containing a hydroxy group
    • C12P7/04Preparation of oxygen-containing organic compounds containing a hydroxy group acyclic
    • C12P7/18Preparation of oxygen-containing organic compounds containing a hydroxy group acyclic polyhydric
    • C12P7/20Glycerol

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Description

  • Verfahren zur Beseitigung des dem durch Gärung erhaltenen Glyzerin anhaftenden unangenehmen Geruchs Wenn man das durch Gärung erhaltene Glyzerin erhitzt und destilliert, so tritt ein sehr unangenehmer, intensiver, knoblauchartiger Geruch auf, und man war bisher nicht in der Lage, diesen Geruch völlig zu beseitigen. Bei dem in bekannter Weise durch Verseifen von Fetten gewonnenen Glyzerin tritt dieser Übelstand nicht auf. Der üble, erst bei der Destillation auftretende Geruch wird, wie die Erfinderin festgestellt hat, durch geringe Mengen von Schwefelverbindungen verursacht, deren Anwesenheit im Rohglyzerin sonst nicht im mindesten stört, die lediglich infolge ihrer Zersetzung in der Destillationshitze den Geruch erzeugen.
  • Wie nun gefunden wurde, gelingt die völlige Beseitigung dieses Geruches bei durch Gärung erhaltenem Glyzerin dadurch, daß man durch Behandlung mit oxydierenden Mitteln, beispielsweise Wasserstoffsuperoxyd, Permanganaten, unterchlorigsauren Salzen, die Substanzen, welche beim Erhitzen den üblen Geruch hervorrufen, so verändert, daß das Glyzerin ebenso geruchlos ist wie das durch Verseifung von Fetten gewonnene Glyzerin. Die Erfinderin war ursprünglich der Ansicht, daß bei einer derartigen Behandlung mit Oxydationsmitteln auch das Glyzerin angegriffen würde. Überraschenderweise ist dies jedoch nicht der Fall. Denn wenn man bei der Behandlung des Gärungsglyzerins mit Oxydationsmitteln die Verwendung eines größeren L'berschusses an Oxydationsmitteln vermeidet, so werden die den unangenehmen Geruch hervorrufenden Substanzen zerstört, bevor das Glyzerin ,angegriffen wird.
  • Gemäß vorliegendem Verfahren wird das Rohglyzerin vor der- Destillation der oxydierenden Behandlung unterworfen. Hierdurch wird gleichzeitig das etwa noch in der Lösung vorhandene Sulfit, das bei der Destillation bzw. Konzentration des Glyzerins die Apparatur angreifen kann, zum unschädlichen Sulfat oxydiert.
  • Es ist bereits bekannt, Geruchstoffe durch Oxydation zu entfernen. Das vorliegende Verfahren stellt aber insofern etwas grundsätzlich anderes dar als sämtliche bisher bekannten Verfahren zum Geruchlosmachen durch Oxydation, weil im vorliegenden Falle Stoffe zerstört werden, die an sich nicht riechen, sondern erst bei der Destillation in unangenehm riechende Produkte übergehen.
  • Die Ausführung des Verfahrens gemäß vorliegender Erfindung ist sehr einfach. Man gibt zu dem zu behandelnden Glyzerin eine kleine Menge z. B. Chlorkalk oder eine Lösung von unterchlorigsaurem Natron und läßt einige Zeit stehen. Die Zeit richtet sich nach der Menge des zugesetzten Oxydationsmittels und der Reaktionsgeschwindigkeit der den Geruch hervorrufenden Substanzen. Man überzeugt sich dann durch Erhitzen einer kleinen Probe, ob die zugefügte Menge des Oxydationsmittels genügt hat, die den Geruch erzeugenden Substanzen zu zersetzen, gegebenenfalls gibt man von neuem Oxydationsmittel zu, bis der -üble Geruch beim Erhitzen nicht mehr auftritt. Man kann auch durch Titration mit Jod die Menge des anzuwendenden Oxydationsmittels bestimmen. Beispiel i ioo kg 8oprozentiges Rohglyzerin werden mit einer Lösung von 500 g unterchlbrigsaurem Natron versetzt und 6 Stunden stehengelassen und dann auf bekannte Weise destilliert. Das übergehende Dynamitglyzerin besitzt nur den üblichen Destillationsgeruch.
  • Beispiel z In i cbm der dünnen, warmen, etwa ioprozentigen Glyzerinlösung, welche man erhält, wenn man aus der vergorenen Glyze rinmaische das Sulfit mit Calciumchlorid und Kalk ausgefällt hat, werden 1,5 kg Chlorkalk eingerührt. Nach 3 Stunden fällt man dann das Calcium aus der Lösung mit Soda, filtriert und dampft nach dem Neutralisieren die Lösung, wie üblich, ein. Man erhält so ein Rohglyzerin, welches sich wie jedes Laugenglyzerin ohne üblen Geruch destillieren läßt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Beseitigung des dem durch Gärung erhaltenen Glyzerin nach der Destillation anhaftenden unangenehmen Geruchs, dadurch gekennzeichnet, da.ß man das Rohglyzerin in konzentriertem Zustande oder in verdünnter Lösung zunächst mit oxydierenden Mitteln behandelt und sodann einer Reinigungsdestillation unterwirft.
DEL66993D 1926-10-12 1926-10-12 Verfahren zur Beseitigung des dem durch Gaerung erhaltenen Glyzerin anhaftenden unangenehmen Geruchs Expired DE488104C (de)

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