DE304349C - - Google Patents

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DE304349C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C3/00Tanning; Compositions for tanning
    • C14C3/02Chemical tanning
    • C14C3/08Chemical tanning by organic agents
    • C14C3/24Chemical tanning by organic agents using lignin derivatives, e.g. sulfate liquor

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

Die aus den Sulfitablaugen hergestellten sogenannten Zelluloseextrakte zeigen gegenüber den, unbehandelten pflanzlichen Gerbstoffauszügen eine geringere Gerbwirkung', was zu einem großen Teil auf die Sülfitbeharidlung zurückgeführt werden muß, durch welche der Gerbstoff leichter löslich gemacht wird. -
So ist ein Verfahren zum Reinigen von
ίο Sulfitzelluloselauge zum Zweck der Erzielung eines in der Gerberei bzw. Lederfärberei, insbesondere zum Füllen dfer Häute geeigneten Gerbstoffes bekanntgeworden, welches darin besteht, daß die gegebenenfalls durch Erhitzen oder Behandlung im Vakuum von der Hauptmenge schwefliger Säure und Kalziumsulfits befreite Lauge zunächst mit Ozon und dann mit gefälltem kohlensauren Baryt behandelt wird.
Der Zweck dieses vorbekannten Verfahrens Avar, alle freie und anorganisch gebundene .schweflige Säure sowie den mit dieser verbundenen Kalk zu entfernen.
Ferner ist auf einem anderen Gebiete, nämlieh zur Herstellung von Klebstoffen aus Zellstoffablauge, schon vorgeschlagen worden, die durch Schwefelsäure abgeschiedene schweflige Säure abzukochen oder auch statt der letzteren Maßnahme die schweflige Säure durch Zusatz von chlorsaurem Kali in Schwefelsäure zu verwandeln.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Gerbmittel aus Sulfitablauge, in welcher nicht nur eine Reinigung, sondern auch eine Erhöhung der Gerbwirkung durch die Beseitigung des an den organischen Gerbstoff gebundenen Schwefels herbeigeführt worden ist. Diese tiefergehende Einwirkung wird durch die Anwendung von festen oder flüssigen Oxydationsmitteln erreicht, die ein Erhitzen der Lauge während des Oxydationsvorganges gestatten. Solche Oxydationsmittel sind z. B. Chlorate, Nitrate, Permanganate, Chromate, gegebenenfalls unter Zusatz entsprechender Säuremengen.
Be i s ρ i e 1 :
ΐόο kg eines flüssigen Zelluloseextraktes von. 25 bis 300 Be versetzt man entsprechend seinem Gehalt an schwefliger Säure und organisch gebundenem Schwefel mit etwa 2 bis 5 kg! Natriumclilorat und erwärmt mit Dampf auf"1 oo°. Bei dieser Temperatur hält man den Extrakt etwa zwei Stunden und kann dann eine rasche Abkühlung vornehmen.
Die Veränderung des Extraktes in der Wirkung auf die Hautblöße ist augenfällig. Die Farbe des Leders wird ähnlich der eines mit Fichtenloheauszug gegerbten Leders gelblichbraun. Die Gerbung 'verläuft nicht mehr so schnell und gleichförmig, wie".mit dem nicht oxydierten Auszug, sondern langsamer und in schärfer abgegrenzter Schicht. Die Gerbstoffablagerung erscheint reichlicher. An kräftigen Rindsblößenstücken kann man auf dem frischen Schnitt diese Eigenschaften und Unterschiede deutlich beobachten.
Es war nicht bekannt und auch nicht ohne weiteres vorauszusehen, daß durch das Erhitzen der Sulfitablauge mit solchen festen oder flüssigen Oxydationsmitteln ein Gerbmittei gewonnen wird, welches durch die Zer-
Störung auch des organisch gebundenen " Schwefels,-..;d.ie -jvjjrsjprünglfichen Eigenschaften des Fichtehliolzausizuges Tif: höherem Maße als bisherfÄfecförWerilangt hai/ >&
g. hai/ >
Wenn man bei der bekannten Anwendung von Ozon zur Oxydation der Sulfitlauge eine Anwärmung vornehmen wollte, so würde schon bei der Anwärmung eine beträchtliche Menge Sauerstoff verloren gehen.
ίο Die festen und flüssigen Oxydationsmittel geben dagegen ihren Sauerstoff auch in der Wärme nur allmählich ab. Dies zeigt sich auch deutlich bei der Ausführung des neuen Verfahrens, indem erst bei Annäherung an die Siedetemperatur plötzlich ein lebhaftes Aufschäumen und Weiterkochen der Sulfitlauge ohne weitere AVärmezuführung stattfindet.
Ein weiterer technischer Fortschritt besteht darin, daß man den Sauerstoff in einer festen und gleichmäßig scharf bemessenen
Form zusetzt, während bei der Verwendung von Ozon, dessen Gehalt infolge seiner geringen Haltbarkeit Schwankungen unterworfen ist, eine stets gleichmäßige Behänd-· lung nicht in dem gewünschten Maße durchgeführt werden kann.
Ferner hat sich erwiesen, daß durch das Erhitzen der Sulfitlauge auch eine wesentliche Beschleunigung des Oxydationsvorgangs möglieh ist. Vor allem aber besteht die Überlegenheit der Erfindung darin, daß die in der beschriebenen Weise oxydierte Sulfitablauge nachweisbar bessere Gerbwirkung als die vorbekannten Verfahren ergibt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Gerbmittel, bestehend aus Sulfitablauge, welche mit festen oder flüssigen Oxydationsmitteln, vorzugsweise mit ChIoraten, erhitzt worden ist.
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