DE48044C - Regelvorrichtung mit Benutzung des durch Patent Nr. 16297, Anspruch 1, geschützten Eisenkernes für Bogenlampen - Google Patents
Regelvorrichtung mit Benutzung des durch Patent Nr. 16297, Anspruch 1, geschützten Eisenkernes für BogenlampenInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
- H05—ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- H05B—ELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
- H05B31/00—Electric arc lamps
- H05B31/0081—Controlling of arc lamps
- H05B31/0087—Controlling of arc lamps with a thread or chain
Landscapes
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
Eisenkernes für Bogenlampen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 11. März 1888 ab.
Die Neuerungen betreffen Bogenlampen, in welchen ein Solenoid durch Wirkung auf einen
Eisenkern die Kohlenhalter bewegt und dadurch die Kohlen nähert oder entfernt.
Statt einer geradlinigen Bewegung wird jedoch in der hier vorliegenden Construction
eine rotirende Bewegung des beeinflufsten Eisenkörpers erzeugt und diese Bewegung entweder
als solche (bei gebogenen Kohlen) benutzt, oder auf irgend eine Art und Weise in
eine geradlinige verwandelt.
Die einfachste Anordnung ist die in Fig. 1 und 2 dargestellte. Ein Solenoid M ist auf
einer Platte R angeschraubt. Der ringförmige Kern D des Solenoides ist auf einer Welle V
befestigt und kann um die Achse A A rotiren. Die Kohlenhalter K und .RT1 hängen an biegsamen
Körpern b und £>15 welche sich auf dem
Umfang des Kernes auf- oder abrollen, und werden durch Stangen oder Röhren S und S1
geführt.
Das Solenoid kann im Hauptschluis oder im Nebenschlufs oder differential gewickelt sein.
Ist dasselbe im Nebenschlufs gewickelt, dann sind die Theile so angeordnet, Fig. 1, dafs
Kohlenhalter K1 schwerer ist als K, und dafs
die Kohlen einander genähert werden, wenn die Wirkung des Solenoides stärker wird als
die Wirkung des Uebergewichtes in K1.
Die Function ist folgende: Bei stromloser Lampe stehen die Kohlen infolge des Uebergewichtes
auf der Seite K1 aus einander; wird die Lampe mit einer Stromquelle verbunden,
so wird das Solenoid magnetisch, zieht den Kern in der Richtung P, überwindet das
Uebergewicht der Seite K1 und bewegt die Kohlenhalter gegen einander, indem der Kern
sich um die Achse A A dreht. Die Kohlen kufen zusammen; sobald sie sich berühren,
wird. das Solenoid stromlos, und der Lichtbogen bildet sich, indem die Kohlen sich so
lange entfernen, bis die Anziehung des Solenoides dem nach Bedürfnifs regulirten Uebergewicht
der Seite K1 das Gleichgewicht hält. x
Nun brennen die Kohlen ab, das Solenoid wird kräftiger und bewegt den Kern in der
Richtung P, wobei sich die Kohlen nähern, bis der Gleichgewichtszustand wieder hergestellt
ist u. s. w.
Ein Kern von 13 5 mm äufserem Durchmesser
macht bei der üblichen Kohlenlänge von 400 mm eine genügende Bewegung, wenn
er sich um 1200 dreht. Fig. 4 zeigt die
beiden Endstellungen eines solchen Kernes.
Bei dieser Lampenconstruction ist hauptsächlich der Bedingung Rechnung zu tragen, dafs
das Solenoid bei allen Stellungen des Kernes den Lichtbogen gleichmäfsig regulirt. Damit
dies der Fall ist, mufs das Verhältnifs
Moment der Anziehung
— : =rr-:
. — = constant sein.
Moment des Uebergewichtes
Es kann dies auf verschiedene Arten bewirkt werden.
I. Indem bei gleichbleibendem Moment des Uebergewichtes das Moment der Anziehung des
Solenoides constant gehalten wird. Letzteres kann erzielt werden: a) dadurch, dafs bei gleichbleibender
Anziehung auch der Hebelarm der Anziehung gleich bleibt, indem dem Kern eine solche, durch den Versuch zu bestimmende
Querschnittsform gegeben wird, dafs für alle Lagen die Anziehung des Kernes dieselbe bleibt;
b) bei veränderlicher Anziehung dadurch, dafs in denjenigen Lagen, in welchen die Anziehung
des Solenoides abnimmt, der Hebelarm. dieser Anziehung durch passende Stellung der Achse AA
entsprechend zunimmt.
Fig. 5 zeigt diese Anordnung. Der Kern D nimmt bei Anfang der Brennzeit die Lage DDD,
am Ende der Brennzeit die Lage D1 D1 D1 ein.
