DE57997C - Elektroden für elektrische Bogenlampen - Google Patents

Elektroden für elektrische Bogenlampen

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    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05BELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
    • H05B31/00Electric arc lamps
    • H05B31/0003Electric arc lamps the arc being outside, in the open
    • H05B31/0009Electric arc lamps the arc being outside, in the open with parallel or oblique disposition of the electrodes; Special form of the electrodes

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine elektrische .Bogenlampe, bei welcher die beiden Kohlen als Endstücke je einer archimedischen drehbaren Spirale geformt und mit dieser oder, wie nachstehend näher erklärt werden soll, mit je einem diese Spirale vertretenden Körper verbunden sind, so dafs beim Abbrennen der Kohlenspitzen der Gleichgewichtszustand durch Drehung beider Spiralen bezw. der dieselben ersetzenden Körper stets in selbstthätiger Weise erhalten bleibt, d.h. der Kohlenabstand stets gleich erhalten wird.
Die Erfinder haben durch theoretische Untersuchungen festgestellt, dafs, wenn eine archimedische Spirale, (ihrer ganzen Länge nach aus gleichem Stoff und von überall gleichem Querschnitt, z. B. aus elektrischer Lichtkohle) mit ihrem Anfangspunkt auf einer waagrechten Achse und um dieselbe drehbar gelagert wird, so dafs alle ihre Gänge in einer lothrechten Ebene liegen, der Endpunkt der Spirale sich stets genau in die durch deren Anfangspunkt gehende Waagrechte stellt.
Die Länge der Spirale kommt dabei nicht in Betracht, sie kann daher zu- oder abnehmen, ohne dafs ihr freier Endpunkt eine andere als die genannte Stellung einnehmen wird.
Werden nun zwei solche aus Lichtkohle bestehende Spiralen so neben einander angeordnet, dafs ihre freien Endpunkte in dem dem Volta-Bogen entsprechenden Abstand stehen, so wird dieser Abstand während des Abbrennens stets in der gleichen Gröfse erhalten, da zum Zwecke der Erhaltung der Gleichgewichtslage ein dem Abbrennen entsprechendes Nachrücken der Endpunkte bezw. eine Drehung der Spiralen eintreten mufs.
Bei der praktischen Ausführung der Erfindung werden mit Ausnahme der zwei oder drei letzten Quadranten der Spirale, welche aus Lichtkohle geformt werden, sämmtliche Spiralgänge durch entsprechend vertheilte andere Körpergewichte derart ersetzt, dafs das vorstehend angeführte Gleichgewichtsgesetz in keiner Weise geändert wird.
Als derartiger Körper wird passend eine Halbscheibe von genau dem bestimmten Gewicht und den richtigen Abmessungen gewählt, welche, mit dem aus Lichtkohle bestehenden Spiralsegmente die vorgenannte archimedische Spirale genau ersetzt.
Die schematische Fig. 1 zeigt die beiden archimedischen Spiralen in ihrer Gleichgewichtsstellung und Fig. 2 diese beiden Spiralen abgeändert, wobei von der Voraussetzung ausgegangen ist, dafs die einzelnen Windungen der Spirale einander unendlich nahe liegen, so dafs, praktisch genommen, je zwei auf einander folgende Viertelbogen denselben Mittelpunkt haben, also einen Halbkreis bilden, b ist ein solcher Halbkreis, / der Mittel- und gleichzeitig Drehpunkt des Systems; α ist eine Platte, die mit b abgeglichen ist.
In Fig. 3 ist eine der Erfindung gemäfs gebaute Bogenlampe dargestellt. Die aus geeignetem Stoff hergestellte Halbscheibe α wird mit der etwa zwei Viertelgänge der Spirale umfassenden Lichtkohle b durch einen Steg c
verbunden, welche an ihrem freien Ende eine· Hülse d trägt, in welcher die bogenförmige Lichtkohle b befestigt wird. , Das Gewicht dieses Steges wird, um an dem Gleichgewichtsgesetz der abgeänderten Spirale nichts zu ändern, durch ein Gegengewicht c1 abgeglichen und die ganze Vorrichtung auf einer waagrechten Achse/ angeordnet, welche in einem Bügel g frei drehbar ist.
