DE56022C - Bogenlampe für hohe Spannung - Google Patents

Bogenlampe für hohe Spannung

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DE56022C
DE56022C DENDAT56022D DE56022DA DE56022C DE 56022 C DE56022 C DE 56022C DE NDAT56022 D DENDAT56022 D DE NDAT56022D DE 56022D A DE56022D A DE 56022DA DE 56022 C DE56022 C DE 56022C
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arcs
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Application number
DENDAT56022D
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M. M. ROTTEN in Berlin N.W., Schiffbauerdamm 29 a
Publication of DE56022C publication Critical patent/DE56022C/de
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    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05BELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
    • H05B31/00Electric arc lamps
    • H05B31/0003Electric arc lamps the arc being outside, in the open
    • H05B31/0012Electric arc lamps the arc being outside, in the open with a plurality of electrode pairs

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  • Radiation-Therapy Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
M. M. ROTTEN in BERLIN. Bogenlampe für hohe Spannung.
Um bei Vertheilungssystemen, welchen eine höhere Spannung zu Grunde liegt, als zum Brennen von Bogenlampen bisheriger Ausführung erforderlich ist, das Bogenlicht verwenden zu können, mufste man bisher in Ersatzwiderständen die überflüssige Spannung vernichten oder aber mehrere Bogenlampen hinter einander schalten, welche alsdann von einander abhängig waren, d. h. stets gleichzeitig brennen und gleichzeitig verlöschen mufsten.
Die vorliegende Erfindung besteht nun darin, in einer Bogenlampe zwei Paare von Kohlenstäben so anzuordnen, dafs sie von demselben Strom nach einander durchflossen werden. Zwischen jedem Paar von Kohlen wird je ein Lichtbogen gebildet, und da für jeden Lichtbogen eine gewisse-Spannung erforderlich ist, so kann die Gesammtbrennspannung der Lampe durch Vermehrung der Paare von Kohlenstäben vergröfsert werden.
Die Fig. 1 und 2 zeigen verschiedene Schaltungsweisen, welche bei der Anordnung der vorliegenden Erfindung ausgeführt werden können. In Fig. 1 tritt der Strom zuerst in die Kohle 1 ein, bildet zwischen den Kohlen 1 und 2 einen Lichtbogen, geht von der Kohle 2 zu der Kohle 3 über und bildet zwischen den Kohlen 3 und 4 den zweiten Lichtbogen. Gewöhnlich wird man indessen die Schaltungsweise Fig. 2 vorziehen, besonders bei der Anwendung von Gleichstrom. In Fig. 2 bildet der Strom wie in Fig. 1 zwischen den Kohlen 1 und 2 wieder den ersten Bogen, wird aber dann von der Kohle 2 zu der Kohle 4 übergeführt, so dafs der zweite Bogen zwischen den Kohlen 4 und 3 gebildet wird und in Bezug auf die Stromrichtung in demselben Sinne angeordnet ist wie der erste Bogen.
Der Mechanismus, welcher die Längen der in der Lampe brennenden Lichtbogen regelt, kann in beliebiger bekannter Weise ausgeführt sein. Da er jedoch bei der vorliegenden Lampe nicht wie bei gewöhnlichen Bogenlampen .mit einem Kohlenpaar durch die Veränderungen in dem einen Lichtbogen in Thätigkeit gesetzt wird, sondern durch die Veränderungen in der Summe der beiden Bogenlängen, so mufs folgender Umstand berücksichtigt werden. Im Grofsen und Ganzen werden alle Lampen bestrebt sein, auf gleichbleibende Bogenlänge zu regeln. Sind nun an demselben Kohlenhalter zwei Kohlenstäbe befestigt, so wird der Mechanismus den Kohlenhalter so einstellen, dafs die Summe der beiden Lichtbogen ungefähr dieselbe bleibt. Wenn nun durch irgend welche Einflüsse der eine der hinter einander geschalteten Lichtbogen gröfser geworden ist als der andere, so wird die Einstellung stets derart ausfallen, dafs der kleinere Lichtbogen kürzer und der gröfsere länger als ordnungsmäfsig brennt. Da nun aber die Kohlenstäbe einer Bogenlampe um so schneller abbrennen, je länger der Bogen ist, welcher zwischen ihnen gebildet wird, so wird die Neigung da sein, einen einmal entstandenen Unterschied zwischen den Längen der beiden Lichtbogen unbedingt zu vergröfsern.
Um diesem Uebelstande vorzubeugen, kann die in Fig. 3 schematisch dargestellte Vorrichtung dienen. Die beiden Kohlenpaare 1, 2 und 3, 4 werden vom Strom beispielsweise in