Der-Hebelarm der Anziehung hat in der ersten Lage DDD die Länge b c, bei der anderen
Lage D1D1D1 die Länge b d; während also
beim Uebergang von der Anfangs- in die Endstellung die Anziehung stets abnimmt, vergröfsert
sich der Hebelarm dieser Anziehung um die Länge c d = a.
II. Indem bei veränderlicher Anziehung die Hebelarme A K oder A K1 , oder beide zusammen,
oder der Hebelarm eines Gewichtes G sich entsprechend ändern.
III. Indem der aufserhalb der Achse fallende Schwerpunkt der rotirenden Theile bei Anfang
der Brennzeit der Anziehung abnehmend entgegenwirkt und später die Anziehung unterstützt,
so dafs der abnehmenden Anziehung eine abnehmende Gegenwirkung bezw. eine zunehmende Mitwirkung entspricht.
IV. Durch Combination dieser Anordnungen in der weiter unten beschriebenen Weise, zu
welcher folgende Betrachtungen führen. Würde ein Kern in Anwendung gebracht, welcher
überall dieselbe Anziehung aufweist, so würde derselbe die in Fig. 3 verzeichnete Eisenvertheilung
erhalten, und müfsten die rotirenden Theile durch nicht magnetisches Material η
ausbalancirt werden, wodurch die Trägheit in unnützer Weise vermehrt würde. Würde man
einen Kern mit gleichmäfsigem Eisenquerschnitt anwenden, so müfste man dagegen ein bedeutendes
Gewicht G in Anwendung bringen, welches wiederum die Trägheit vergröfsern
würde. Es hat sich nun gezeigt, dafs es genügt, in einen Kern mit gleichmäfsigem Querschnitt,
Fig. 4, einige Löcher 111 zu bohren,
um das oben erwähnte Verhältnifs
Moment der Anziehung
Moment des Uebergewichtes
vollständig constant zu halten.
Moment des Uebergewichtes
vollständig constant zu halten.
Dadurch wird die Anziehung (welche in den Anfangsstellungen im Vergleich zu den Endstellungen
sehr grofs war) in den Anfangsstellungen etwas' reducirt; dieselbe nimmt in
den weiteren Stellungen ab; diese Abnahme wird jedoch dadurch compensirt, dafs das
Moment von G1 auf dem Wege G x E der
Anziehung immer weniger entgegenwirkt und von E bis F dieselbe' unterstützt.
Die Zuführung des Stromes zu den Kohlen findet statt durch die mit den Kohlenhaltern
in leitender Verbindung stehenden biegsamen Körper b und b1, welche an isolirten, am Umfang
des Kernes angebrachten Metallstücken OtOt1
aufgehängt sind und sich bei der Rotation auf dem isolirten Umfang des Kernes abwickeln
oder aufwickeln; die Metallstücke m In1 stehen
mit den isolirten Büchsen 111 in Verbindung,
denen die Bürsten ρ ργ den Strom zuführen.
Es können bei diesen Lampen ein oder mehrere Solenoide, ein oder mehrere Kerne
in Anwendung kommen; statt Solenoide können auch ein oder mehrere Elektromagnete benutzt
werden, welche durch Wirkung auf einen oder mehrere Eisenkörper die drehende Bewegung
erzeugen.
Claims (2)
1. An ringförmigen Eisenkernen, welche sich
unter Einflufs eines Solenoides drehen und durch ihre Bewegung die Länge des Lichtbogens
regeln, die Verbindung der Kerne mit den durch das Patent No. 16297, Anspruch
ι., geschützten Querschnittsformen in einer solchen Anordnung, dafs der Schwerpunkt
der rotirenden Theile nach Gλ aufserhalb der Achse fällt, so dafs das.
Uebergewicht zunächst der Solenoidanziehung entgegenwirkt und dieselbe später
unterstützt.
2. An Stelle der in dem Ansprüche 1. genannten
Anordnung der Schwerpunktslage des Kernes die Anordnung des Kernes derart, dafs bei abnehmender Anziehungskraft
des Solenoides der Hebelarm, an welchem diese Anziehungskraft wirkt, sich vergröfsert,
ebenfalls in Verbindung mit den durch das Patent No. 16297, Anspruch 1., geschützten
Querschnittsformen der Kerne.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE48044C true DE48044C (de) |
Family
ID=323048
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT48044D Expired - Lifetime DE48044C (de) | Regelvorrichtung mit Benutzung des durch Patent Nr. 16297, Anspruch 1, geschützten Eisenkernes für Bogenlampen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE48044C (de) |
-
0
- DE DENDAT48044D patent/DE48044C/de not_active Expired - Lifetime
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