Vorteilhaft kann auf der Achse/ eine kreisrunde Scheibe angebracht werden, welche für das Gleichgewicht ohne Einflufs ist, und an welcher die Halbscheibe a, der Steg c und dessen Gegengewichte1 befestigt werden können.
Zwei derartige abgeänderte archimedische Spiralen werden nun mit ihren Bügeln g an einem geeigneten Ständer oder Träger h befestigt, so dafs die freien Enden der Lichtkohlen auf Volta-Bogenabstand neben einander stehen, sobald die Lampe in Thätigkeil· ist.
Der Bedingung, dafs die beiden Kohlenenden, sobald kein Strom gegeben ist, oder die Lampe aus irgend einer Ursache verlöscht, einander berühren, wird durch eine einfache Vorrichtung mit einem Elektromagneten im Nebenschlufs entsprochen, welchem die Aufgabe zufällt, so lange Strom gegeben wird, die eine' Kohle von der anderen abzuziehen und abgezogen zu halten. Dies kann beispielsweise dadurch bewerkstelligt werden, dafs man einen oder beide Bügel g in dem Befestigungs punkte bei k am Träger h drehbar macht und mit einem Hebel starr verbindet, welcher den Anker des erwähnten Elektromagneten trägt.
Der Ständer oder Träger h ist durch ein isolirendes Zwischenstück i in zwei Theile getrennt, deren jeder mit einem Leitungsdraht / bezw. Z1 verbunden ist.
Der beispielsweise durch Z eintretende Strom geht durch den Ständer h in den Bügel g und durch die Achse f in den Steg c und die Lichtkohle b, von hier geht er, den Lichtbogen bildend, auf die andere Kohle über und durch deren Bügel in den Träger h zurück, um durch den zweiten Leitungsdraht l·' auszutreten.
Wie leicht begreiflich, kann die Lampe sowohl für Gleichströme als für Wechselströme verwendet werden, zumal es ganz gleichgültig ist, ob die Drehung oder das Nachrücken der Kohle an beiden Spiralen mit ungleicher oder gleicher Geschwindigkeit erfolgt, sobald nur die vorstehend erörterten Bedingungen für den Gleichgewichtszustand der Spiralen erfüllt sind, d. h. die Endpunkte der Kohlen selbst bei der geringsten Abnahme derselben (durch Abbrennen) stets wieder je in einem und demselben Punkt des Raumes eintreffen und hierdurch der Kohlenabstand stets gleich erhalten wird.
Fig. 4 zeigt schematisch die Verwendung, der vorstehend beschriebenen Bogenlampe als Vielfachlampe; dieselbe besteht aus einer Anzahl von Lampen, welche derart innerhalb einer Glaskugel zusammengestellt sind, dafs sie von einem gemeinschaftlichen Gestell getragen werden und ihre Lichtpunkte nach aufsen stehen.
Solche Vielfachlampen können neben oder hinter einander oder als Einzelnlichter geschaltet werden.
Derartige Bogenlampen zeichnen sich durch die Einfachheit ihres Baues und der hieraus sich ergebenden sicheren Wirkung bei leichter Handhabung und geringen Herstellungskosten aus.
Sie besitzen einen feststehenden Lichtpunkt, was besonders für photographische und ähnliche Zwecke von grofser Wichtigkeit ist.
Die Lampen eignen sich für Gleichstrom und Wechselstrom, für beliebige Lichtstärken und können als einfache oder als Vielfachlampen (letztere in einer und derselben Glashülle) verwendet werden.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Bei einer elektrischen Bogenlampe die Anordnung nach einer archimedischen Spirale geformter, in der Ebene ihrer Gänge drehbarer, durchgehende homogener, im Querschnitt gleichmäfsiger und im Anfangspunkt der archimedischen Spirale gelagerter Körper, welche zufolge des Gleichgewichtsgesetzes
. solcher archimedischen Spiralen die Regulirung und Erhaltung der Kohlenspitzendistanz bewirken.
2. Bei der unter i. angegebenen Anordnung an elektrischen Bogenlampen der Ersatz eines Theiles von Spiralgängen durch Scheiben, deren Drehachsen mit denjenigen der gebogenen Kohlenstäbe zusammenfallen, so dafs jede der Scheiben dem mit derselben verbundenen Kohlenstab das Gleichgewicht hält, wobei die Verbindung zwischen Kohlenstab und Scheibe durch eine ausbalancirte Lamelle bewirkt wird.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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