Claims (1)

  1. der Reihenfolge 1,2,4,3 durchflossen. Die Kohlenstäbe 1 und 4 sind unbeweglich in den oberen Kohlenhalter Ko eingesetzt, welcher durch den Regelungsmechanismus R so gehoben und gesenkt wird, dafs die Summe der beiden Bogenlängen im Allgemeinen sich selbst gleich bleibt. Der untere Kohlenhalter K u ist in der Waage frei auf dem Stützpunkt s derart aufgehängt, dafs er sich um einen gewissen Winkel um 5 drehen kann. An jedem Ende des unteren Kohlenhalters ist ferner der Anker A1 A2 je eines Elektromagneten JJ1 E2 befestigt. Der Elektromagnet JT1 wirkt auf den Anker A1, welcher den Lichtbogen 4, 3 beherrscht, und ist zu dem Lichtbogen 1 , 2 parallel geschaltet. Der Elektromagnet Ji2 wirkt auf den Anker A2, welcher den Lichtbogen 1, 2 beherrscht, und ist zu dem Lichtbogen 4, 3 parallel geschaltet. Die Wirkung dieser Einrichtung ist folgende: Sobald beispielsweise der Bogen 4, 3 langer wird als der Bogen 1,2, ist die Elektromagnetspule E2 , welche zu Bogen 4, 3 im Nebenschlufs liegt, einer gröfseren Spannung- ausgesetzt, als die Spule des Elektromagneten JJ1. Der Unterschied in der Länge der beiden Lichtbogen und somit in den Spannungen an den Klemmen der beiden Elektromagnetspulen wächst beständig, bis die Anziehung des Elektromagneten JJ2 auf den zugehörigen Anker A2 hinreichend überwiegt, um die Stellung des unteren Kohlenhalters Ku zu verändern. Da aber die Anziehung eines Elektromagneten nicht allein von seiner Erregung abhängt, sondern auch von der Entfernung des Ankers, so wird der Unterschied in den Anziehungen beider Elektromagnete JJ JJ zunehmen, indem sich der Anker A2 dem Magneten JJ2 nähert, und der Kohlenhalter Ku wird daher so weit überkippen, wie ihm seine Aufhängung gestattet. Die Bewegung des Kohlenhalters wird nun so begrenzt, dafs, wenn vorher der Lichtbogen 4, 3 gröfser war als der Lichtbogen i, 2, nach dem Ueberkippen der Lichtbogen i, 2 um ein weniges gröfser ist als der Lichtbogen 4, 3. Die Folge wird sein, dafs nun der Lichtbogen 1, 2 allmälig immer gröfser und gröfser wird, bis der Unterschied in den Spannungen an den Klemmen der beiden Elektromagnete so grofs geworden ist, dafs ein Ueberkippen des Kohlenhalters im umgekehrten Sinne von neuem erfolgt. Dieses Spiel wiederholt sich, bis die Kohlen völlig abgebrannt sind, und der Unterschied in der Länge der beiden Lichtbogen kann niemals gröfser werden, als es die Empfindlichkeit der beschriebenen Vorrichtung gestattet.
    Diese Kippvorrichtung kann selbstverständlicher Weise auch am oberen Kohlenhalter K 0 angebracht oder mit dem Regulirmechanismus J? der Lampe in zweckmäfsiger Weise vereinigt werden.
    Paten τ-An sp ruch:
    An Bogenlampen, welche zwei hinter einander geschaltete und gleichzeitig brennende Lichtbogen enthalten, die durch einen gemeinsamen Mechanismus irgend einer bekannten Ausführung geregelt werden, zum Zwecke, ein gleichmäfsiges Abbrennen der beiden Kohlenpaare zu bewirken, die Befestigung der beiden oberen oder der beiden unteren Kohlenstäbe auf innerhalb gewisser Grenzen beweglichen Constructionstheilen Ku (Fig. 3), auf welche zwei Elektromagnete JJ1 und JJ2 wirken, von denen der zu dem Lichtbogen 1,2 gehörige JJ2 im Nebenschlufs zu dem Lichtbogen 4, 3 geschaltet ist und umgekehrt, und welche Elektromagnete so abgemessen sind, dafs ein Ueberkippen der besagten Constructipnstheile stattfinden mufs, sobald der Unterschied zwischen den Längen der beiden Lichtbogen eine gewisse Gröfse überschreitet, derart, dafs nach dem Ueberkippen der vorher längere Lichtbogen nunmehr der kürzere wird, und umgekehrt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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