DE486492C - Reindarstellung von AEthylenchlorhydrin - Google Patents

Reindarstellung von AEthylenchlorhydrin

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DE486492C
DE486492C DEW73698D DEW0073698D DE486492C DE 486492 C DE486492 C DE 486492C DE W73698 D DEW73698 D DE W73698D DE W0073698 D DEW0073698 D DE W0073698D DE 486492 C DE486492 C DE 486492C
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DE
Germany
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chlorohydrin
ethylene
water
ethylene chlorohydrin
ethylene chloride
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Expired
Application number
DEW73698D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Paul Ernst
Dr Felix Kaufler
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Wacker Chemie AG
Original Assignee
Wacker Chemie AG
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C29/00Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring
    • C07C29/74Separation; Purification; Use of additives, e.g. for stabilisation
    • C07C29/76Separation; Purification; Use of additives, e.g. for stabilisation by physical treatment
    • C07C29/80Separation; Purification; Use of additives, e.g. for stabilisation by physical treatment by distillation
    • C07C29/82Separation; Purification; Use of additives, e.g. for stabilisation by physical treatment by distillation by azeotropic distillation

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Reindarstellnng von Äthylenchlorhydrin Bei der Darstellung von Äthylenchlorhydria durch Behandeln von Äthylen mit Chlor und Wasser entsteht eine verdünnte, salzsäurehaltige Lösung von Äthylenchlorhydrin in Wasser (s. G o m b e r g , journ. Amen Chem. Soc., Bd. 4.1 S. 141q.ff.). Die Abtrennung des reinen Äthylenchlorhydrins aus diesen wäßrigen Lösungen bereitet erhebliche Schwierigkeiten. Zwar läßt sich das Äthylenchlorhydrin nach Neutralisation dieser Lösung unschwer in Form einer 42prozentigen Lösung, dem Gemisch höchsten Dampfdruckes, abfraktionieren. Die Isolierung des Chlorhydrins aus dieser angereicherten Lösung läßt sich aber nach G o m -b e r g nur durch eine Iiombinierung von Aussalzungen mit Extraktionen durchführen,`. Operationen, welche umständlich und nicht ohne Verluste durchzuführen sind und überdies die Entfernung der gesamten Wassermenge aus dem Chlorhydrin nicht gestatten. Wir haben demgegenüber gefunden, daß es gelingt, aus der 42prozentigen Lösung das C'hlorhydrin rein zu isolieren dadurch, daß man eine solche Lösung unter Zusatz von Äthylencblorid fraktioniert. Dabei geht das Äthylenchlorid mit der gesamten Wassermenge bei etwa 70° über, ohne daß. mehr als etwa i o o Chlorhydrin dem Wasser beigesellt bleiben.
  • Nach dem ,amerikanischen Patent 1 386 118 ist es zwar bekannt, daß man wäßrige Chlorhydrinlösungen mittels Benzol als Hilfsflüssigkeit durch Destillation entwässern kann.
  • Führt man derartige azeotrope Entwässerungsversuche an einer durch Destifl,atio.n nicht weiter zu entwässernden ÄthyIenchlorhydrinlösung mit verschiedenen Hilfsflüssigkeiten praktisch durch, so ergeben sich die nachfolgenden Daten:
    o Sdp. des Für i Vol. Teil CH.Cl CH, OH
    Hilfsflüssigkeit Sdp. C o H.,0--Schicht zu in der wlifrigen
    terner. Gem. C. dQstill. Hilfsfl. Schicht
    Benzol ................ 8o,5 67,o bis 67,3 11,5 Vol. Teil 2,8a
    Äthylenchlorid ......... 84,0 69,6 9,7 - - 0,35
    Tricbloräthylen ......... 87,0 7o,8 bis 71,5 9,2 - - 9,9
    I
    Unter Berücksichtigung der Erfahrungstatsachen über azeotrope Vorgänge mußte erwartet werden, daß bei der Wahl einer höher als Benzol siedenden Hilfsflüssigkeit der Prozentgehalt des mit Wasser übergehenden Chlorhydrins - und damit -der Gesamtverlust - sich noch bedeutend ungünstiger gestalten würde.
  • Dies ist auch tatsächlich bei Trichloräthylen, wie aus der Tabelle ersichtlich, der Fall.
  • Bei Anwendung des höher als Benzol siedenden Athylenchlorids als Hilfsflüssigkeit tritt nun überraschenderweise das Gegenteil ein. Die Menge des mit dem Wasser verlorengehenden Chlorhydrins verringert sich von 2,82% auf o,35%, während die Menge der zur Abtreibung von i Vol. Teil Wasser notwendigen Hilfsflüssigkeit - und damit der zur Destillationsarbeit erforderliche Energieverbrauch - sich von 11,5 Vol. Teilen auf 9,7 Vol. Teile verringert.
  • Gleiche Verhältnisse zeigen sich zwischen den verschiedenen Hilfsflüssigkeiten, wenn. man die Entwässerung eines etwa 4oprozentigen Chlorhydrindaanpfes, z. B. durch Einleiten in siedendes Äthylenchlorid, beobachtet. Das Verfahren gestattet somit die fast verlustlose Reindarstellung des Äthylenchlorhydrins aus wäßrigen Lösungen. Bei Anwendung anderer Hilfsflüssigkeiten an Stelle des Äthylenchlorids, z. B. von Schwefelkohlenstoff, Tetrachlorkohlenstoff, Tricbloräthylen, Benzol, Toluöl usw., ließ sich eine ähnliche Wirkung nicht erzielen.
  • Der folgende Versuch gibt ein Beispiel für die Ausführung unseres Verfahrens 25o Teile einer 42prozentigen Chlorhydrin-Lösung, enthaltend 105 Teile Chlorhydrin und 145 Teile Wasser, wurden unter Zugabe von Äthylenchlorid fraktioniert und das Kondensat durch eine sogenannte Florentiner Flasche laufen gelassen, aus welcher die untere Schicht, das Äthylenchlorid, immer wieder in die Blase zurückgegeben wurde, während die obere wäßrige Schicht ablief. Es gingen mit dem Äthylenchlorid auf diese Weise 142 Teile Wasser über, die wesentlich unter i % Chlorhydrin enthielten. Nach dem Abdestillieren des Wassers wurde das Äthylenchlorid von Chlorhydrin durch fraktigonierte Destillation abgetrennt. Es wurden so etwa i oo Teile reines Chlorhydrin erhalten. Etwa i Teil Chlorhydrin ging in das Wasser über, das für einen neuen Ansatz der Chlorhydrinerzeugung wieder verwendet werden kann. Der Verlust an Chlorhydrin durch Hydrolyse betrug nur etwa i % der Gesamtmenge.
  • Das Verfahren läßt sich auch kontinuierlich durchführen, indem das zu trennende Gemisch einer Abtreibkolonne zugeführt wird, wobei das aus der Fraktionierkolonne abfließende Äthylencblorid durch ein Scheidegefäß hindurch kontinuierlich der Abtreibkolonne wieder zugeleitet wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Reindarstellung von Äthylenchlorhydrin aus seiner Wasserlösung, dadurch gekennzeichnet, daßdieselbe unter Zusatz von Äthylenchlorid fraktioniert wird, wobei vorteilhaft das mit dem Wasser übergehende Äthyl'enchlorid dem siedenden Äthylenchlorhydrin-Wasser-Gemisch dauernd wieder, zugeführt wird.
DEW73698D 1926-09-18 1926-09-18 Reindarstellung von AEthylenchlorhydrin Expired DE486492C (de)

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