DE531580C - Verfahren zur Darstellung von Monochloressigsaeure - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Monochloressigsaeure

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DE531580C
DE531580C DE1930531580D DE531580DD DE531580C DE 531580 C DE531580 C DE 531580C DE 1930531580 D DE1930531580 D DE 1930531580D DE 531580D D DE531580D D DE 531580DD DE 531580 C DE531580 C DE 531580C
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DE
Germany
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acid
monochloroacetic acid
trichlorethylene
sulfuric acid
preparation
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Expired
Application number
DE1930531580D
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English (en)
Inventor
Dr Georg Basel
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Wacker Chemie AG
Original Assignee
Wacker Chemie AG
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Expired legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Darstellung- von Monochloressgsäure Es ist bekannt, daß durch Einwirkung von Trichlorätlivlen auf Schwefelsäure, welche geringe M=engen Wasser enthält, 1lonochloressigsä ur e entsteht gemäß der Gleichung CH C1: CC1,-2 H:,0 = CH. Cl.CO0H -#- 2HC1.
  • Durch eintretende 'Nebenreaktionen wird dabei einerseits die Chloressigsäure durch die Schwefelsäure angegriffen und so die Ausbeute beeinträchtigt, andererseits geht auch Schwefelsäure verloren. Diese Verhältnisse erscheinen verbesserungsfähig, indem man die Chloressigsäure nach ihrem Entstehen möglichst schnell wieder der Einwirkung der Schwefelsäure entzieht. Dies durch Anwendung von L?nterdruclzu erreichen, erscheint zunächst umtunlich, weil das Trichloräthylen infolge seiner größeren Flüchtigkeit (Siedepunkt 8,7°) gegenüber llonocliloressigsäure (18G°) unter diesen Bedingungen noch vor Eintritt einer Umsetzung aus dem Reaktionsgeinisgh abdestillieren müßte. Demgemäß ist, trotz des bereits gemachten @`orschlages, unter gewöhnlichem Druck hergestelltes Reudctionsgemisch durch '-akuumdestillation in seine Anteile zu zerlegen (vgl. die Patent-Schriften 359 910 und 37 52d.) bzw. unter Anwendung eines Cberschusses an Trichloräthylen die Monochloressigsäure in dem Maße ihrer Bildung ununterbrochen aus dem Reaktionsgemisch zu entfernen (vgl. Patent-Schrift 38,3 o29), die Anwendung des Vakuums für die Reaktion selbst bisher nicht in Erwägung gezogen worden.
  • Wider Erwarten hat sich gezeigt, daß die Verwendung des Vakuums bei gutem Umsatte möglich ist und für die Reaktionsführung beträchtliche Vorteile mit sich bringt, indem weniger Chloressigsäure zerstört wird und der Verbrauch- von Schwefelsäure geringen wird. Das Verfahren gemäß der Erfindung wird am zweckmäßigsten in ununterbrochener Arbeitsweise ausgeübt, und zwar leitet man ein Dampfgemisch von Trichloräthylen und Wässer durch die Schwefelsäure, wobei man einen Druck von 5o bis 400 mim H- anwendet und Temperaturen von 16o bis 2oo° einhält. Es destilliert dabei Chloressigsäure mit überschüssigem Trichloräthylen ab. Die Abscheidung der gleichzeitig entstehenden Salzsäure erfolgt vorteilhafterweise vor der Vakuumpumpe durch Mondensation und Absorption, z. B. mit Wasser. Beispiel Unter Aufrechterhaltung eines Vakuums von 200 inrri Ouecksilbersäule wird im Laufe von 2.4 Sttuicieii ein Gemisch aus 8 290-g technischem Tr ichlorüthylen und . 60o g Wasser in einem auf i3o° erwärmten Verdampfer --verdampft und-die so erwärmten Dämpfe ü ein mit 27ao_g 92"1,ger 'Schwefelsäure gefülltes und auf rjo bis iSo° erhitztes Reaktionsgefäß eingeleitet. Die Zugabe von Trichloräthylen und Wässer zum Verdampfer wird dem Reaktionsverlauf entsprechend geregelt. - -Aus dem Reaktionsgefäß : destilliert die entstehende Monochlöressigsäure fortlaufend finit unverbrauchtem Trichloräthvlen, gasförmiger Salzsäure und wenig Wässer in eine geheizte, mit Kolonne und Dephlegmator versehene Vorlage, aus -welcher das Trichlöräthylen fortlaufend abfraktioniert und in den Reaktionsraum zurückgeführt wird, während die zurückbleibende Monochloressigsäure periodisch oder kontinuierlich abgelassen und auskristallisieren gelassen wird.
  • Das erhaltene Endprodukt; 5, 56o g Monocliloressigsäure, entsprechend einer Ausbeute von 930j" der Theorie, ist praktisch rein. Schmelzpunkt: 6o bis 63°.
  • Der durch Nebenreaktion bedingte Verlust an Schwefelsäure betrug ?5o g.- 1o°/" der angewandten Menge.
  • Erfolgt aber die Durchführung des Verfahrens bei Atmosphärendruck, so tritt eine erhebliche Ausbeuteverminderung sowie gleichzeitig ein bedeutender Verlust an Schwef.asäu,-e ein, wie aus nachfolgendem Vergleichsvc such ersichtlich ist: 5 6oo g Trichlöräthy :i und 4509 Wässer werden während 17 S `unden mit 2 720 g 92°rüiger Schwefelsäure, wie vorstehend beschrieben, jedoch bei gewöhnlichem. Druck behandelt. 111s Endprodukt wurden r 2zo g stark verunreinigte Monochloressigs,äure, entsprechend einer Ausbeute von nur ¢3 % der Theorie; isoliert; während gleichzeitig der Verlust an Schwefelsäure auf 13 1o g - 5-3 0/, der angewandten Menge ansteigt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Darstellung- von Mönochloressigsäure durch Einwirkung von Schwefelsäure auf - Trichloräthylen in Gegenwart von Wasser bei Temperaturen von 16o° und darüber unter ununterbrochener Entfernung der Monochloressigsaure aus dem Reaktionsgemisch in dem Maße ihrer Bildung; dadurch gekennzeichnet, daß' die Reaktion bei Unterdruck ausgeführt wird. z. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet; daß dasselbe in ttnunterbrochener Arbeitsweise ausgeübt wird.
DE1930531580D 1930-03-01 1930-03-01 Verfahren zur Darstellung von Monochloressigsaeure Expired DE531580C (de)

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